Westfälische Witze
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Eine Flasche Korn, eine Mettwurst, eine Kiste Bier und ein Hund.
Wieso Hund?
Na ja, irgendjemand muß doch die Mettwurst fressen.
Brummelt der Mann zurück: “Ja, und ich muss sie dann immer essen…
Gedichte:
`s ist Abend, und des Himmels Schein
Spielt um Westfalens Eichenhain,
Gibt jeder Blume Abschiedskuß
Und auch dem Weiher linden Gruß,
Der ihm mit seinen blanken Wellen
Will tausendfach entgegenschnellen.
∞∞∞
Am Horizont das Wolkenbild,
Ganz wie ihr Sinnen, zuckend Licht,
Das bald sich birgt, bald aufwärts bricht,
Phantastisch, fremd, ein Traumgesicht. -
Seh ich dich so, mein kleines Land,
In deinem Abendfestgewand:
Ich meine, auch der Fremdling muß
Dir traulich bieten Freundesgruß,
Du bist nicht mächtig, bist nicht wild,
Bist deines stillen Kindes Bild,
Das, ach, mit allen seinen Trieben
Gelernt vor allem, dich zu lieben!
So daß auch keines Menschen Hohn,
Der an des Herzens Fäden reißt,
Und keine Pracht, wie sie auch gleißt,
Dir mag entfremden deinen Sohn.
(aus: Die Schlacht am Loener Bruch)
Ein weiches, frisches Wogen, Ein harz´ger Tannenduft, Es weht, es kommt gezogen, Als grüße mich die Luft! Ich muß zurück und blicken Einmal ins stille Land, Ich muss ein Reis mir pflücken, Das auf der Heide stand Wie Sommerfädenschimmer Die Heide überspinnt! Ich seh´ ihr heiß Geflimmer, Wie´s flattert, weht und rinnt: Aus krauser Nadeln Wolle Dringt des Wacholders Rauch, Und über der braunen Scholle Steht gelb der Ginsterstrauch. Fernab, bewaldet, blauet, Gestreckt wie Wellenschlag, Der Hügel Zug; es schauet Durchs Laub der Hütte Dach; Der Rauch steigt in die Höhe, Als ob mit blauem Glanz Ein Reiherbusch überwehe Das Waldhaupts Turbankranz. Im Hof, an Holzesgattern Seh´ich die Eichen stehn, Seh´ ihre Wipfel flattern. Ein friedlich Bannerwehn. Der Efeu schlingt mit Ranken Saftgrün sich dicht hinan; Geschirrlos hinter Planken Geht weidend das Gespann. ∞∞∞ Ich lass ins Moos mich gleiten Und träume wie der Wald, Bis helles Herdenläuten Heimkehrend vorüberwallt. Dort, ha – die Oriflamme Die nun der West entrollt! Purpur leuchtet am Stamme, Im Lauf smaragdnes Gold. ∞∞∞ Jetzt kniet zum Abendsegen Das ganze weite Land! Auf all die Scheitel legen Möge Gott die treue Hand; Mög´ all die Lider schließen, Sein Hauch ob ihnen wehn, Sein Segen sich ergießen, Wo noch ein gläubig Flehn. O, sei gegrüßt zum Scheiden, Du Heimat, gute Nacht, Mit deinen sonn´gen Heiden, Mit deiner Wälder Pracht - Wie deine Hünensteine Fest in uralter Treu´, Wie Tauben deiner Haine Verschlossen, rein und scheu! Mir gib zum Angedenken Dies Laub, dem Zweig entrafft, Am Hute will ich´s schwenken Auf meiner Wanderschaft, Mir unters Haupt es legen, Träum´ich am fernen Strand - Noch einmal: Gottes Segen! Gegrüßt, gegrüßt mein Land! Quelle: Westfälisches Hausbuch, Husum 1997

