Voss (Adelsgeschlecht)

Wappen derer von Voss

Wap­pen de­rer von Voss

Voss, in frü­hen Ur­kun­den auch Vos, auf la­tei­nisch Vul­pes oder Wl­pes ge­nannt, ist der Name meh­re­rer Nie­der­a­de­li­gen Fa­mi­li­en aus Nord­west-Deutsch­land. Drei da­von führ­ten ei­nen ro­ten Fuchs in ei­nem gol­de­nen Feld: die Fa­mi­lie Voss aus Vech­ta, die Fa­mi­lie Voss aus Diep­holz und die Fa­mi­lie Voss zu Pä­ping­hau­sen.

Eine Be­zie­hung zu den Meck­len­bur­gi­schen Fa­mi­li­en Voß und der Alt­mär­ki­schen Voss konn­te bis­her nicht her­ge­stellt wer­den, aber da im Zuge der Ost­ko­lo­ni­sa­ti­on vie­le Ko­lo­nis­ten dar­un­ter auch der nie­de­re Adel aus West­fa­len, Nie­der­sach­sen und der Be­ne­lux im heu­ti­gen Ost­deutsch­land und Po­len ein­wan­der­ten wäre eine Ver­wandt­schaft nicht un­denk­bar. Zu­dem sind Vor­na­men so­wie Jo­han­nes, Hein­rich und Fried­rich so­wohl bei den Voss aus Meck­len­burg und aus dem Os­na­brü­cker Nord­land bei den frü­hen Ge­nera­tio­nen ver­tre­ten.

Geschichte der Voss aus dem Oldenburger Münsterland und Osnabrücker Nordland

Die­se Fa­mi­lie taucht 1220 mit Jo­han­nes Vul­pes als Zeu­ge der Gra­fen von Ra­vens­berg in Vech­ta auf. Die Fa­mi­lie war oder wur­de an­säs­sig im be­nach­bar­ten Os­na­brü­cker Nord­land. Die meis­ten Gü­ter be­fan­den sich ent­lang dem Weg von Qua­ken­brück nach Ber­sen­brück. Dort teil­te sich die Fa­mi­lie in zwei Li­ni­en auf.

Die äl­te­re Li­nie wur­de an­säs­sig auf dem Burg­manns­hof Nr. 5 (Lox­ter­hof) und eine jün­ge­re Li­nie auf dem Gut Mun­deln­burg. Die äl­te­re Li­nie Voss be­saß fol­gen­de Gü­ter (× = Ge­bäu­de ab­ge­ris­sen): Voss Burg­manns­hof (Nr. 5) ali­as „Lox­ter­hof“, Lox­ter­hof 2 in Qua­ken­brück.(× 1964) In Be­sitz von 1389 bis 1666. Burg­manns­hof (Nr. 10), Lan­ge­stra­ße 18 in Qua­ken­brück. In Be­sitz seit Ende 17. Jht.–1748. Gut Hamm(×), auch Voß­hamm, Voss­ha­gen oder Ham­mer­hof ge­nannt in Nor­trup. Seit 1977 ist das Erb­wohn­haus ein­ge­la­gert im Be­sitz des Mu­se­ums­dorf Clop­pen­burg. In Be­sitz von 1584 bis 1666. Gut Voß­diek, Diek (=Teich), Voß­berg oder Voss­burg in Lang­we­ge(×, 1877). In Be­sitz von 1519 bis 1677 Hof von Ham­mer­stein zu Lox­ten (×), Se­mi­nar­stra­ße 33, Stadt Os­na­brück. In Be­sitz 1666. Hof v. Voß zu Bö­ckel (×), Ha­ken­stra­ße 12, Stadt Os­na­brück. In Be­sitz seit Mit­te 17 Jht.–1705. Gut Laer bei Mel­le. In Be­sitz vor 1649–1666

