Jan im Sack
Jan im Sack (auch Jan im Hemd oder Jan­nen­sack) ist der Name ei­nes tra­di­tio­nel­len nord­deutsch-west­fä­li­schen Ge­richts aus Reis oder Grau­pen und Tro­cken­obst, das frü­her als Ser­vi­et­ten­kloß zu­be­rei­tet wur­de. Das Wort „Sack“ be­zieht sich auf das da­für ver­wen­de­te Tuch. Erich Ur­ban be­zeich­net es in sei­nem Al­pha­bet der Kü­che 1929 als Ge­richt aus Ol­den­burg.

Jan ist in Hol­land ein eben­so ge­bräuch­li­cher Name wie bei uns Hans oder Pe­ter. Und die­ser Jan im Sack war ur­sprüng­lich ein hol­län­di­sches Bau­er­nes­sen, das aber heu­te längst im gan­zen Land be­liebt ist. In Deutsch­land ist die­se Art von Ser­vi­et­ten­kloß bei vie­len als gro­ßer Hans be­kannt.
Au­tor:
Kü­che: West­fa­len
Re­zept­typ: Reis­ge­richt
Men­ge des End­pro­duk­tes: reicht für 4 Per­so­nen
Vor­be­rei­tungs­zeit: 
Gar­zeit: 
Ge­samt­zeit: 
Zu­ta­ten
  • 1 EL Zu­cker
  • ½ Zi­tro­nen­scha­le ab­ge­rie­ben
  • ¼ l Milch lau­warm
  • 20 g Hefe
  • 75 g Ko­rin­then
  • 75 g Ro­si­nen
  • 250 g Mehl
  • 1 Ei
  • 3 l Was­ser
  • 1 Spur Salz
An­lei­tung
  1. Mehl in eine Schüs­sel ge­ben. In die Mit­te eine Mul­de drü­cken. Hefe rein­brö­ckeln. Zu­cker drü­ber­streu­en. Mit et­was lau­war­mer Milch zum Vor­teig ver­rüh­ren. Ein we­nig Mehl vom Rand dar­über­stäu­ben. Zu­ge­deckt 10 bis 15 Mi­nu­ten an ei­nem war­men Platz zur dop­pel­ten Men­ge auf­ge­hen las­sen. In der Zwi­schen­zeit Ro­si­nen und Ko­rin­then un­ter kal­tem Was­ser wa­schen, in ein Sieb ge­ben. Mit ko­chen­dem Was­ser über­gie­ßen und ab­trop­fen las­sen. Dann mit Haus­halts­pa­pier oder ei­nem Kü­chen­tuch gründ­lich ab­trock­nen. Mit der rest­li­chen Milch, Ei, Salz und der ab­ge­rie­be­nen Zi­tro­nen­scha­le zum Vor­teig ge­ben. Zu ei­nen ge­schmei­di­gen, wei­chen Teig kne­ten und schla­gen. Wenn der Teig Bla­sen wirft ist er fer­tig.
  2. Ein sau­be­res Kü­chen­tuch oder eine gro­ße Ser­vi­et­te mit Mehl be­stäu­ben. Den He­fe­kloss rein­le­gen. Topf­de­ckel auf den Kloss le­gen. Die vier Zip­fel oben über den De­ckel zu­sam­men­bin­den. Aber bit­te ge­nü­gend Platz las­sen, den der He­fe­kloß geht noch auf. In ei­nem gro­ßen Topf mit leicht ge­sal­ze­nem, ko­chen­dem Was­ser hän­gen. 75 Mi­nu­ten lei­se zie­hen las­sen. Da­bei den De­ckel nicht hoch­he­ben.
  3. Kloß auf eine vor­ge­wärm­te Plat­te le­gen. Mit zwei Ga­bel kreuz­wei­se auf­rei­ßen und so­fort ser­vie­ren.
  4. Bei­la­gen: Zer­las­se­ne But­ter und Zu­cker und Zimt.
Nähr­wert­an­ga­ben
Por­ti­ons­grö­ße: 100 g

 
 Veröffentlicht von am 10:29 über 7. Januar 2017
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