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Schloss Westhusen

Schloss Westhusen

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Schloss Westhusen Das Schloss Westhusen, auch Schloss Westhausen genannt, ist ein Wasserschloss im Dortmunder Stadtteil Westerfilde.

Das Gebäude wurde 1322 erstmals errichtet und nach einer Zerstörung im Jahre 1622 neu erbaut. Das Schloss wurde auf 350 Eichenholzpfählen errichtet, auf denen die gesamte Anlage ruht. Das Haus befand sich zeitweise im Besitz der Familie von Bodelschwingh. Von 1732 bis 1913 gehörte das Schloss der Familie von Sydow, die es 1913 an die Harpener Bergbau AG verkaufte.

Das Wasserschloss dient heute als private Seniorenresidenz und kann nur eingeschränkt besichtigt werden.

Geschichte

Bei einer Erbteilung unter den beiden Brüdern Ernst und Gyselbert Specke zu Bodelschwingh im Jahr 1311 fiel der Grundbesitz des späteren Hauses Westhusen Gyselbert zu. Dessen Sohn Gerlach errichtete dort 1332 das Haus Westhusen und nannte sich nachfolgend nach seinem neuen Besitz „Specke zu Westhusen“. Er stiftete 1361 eine zum Haus gehörigeKapelle, die jedoch außerhalb des damaligen Burggeländes stand. Gerlachs Sohn Heinrich erscheint in Urkunden nur noch als „von Westhusen“. Er musste miterleben, wie die Anlage während der Großen Dortmunder Fehde 1388 zerstört wurde, doch die Besitzer ließen das Haus Westhusen wieder aufbauen.

1469 gelangte der Besitz durch Heirat der Erbtochter Cattin von Westhusen an deren Ehemann Wilhelm von Vittinghoff, genannt Nortker(c)ke, dessen Familie bis in das 17. Jahrhundert Besitzerin blieb. Nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg kam das Schloss 1620 per Erbgang an den Ehemann der Arnolde von Thulen (auch Arnolda von Thülen), die im Jahr 1600 Ludolph Lutter von Hoete zu Bögge geheiratet hatte. Sie war durch Familienvertrag von ihrem Onkel, dem letzten männlichen Familienmitglied der auf Westhusen lebenden Vittinghoffs, nach seiner kinderlosen Ehe als Erbin eingesetzt worden. Das Paar ließ den Besitz noch im gleichen Jahr repräsentativ erneuern.

Die Familie von Hoete besaß Westhusen bis 1743. Als sie im Mannesstamm ausstarb, brachte die Adoptivtochter Johann Ludwigs von Hoete, Sophie von Geuder, genannt Rabensteiner, das Gut bei ihrer Heirat an den aus einem brandenburgischen Geschlecht stammenden Friedrich Wilhelm von Sydow. Er ließ das Herrenhaus 1750 grundlegend umbauen. Seine Familie errichtete in der Zeit von 1853 bis 1856 die Wirtschaftsgebäude des Anwesens und ließ das Herrenhaus gemäß dem Zeitgeschmack im Stil der Neugotik von 1886 bis 1888 umgestalten. Schon 1809 war die Burgkapelle abgerissen worden. Eine Urflurkarte zeigt sie als einen rechteckigen Bau von etwa fünf bis sechs Meter Breite und acht bis zehn Meter Länge.

Conrad von Sydow verkaufte das Gut 1913 an die Gelsenkirchener Bergwerks-AG (GBAG) und verlegte seinen Wohnsitz nach Zemlin im pommerschen Kreis Cammin. Die GBAG ließ die vom Nettebach gespeiste Gräfte des Schlosses trockenlegen.

Zwischen 1974 und 1979 erfolgte eine Restaurierung der Schlossgebäude. Ende der 1980er wurde die Anlage ein letztes Mal umgebaut und wird seit Sommer 1992 als Seniorenresidenz genutzt. Im Zuge der Arbeiten wurde der südliche Teil der Vorburggebäude niedergelegt und durch einen Neubau ersetzt.

Beschreibung

Schloss Westhusen besteht aus einem schlichten Herrenhaus und zwei östlich davon gelegenen, langgestreckten Bauten, die ehemals zu Wirtschaftszwecken dienten. Sie stehen parallel zueinander und besitzen keine Verbindung zum Haupthaus. In ihnen sind heute Seniorenwohnungen untergebracht.

Das zweigeschossige Herrenhaus aus Bruchsteinen ruht auf einem Pfahlrost aus 350 Eichenholzpfählen. Seine zwei Geschosse besitzen einen gelben Anstrich und sind von einem Satteldach abgeschlossen. Seine hellen Eckquaderungen und Fenstergewände heben sich ebenso deutlich vom Anstrich der Außenmauern ab wie die grünen Fensterläden. Nord- und Südseite des Hauses besitzen Stufengiebel mit kleinen Giebelfenstern und (blinden) Ochsenaugen.