Burg Vellinghausen

Burg Vel­ling­hau­sen

Gut Bö­ckel oder „Voß­bö­ckel“ im Orts­teil Bie­ren mit Holz­ge­richt Kil­vern­sche Mark und den Ober­mei­er­hof in Schwen­nings­dorf. In Be­sitz um 1555 (1540?)–1763. Gut Al­ten­bö­ckel oder „Ha­ken­bö­ckel“ (×) im Orts­teil Bie­ren, süd­lich von Gut Bö­ckel. In Be­sitz um 1662–1763. Gut Höl­zern­klin­ke (×), ver­mut­lich an der heu­ti­gen Klink­stra­ße (?) in Bün­de. In Be­sitz von ca. 1650–1711. Gut Groß-Ei­ckel bei Blas­heim. In Be­sitz von 1747 bis 1765 Gut Klein Ei­ckel bei Blas­heim. In Be­sitz von 1747 bis 1765

Burg Vel­ling­hau­sen in Vel­ling­hau­sen zwi­schen Hamm und Soest. In Be­sitz von 1700 bis 1748 Haus Heidemühle/Hudemühlen (×), in Hamm-Uen­trop. In Be­sitz um 1699–1748.

Die jün­ge­re Li­nie Voss wur­de an­säs­sig auf:• Mun­deln­burg (×) in Borg/Wasserhausen. In Be­sitz von 1350 bis 1727 Voss Burg­manns­hof (Nr. 4) „Voss­ha­gen“ oder „El­men­dorff­hof“, am Markt 6 in Qua­ken­brück. In Be­sitz von ca. 1486–1727

Gut Ba­kum zu Ba­kum um 1527–1731.(×) Gut Süd­holz / Sut­holt-Trib­be zu Ba­kum um 1600~1631.(×)

Gut Ert­brüg­ge in Nel­ling­hof (×). In Be­sitz bis ca 1440.

Wappen

Die­se Fa­mi­lie war vom frü­hen 16. Jahr­hun­dert bis ins spä­te 19. Jahr­hun­dert in Diep­holz auf dem Gut Mün­te sess­haft. In der Samm­lung des Max von Spie­ßen wird der Stamm­va­ter der Voss zur Mün­te, der Landd­ros­te von Ol­den­burg-Je­ver und spä­te­re Drost zu Diep­holz Cord Voss (vor 1523–587), mit dem Zweig Mun­deln­burg ver­bun­den. Neue­ren Stu­di­en zu­fol­ge soll die­ser aber nicht aus Qua­ken­brück stam­men; auch die Stamm­fol­ge in der Buch­rei­he Adels­pro­ben des Deut­schen Or­dens nen­nen die Mun­deln­bur­ger Li­nie nicht.

Geschichte der Voss aus Diepholz

Wappen

Führ­te wie die Fa­mi­lie Voss aus Qua­ken­brück ei­nen na­tür­li­chen Fuchs in Gold. Al­ler­dings ei­nen sprin­gen­den Fuchs so­wohl auf dem Helm als im Schild. Schild­trä­ger und Mot­to sind ver­mut­lich erst im 19. Jahr­hun­dert im Wap­pen auf­ge­nom­men wor­den.

Namensträger der Voss zur Münte

  • Curt An­dre­as Adolph von Voss (* 15. April 1788 in Diep­holz; † 14. Ok­to­ber 1858 auf Gut Mün­te in Diep­holz) war ein deut­scher Land­rat, Ver­wal­tungs­ju­rist und Po­li­ti­ker im Kö­nig­reich Han­no­ver.

Geschichte der Voss zu Päpinghausen

Die Voss zu Pä­ping­hau­sen aus dem Raum Min­den tre­ten von der ers­ten Hälf­te des 13. Jahr­hun­derts bis ins frü­he 14. Jahr­hun­dert in Min­de­ner Ur­kun­den auf. Da­nach ver­liert sich de­ren Spur und scheint die Fa­mi­lie in der männ­li­chen Li­nie aus­ge­stor­ben zu sein. Die­se Fa­mi­lie führ­te im Schil­de ei­nen auf­rech­ten Fuchs mit her­ab­hän­gen­den Schwanz. Die Voss zu Qua­ken­brück führ­ten ei­nen schrei­ten­den ro­ten Fuchs in Gold. Die­ser wird auf dem Helm wie­der­holt.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Voss (nie­der­säch­si­sche Adels­ge­schlech­ter) aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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