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Beiträge mit tag "Hagen
Haus Busch
0vor 1 Jahr
von Bernhard
Haus Busch ist ein altes Herrenhaus in Hagen, das seit 1974 der Gesellschaft für publizistische Bildungsarbeit als Sitz und als so genanntes Journalisten-Zentrum des von der Gesellschaft getragenen Deutschen Instituts für publizistische Bildungsarbeit, kurz Haus Busch, dient. In dem Institut werden Journalisten in Kurzzeitkursen aus- und weiter gebildet.
Das ehemalige Rittergut war seit 1369 im Besitz der Familie von Syberg. Das heute noch erhaltene Herrenhaus mit
eindrucksvollem Kellergewölbe wurde um 1700 auf dem Gelände errichtet, das bis heute von einem Parkgarten mit altem Baumbestand geprägt ist. Anfang des 20. Jahrhunderts erwarb die Stadt Hagen das Haus mit umliegenden Flächen.
Die Gesellschaft für publizistische Bildungsarbeit wurde 1960 in Düsseldorf, vorrangig von Emil Dovifat und Karl Bringmann gegründet, die in den 1950er Jahren dort den ersten Zeitungsfachlichen Fortbildungskurs als Vorläufer der heute üblichen Volontärseminare eröffnet hatten. 1974 zog das zwischenzeitlich gegründete Deutsche Institut für publizistische Bildungsarbeit ins Hagener Haus Busch um.
Im Altbau befinden sich seitdem die Institutsverwaltung mit Büros, kleinere Seminarräume und eine Präsenzbibliothek. Das Kellergewölbe wird als Kneipe Buschkeller genutzt. In modernisierten und erweiterten Nebengebäuden befinden sich Hörsäle und die Kantine sowie der zum Journalisten-Zentrum gehörende Hotelbetrieb.
Haus Busch ist außerdem Sitz der vom ehemaligen Handelsblatt-Herausgeber Friedrich Vogel gegründeten Vogel-Stiftung sowie der deutschsprachigen Sektion der Society for Newsdesign (SND).
Im Juni 2005 wurde bekannt, dass Haus Busch nach Kürzung der Zuschüsse vom Land NRW und nach angekündigtem Austritt der Verlegerverbände (Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger BDZV und Zeitungsverlegerverband NRW) aus der Trägergesellschaft unmittelbar vor der Insolvenz steht, die im Juli auch angemeldet wurde. Vor allem der drastische Rückgang der Teilnehmerzahlen für die angebotene einjährige Ausbildung zum Pressestellenjournalisten oder Multimedia-NewsDesigner, die pro Person rund 9.000 Euro kostet, wurde als ursächlich für die Finanzschwierigkeiten benannt. Grund für den Rückgang war die wegen Hartz IV wegfallende staatliche Förderung, insbesondere der Übernahme der Wohnkosten in Haus Busch.
Inzwischen steht fest, dass das Haus Busch vorerst erhalten bleibt. Allerdings haben sich alle früheren Partner, insbesondere der DJV und der Zeitungsverlegerverband, aus der Trägerschaft zurückgezogen.
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Haus Ruhreck
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Haus Ruhreck ist eine Unternehmervilla im Stadtteil Eckesey der Stadt Hagen im südöstlichen Ruhrgebiet.
Der Fabrikant Caspar Diedrich Killing (Besitzer der Waggonfabrik Killing & Söhne) ließ das Haus im Stile einer Burg 1878 errichten und nannte es Killingsburg. Nach der Trennung von seiner Ehefrau, einer geborenen Ziegenbein, ging das Haus in deren Besitz über. Umbenannt in Haus Ruhreck verblieb es bis heute im Besitz der Erbengemeinschaft Rempke.
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Wasserschloss Werdringen
0Das Wasserschloss Werdringen ist eine Wasserburg in Hagen-Vorhalle nahe der Ruhr am Harkortsee unterhalb des Kaisbergs. Es beherbergt ein überregionales Museum für Ur- und Frühgeschichte.
