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Beiträge mit tag "Lipperenaissance
Laurenz von Brachum
0vor 2 Jahren
von Bernhard
in Bedeutende Personen
Laurenz von Brachum (* erste Hälfte des 16. Jahrhunderts in Wesel; † 1586) war ein deutscher Baumeister des 16. Jahrhunderts, der zum Begründer der Lipperenaissance wurde.
Leben
Er stammte ursprünglich aus Wesel kam nach Westfalen und nannte sich nach nunmehr Laurenz von Brachum. Er erlangte später das Bürgerrecht in Wiedenbrück. In zeitgenössischen Rechnungen tauchte er als Steinmetz, Maurermeister und Baumeister auf. Lesen und Schreiben konnte er nicht, Verträge unterzeichnete er mit seiner Hausmarke. (weiterlesen …)
Lipperenaissance
0Lipperenaissance bezeichnet eine regionale Spielart der Renaissance.
Die wenig etablierte Bezeichnung wurde in Anlehnung an den wohl auf Richard Klapheck zurückgehenden Begriff Weserrenaissance kreiert. Hauptmerkmal der Lipperenaissance ist ein überdimensionales Beschlagwerkdekor, das die Außenfassaden der Bauten überzieht. Es setzt sich aus Kreisen, Halbkreisen, Rauten und Quadraten zusammen, die durch Bänder zu einer Art Netzwerk verbunden sind.
Burg Nehlen
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Haus Nehlen liegt im Lippetal in Berwicke, einem Ortsteil der Gemeinde Welver im Kreis Soest. Es war ursprünglich eine Wasserburg. Im 17. Jahrhundert wurde die Anlage zu einem Schloss im Stil der Lipperenaissance umgebaut.
Geschichte
Burg Nehlen wurde erstmals 1268 urkundlich erwähnt. Sie diente wohl zum Schutz der nördlichen Grenze der Grafschaft Rüdenburg. Sie war zunächst Stammsitz der Adelsfamilie von Nehlen (auch Nele, Neylen, Nelen oder Neilen). Der Besitz kam 1350 in den Besitz eines Zweiges der Familie von Plettenberg.
Der Bauherr der heute noch existierenden Anlage war der Dompropst in Paderborn und Münster Dietrich von Plettenberg (1550–1634). Er ließ sie für seinen Neffen Wolter Heinrich von Plettenberg erbauen. Der ausführende Architekt war der Dortmunder Steinhauer Dietrich Gerlinckhaus.
Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts war Haus Nehlen im Besitz der Familie von Boeselager. In den 1770er Jahren verlegte die Familie ihren Hauptsitz nach Schloss Höllinghofen. Haus Nehlen wurde seither von Pächtern und Verwaltern bewirtschaftet. 1977 ist der Besitz an einen Landwirt übergegangen der das Land um Haus Nehlen noch heute verwaltet. Heute wohnt eine Familie in der linken Hälfte des Hauses.
Die Anlage mit Vorburg und Hauptburg liegt auf zwei Inseln. Erbaut wurden die Gebäude teilweise auf Eichenpfählen. Jenseits dieser von Gräften umgebenen Kernanlage befindet sich ein weiterer Gräftenring, in dessen Innerem sich Wirtschaftsgebäude und Stallungen befinden.
Das Hauptgebäude ist zweigeschossig mit einem hohen Walmdach. Hinzu kommen ein dreigeschossiger Eckpavillion und ein Treppenturm in der Mitte der Hauptfront. Der Eingang im Turm ist reich mit Bauschmuck und Wappen versehen. Eine Steintreppe führt in den Rittersaal, in dem sich ein prächtiger Kamin befindet.
Heute befindet sich Haus Nehlen in einem schlechten Zustand und darf nur noch in der linken Hälfte des Hauses betreten werden. Der Rittersaal mit Kamin ist einsturzgefährdet.
© für die Fotos auf diesen Seiten bestehen bei B. Grosse-Drenkpohl.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Burg Nehlen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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Schloss Hovestadt
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Schloss Hovestadt, auch Haus Hovestadt genannt, liegt in der Gemeinde Lippetal im Kreis Soest. Es geht zurück auf einen Rittersitz, der später zu einer Burg ausgebaut wurde. Die heutige Anlage wurde als Wasserschloss Ende des 16. Jahrhunderts im Stil der Lipperenaissance errichtet. Im 18. Jahrhundert fügte Johann Conrad Schlaun insbesondere in der Vorburg Barockelemente hinzu.
