Westfälischer Kartoffelsalat

West­fä­li­scher Kar­tof­fel­sa­lat
Die Zu­be­rei­tungs­ar­ten und Zu­ta­ten des Kar­tof­fel­sa­lats un­ter­schei­den sich auch in­ner­halb der­sel­ben Re­gi­on. Auch exis­tie­ren kei­ne re­gio­nal ein­heit­li­chen Zu­be­rei­tungs­ar­ten, al­len­falls Vor­lie­ben oder Fa­mi­li­en­tra­di­tio­nen.

Mit Ma­yo­nä­se

In den nörd­li­chen Tei­len Deutsch­lands wird der Kar­tof­fel­sa­lat meist mit Ma­yon­nai­se zu­be­rei­tet. Auch eine Mi­schung mit Jo­ghurt oder Sah­ne ist mög­lich. Dem Kar­tof­fel­sa­lat mit Ma­yon­nai­se wer­den im Rhein­land oft Ge­würz­gur­ken oder Äp­fel hin­zu­ge­fügt. Im Nor­den do­mi­nie­ren Va­ri­an­ten mit Äp­feln und ge­koch­tem Ei. Im Bran­den­bur­gi­schen wer­den da­ge­gen Ge­würz­gur­ken mit Ra­dies­chen oder fein ge­schnit­te­ner Zwie­bel kom­bi­niert. Auch Bra­ten­res­te, Mat­jes, Wurst­stü­cke und fri­sche Kräu­ter kön­nen nach Be­lie­ben zum Sa­lat ge­ge­ben wer­den.