Die ursprünglich als Wasserburg errichtete Anlage liegt in einem Natur- und Landschaftsschutzgebiet umgeben von altem Baumbestand. In den Gräften und Wassergräben der Schlossanlage sind seltene Tier- und Pflanzenarten zu finden. Die Landschaft um das Wasserschloss ist bekannt für eine vielfältige Amphibien-Fauna und zahlreiche geschützte Libellen-Arten, darunter auch die größten in Mitteleuropa vorkommenden Libellen. Es ist reizvoll, sich die Fossilien der Vorfahren dieser Amphibien und Libellen im Museum für Ur- und Frühgeschichte, das sich in der früheren Burganlage befindet, anzuschauen.
Die nähere Umgebung des Wasserschlosses ist eine Geschichtslandschaft und zählt seit über 200 Jahren zu den wichtigsten Fundgebieten für Fossilien und archäologische Funde. Nicht weit vom Schloss entfernt befindet sich der frühere Steinbruch Hagen-Vorhalle. Dort wurden die weltweit ältesten bekannten Fluginsekten der Erdgeschichte entdeckt. Sie lebten vor rund 316 Millionen Jahre im Karbon.
Am Fuße des Kaisbergs fanden sich 1876 drei Langschwerter der jüngeren Bronzezeit, die zu den archäologischen Kostbarkeiten in Nordrhein-Westfalen zählen. Aber auch die bisher ältesten modernen Menschen in Westfalen und im Ruhrgebiet wurden in der Nähe des Wasserschlosses bei Hohenlimburg gefunden. Im Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen sind zahlreiche geologische und archäologische Funde aus 450 Millionen Jahren Geschichte des südlichen Ruhrgebiets und Sauerlands ausgestellt.
Die zahlreichen Natur- und Bodendenkmäler, der malerische Blick in das Ruhrtal mit den benachbarten Ruinen der Burg Volmarstein und der Burg Wetter sowie auf den Wetterschen Harkortturm und Freiherr-vom-Stein-Turm machen Werdringen zu einem Ort, der zu den landschaftlich attraktivsten in Nordrhein-Westfalen zählt. Direkt gegenüber von Werdringen liegt die historische Fachwerk-Altstadt von Wetter.
Das Wasserschloss war ursprünglich ein Lehen der Herren von Volmestein und erfährt seine erste urkundliche Erwähnung zur Mitte des 13. Jahrhunderts. Damals gehörte es zum Besitz der Erzbischöfe von Köln. Im Territorium derer von Volmestein befand sich auch der Hof und die Kirche zu Hagen. Sie waren die Keimzelle der späteren Großstadt Hagen.
Werdringen war vom 13. bis 15. Jahrhundert im Besitz der Herren von Dobbe, die unter anderem auch zum Stadtadel in Dortmund zählte und mit den Grafen von der Mark verbunden und den Herren von der Recke verschwägert waren. Damals bestand der Adelssitz aus mehreren befestigten Gebäuden, die baugeschichtlich als "feste Häuser" bzw. "Turmhäuser" anzusprechen sind. Ob die Reste einer Motte, die sich bei Werdringen erhalten haben, im 12. oder 13. Jahrhundert ein Vorgängerbau der späteren Wasserburg gewesen war, ist aufgrund der bisher fehlenden archäologischen Untersuchungen unklar.
Nach der Eroberung der Burg Volmarstein 1324 durch die Grafen von der Mark wurde Werdringen ein Teil der Grafschaft Mark. Im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit wechselten die Eigentümer mehrfach. Nachgewiesen sind die kleinadeligen Familien Dobbe, Düdinck, Capelle, von Berchem und von Grüter. 1617 wurden die Freiherren von der Recke-Volmestein als Erben des ausgestorbenen Geschlechts Dobbe mit dem Gesamtbesitz belehnt.
In der Soester Fehde erfolgte 1449 die Beschießung, Teilzerstörung und Brandschatzung des Adelssitzes. Der Wiederaufbau führte im 15. Jahrhundert zur Anlage einer Wasserburg. Ende des 18. Jahrhunderts war die Anlage bereits stark beschädigt und ruinös. Neben dem Abbruch der hölzernen Zugbrücke, die 1800 durch eine heute noch vorhandene Steinbrücke ersetzt wurde, erfolgte auch der Abbruch der bis dahin über 2 Meter hohen Ringmauern, die heute nur zur Hälfte der ursprünglichen Höhe erhalten sind, und Teilen der mittelalterlichen Gebäude.