Im Jahr 1152 wurde in Hovestadt erstmals ein Rittersitz eines Dietrich von Hovestadt erwähnt. Die Kölner Erzbischöfe, die in diesem Teil Westfalens territoriale Interessen verfolgten, ließen hier eine Burg zum Schutz des Lippeübergangs anlegen. Gerichtet war die Burg vor allem gegen die Bischöfe von Münster, aber auch gegen die Grafschaft Arnsberg, die Grafschaft Mark sowie die Edelherren von der Lippe. Die Burg wurde um 1276 fertig gestellt. Sie bot einem Drosten und 20 Burgmannen sowie deren Familien Raum. Burg Hovestadt wurde mehrmals – so 1303 und 1346 – zerstört. Danach wurde sie stets wieder aufgebaut. Während der Soester Fehde von 1444 bis 1449 hatte sie strategische Bedeutung für Erzbischof Dietrich II. von Moers. Im Jahr 1483 kam die Burg und das Amt Hovestadt als Pfand an Godert Ketteler. Es blieb auch weiterhin in der Familie Ketteler. Goswin von Ketteler ließ die Burg zwischen 1563 und 1572 zu einem Schloss umbauen.
Die Linie Hovestadt derer von Ketteler starb im 17. Jahrhundert aus, und der Besitz kam 1649 an die Freiherren von Haiden zu Schönrade und Boke. Im Jahr 1710 erwarb Freiherr – später Graf – Friedrich Bernhard Wilhelm von Plettenberg-Lenhausen den Besitz. Die Familie von Plettenberg-Lenhausen verlegte ihren Hauptsitz von Schloss Lenhausen nach Hovestadt. Damit begann auch eine neue Bautätigkeit.
Anlage
Der Hauptbaumeister des Schlosses war der aus Holland stammende Baumeister Laurenz von Brachum. Hinzu kamen weitere Handwerker und Künstler.
Geplant war das Haupthaus von Hovestadt als zweigeschossige Vierflügelanlage. Gebaut wurden allerdings nur der Nord- und Ostflügel. Beide wurden über einem hohen Kellergeschoss errichtet und haben ein Walmdach mit Gauben und Zwerggauben. Auf dem Dachfirst befinden sich zudem verzierte Schornsteine. Die Fassade ist im Stil des Manierismus teilweise mit vielfältigem Bauschmuck versehen. Zu den Dekorationen aus Ziegeln an den Wasserfronten gehören Kreise, Rauten, Bänder und Löwenköpfe. An den übrigen Fassaden wurde Zierrat dagegen nur sparsam eingesetzt. Im Inneren existieren noch reiche Stuckarbeiten, die Antonio Rizzo zugeschrieben werden. Am Schnittpunkt beider Flügel befindet sich ein dreigeschossiger Turm. Dieser besitzt eine geschwungene Haube mit einer Laterne auf der Spitze.
Das Schloss ist eine von Gräften umgebene Zwei-Insel-Anlage, zu der auch ein Teich gehört. Zugang zum Schloss gewährt eine Steinbrücke.
Nach dem Übergang an die Familie Plettenberg-Lenhausen nahm Johann Conrad Schlaun 1733 erste Restaurierungsmaßnahmen und Umbauten vor. Dazu zählt die Umgestaltung der Wirtschaftsgebäude in der Vorburg im Stil des Barock. In der Vorburg befinden sich eingeschossige Wirtschaftsgebäude. Auch die Torhäuser stammen von ihm. In der Mitte befindet sich eine Kastanienallee, die auf die Brücke zum Schloss zuläuft.
Besonders bemerkenswert ist am Ende einer Orangerie die Schlosskapelle mit illusionistischen Wandmalereien
Park
Zum Schloss gehört auch eine Parkanlage im französischen Stil aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, deren Pläne teilweise von Clemens August von Vagedes stammten. Der Park wurde in den 1990er Jahre rekonstruiert und umfasst auch ein in Westfalen einzigartiges Heckentheater.
Auch die Gesamtanlage aus Schloss, Vorburg und Park ist von einer Gräfte umgeben.
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Schloss Hovestadt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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Schloss Assen
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Haus Assen ist ein Wasserschloss im Stil der Lipperenaissance in Lippborg, einem Ortsteil der Gemeinde Lippetal im Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen). 1997 schenkte das damalige Oberhaupt der westfälischen Grafenfamilie von Galen, Christoph Bernhard Graf von Galen (1907-2002), seinen Wohnsitz der Ordensgemeinschaft Diener Jesu und Mariens (SJM). 1949 hatte er bereits einen weiteren Stammsitz der Familie, Kloster Burg Dinklage im Oldenburger Münsterland, dem Orden der Benediktinerinnen übergeben. Die Ordensgemeinschaft SJM betreibt in dem Wasserschloss das Kolleg Kardinal von Galen, das nach Christoph Bernhard Graf von Galens Onkel Clemens August Graf von Galen benannt ist, und ein Internat für Jungen.
