Twickel (Adelsgeschlecht)

Wappen derer von Twickel

Wap­pen de­rer von Twi­ckel

Twi­ckel ist der Name ei­nes al­ten west­fä­li­schen Adels­ge­schlechts mit dem Stamm­haus Twi­ckeloe in der Land­schaft Twen­te das sich im ehe­ma­li­gen Ober­stift Ut­recht be­fand. Zwei­ge der Fa­mi­lie be­stehen bis heu­te.

Geschichte

Die Fa­mi­lie soll be­reits im 8. Jahr­hun­dert Gü­ter bei Vre­den be­ses­sen ha­ben. Ein Sieg­fried von Twi­ckel wird 874 ge­nannt. Ein Eg­bert von Twi­ckel, der um 1300 ge­stor­ben war, hin­ter­ließ zwei Söh­ne. Ur­kund­lich er­scheint das Ge­schlecht im Bis­tum Müns­ter erst­mals im Jahr 1302 mit den Brü­dern Rot­che­rus et Adol­phus de Twi­clo als Knap­pen. Eye­rin von Twi­ckel war der Be­grün­der der Li­nie zu Vre­den, die zwi­schen 1340 und 1600 be­stand. Her­mann von Twi­clo be­grün­de­te am 13. Mai 1347 mit dem Er­werb des Eis­sing Ho­fes, dem heu­ti­gen Schloss Twi­ckel bei Del­den, die Li­nie zu Twi­ckeloe. Ihr Be­sitz lag in Hof van Twen­te in den heu­ti­gen Nie­der­lan­den und wur­de 1580 an die Fa­mi­lie von Raes­feld und 1714 wei­ter an die Van Was­se­na­er ver­erbt, die Twi­ckel 1953 in eine Stif­tung ein­brach­ten.

Die Fa­mi­lie hielt in den re­for­mier­ten Ge­ne­ral­staa­ten am Ka­tho­li­zis­mus fest. Ein Ru­dolph von Twi­ckel aus die­ser Li­nie hei­ra­te­te Emi­gar­dia von Be­vern. Das Paar er­warb das Haus Ha­vix­beck, wel­ches bis heu­te zum Stamm­sitz der Li­nie Ha­vix­beck wur­de. Mit­glie­der die­ser Li­nie er­war­ben spä­ter durch Hei­rat das Haus Ha­me­ren bei Bil­ler­beck.

Ein Jo­hann von Twi­ckel war Fähn­rich in den Trup­pen des Bi­schofs Franz von Wal­deck bei der Zer­schla­gung des Täu­fer­reichs in Müns­ter. Er war 1535 an der Er­stür­mung der Stadt­mau­er Müns­ters be­tei­ligt. Spä­ter trat er in kai­ser­lich-ös­ter­rei­chi­sche Diens­te ein. Im Jahr 1540 hei­ra­te­te er die Er­bin der Fa­mi­lie von Khay­sel aus der Stei­er­mark.

Ernst Friedrich Freiherr von Twickel, Weihbischof von Hildesheim. Gemälde von Antoine Pesne.

Ernst Fried­rich Frei­herr von Twi­ckel, Weih­bi­schof von Hil­des­heim. Ge­mäl­de von An­toi­ne Pes­ne.

Seit 1635 wa­ren die Twi­ckel Erb­d­ros­ten der zu­sam­men­ge­leg­ten Äm­ter Rhei­ne und Be­ver­gern. Jo­hann Bey­ern von Twi­ckel er­ober­te 1652 das Schloss Be­ver­gern und ver­trieb die Be­sat­zung aus Hol­land. Jo­hann Ru­dolph von Twi­ckel dien­te 1723 un­ter Kai­ser Karl VI. als Reichs­hof­rat. Jobst (oder Jo­hann) Mat­thi­as von Twi­ckel und Jo­hann Wil­helm von Twi­ckel wa­ren Weih­bi­schö­fe von Hil­des­heim. Frei­herr Cle­mens Au­gust von Twi­ckel war Fürst­bi­schöf­lich Müns­ter­scher Oberst­kü­chen­meis­ter, ge­hei­mer Rat und Drost der Äm­ter Rhei­ne und Be­ver­gern. Carl von Twi­ckel (* 1793) war preu­ßi­scher Land­rat in Wa­ren­dorf.

Seit dem 15. Ok­to­ber 1840 wa­ren die Twi­ckels Erb­schen­ken des Fürs­ten­tums Müns­ter 1947 gin­gen das Stolberg’sche Gut und die Braue­rei West­heim durch Hei­rat in Twickel’schen Be­sitz über.

Standeserhebungen

Ernst Fried­rich Frei­herr von Twi­ckel, Weih­bi­schof in Hil­des­heim. Ge­mäl­de von An­toi­ne Pes­ne, 1730, in Haus Ha­vix­beck

Chris­toph Bern­hard von Twi­ckel, Drost der Äm­ter Rhei­ne und Be­ver­gen wur­de am 19. Juli 1708 in den Reichs­frei­her­ren­stand er­ho­ben. Au­ßer­dem wa­ren die Frei­herrn von Twi­ckel seit dem 15. Ok­to­ber 1840 Erb­schen­ken des Fürs­ten­tums Müns­ter.

Wappen

In Sil­ber ein auf­recht­ge­stell­ter, of­fe­ner, schwar­zer Kes­sel­ha­ken. Auf dem Helm mit schwarz-sil­ber­nen De­cken drei ge­stürz­te, sil­bern ge­stulp­te rote Spitz­hü­te

Personen

Lizenz

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