Um 1830 nahm eine Linie der 1817 in den preußischen Grafenstand erhobenen Adelsfamilie von der Recke von Volmerstein ihren Wohnsitz auf der Wasserburg Werdringen. 1856/57 ließ Graf Ottomar von der Recke-Volmerstein Teile der mittelalterlichen/frühneuzeitlichen Gebäude renovieren und zu einem Wasserschloss im neugotischen (historistischen) Stil ausbauen.
Das aus dem 13./14. Jahrhundert stammende "Herrenhaus" mit seinem Stufengiebel sowie das im Spätmittelalter ursprünglich als Wohnhaus, dann aber als Remise dienende Gebäude blieben jedoch weitgehend unverändert. Besonders charakteristisch für die neugotische Bauphase des Wasserschlosses sind die "Kapelle" und der "Turm". In den Waldungen des benachbarten Kaisbergs legte Graf Ottomar ein Mausoleum an, das bis um 1880 als Bestattungsplatz benutzt wurde.
Um 1870 wurde der Wohnsitz der Grafen nach Schlesien verlegt. Das Wasserschloss diente anschließend als Wohnsitz des Aufsehers und später als landwirtschaftlicher Betrieb. Im 20. Jahrhundert verfiel es zusehends. Im "Dritten Reich" wurde es der Deutschen Arbeitsfront übereignet, die im Umkreis von Werdringen eine Mustersiedlung anlegen wollte. Bereits 1939 war Werdringen als Außenstelle des "Sauerländischen Friedrich Harkort-Museums" in Hagen vorgesehen.
Nachdem das Wasserschloss fast abrissreif war, wurde es 1977 von der Stadt Hagen erworben. Seit 1985 wurden in Zusammenarbeit mit einem Bürgerverein umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt, die mit der Einrichtung des Museums für Ur- und Frühgeschichte beendet waren. Heute ist das Wasserschloss ein beliebtes Ausflugsziel im Ruhrtal und in Südwestfalen.
Sammlung
Wasserschloss Werdringen um 1900
Am 7. November 2004 wurde im Wasserschloss Werdringen als Museum der Stadt Hagen und Außenstelle des Historischen Centrum Hagen eine Dauerausstellung mit Schwerpunkt auf paläontologische und archäologische Sammlungen, das Museum für Ur- und Frühgeschichte eröffnet. In kurzer Zeit entwickelte sich das Museum für Ur- und Frühgeschichte zu einem Hauptanziehungspunkt in der Region. Bereits wenige Monate nach der Eröffnung verzeichnete das Museum über 30.000 Besucher aus Nah und Fern.
Die Geschichte der Sammlung reicht über 200 Jahre zurück. Im Museum werden geologische und archäologische Funde verwahrt, die bereits im 18. Jahrhundert in der Region entdeckt wurden. Maßgeblichen Anteil besaßen die Sammlungen von Friedrich Harkort und Karl Ernst Osthaus, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert angelegt wurden. Sie gelangten in den 1930er Jahren in den Besitz des in Hagen eröffneten und 1943-1945 zerstörten Sauerländischen Museums für Vor- und Frühgeschichte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Sammlungen der Stadt Hagen ab 1975 durch den Historiker Dr. Wilhelm Bleicher im Museum Hohenlimburg auf dem Schloss Hohenlimburg zusammengefasst. In dem räumlich eingeschränkten, 2002 aufgelösten städtischen Museum erfolgte eine Präsentation in drei kleinen und unzureichenden Räumen sowie in einem winzigen Bodengang.
Erst 2004 erfolgte mit der Eröffnung des Museums für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen eine wissenschaftlich fundierte Ausstellung der reichhaltigen und überregional bedeutenden Sammlungsbestände. Das Museum für Ur- und Frühgeschichte kooperiert eng mit den Universitäten in Münster und Köln sowie mit zahlreichen weiteren Instituten und der Bodendenkmalpflege.
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Haus Harkorten
0Haus Harkorten ist eine fast vollständig erhaltene Gutsanlage und der ehemalige Wohnsitz der Patrizier- und Unternehmer-Familie Harkort im Hagener Stadtteil Westerbauer im östlichen Ruhrgebiet. Es ist bis heute in Familienbesitz. Die denkmalgeschützte Gesamtanlage am Nordrand der früheren Gemeinde Westerbauer wird durch eine lange Allee erschlossen und besteht aus mehreren Gebäuden:
- dem ehemaligen Herrenhaus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, das über eine sechsstufige Freitreppe betreten wird,
- dem Ökonomiegebäude, das im 17. Jahrhundert errichtet worden war
- und dem 1707 gebauten Speicher, der zum Teil auch zu Wohnzwecken genutzt wurde.
