Haus Vorhelm

Haus Vor­helm
Li­tho­gra­fie aus dem 19. Jahr­hun­dert, Alex­an­der Duncker

Das Rit­ter­gut Vor­helm be­fin­det sich schon zu An­fang des 15. Jahr­hun­derts (1413) im Be­sit­ze der Her­ren von Tork, wel­che auch das jet­zi­ge Her­ren­haus zu ver­schie­de­nen Zei­ten er­baut ha­ben.

Anna So­phia von Tork, die Toch­ter Di­ed­richs von Tork und Anna von Schen­king zu Be­vern, hei­ra­te­te Mat­thi­as Wil­helm von Wes­ter­holt und er­hielt durch Ver­gleich mit ih­ren Ge­schwis­tern im Jah­re 1673 das Haus Vor­helm nebst Zu­be­hör.

Ihre Toch­ter Anna Ma­ria Chris­ti­ne von Wes­ter­holt hei­ra­te­te 1685 Jo­hann Al­brecht Fried­rich von Ree­de zu Brand­lecht. Ihr ein­zi­ger Bru­der Theo­dor Her­mann trat in den Je­sui­ten-Or­den und schenk­te sei­ne Gü­ter der Schwes­ter Anna Ma­ria Chris­ti­ne, wo­durch also das Gut in den Be­sitz der Fa­mi­lie von Ree­de ge­lang­te.

Die letz­te Ree­de, Ama­lie Si­byl­le Eli­sa­beth, ver­mählt seit 1686 mit Bern­hard Jo­hann Frei­herrn von Schen­king zu Be­vern, Schwes­ter Jo­hann Al­brecht Fried­richs, über­nahm das Gut Vor­helm von ih­rem Bru­der und über­trug das­sel­be 1707 dem Ge­mahl ih­rer Toch­ter Ma­ria An­toi­net­te, dem Erb­dros­ten Ma­xi­mi­li­an Hei­den­reich Frei­herrn Dros­te zu Vi­sche­ring.

Seit je­ner Zeit be­fin­det es sich in dem Be­sit­ze der Nach­kom­men aus die­ser Ehe und bil­det ei­nen Teil des Fa­mi­li­en-Fi­dei­com­mis­ses.

Gebäude und Ausstattung

Haus Vor­helm

Auf der Haupt­in­sel ei­ner ins­ge­samt sechs In­seln um­fas­sen­den Gräf­tenan­la­ge wur­de in meh­re­ren Bau­pha­sen das schlich­te, zwei­ge­schos­si­ge Her­ren­haus er­rich­tet. Der Er­ker mit der Aus­lucht stammt aus der Zeit des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges, der nörd­li­che An­bau wird auf 1702 da­tiert. Aus wel­cher Zeit der mitt­le­re Bau stammt, ist un­be­kannt. Die Ge­bäu­de wur­den im 19. Jahr­hun­dert mit ei­nem ein­heit­li­chen Ze­ment­putz ver­se­hen. Der Haupt­flü­gel des Wohn­ge­bäu­des hat ei­nen Dach­rei­ter und der seit­li­che Flü­gel im Sü­den fällt durch ei­nen drei­stu­fi­gen Staf­fel­gie­bel und ei­nem zwei­ge­schos­si­gen Er­ker auf. Zwei his­to­ri­sche Müh­len und ein al­ter Schaf­stall ste­hen au­ßer­halb des Was­ser­schlos­ses.

Durch eine ba­ro­cke Tor­an­la­ge ge­langt man über eine ehe­ma­li­ge Zug­brü­cke auf die Vor­in­sel mit zwei Öko­no­mie­bau­ten aus dem 20. Jahr­hun­dert. Das grö­ße­re Ge­bäu­de im Sü­den mit ei­ner Durch­fahrt wur­de vor ei­ni­gen Jahr­zehn­ten auf der Grund­flä­che ei­nes Vor­gän­ger­baus erneuert.Beim Rund­gang um Haus Vor­helm fal­len meh­re­re se­hens­wer­te his­to­ri­sche Bild­stö­cke und Skulp­tu­ren auf, die als Flur­denk­ma­le und als Wall­fahrts­sta­tio­nen auf dem Weg zur we­ni­ge Ki­lo­me­ter ent­fern­ten Ba­rock­ka­pel­le in Tön­nis­häus­chen die­nen. In der nä­he­ren Um­ge­bung von Haus Vor­helm wur­den die meis­ten Bild­wer­ke zur Zeit des Ba­rock um die Mit­te des 18. Jahr­hun­derts auf­ge­stellt.

Bekannte Bewohner

Fotostrecke Haus Vorhelm

Lage des Haus Vorhelm

Lizenz

Co­py­right für die Fo­tos auf die­sen Sei­ten be­stehen bei Bern­hard Gro­ße-Drenkpohl.
Co­py­right Text: Aus­zü­ge von LWL (nicht mehr On­line), und in der Samm­lung Duncker – Haus Vor­helm

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