Aus der Mitte der östlichen Fassade ragt ein polygonaller Turm mit abgeknicktem Helm hervor, der um ein Mezzaningeschoss höher ist als das restliche Gebäude. Er stammt aus der Zeit der 1880er Jahre. Eine Brücke führt zum Portal in seinem Erdgeschoss, über dem sich die Wappen der Familien von Sydow und von Plettenberg finden. Die Südost-Ecke des Herrenhauses ist von einer kleinen Terrasse bestimmt, die von einer niedrigen Mauer mit Dachzinnen umschlossen ist und an der südöstlichen Ecke ein kleines polygonales Scharwachttürmchen besitzt.



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Pfefferpotthast

Pfefferpotthast

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Pfefferpotthast, ndt.: Piäpperpottharst, ist ein traditionelles Gericht der Deutschen Küche und gehört zur Küche Westfalens.

Pfefferpotthast
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Rezept Art: Hauptgericht
Autor: altes heimisches rezept
Kochzeit: 90 mins
Gesamt Zeit: 1 hour 30 mins
Personen: 4
Westfälische StruwenDer Name setzt sich aus Pfeffer, Pott und Hast zusammen. “Hast” steht dabei für das Stück Rindfleisch, das wesentlicher Bestandteil des Pfefferpotthast ist, “Pott” weist daraufhin, dass lediglich ein Topf benötigt wird, strittig ist lediglich die Bedeutung von “Pfeffer” in diesem Zusammenhang. Pfeffer kann ein Hinweis auf das verwendete Gewürz sein, wahrscheinlicher ist jedoch, dass es für das fein geschnittene Fleisch in diesem Rezept steht.
Zutaten
  • 1 Kilogramm Rinderkamm
  • 1 Teelöffel Salz
  • 500 Gramm Zwiebeln in Scheiben
  • 70 Gramm Schmalz
  • 1 Stück Pfefferkörner im Mörser zerdrückt
  • 1 Großes Lorbeerblatt
  • 2 Stück Nelken
  • 1 Esslöffel Kapern
  • 1 Liter Fleischbrühe
  • Saft oder getriebene Schale eine Zitrone
  • etwas Bier
  • Paniermehl
  • Grob gemahlener Pfeffer
Anleitung
  1. Das Fett wird in einer großen Kasserolle erhitzt. Das in große Würfel geschnittenen Fleisch wird unter häufigem Wenden nur kurz angebraten. Man gibt die Zwiebeln zum Gelbrösten dazu, löscht mit Brühe ab und würzt den “Pott”. Das Fleisch muss 90 Minuten langsam schmoren, bis es weich ist. Man bindet die Soße mit Paniermehl und schmeckt mit Zitronensaft, Bier und Kapern würzig ab. Eine Prise Zucker macht den Potthast lieblich.
  2. Man serviert ihn in einer Ragoutschüssel und streut grob gemahlenen Pfeffer darüber. Dazu isst man Salzkartoffeln und Gewürzgurken.
  3. Ein Bier als begleitendes Getränk ist nicht zu verachten
Notizen

Viel Spaß beim Nachkochen :)

haus-rodenberg

Haus Rodenberg

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Das Haus Rodenberg ist ein Wasserschloss im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck. Es wurde 1290 zur ersten Mal urkundlich erwähnt. Bewohnt wurde es zu dieser Zeit von Ritter Diederich von dem Rodenberge.

Nach der Zerstörung der Burg 1422 erfolgte der Wiederaufbau durch Hermann von Voss zum Rodenberg.

haus-rodenberg.jpg Zwischen 1688 und 1698 wurde die Burg in ein barockes Wasserschloss umgebaut.

Das Schloss verfiel im 19. und 20. Jahrhundert. Übrig blieb vom einstigen Wasserschloss nur die Vorburg mit dem Wirtschaftsteil. 1985 wurde das Anwesen an die Stadt Dortmund verkauft, die Park und Haus Rodenberg bis 1996 grundlegend restaurieren ließ.

Heute beheimatet das Haus Rodenberg Seminarräume der Volkshochschule Dortmund, die Märchenbühne (ein Puppentheater für Kinder und Erwachsene) sowie gehobene Gastronomie. Die Räumlichkeiten von Haus Rodenberg können für sogenannte Ambiente-Trauungen über die Volkshochschule Dortmund angemietet werden.



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Haus Dellwig

Haus Dellwig

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img_8814.jpg Das Haus Dellwig ist ein Wasserschloss und wurde im 13. Jahrhundert von der Familie von Dellwig in Dortmund erbaut.

Lage

Das Schloss liegt auf dem Gebiet der Stadt Dortmund, im Stadtteil Lütgendortmund, in der hügeligen Moränenlandschaft im Dellwiger Bachtal, umgeben vom Naturschutzgebiet Dellwiger Bach, in unmittelbarer Nähe zum Westfälischen Industrie Museum Zeche Zollern II/IV. Es ist über die Anschlussstelle 40 (Dortmund-Lütgendortmund) der Autobahn A 40 zu erreichen.

