Wilhelm Ferdinand von Galen zu Assen

Wappen derer von Galen

Wap­pen de­rer von Ga­len

Wil­helm Fer­di­nand von Ga­len zu As­sen (* 1. No­vem­ber 1690 in Din­kla­ge; † 28. De­zem­ber 1769 in Müns­ter) war Erb­käm­me­rer und Amts­droste im Amt Vech­ta.

Leben

Herkunft und Familie

Aus dem ur­alten west­fä­li­schen Adels­ge­schlecht von Ga­len, wel­ches zu den be­deu­tends­ten im Fürst­bis­tum Müns­ter zählt, sind zahl­rei­che be­deu­ten­de und nam­haf­te Per­sön­lich­kei­ten her­vor­ge­gan­gen. Im 16. Jahr­hun­dert sym­pa­thi­sier­te es teil­wei­se mit der Re­for­ma­ti­on, wur­de spä­ter wie­der ka­tho­lisch. Wil­helm Fer­di­nand von Ga­len zu As­sen wur­de als Sohn des Franz Wil­helm und sei­ner Ge­mah­lin Ur­su­la He­le­na von Plet­ten­berg-Lehn­hau­sen (* 1654, † 1720), Schwes­ter des Fürst­bi­schofs Fried­rich Chris­ti­an von Plet­ten­berg ge­bo­ren und hat­te vier Schwes­tern: Anna Ma­ria (* 1672, ∞ Franz An­ton von Lands­berg), Fran­ce­li­na (* 1680, ∞ Franz Chris­toph von Hör­de zu Stör­me­de), Eli­sa­beth An­to­net­ta (†–1715, Ka­no­nis­se in Not­tuln) und Ma­ria The­re­sia († 1727, Stifts­da­me in Not­tuln, ∞ Franz Otto von Weichs). Sein Bru­der Wil­helm Gos­win An­ton (* 1678, † 1710) war Erb­käm­me­rer, Franz Hein­rich Chris­ti­an (* 1679, † 1712) Dom­herr in Müns­ter und Worms und Fried­rich Chris­ti­an Dom­de­chant in Müns­ter. Wil­helm Fer­di­nand hei­ra­te­te am 3. Sep­tem­ber 1719 die Reichs­frei­in Ma­ria Hen­ri­ca von Fürs­ten­berg zu Her­drin­gen (1696–1742), Toch­ter des Reichs­frei­herrn Fer­di­nand von West­fa­len zu Fürs­ten­berg. Aus der Ehe stam­men vier Töch­ter und zwei Söh­ne, die jung ver­stor­ben sind, so­wie der Sohn Cle­mens Au­gust Fer­di­nand. Nach Ma­ri­as Tod hei­ra­te­te er am 10. Fe­bru­ar 1748 in Müns­ter So­phie Loui­se von Mer­veldt zu Wes­ter­win­kel (1730–1810). Aus die­ser Ehe gin­gen die Kin­der Cle­mens Au­gust Jo­sef, Fer­di­nand Karl und Ma­ria  (* 1752, † 1829, (1) ∞ Cle­mens Au­gust von Plet­ten­berg zu Nord­kir­chen, (2) ∞ Cle­mens Au­gust von Ket­te­ler (1751–1815. De­ren Sohn Ma­xi­mi­li­an) war der Va­ter von Bi­schof von Ket­te­ler) her­vor.

Werdegang und Wirken

Am 21. April 1699 er­hielt Wil­helm Fer­di­nand die Fa­mi­li­en­prä­ben­de in Min­den und wur­de im No­vem­ber 1713 zur Müns­te­r­i­schen Rit­ter­schaft auf­ge­schwo­ren. Nach dem Tod sei­nes Bru­ders Wil­helm Gos­win An­ton ver­zich­te­te er, um die Fa­mi­li­en­tra­di­ti­on fort­zu­set­zen und über­nahm von sei­nem Va­ter die Amts­ge­schäf­te des Dros­ten im Amt Vech­ta. 1739 wur­de ihm sein Sohn Cle­mens Au­gust Fer­di­nand in die­sem Amt bei­geord­net. Die­ser folg­te sei­nem Va­ter spä­ter im Amt. Am 26. Sep­tem­ber 1723 wur­de Wil­helm Fer­di­nand kur­köl­ni­scher Ge­hei­mer Rat.

Sonstige

Er schuf ein be­acht­li­ches Ver­mö­gen. 1721 ver­kauf­te Ma­ria Eli­sa­beth von Boe­nen das Haus Que­ren­burg an Wil­helm Fer­di­nand. 1756 kauf­te er den gro­ßen Ga­len­schen Hof in Müns­ter (Wil­mer­gas­se 1–4, heu­te Uni­ver­si­tät) und 1758 er­stei­ger­te er das Haus Göt­ten­dorf. Sei­ne Frau wur­de im Jah­re 1730 zur Geist­li­chen Mut­ter des Ka­pu­zi­ner­kon­vents in Müns­ter er­nannt. Wil­helm Fer­di­nand wur­de in der Pfarr­kir­che zu Rin­ke­ro­de be­gra­ben.

Ehrungen

Am 28. Ok­to­ber 1747 wur­de Wil­helm Fer­di­nand Groß­kreuz­herr des St.-Michael-Ritterordens.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Wil­helm Fer­di­nand von Ga­len zu As­sen aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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