Haus Harkorten ist Geburtshaus von Gustav, Eduard und Friedrich Harkort, dem „Vater des Ruhrgebiets“. Nur wenige hundert Meter entfernt in der Nähe der Ennepe befand sich die Harkort’sche Fabrik, von der heute allerdings nur noch wenige Gebäudeteile übriggeblieben sind. Direkt daneben führte noch bis in die 1960er Jahre hinein die Harkort’sche Kohlenbahn vorbei. In den Jahren 1756/57 ließ Johann Caspar Harkort III. auf dem älteren Gut der Familie Harkort ein neues Herrenhaus durch die Schwelmer Meisterschule im bergischen Rokokostil errichten. Die Anregung zum Bau des Herrenhauses ging von Louisa Catharina Harkort aus. Der zweigeschossige Fachwerkbau auf hohem Bruchsteinsockel besitzt ein gebrochenes, teilweise geschweiftes Walmdach, dem an Eingangs- und Gartenseite jeweils ein großes Zwerchhaus mit geschweiftem Giebel vorgesetzt ist. In sechs Achsen sind große barocke Fenster über die Fassade verteilt. Zwischen den mittleren Fenstern befindet sich der Eingang mit Freitreppe. Er besitzt ein reich mit Schnitztereien verziertes Portal mit verziertem Oberlicht.
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Schloss Hohenlimburg
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Das Schloss Hohenlimburg ist eine frühere Höhenburg im Stadtteil Hohenlimburg von Hagen in Nordrhein-Westfalen. Wesentliche Umbaumaßnahmen erfolgten gegen Mitte des 16. Jahrhunderts sowie in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als das Schloss die Hauptresidenz der Grafen von Bentheim-Tecklenburg war.
Bis 1807/08 bildete das Schloss den politischen Mittelpunkt und Verwaltungssitz der bis dahin bestehenden Grafschaft Limburg. Nach 1816/17 bis gegen 1830 diente das Schloss den Fürsten von Bentheim-Tecklenburg als Hauptresidenz; sie wurde anschließend wieder nach Rheda verlegt.
Das Schloss Hohenlimburg ist eine der wenigen noch weitgehend in der ursprünglichen Baugestalt erhaltenen Höhenburgen in Westfalen. Es befindet sich am Eingang zum Lennetal, das auf seinem Weg in das Sauerland weitere Burgen und Adelssitze aufweist. Die nächst gelegene intakt erhaltene Höhenburg an der Lenne, allerdings in einer im Stile des Historismus bis 1914 erneuerten Baugestalt, ist die Burg Altena.
Graf Dietrich I. von Altena-Isenberg ließ die auf einem Bergsporn oberhalb des Lennetales liegende Burg um oder kurz nach 1240 errichten. Sie entwickelte sich im Verlauf des 13. Jahrhunderts zur Residenz der Stammlinie dieses Grafenhauses. Sie war auch die Keimzelle der Grafschaft Limburg, mit der sich der Erbe des hingerichteten Friedrich von Isenberg in einem Friedensvertrag mit den Grafen von der Mark am 1. Mai 1243 abfinden musste. Die Burg wurde im Jahre 1242 erstmals urkundlich erwähnt.
Einige Heimatforscher vermuten, dass Dietrich I. von Isenberg-Limburg zuvor eine palisadenumwehrte Wallburg errichten ließ, deren Reste sich heute etwa 400 m weiter südlich befinden, die „Sieben Gräben“ auf dem Schleipenberg. Archäologische und schriftliche Quellen für diese Mutmaßungen gibt es allerdings nicht. Auch der Bautyp dieser Burg spricht eher für eine ältere Datierung. Zudem war es im Burgenbau des Mittelalters üblich, den vorgesehenen und am besten geeigneten Bauplatz für eine Burg zu befestigen, um keine Gegengründung an dieser Stelle durch z. B. gegnerische Truppen zu ermöglichen. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass der Standort des heutigen Schlosses Hohenlimburg ebenfalls der Gründungsplatz der mittelalterlichen Limburg war.
