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Beiträge mit tag "Schloss
Video – Schloss Nordkirchen
0Es wird mit Beinamen auch “westfälisches Versailles” genannt, was sicher etwas euphorisch klingt, aber nicht unberechtigt ist, denn die Aufteilung der einzelnen Gebäude und ihre Zuordnung entspricht der damals in Frankreich üblichen Schlossbauweise. Ob auf dem längsten Radweg der Welt, der “100 Schlösser Route”, oder auf den typischen “Pättkes”, wie liebevoll die Radwege im Münsterland genannt werden, laden die sanft gewellte Landschaft mit ihren charakteristischen Wasserschlössern zu Entdeckungen ein.
Haus Buddenburg
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Haus Buddenburg in Lünen-Lippholthausen Anfang November 1977 kurz vor dem Abriss - Bild 1: © Ulrich Grepel
Das Haus Buddenburg befand sich im Ortsteil Lippholthausen der Stadt Lünen im Kreis Unna. Das um 1845 als Ersatz für Vorgängerbauten erbaute Schloss im klassizistischen Stil wurde 1977 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Besitzer
Haus Buddenburg befand sich vom 14. Jahrhundert bis 1902 im Besitz der Familie von Frydag zu Buddenburg. Durch Erbgang kam es an die Familie von Rüxleben, die es 1913 an die Stadt Lünen verkaufte. Später wurde ein in Lippholthausen ansässiges Industrieunternehmen Eigentümer.
Das Schloss wurde um 1845 von Baumeister Zangerl aus Bork für den Freiherrn August von Frydag (1802–1875) erbaut. Es bestand aus einem Haupthaus mit laternenbekrönter Kuppel und zwei vorgelagerten zweigeschossigen Pavillons. Wegen angeblicher Baufälligkeit wurden die Gebäude im November 1977 abgerissen.
Ehedrama auf der Buddenburg 1908
In der Nacht auf den 2. Mai 1908 wurde der seinerzeitige Besitzer von seiner Ehefrau erschossen; diese beging anschließend Selbstmord.
Lizenz© für die Fotos auf diesen Seiten bestehen bei B. Grosse-Drenkpohl und Bild 1: © Ulrich Grepel de.wikipedia.org
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Schloss Burgsteinfurt
0Das Schloss Burgsteinfurt (auch Schloss Steinfurt genannt) ist ein Wasserschloss in der münsterländischen Stadt Steinfurt. Es ist die älteste Wasserburganlage Westfalens und steht auf einer nahezu kreisrunden Insel, die von der Steinfurter Aa umflossen wird. Heutzutage bestehend aus drei Gebäudekomplexen, der Oberburg, der Unterburg und der Schlossmühle, wurde die Anlage im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte immer wieder umgebaut und erweitert.
Als Erbauer der Anlage gilt Rudolf II. von Stenvorde, Edelherr von Steinfurt. In Urkunden wird sein sächsischer Haupthof erstmals 1129 erwähnt. Zu jener Zeit bestand dieser aus einem quadratischen Wohnturm mit zwei Meter dicken Mauern und stand auf einem Hügel, den man in einer flachen Niederung der Aa aufgeworfen hatte. Den Fluss staute man durch ein Wehr auf und leitete ihn als Gräfte um den Hügel herum. Wenig später errichteten die Herren von Steinfurt dann auf einer weiteren künstlichen Insel einen mächtigen Festungsturm, den Buddenturm. Diese beiden Gebäude bildeten den Kern der heutigen Oberburg.
1164 wurde die damalige Burg in einer Fehde mit den Herren der Burg Ascheberg zerstört. Mit Unterstützung des Kölner Erzbischofs Rainald von Dassel ließen die Besitzer die Burg jedoch wieder aufbauen.
Ende des 12. Jahrhunderts wurde eine Burgkapelle an die bereits teilweise vorhandene Ringmauer angebaut. Sie besteht aus zwei übereinander liegenden, sakralen Räumen im Erd- sowie im Obergeschoss des Gebäudes. Das obere Stockwerk diente als Schlosskirche, während das untere dem Totenkult vorbehalten war.
