Burg Kakesbeck
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Die Burg Kakesbeck ist eine von mehreren Wasserburgen in Lüdinghausen. Sie befindet sich fünf Kilometer nördlich des Stadtzentrums in der Bauernschaft Elvert, östlich der L835 am Kakesberger Damm. Eine Außenbesichtigung ist jederzeit möglich, eine Besichtigung der Burganlage von innen muss jedoch vorher angemeldet werden.
Die erste urkundliche Erwähnung das Namens Kakesbeck stammt aus einem Register des Klosters Werden und datiert in das 10. Jahrhundert, doch erst für das 11. Jahrhundert ist neben einem Wirtschaftshof auch eine Turmhügelburg an diesem Ort nachweisbar. Der Grundstein der heutigen Anlage wurde wohl Anfang des 14. Jahrhunderts gelegt. Anschließend ließen ihre Besitzer das Anwesen mit und mit erweitern. In seiner Blütezeit umfasste es fast einen Quadratkilometer Fläche und bestand neben der Kernburg aus fünf Vorburgen, die durch Wälle und Gräften gesichert waren.
Unter der Familie von Oer wurde das Herrenhaus ab 1601 unter Verwendung alter Fundamente grundlegend umgestalten und nach Osten erweitert. Davon zeugt noch heute eine eingemeißelte Jahreszahl. 1684 ging die Wasserburg durch Heirat in den Besitz der märkischen Uradelsfamilie von der Recke zu Reck über, ehe die Droste zu Vischering die Burg 1738 zusammen mit 80 hörigen Höfen erwarben.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zerstörte ein Feuer den Großteil der Herrenhaus-Obergeschosses. Die Schäden wurden in der Folgezeit jedoch behoben und das Obergeschoss wiederaufgebaut. Die ehemalige Burgkapelle ließ man 1868 abgetragen.
Nachdem die Anlage Mitte des 20. Jahrhunderts in das Eigentum der Familie Bolte gekommen war, ist sie heute im Besitz Wilfried Grewings. Er veranlasste Ausgrabungen unter der Leitung von Alfred Zeischka in Zusammenarbeit mit dem Landeskonservator, bei denen unter anderem Teile der ehemaligen Ringmauer und Fundamente einer alten Wehrmauer etwa aus der Zeit des 13. Jahrhunderts gefunden wurden. Der Burgbesitzer ließ die Burg außerdem vollständig renovieren.
Burg Kakesbeck ist heute eine zweiteilige Anlage, die aus einem Kern- und einem Vorburgbereich besteht und von einem umfangreichen mit Wasser des Flüsschens Stever gefüllten Grabensystem umgeben wird. Als Baumaterial der Gebäude kamen vor allem Baumberger Sandstein und Backsteine zum Einsatz.
Die Mehrheit des heutigen Baubestands stammt aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, so zum Beispiel ein Brauhaus von 1542 und eine spätgotisches Speicherhaus aus demselben Jahr im nördlichen Teil der Vorburg, das zeitweise auch als Wachhaus gedient hat. Ein Torhaus wurde im 17. Jahrhundert errichtet, ebenso das Herrenhaus, dessen Keller wiederum aus früherer Zeit stammt. Er besitzt eine Gewölbedecke, die von kurzen Säulen mit Sockeln und Kapitellen im Stil der Romanik getragen wird.
Einer Legende nach sollen in ihren Kellergewölben nachts drei kopflose Kälber spuken. Es sind die drei verwunschenen Söhne des Lambert von Oer, dem es nie gelang, drei Jungfrauen in den Keller zu locken, um sie zu erlösen.
Dem Ritter selbst ließ ein Widersacher 1520 ein eisernes Halsband mit innenseitigen Dornen anlegen. Lambert konnte erst durch einen fähigen Schmied befreit werden. Das Halsband wird im Münsterlandmuseum in der Burg Vischering ausgestellt.
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