Im Jahre 1288 eroberte Graf Eberhard I. von der Mark die Limburg. Im Jahr 1300 nahm der Ritter Sobbo de Svirte die Burg ein, doch gab er sie später an die Grafen von der Mark zurück. Erst 1304 erfolgt die Rückgabe der Limburg an Graf Dietrich II. von Limburg. In einer Fehde zwischen den Grafen von Limburg-Broich und den Grafen von Neuenahr, die den Besitz durch Heirat von dem letzten Vertreter der damals ausgestorbenen älteren Stammlinie des Grafenhause Limburg geerbt hatten, kam es 1459 zu einer Belagerung und Einnahme der Limburg durch Truppen der Grafen von Limburg aus dem Hause Broich und ihrer Verbündeten.
Seit 1460 teilten sich die Grafenhäuser Limburg-Broich und Neuenahr den Besitz, der im Fall Limburg-Broich zwischen 1509 und 1542 an den Grafen Wirich V. von Daun-Falkenstein fiel. Von 1542 bis 1589 waren die Grafen von Neuenahr alleinige Regenten, ab 1592 bis 1807/08 gehörten Schloss und Grafschaft zum Besitz der Grafen von Bentheim-Tecklenburg. Im Jahre 1584 wurde die Hohenlimburg und das Territorium von Kurkölnischen Truppen erobert und blieb bis 1610 besetzt.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Hohenlimburg 1633 von kaiserlichen Truppen unter dem Generalwachtmeister Lothar Dietrich von Bönninghausen belagert und diente bis 1636 als Quartier. Die Vorburg und die dort befindlichen Gebäude, einschließlich des mittelalterlichen Halbturms, wurden bei dem Abzug der Truppen durch einen Brand zerstört.
Im 17. Jahrhundert vollzog sich der Wandel von einer Burganlage hin zu einem vorwiegend auf Repräsentation ausgerichteten Schloss. Dennoch zählte Schloss Hohenlimburg noch im Siebenjährigen Krieg zu den Festungen im preußischen Einflussgebiet. 1762 kam es zu einer Kanonade durch Truppen des Herzogs von Braunschweig-Hannover. Damals war das Schloss von französischen Einheiten besetzt.
Das Schloss ist noch heute im Besitz der Familie von Bentheim-Tecklenburg.
Heute sind die Vorburg und Hauptburg und insbesondere der Pallas, die Torhäuser, die Ringmauern und der Bergfried aus dem 13. und 14. Jahrhundert sowie verschiedene Wohn- und Arbeitsgebäude vom 16. bis 18. Jahrhundert erhalten.
Seit Jahrzehnten zählt das Schloss zu einem wichtigen Ausflugsziel in der Region Südwestfalen, wozu auch die jährlich stattfindenden Schlossspiele beitragen. Das Schloss firmiert seit Anfang des Jahres 2005 als gemeinnützige GmbH, das auch im Schlossmuseum vor allem “höfische Wohnkultur” sowie die Geschichte der Grafen und Fürsten von Bentheim-Tecklenburg präsentiert.
Ein berühmtes Ausstellungsstück ist die absichtlich mumifizierte “Schwarze Hand”. Einer Legende nach ließ Graf Dietrich von Isenberg-Limburg seinem Sohn diese Hand abschlagen, weil dieser seine Mutter geschlagen hatte. Tatsächlich handelt es sich um ein mittelalterliches oder frühneuzeitliches Leibzeichen, das man z. B. Mordopfern zur Beweissicherung abtrennte. Abgeschlagene Hände waren aber auch Zeichen für einen Burgfrieden, der z. B. nach Fehden zwischen den Parteien geschlossen wurde. Solche Rechtsverträge sind auch für die Limburg im Spätmittelalter einige Male urkundlich belegt. Der Fundort der “Schwarzen Hand”, das alte Archiv des 1811 durch einen Blitzschlag zerstörten Turms, spricht für beide Thesen.
Das privat betriebene Deutsche Kaltwalzmuseum, das im früheren Wirtschaftsgebäude und im mittelalterlichen Pallas untergebracht ist, knüpft an die Geschichte der Drahtzieher an. Noch heute werden etwa 70 % der deutschen Kaltwalzerzeugnisse im Lennetal östlich von Hagen produziert.
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