Mitte des 13. Jahrhunderts erfolgte der Umbau des Wohnturms zu einem Rittersaal, wovon seine frühgotischen Spitzbogenfenster und der gotische Treppengiebel künden. Zeitgleich wurden die beiden Einzelinseln zu einer einzigen vereint und mit einer gemeinsamen Wehrmauer umgeben.
Ebenfalls in das 13. Jahrhundert ist die Entstehung der Vorburg zu datieren. Die so genannte Unterburg bestand nicht nur aus Wirtschaftsgebäuden wie Scheunen, Ställen und Speichern, sondern beheimatete auch zwei Burgmannenhäuser, deren Bewohner für die Sicherheit der gesamten Burganlage zu sorgen hatten.
Als die Familie derer von Steinfurt 1421 im Mannesstamm erlosch, kamen Burg und Herrlichkeit über die Erbtochter an Everwin von Götterwick, der im gleichen Jahr auch die Grafschaft Bentheim erbte. Seine Familie nannte sich daraufhin „Grafen von Bentheim und Steinfurt“. Da diese aber auf einer der zahlreichen anderen Besitzungen wohnte, wurde die Burg in Steinfurt fortan nicht mehr als Wohnsitz genutzt und verfiel allmählich.
Zum Schutze gegen die Begehrlichkeiten des Münsteraner Fürstbistums wurde Steinfurt im April 1495 dem Reich zu Lehen aufgetragen und zur Reichsgrafschaft erhoben. Die damit verbundene Reichsunmittelbarkeit erzürnte den Fürstbischof von Münster, in dessen Machtbereich Steinfurt lag, und führte in der Folgezeit immer wieder zu Auseinandersetzungen mit ihm.
Erst Gräfin Walburg von Brederode wohnte wieder dauerhaft auf der Anlage und ließ sie ab 1558 deshalb gemeinsam mit ihrem Sohn Arnold instand setzen, erweitern und zu einem Schloss umbauen. Einen Erker für das Schloss schuf der Bildhauer Johann Brabender aus Münster (Westfalen).
Während des Dreißigjährigen Krieges wechselte das Schloss mehrfach die Besitzer und wurde dabei stark beschädigt. So wurden 1634 Schloss und Stadt von Truppen des Fürstbischofs von Münster, Ferdinand I. von Bayern, besetzt. Ihnen folgten erst hessische 1647 dann kaiserliche Mannen. Zwar wurden bereits 1661 erste Instandsetzungsarbeiten vorgenommen, doch erst zwischen 1706 und 1715 erfolgte der vollständige Wiederaufbau. Weitere Neubauten folgten zwischen 1723 und 1729 im schlichten Stil des Barocks.
Der mächtige Buddenturm mit seinen fünf Meter dicken Mauern hatte aufgrund der Entwicklung der Waffentechnik gegen Ende des 18. Jahrhunderts seine militärische Bedeutung als Wehrturm verloren, und so wurde er zwischen 1773 und 1779 abgetragen. Seine Steine wurden zur Errichtung nahezu aller Bauwerke des Steinfurter Bagnos verwendet. Auch die Ringmauer wurde zu dieser Zeit niedergelegt.
Von 1877 bis 1898 erfolgte eine Restaurierung der Anlage durch den Münsteraner Architekten Franz Anton Nordhoff. Unter seiner Federführung wurden zahlreiche alte Bauteile durch modernere Elemente ersetzt. So stammt zum Beispiel die steinerne Verbindungsbrücke zwischen Haupt- und Vorburginsel aus dem Jahre 1888 von ihm.
Das Schloss befindet sich heute noch im Besitz der Familie zu Bentheim und Steinfurt und wird als Wohnsitz genutzt. Seit Januar 2009 wird das Schloss nur noch privat genutzt. Eine Innenbesichtigung, wie auch die Besichtigung des Unter- und Oberhofes sind nicht mehr möglich. Es besteht die Möglichkeit, sich die Anlage von außen (nur von der Straße Blickkontakt) im Rahmen der 100-Schlösser-Route anzuschauen.
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