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Beiträge mit tag "Gottfried von Cappenberg
Otto von Cappenberg
0vor 2 Jahren
von Bernhard
in Bedeutende Personen
Otto von Cappenberg (* um 1100; † 23. Februar 1171 in Cappenberg), auch Odo von Cappenberg genannt, war von 1156 bis zu seinem Tod Propst des Klosters Cappenberg und Taufpate des Kaisers Friedrich I. Barbarossa. Er wird in der römisch-katholischen Kirche als Seliger verehrt. Sein Gedenktag ist der 23. Februar. (weiterlesen …)
Gottfried von Cappenberg
0vor 2 Jahren
von Bernhard
in Bedeutende Personen
Gottfried von Cappenberg (* 1096/97 in Cappenberg; † 13. Januar 1127 in Ilbenstadt bei Friedberg (Oberhessen)) war ein westfälischer Graf, Prämonstratenser und wird als Heiliger verehrt. Sein katholischer Gedenktag ist der 13. Januar.
Seine jüngeren Geschwister waren Otto von Cappenberg, Gerberga und Beatrix. Ihr Vater war Gottfried I. von Cappenberg. Den beiden Brüdern gehörten aus der Erbschaft ihres Großvaters mütterlicherseits, Heinrich von Hildrizhausen, auch zwei Burgen in Schwaben mit vielen Ministerialen und an die 2.000 Hufen. Eine der Burgen lag in Hildrizhausen, während die andere Burg „Creinekke“ hieß. Die beiden Stammburgen der Grafen von Hildrizhausen und Kräheneck waren über ihre Mutter Beatrix in die Verfügung der Cappenberger gelangt. (weiterlesen …)
Gerberga von Cappenberg
0vor 2 Jahren
von Bernhard
in Bedeutende Personen
Gerberga von Kappenberg war eine Schwester der Grafen Gottfried und Otto von Cappenberg. Nachdem die Burg Cappenberg (zwischen Dortmund und Münster gelegen) im Jahre 1122 auf Anregung von Norbert von Xanten durch ihren Bruder Gottfried in ein Prämonstratenserstift umgewandelt wurde, wählte auch sie den kirchlichen Stand. Da die Burg Kappenberg ein Männerkloster wurde, (weiterlesen …)
Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein
0vor 2 Jahren
von Bernhard
in Bedeutende Personen
Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (* 25. Oktober 1757 in Nassau; † 29. Juni 1831 in Cappenberg, Westfalen) war ein preußischer Beamter, Staatsmann und Reformer. Erste praktische Erfahrungen machte er im frühen Ruhrbergbau und in der Verwaltung der westlichen preußischen Provinzen. Anschließend war er Minister für Wirtschaft
und Finanzen in Berlin. Er war zusammen mit Karl August von Hardenberg nach dem Frieden von Tilsit der Hauptbetreiber der Preußischen Reformen seit 1807. Wegen seiner antinapoleonischen Haltung musste er bereits 1808 ins Exil gehen und wurde 1812 Berater des russischen Zaren Alexander I.. Während der Befreiungskriege verwaltete er als Leiter der Zentralverwaltungsbehörde die von Napoleon zurückeroberten Gebiete in Deutschland und Frankreich. Seine Neuordnungsvorstellungen für die deutschen Staaten auf dem Wiener Kongress blieben weitgehend wirkungslos. Eine bedeutende politische Rolle spielte er danach nicht mehr, blieb aber weiterhin aufmerksamer Beobachter des politischen Geschehens und versuchte Entscheidungen durch persönliche Kontakte und Denkschriften zu beeinflussen. Als wichtiger Mitbegründer der Monumenta (weiterlesen …)
Schloss Cappenberg
3Das Kloster Cappenberg ist ein ehemaliges Prämonstratenserkloster in Selm im Ortsteil Cappenberg. Es liegt auf einer Anhöhe, dem Cappenberg, am Abzweig der Kreisstraße 19 nach Lünen und Werne und ist ein Aussichtspunkt mit Blick auf das östliche Ruhrgebiet. Cappenberg war das erste Prämonstratenserkloster im deutschen Raum und war Mittelpunkt eines Filiationsverbandes. Es war Adeligen vorbehalten. Bereits im Mittelalter ließ die
Klosterzucht nach. Zu einer durchgreifenden Reform kam es nicht. Seit Ende des 17. Jahrhunderts kam es zum Neubau der Klostergebäude. Nach der Säkularisation 1803 wurde es zu einer Gutsdomäne und das Abteigebäude zum Schloss Cappenberg umgewandelt.
