Wilhelm Goswin Anton von Galen

Wappen derer von Galen

Wap­pen de­rer von Ga­len

Wil­helm Gos­win An­ton von Ga­len zu As­sen (* 1. Ok­to­ber 1678 in Din­kla­ge; † 11. Sep­tem­ber 1710 in Düs­sel­dorf) war Erb­käm­me­rer im Fürst­bis­tum Müns­ter.

Leben

Herkunft und Familie

Aus dem ur­alten west­fä­li­schen Adels­ge­schlecht von Ga­len, wel­ches zu den be­deu­tends­ten im Fürst­bis­tum Müns­ter zählt, sind zahl­rei­che be­deu­ten­de und nam­haf­te Per­sön­lich­kei­ten her­vor­ge­gan­gen. Im 16. Jahr­hun­dert sym­pa­thi­sier­te es teil­wei­se mit der Re­for­ma­ti­on, wur­de spä­ter wie­der ka­tho­lisch. Wil­helm Gos­win An­ton von Ga­len zu As­sen wur­de als Sohn des Franz Wil­helm von Ga­len zu As­sen und sei­ner Ge­mah­lin Ur­su­la He­le­na von Plet­ten­berg-Lehn­hau­sen (* 1654, † 1720), Schwes­ter des Fürst­bi­schofs Fried­rich Chris­ti­an von Plet­ten­berg ge­bo­ren und hat­te vier Schwes­tern: Anna Ma­ria (* 1672, ⚭ Franz An­ton von Lands­berg), Fran­ce­li­na (* 1680, ⚭ Franz Chris­toph von Hör­de zu Stör­me­de), Eli­sa­beth An­to­net­ta († 1715, Ka­no­nis­se in Not­tuln) und Ma­ria The­re­sia († 1727, Stifts­da­me in Not­tuln, ⚭ Franz Otto von Weichs). Sein Bru­der Franz Hein­rich Chris­ti­an (* 1679, † 1712) war Dom­herr in Müns­ter und Worms, Fried­rich Chris­ti­an Dom­de­chant in Müns­ter und Wil­helm Fer­di­nand Erb­käm­me­rer und Amts­droste. Er hei­ra­te­te am 8. Fe­bru­ar 1705 in Hen­ri­chen­burg die Erb­toch­ter Anna Ma­ria von Sy­then (1686–1724). Aus der Ehe ging die Toch­ter Anna He­le­na Ma­ria An­to­nia Jo­se­pha von Ga­len (* 1707, † 1739, ⚭ 1728 Chris­ti­an Franz Diet­rich von Fürs­ten­berg) her­vor.

Werdegang und Wirken

Im Jah­re 1693 er­hielt Wil­helm Gos­win An­ton die zwei­te Fa­mi­li­en­prä­ben­de in Min­den, auf die er im Mai 1697 zu­guns­ten sei­nes Bru­ders Fried­rich Chris­ti­an ver­zich­te­te. Es schloss sich ein zwei­jäh­ri­ges Stu­di­um in Prag an. Am 10. Au­gust 1701 fand die Auf­schwö­rung zur Müns­ter­schen Rit­ter­schaft statt. Er no­mi­nier­te am 12. Mai 1716 sei­ne Toch­ter Anna He­le­na für eine Prä­ben­de im Stift Not­tuln, die sie we­gen ih­rer Ehe­schlie­ßung im Jah­re 1728 an Ma­ria So­phia Fran­zis­ca von Ga­len ab­gab.

Erbstreitigkeiten um das Haus Sythen

Vor ih­rer Ehe­schlie­ßung hat­ten Wil­helm Gos­win An­ton von Ga­len und Anna Ma­ria von Sy­then am 6. Sep­tem­ber 1704 ei­nen um­fang­rei­chen Ehe­ver­trag ge­schlos­sen. Da­nach hat­te nach dem Tod Anna Ma­ri­as im Jah­re 1724 die äl­tes­te Toch­ter Anna He­le­na Ma­ria die Erb­an­sprü­che. Den­noch mach­te Anna Ma­ri­as En­kel­toch­ter aus zwei­ter Ehe, Wil­hel­mi­na Fri­de­ri­ca von Wes­ter­holt zu Wes­ter­holt und Alst und de­ren Sohn Wil­helm, (ver­geb­lich) An­sprü­che gel­tend. Er­ben auf Haus Sy­then wur­den Franz von Fürs­ten­berg bzw. Franz Egon von Fürs­ten­berg.

Sonstiges

Wil­helm An­ton Gos­win ist in der Pfarr­kir­che zu Hal­tern be­gra­ben. Hier be­fin­det sich auch sein Epi­taph.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Wil­helm Gos­win An­ton von Ga­len aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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