Die „Borch to Assen“ existierte bereits im 11. Jahrhundert. Sie gehörte zum Amtshof Honsel an der Lippe, den Kaiser Heinrich II. 1023 dem Abdinghofkloster in Paderborn schenkte. 1384 erhielt Röttger von Ketteler die Burg als Lehen. Der Besitz wurde 1455 geteilt. 1564 baute Laurenz von Brachum im Auftrag von Goswin von Ketteler das südlich der Burg gelegene Haus Neu-Assen; sein Bruder lebte in der alten Burg. Die Gebäude wurden später miteinander verbunden. Ende des 16. Jahrhunderts wurden die getrennten Besitzungen vereint, als Konrad von Ketteler Oldilia von Ketteler heiratete. Das Erbe aus der kinderlos gebliebenen Ehe ging an Odilias Schwester Eva, die Goswin von Ketteler zu Hovestadt geheiratet hatte. Nächste Erbin war Goswins Schwester, verheiratet mit Gottfried von Heyden. Nachdem Erbstreitigkeiten nicht beigelegt werden konnten, kaufte Heinrich von Galen, unterstützt von seinem Bruder Christoph Bernhard Graf von Galen (1606-1678) das Anwesen und bezog Haus Assen 1653. Christoph Bernhard Graf von Galen, Fürstbischof von Münster, wollte mit seinem Bruder einen Vertrauten an der Südgrenze seines Territoriums wissen. Nachdem der Assener Zweig der Familie ausgestorben war, übernahm Clemens August Graf von Galen (1748-1820), der aus Dinklage stammte, Haus Assen. Die Burg war ab 1850 zweiter Wohnsitz der Familie neben Burg Dinklage, dem heutigen Kloster Burg Dinklage. Matthias Graf von Galen (1800-1878), Schwager des Mainzer Sozialbischofs Wilhelm Emmanuel von Ketteler, und seine Frau erneuerten Haus Assen von Grund auf und bauten im Jahr 1858 die neogotische Schlosskapelle. Haus Assen blieb bis 1997 im Besitz der Familie. Christoph Bernard Graf von Galen, der nach dem Tod seiner Frau alleine in der Burg lebte, schenkte Haus Assen der Ordensgemeinschaft Diener Jesu und Mariens (Servi Jesu et Mariae, SJM). Seine Entscheidung begründete er so: Ich habe schon früher lange darüber nachgedacht, was mit Haus Assen in Zukunft geschehen würde. Meine Frau ist bereits 1992 gestorben, meine Kinder sind längst erwachsen und nicht daran interessiert, Haus Assen zu übernehmen und weiterzuführen. Der Aufwand für die Erhaltung und die Erneuerung ist groß. Und ich wohne hier alleine in dem großen Gebäude. (…) Ich dachte deshalb daran, irgendeine katholische Institution zu finden, die Haus Assen angemessen benutzen kann, aber auch die damit verbundenen Lasten übernehmen will. Durch seine Tochter Johanna Gräfin von Westphalen, Ehrenpräsidentin der von den SJM geistlich betreuten Katholischen Pfadfinderschaft Europas (KPE), kam von Galen mit der 1988 gegründeten Ordensgemeinschaft in Kontakt und übergab ihr 1997 Haus Assen.
Seit 1997 wird im Wasserschloss ein von der Kongregation unterhaltenes Internat für Knaben unter Leitung von Pater Raphael von Canstein SJM betrieben. Dieses sollte ursprünglich zum Gymnasium ausgebaut werden. Dies scheiterte im Dezember 2005 an der Verweigerung der Genehmigung durch das Kultusministerium von Nordrhein-Westfalen. Der Schulunterricht für die Bewohner des Kollegs wird daher unabhängig von der Kongregation außerhalb des Schlosses in einem Gymnasium in Beckum erteilt.
Im Juni 2006 wurde die Klage eines Bewohners und seiner Eltern auf dessen Befreiung vom schulischen Sexualkundeunterricht durch das Verwaltungsgericht Münster zurückgewiesen. Ob diese noch nicht rechtskräftige Entscheidung vor dem Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen angefochten wird, blieb zunächst offen.
Zum Jubiläum des zehnjährigen Bestehens des Kollegs wurde am 8. September 2007 im Innenhof des Wasserschlosses ein Denkmal des Namensgebers Kardinal von Galen eingeweiht. Die Bronzeskulptur des Kölner Bildhauers Elmar Hillebrand stellt den Kardinal sitzend mit den Manuskripten seiner Predigten aus dem Jahr 1941 dar.
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