Grafen von Cappenberg
Seit dem 11. Jahrhundert hatte eine Adelsfamilie Grafschaftsrechte im Westen des Bistums Münster inne. Seit 1092 nannte sie sich nach dem Kapenberg bei Lünen Cappenberg. Dort stand auch die gleichnamige Burg. Die Cappenberger Grafen, die mit den Saliern und den Staufern
verwandt waren und den Dreingau besaßen, waren ein mächtiges und reiches Herrschergeschlecht. In den Investiturkriegen, als sie den Kampf der sächsischen Bevölkerung unter Herzog Lothar von Supplinburg gegen Kaiser Heinrich V. unterstützten, zogen Graf Gottfried und sein Bruder Otto von Cappenberg im Februar 1121 unter der Führung des Herzogs Lothar mit starker Heeresmacht nach Münster. Ein großer Teil der Stadt wurde zerstört, auch der alte Dom ging in Flammen auf. Bevor ein Prozess gegen ihn wegen schweren Landfriedensbruchs eröffnet werden konnte, übergab Gottfried – aus Reue oder aus Furcht vor dem kaiserlichen Bann – den größten Teil seines Besitzes in Westfalen dem Gründer des Ordens von Prémontré, Norbert von Xanten, entsagte dem weltlichen Leben und zog in ein Kloster ein. Damit blieb er – nach damaliger Gepflogenheit – straffrei.
Nach Beschluss des Wormser Konkordats im Jahr 1122 kehrte er als Gottfried II. (später der Heilige Gottfried) und letzter Graf von Cappenberg zurück und gründete an seinem Stammsitz auf dem Cappenberg das erste Prämonstratenserstift im deutschen Bereich. Für seine Frau Ida auch Jutta genannt, Tochter des Grafen Friedrich von Arnsberg, und für seine Schwester Gerberga von Cappenberg richtete er gleich daneben ein Frauenkloster ein. Cappenberg war damit ein Doppelkloster. Anfangs gehörten dem Kloster noch Männer und Frauen aus verschiedenen Ständen an. Gottfried war zwar zeitweise als Nachfolger des Ordensgründers vorgesehen, starb aber bereits mit 30 Jahren in Ilbenstadt. Ein Teil seiner Gebeine wurde 1149 in Cappenberg bestattet. An ihn erinnert eine Grabplatte aus dem 14. Jahrhundert.
Bedeutung Cappenbergs im Mittelalter
Gottfried stellte ebenfalls Besitz zur Gründung des Klosters Varlar in der Nähe von Coesfeld und des Klosters Ilbenstadt in der Nähe von Frankfurt am Main zur Verfügung. Von Cappenberg aus wurden die Klöster Clarholz und Scheda gegründet. Von letzterem wiederum waren die Frauenklöster Oelinghausen und Berentrop abhängig. Diese bildeten den Filiationsverband von Cappenberg, wenngleich Oelinghausen später in die Paternalität von Kloster Wedinghausen wechselte. Außerhalb Westfalens besetzte Cappenberg die Klöster St. Wiperti in Quedlinburg und Heiligenberg in der Grafschaft Hoya. Für die Bedeutung Cappenbergs spricht auch, dass die ersten Pröpste in Unsere Lieben Frauen in Magdeburg und Jerichow von dort stammten. Ebenso kamen die ersten Bischöfe von Brandenburg, Havelberg und Ratzeburg aus Cappenberg.
