Westfälische Witze
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Eine Flasche Korn, eine Mettwurst, eine Kiste Bier und ein Hund.
Wieso Hund?
Na ja, irgendjemand muß doch die Mettwurst fressen.
Brummelt der Mann zurück: “Ja, und ich muss sie dann immer essen…
Zitate:
- Ohne die (sturen) Westfalen wäre alles noch viel schlimmer.
- Die Westfalen halten das, was die Rheinländer versprechen. - Fritz Steinhoff
- Die Rheinländer versprechen alles, halten aber nichts.
- Mein Fritz lebt nun im Vaterland der Schinken,
Im Zauberland, wo Schweinebohnen blühen,
Im dunkeln Ofen Pumpernickel glühen,
Wo Dichtergeist erlahmt, und Verse hinken.
- Heinrich Heine, An Fritz von Beughem!, 1820
- Entweder regnet es in Münster, oder es läuten die Glocken. Geschieht beides gleichzeitig, ist Sonntag. – Volksmund
- Gott sprach »Es werde Licht!« und es wurde Licht – nur in Paderborn und Münster, dort blieb es fünster. - Volksmund
- In Paderborn regnet es oder die Glocken läuten. - Volksmund
- Steigerung von Schwarz: Münster, Paderborn - Volksmund
- So fast as Düörpm. - (“So fest wie Dortmund”), Redensart mit Bezug zur Standhaftigkeit der Reichsstadt im Mittelalter
- Du bist keine Schönheit, vor Arbeit ganz grau! Liebst dich ohne Schminke; bist ‘ne ehrliche Haut. Leider total verbaut. Aber g’rade das macht dich aus. [...] Oh, Bochum, [...] du Blume im Revier! - Herbert Grönemeyer, Bochum
- Schinken, Korn und Pumpernickel
und ein Bier das weltbekannt,
ach wie lässt es sich da leben:
Herrliches Westfalenland!!!
Gedichte:
`s ist Abend, und des Himmels Schein
Spielt um Westfalens Eichenhain,
Gibt jeder Blume Abschiedskuß
Und auch dem Weiher linden Gruß,
Der ihm mit seinen blanken Wellen
Will tausendfach entgegenschnellen.
∞∞∞
Am Horizont das Wolkenbild,
Ganz wie ihr Sinnen, zuckend Licht,
Das bald sich birgt, bald aufwärts bricht,
Phantastisch, fremd, ein Traumgesicht. -
Seh ich dich so, mein kleines Land,
In deinem Abendfestgewand:
Ich meine, auch der Fremdling muß
Dir traulich bieten Freundesgruß,
Du bist nicht mächtig, bist nicht wild,
Bist deines stillen Kindes Bild,
Das, ach, mit allen seinen Trieben
Gelernt vor allem, dich zu lieben!
So daß auch keines Menschen Hohn,
Der an des Herzens Fäden reißt,
Und keine Pracht, wie sie auch gleißt,
Dir mag entfremden deinen Sohn.
(aus: Die Schlacht am Loener Bruch)
Ein weiches, frisches Wogen,
Ein harz´ger Tannenduft,
Es weht, es kommt gezogen,
Als grüße mich die Luft!
Ich muß zurück und blicken
Einmal ins stille Land,
Ich muss ein Reis mir pflücken,
Das auf der Heide stand
Wie Sommerfädenschimmer
Die Heide überspinnt!
Ich seh´ ihr heiß Geflimmer,
Wie´s flattert, weht und rinnt:
Aus krauser Nadeln Wolle
Dringt des Wacholders Rauch,
Und über der braunen Scholle
Steht gelb der Ginsterstrauch.
Fernab, bewaldet, blauet,
Gestreckt wie Wellenschlag,
Der Hügel Zug; es schauet
Durchs Laub der Hütte Dach;
Der Rauch steigt in die Höhe,
Als ob mit blauem Glanz
Ein Reiherbusch überwehe
Das Waldhaupts Turbankranz.
Im Hof, an Holzesgattern
Seh´ich die Eichen stehn,
Seh´ ihre Wipfel flattern.
Ein friedlich Bannerwehn.
Der Efeu schlingt mit Ranken
Saftgrün sich dicht hinan;
Geschirrlos hinter Planken
Geht weidend das Gespann.
∞∞∞
Ich lass ins Moos mich gleiten
Und träume wie der Wald,
Bis helles Herdenläuten
Heimkehrend vorüberwallt.
Dort, ha – die Oriflamme
Die nun der West entrollt!
Purpur leuchtet am Stamme,
Im Lauf smaragdnes Gold.
∞∞∞
Jetzt kniet zum Abendsegen
Das ganze weite Land!
Auf all die Scheitel legen
Möge Gott die treue Hand;
Mög´ all die Lider schließen,
Sein Hauch ob ihnen wehn,
Sein Segen sich ergießen,
Wo noch ein gläubig Flehn.
O, sei gegrüßt zum Scheiden,
Du Heimat, gute Nacht,
Mit deinen sonn´gen Heiden,
Mit deiner Wälder Pracht -
Wie deine Hünensteine
Fest in uralter Treu´,
Wie Tauben deiner Haine
Verschlossen, rein und scheu!
Mir gib zum Angedenken
Dies Laub, dem Zweig entrafft,
Am Hute will ich´s schwenken
Auf meiner Wanderschaft,
Mir unters Haupt es legen,
Träum´ich am fernen Strand -
Noch einmal: Gottes Segen!
Gegrüßt, gegrüßt mein Land!
Quelle: Westfälisches Hausbuch, Husum 1997
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