Haus Itlingen

Haus Itlingen um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Haus It­lin­gen um 1860
Samm­lung Alex­an­der Duncker

Haus It­lin­gen be­fin­det sich im Asche­ber­ger Orts­teil Her­bern im Müns­ter­land. Es liegt 1,5 Ki­lo­me­ter von Haus Ven­ne in Dren­stein­furt ent­fernt an der L671.

Die ers­te ur­kund­li­che Er­wäh­nung des An­we­sens fin­det sich im 14. Jahr­hun­dert. Haus It­lin­gen ge­hör­te ur­sprüng­lich den Her­ren von Her­bern, die wahr­schein­lich schon um 1300 dort an­säs­sig wa­ren. Durch Ein­hei­rat kam es 1540 in die Hand des west­fä­li­schen Ur­adels­ge­schlechts von Na­gel, in de­ren Ei­gen­tum es noch heu­te steht. Um 1680 ließ Fer­di­nand von Na­gel das heu­ti­ge Schloss er­rich­ten. Im 18. Jahr­hun­dert wur­de es von dem Ar­chi­tek­ten Jo­hann Con­rad Schlaun im Ba­rock­stil um­ge­baut und er­hielt sei­ne Huf­ei­sen­form (ein Mit­tel­bau mit zwei Flü­geln), an de­ren äu­ße­ren Flan­ken Rund­tür­me den Ab­schluss bil­den.

Wap­pen de­rer von Na­gel am Haus It­lin­gen

Auch heu­te noch be­fin­det sich das Schloss­gut im Be­sitz der Fa­mi­lie, näm­lich von Her­mann Frei­herr von Na­gel. Der Va­ter des heu­ti­gen Be­sit­zers war der be­kann­te In­ter­na­tio­na­le Spring­rei­ter Her­mann Frei­herr von Na­gel, der vor dem Zwei­ten Welt­krieg mit sei­nem Pferd „Wo­tan” vie­le Na­tio­nen­prei­se ge­wann. Nach dem be­rühm­ten Rei­ter ist in Her­bern der Reit- und Fahr­ver­ein be­nannt. Der land­wirt­schaft­li­che Be­trieb ist ver­pach­tet und wird seit 1954 für ein Ge­stüt ge­nutzt.

Wappen

Das Wap­pen der von Na­gel zeigt eine rote Span­ge auf sil­ber­nem Feld.

Schlossgut und Pächter

Wap­pen der Fa­mi­lie Na­gel

Das Schloss­gut It­lin­gen um­fasst ins­ge­samt ca. 120 ha. Da­von wer­den etwa 64 ha. für die Pfer­de­hal­tung genutzt.1954 pach­te­te der Un­ter­neh­mer Carl Fas­ten­rath das Schloss­gut It­lin­gen und be­gann dort un­ter dem Deck­na­men „Ge­stüt Quen­horn” sei­ne Zucht auf­zu­bau­en.

Da­nach hat­te die Fa­mi­lie Os­ter­mann das Ge­stüt ge­pach­tet und züch­te­ten die sehr er­folg­rei­chen Pfer­de „Lan­do” und „Laro­che”. Seit die­ser Zeit nennt sich das Ge­stüt der Fa­mi­lie Os­ter­mann „Ge­stüt Itt­lin­gen” und ist heu­te auf dem Guts­hof Moor­mann in Wer­ne be­hei­ma­tet. 1995 ge­wann Lan­do mit zwei Län­gen Vor­sprung den Ja­pan Cup, ei­nes der höchst­do­tier­ten Ren­nen der Welt.

Jet­zi­ger Päch­ter des land­wirt­schaft­li­chen Be­trie­bes ist Graf von Stauf­fen­berg, der dort ein Ge­stüt be­treibt.

Sonstiges

Oft war das Schloss und das Ge­stüt Dreh­ort von Fern­seh­fil­men:

  • Ri­va­len der Renn­bahn – Ri­va­len der Renn­bahn ist eine deut­sche Fern­seh­se­rie aus dem Jahr 1989 mit ins­ge­samt 11 Fol­gen. Die Re­gie führ­te Ste­fan Bart­mann. Dar­stel­ler un­ter an­de­rem mit Tho­mas Fritsch, Jut­ta Spei­del und die Mu­sik von Die­ter Boh­len.
  • Al­les Glück die­ser Erde – TV-Se­rie 1994. 13 tlg. dt. Pfer­de-Soap von Fried­rich Wer­rem­ei­er, Re­gie: Mi­cha­el Wer­lin.

Fotostrecke Haus Itlingen

Fotostrecke vom Gestüt Stauffenberg

Lage des Haus Itlingen

Lizenz

© Ur­he­ber­recht für die Fo­tos auf die­sen Sei­ten be­stehen bei Bern­hard Gro­ße-Drenkpohl.
Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Haus It­lin­gen aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­to­ren ver­füg­bar.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://grosse-drenkpohl.de/haus-itlingen/

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.

Scroll Up