Die Hauptaufgabe der Prämonstratenser neben dem Chorgebet war die Seelsorgetätigkeit. Cappenberg selbst verfügte nicht über Pfarrrechte, ihm wurden aber verschiedene Kirchen inkorporiert. Im Jahr 1139 hat Bischof Werner Cappenberg die Kirchen in Werne und Ahlen sowie das Archidiakonat in Werne übertragen. Im Jahr 1160 kam auch das Archidiakonat in Ahlen hinzu. Die Kirche in Bork wurde Cappenberg 1175 inkorporiert. Graf Engelbert von der Mark übertrug Cappenberg 1254 das Patronat über die Kirche zu Mark, die Filiale in Hammund die Kapelle auf der Burg Mark. Der Dynast Hermann von Lon gab 1278 das Patronat über die Kirche in Stadtlohn an das Kloster. Im Jahr 1318 schenkte Engelbert von der Mark die Patronate über die Kirchen in Kurl und Methler an Cappenberg.
In weltlicher Hinsicht konnte Cappenberg den ursprünglichen Besitz stark vermehren. Dies geschah durch weitere Schenkungen und auch durch Kauf. In der Zeit der Klosteraufhebung verfügte Cappenberg noch überwiegend in der Nähe des Klosters über 7000 Morgen Wald, Wiesen und Ackerland. Hinzu kamen mehr als 240 Höfe und Kotten von Hörigen. Cappenberg verfügte zudem über bedeutende ökonomische Vergünstigungen. Dazu gehörten die Schatzfreiheit, die Zollfreiheit in Wesel und Kaiserswerth.
Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts nahm Cappenberg und seine Tochterklöster einen exklusiv adeligen Charakter an. Außerdem hielt der Cappenberg Filiationsverband am Titel eines Propstes als Klosterleiters fest.
Weitere Entwicklung
Das Frauenkloster war bereits wohl im 14. Jahrhundert eingegangen. Das Männerstift wirtschaftete erfolgreich und konnte einen erheblichen Reichtum ansammeln, der heute noch zum Teil in der auf dem Gelände befindlichen Stiftskirche sichtbar ist. Allerdings führten Reichtum und Adelsexklusivität in Cappenberg, Varlar, Scheda und Clarholz dazu, dass sie die Seelsorge in den ihnen inkorporierten Kirchen bürgerlichen Priestern aus anderen Prämonstratenserklöstern überließen. Die Stiftsherren selbst führten aber den Pfarrertitel und ihnen kamen die Einkünfte der Kirchen zu Gute. Seit dem 13. Jahrhundert wurde der Lebenswandel der Stiftsherren, deren Zahl 1536 auf zwölf begrenzt wurde, häufig kritisiert. Es kam verschiedentlich zu letztlich vergeblichen Reformversuchen.
Cappenberg war in den letzten Jahrhunderten seines Bestehend kaum mehr als eine Versorgungsanstalt für nachgeborene Söhne des westfälischen Stiftsadels. Die Aufnahmebedingungen hinsichtlich der adeligen Vorfahren waren dabei ähnlich streng wie bei den Domkapiteln.
Teilweise verfielen die Klostergebäude, teilweise wurden sie während des Dreißigjährigen Krieges zerstört. Seit dem späten 17. Jahrhundert begann ein umfassender sich über Jahrzehnte hinziehender Neubau im Stil des Barock. Dabei kam es zur baulichen Trennung zwischen Abtei und Kirche. Das Abteigebäude wurde als Dreiflügelanlage erbaut. Bereits im 18. Jahrhundert plante das Fürstbistum Münster zur finanziellen Ausstattung der Universität Münster die Aufhebung Cappenberg. Dazu kam es jedoch letztlich nicht.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Cappenberg zu den Gebieten im Heiligen Römischen Reich, die keinem Reichskreis angehörten. Es war aber nicht reichsunmittelbar, obwohl es beim Frieden von Luneville so behandelt wurde.