West­fä­li­scher Kar­tof­fel­sa­lat ist in un­se­rer Fa­mi­lie tra­di­tio­nel­les "Hei­lig Abend-Es­sen" und dazu Würst­chen. Am Weih­nachts­tag wird der Rest dann als Bei­la­ge zum Gän­se­bra­ten ser­viert. Der Sa­lat hält sich ge­kühlt (bei ent­spre­chen­der Wit­te­rung z.B. auf dem Bal­kon) 2–4 Tage, wird aber meis­tens vor­her ra­di­kal ver­zehrt
Au­tor:
Kü­che: West­fa­len
Re­zept­typ: Kar­tof­fel­ge­rich­te
Men­ge des End­pro­duk­tes: reicht für 6 Per­so­nen
Zu­ta­ten
Für den Sa­lat
  • 1½ Ki­lo­gramm fest ko­chen­de Kar­tof­feln z.B. Sieg­lin­de, Bam­ber­ger Hörn­la, Ni­co­la oder Princess
  • 2 Stück mit­tel­gro­ße Zwie­beln oder ent­spre­chen­de Men­ge Scha­lot­ten
  • 3 Stück Eier
  • 2–3 Stück Ka­rot­ten je nach Grö­ße
  • 2 Stück Äp­fel z.B. Cox Oran­ge oder Bos­koop
  • ein klei­nes Glas Cor­ni­chons oder Ge­würz­gur­ken
Ma­yon­nai­se
  • 2 Ess­löf­fel schar­fer Di­jon-Senf oder mit­tel­schar­fer Senf
  • ca. 300 Mil­li­li­ter Pflan­zen­öl z.B. Dis­tel­öl oder So­ja­öl
  • Zi­tro­nen­saft von 1 Zi­tro­ne
  • frisch ge­mah­le­ner wei­ßer oder schwar­zer Pfef­fer
  • Meer­salz oder gro­bes Salz aus der Müh­le
  • 1 Pri­se Zu­cker oder auch mehr
An­lei­tung
Vor­be­rei­tung
  1. Die Kar­tof­feln wenn nö­tig wa­schen und mit der Scha­le in Salz­was­ser gar ko­chen (ca. 20–30 Mi­nu­ten). Ab­gie­ßen, et­was ab­küh­len las­sen, pel­len und ab­küh­len las­sen. (Kann schon am Vor­tag ge­macht wer­den).
  2. Eier in 10–12 Mi­nu­ten hart ko­chen, ab­schre­cken, pel­len. Die ge­schäl­ten Ka­rot­ten eben­falls 10 Mi­nu­ten ko­chen.
  3. Die Eier hal­bie­ren, die Ei­gel­be bei­sei­te stel­len, das Ei­weiß, die Ka­rot­ten, die Cor­ni­chons und die Zwie­beln in klei­ne Wür­fel schnei­den und in die Sa­lat­schüs­sel ge­ben. Die Äp­fel ent­ker­nen, nach Be­lie­ben schä­len und in klei­ne Wür­fel ge­schnit­ten dazu ge­ben.
  4. Al­les schon mal kurz ver­men­gen, das ver­hin­dert, dass die Ap­fel­stück­chen braun wer­den.
  5. Tipp: Die Eier und die Ka­rot­ten zu­sam­men mit den Kar­tof­feln in ei­nem Topf ko­chen (vor­her wa­schen!), also etwa 10–15 Mi­nu­ten vor Ende der Gar­zeit zu den Kar­tof­feln ge­ben.
Ma­yon­nai­se
  1. Alle Zu­ta­ten für die Ma­yon­nai­se müs­sen die glei­che Tem­pe­ra­tur ha­ben!
  2. Ein ro­hes Ei, die bei­sei­te ge­stell­ten ge­koch­ten Ei­gel­be, zwei EL Senf, ge­mah­le­nen Pfef­fer, (reich­lich) Salz, Zi­tro­nen­saft und Zu­cker in ei­nen Mix­be­cher ge­ben. Das ge­sam­te Öl dar­auf gie­ßen. Den Mix­stab auf den Bo­den des Mix­be­chers stel­len und ein­schal­ten, ei­ni­ge Se­kun­den auf dem Bo­den las­sen, bis eine Emul­si­on ent­steht, dann ganz all­mäh­lich an der Wand des Be­chers nach oben zie­hen.
  3. Ab­schme­cken, die Ma­yon­nai­se muss leicht ver­sal­zen wir­ken, da sie die Wür­ze für die Kar­tof­feln lie­fert!
Fer­tig­stel­lung des Sa­lats
  1. Die Ma­yon­nai­se zu den Zu­ta­ten in der Schüs­sel ge­ben, ver­men­gen, ab­schme­cken (muss leicht ver­sal­zen schme­cken)
  2. Die ab­ge­kühl­ten Kar­tof­feln in (nicht zu dün­ne) Schei­ben schnei­den und mit in die Schüs­sel ge­ben.
  3. Al­les ver­men­gen, kühl stel­len und ei­ni­ge Stun­den durch­zie­hen las­sen.
Tipp zur Ma­jo­nä­se
  1. Wer will, kann auch nur ge­koch­te Ei­gel­be ver­wen­den, dann wer­den eben alle 4 Eier hart ge­kocht und ent­spre­chend ver­ar­bei­tet, funk­tio­niert ge­nau­so. Not­falls, wenn sie zu zäh wird, gibt man 1–2 EL Was­ser hin­zu.
Hin­weis
  1. Man kann na­tür­lich auch fer­ti­ge Ma­yon­nai­se neh­men, die selbst ge­mach­te schmeckt aber un­ver­gleich­lich bes­ser!
  2. Wer mag, gibt et­was Chi­li oder Ca­yenne­pfef­fer in die Ma­yon­nai­se
  3. Statt “nor­ma­lem” Senf passt auch sehr gut eine et­was grö­ße­re Men­ge sü­ßer Senf (Weiß­wurst­senf)
  4. Zu­sätz­lich kann man auch noch et­was Knol­len­sel­le­rie – 10 Mi­nu­ten ge­kocht und ge­wür­felt – mit zum Sa­lat ge­ben.
  5. Für Men­schen, die rohe Zwie­beln nicht ver­tra­gen kann die Zwie­bel­men­ge re­du­ziert wer­den, man kann die Zwie­bel­wür­fel auch für bes­se­re Ver­träg­lich­keit gla­sig düns­ten oder not­falls ganz weg las­sen.
No­ti­zen
Viel Spaß beim Nach­ma­chen!

(Alle An­ga­ben ohne Ge­währ)
Nähr­wert­an­ga­ben
Por­ti­ons­grö­ße: 100 g Ka­lo­ri­en: 101 Fett­ge­halt: 4.52 g Koh­len­hy­dra­te: 12.75 g Fa­ser­stof­fe: 2.08 g Ei­weiß: 1.85 g Cho­le­ste­ri­en: 0.00 g

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