Nach der Säkularisation
Nach fast 700-jährigem Bestehen wurde das Stift im Jahre 1803 aufgelöst und zur preußischen Staatsdomäne umgewandelt. Zwischenzeitlich unter französischer und bergischer Verwaltung stehend, fiel der Besitz 1815 wieder an den preußischen Staat und wurde 1816 von dem ehemaligen Staatsminister Karl Freiherr vom und zum Stein erworben. Er renovierte die Gebäude und bewahrte sie so vor dem Verfall. Zusammen mit dem Kloster Scheda wurde Cappenberg zur einer Standesherrschaft erhoben. Vom Stein verbrachte auf Cappenberg seit 1817 einen Großteil des Jahres.
Nach Erlöschen der Familie von und zum Stein ging das Gut 1926 als Erbe an die Familie der Grafen von Kanitz.
Im Zweiten Weltkrieg diente das Schloss Cappenberg zur Aufbewahrung von Kunstwerken zum Schutz vor den Bombenangriffen der Alliierten. So wurde die Sammlung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund nach Cappenberg ausgelagert. Auch Kunstschätze aus verschiedenen zerstörten Kirchen Westfalens, etwa der Marienaltar von Conrad von Soest aus der Dortmunder Marienkirche, wurden hier verwahrt.
Ab 1946 wurde die Sammlung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte in Cappenberg ausgestellt. Die Rückführung der Sammlung nach Dortmund erfolgte erst mit der Neueröffnung des dortigen Museums im Jahr 1983.
Schloss Cappenberg (A.Duncker)
1985 mietete der Landschaftsverband Westfalen-Lippe gemeinsam mit dem Kreis Unna Räume im Schloss an und baute sie zu einem Museum aus. Seitdem sind hier in Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz verschiedene Ausstellungen zu sehen. Im Westflügel der Anlage befindet sich das Archiv des preußischen Staatsministers Freiherr vom Stein, der von 1824 bis zu seinem Tod 1831 im Schloss Cappenberg wohnte und neben seinem eigenen Nachlass auch den Urkundenbestand des Stiftsarchivs hinterließ. In der ehemaligen Stiftskirche wird ein aus der Zeit um 1160 stammender Portraitkopf von Kaiser Friedrich Barbarossa aus vergoldeter Bronze aufbewahrt.
Heute ist das Schloss Cappenberg ein Ausflugsziel, beherbergt ein Museum und ist Teil der Route der Industriekultur. Es finden dort regelmäßig Kunstausstellungen und Konzerte statt.
Auf dem Gelände des Schlosses befindet sich ein 1899 errichteter Wasserturm, der unter Denkmalschutz steht und 1992 wiederhergestellt wurde. Die Zufahrt aus nordwestlicher Richtung zum Hauptportal beginnt mit zwei auf Sockeln aufgestellten Stein-Löwen. Danach wird die Straße zu einer Allee mit den besonderen Pyramideneichen auf beiden Seiten. Auf dem angrenzenden Schlossgelände befand sich bis 2008 ein Wildpark, zu dem auch eine Greifvogelwarte gehörte.
Vögte von Cappenberg
- 1115-1160 Herrscher der Hauses Berg erstmals 1115 erwähnt bis zur Bergischen Erbteilung 1160 – an den Altenaischen Erbteil.
- 1160-1180 Eberhard I. von Berg-Altena
- 1180-1198 Friedrich von Berg-Altena (Erbteilung der Linie Altena zwischen dem älteren Graf Arnold von Altena und dem jüngeren Friedrich)
- 1198–1249 Adolf I. von der Mark (Begraben in der Kapelle des Klosters Cappenberg)
- 1249–1277 Engelbert I. von der Mark (Begraben in der Kapelle des Klosters Cappenberg)
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