Der umliegende Dellwiger Wald lädt zu Spaziergängen ein. Auch ist Haus Dellwig bestens geeignet, um Radfahrern eine Pause am Teich zu bieten. Weitere Dortmunder Sehenswürdigkeiten, wie das Goldene Wunder von Kirchlinde in der Sankt-Josef-Kirche Kirchlinde und das Westfälische Schulmuseum in Dortmund-Marten sind von dort bequem mit dem Fahrrad erreichbar.

Geschichte

Das Haus Dellwig wird bereits 1238 in Verbindung mit einem Ritter des Namens Heremanns de Dalewick (Hermann von Dellwig) erwähnt. Nach seiner Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde das zweigeschossige Herrenhaus zwischen 1658 und 1690 wieder aufgebaut. Im Laufe der Zeit wurde es weiter mehrfach umgebaut, und so sind verschiedene architektonische Stile in dem Gebäude sichtbar. 1727 stirbt der letzte männlicher Nachkomme des märkischen Rittergeschlechts de Dalewick. Danach geht das Haus durch Vererbung und Verkauf durch mehrere Hände. Letztendlich wird es 1904 von der Gelsenkirchener Bergwerks AG erworben.

Das Haupthaus ist der älteste Teil des gesamten Gebäudekomplexes. Über dem Haupteingang steht eine lateinische Inschrift, die übersetzt bedeutete: „Die Witwe des Arnold Georg von und zu Dellwig hat das Haus im Jahre 1696 für sich und ihre Nachkommen erbauen lassen.“

Heute ist in Teilen der landwirtschaftlichen Anlage von Haus Dellwig das Heimatmuseum Lütgendortmund untergebracht. Das Herrenhaus findet weiterhin als Wohnhaus Verwendung.

Eigentümerin der seit 1997 unter Denkmalschutz stehenden Anlage ist die Stadt Dortmund.

Besitzer

  • Heremanns de Dalewick (Herman von Dellwig, 1238)
  • bis 1727 mehrere Nachfahren der Familie Dellwig
  • Adelsfamilie Droste zu Erwitte
  • Stadt Hörde
  • Familie Schwarzraben
  • Familie Rump
  • Familie Landsberg-Velen
  • Familie Gemen
  • Gelsenkirchener Bergwerks-AG
  • VEBA
  • Stadt Dortmund (seit 1978)


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Hörder Burg © Foto bei Thorsten Bachner

Hörder Burg

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Hörder Burg © Foto bei Thorsten Bachner

Hörder Burg © Foto bei Thorsten Bachner

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Die Hörder Burg, auch Hörde genannt, im heutigen Dortmunder Stadtteil Hörde wurde im 12. Jahrhundert in unmittelbarer Nähe der Emscher als Wasserburg erbaut. Sie ist Stammsitz der Adelsfamilie Hörde. Aus dieser Zeit stammt der bis heute erhaltene, historisch bedeutsame Burgturm.

Im 13. Jahrhundert ausgebaut, war sie später Stützpunkt bei der Großen Dortmunder Fehde auf Seiten der Grafen von der Mark. Die Dortmunder gewannen, doch blieb für sie die Burg uneinnehmbar. Unweit der Burg befand sich am Zusammenfluss von Emscher und Hörder Bach eine wirtschaftlich bedeutsame Getreidemühle.

Geschichte

Dreißigjährigen Krieg wurde die Hörder Burg erst von spanischen und dann von französischen Truppen besetzt. Sie brannte teilweise ab und wurde auf den alten Grundmauern wiedererrichtet.

Im 15. Jahrhundert wurde das Amt Hörde gebildet und der Sitz des Eichlinghofer Gerichts wurde in die Hörder Burg verlegt.

Ausgrabungen 2008 Hörder Burg © Foto bei Thorsten Bachner

Ausgrabungen 2008 Hörder Burg © Foto bei Thorsten Bachner

Im Jahre 1840 erwarb der Iserlohner Fabrikant Hermann Diedrich Piepenstock die Hörder Burg. Auf dem Gelände richtete er ein Puddel- und Walzwerk ein. Die nach ihm benannte Hermannshütte wurde 1852 unter dem Namen Hörder Bergwerks- und Hütten-Verein zur ersten Aktiengesellschaft im Hüttenwesen des Ruhrgebietes. Der Hörder Bergwerks- und Hüttenverein fusionierte später mit der Hoesch AG.

Eine Vorburg wurde in den Jahren 1920-1922 im Stil des Historismus errichtet und diente als Verwaltungsgebäude des Stahlwerks.

Nach dem Niedergang der Stahlindustrie auf Phoenix-Ost und der Demontage des Stahlwerks wird die Hörder Burg momentan archäologisch untersucht und denkmalpflegerisch saniert. In unmittelbarer Nähe der Hörder Burg entstand der Phoenix-See, der am 1.10.2010 geflutet wurde. In der Hörder Burg hat der Verein zur Förderung der Heimatpflege e. V. Hörde ein Museum eingerichtet. Hier wird die Hörder Geschichte vom Mittelalter bis heute dokumentiert.

Im Juni 2008 begann eine umfassende Sanierung der Burg. In diesem Zusammenhang fanden vor der Burg archäologische Grabungen statt. Auf dem Burgturm wurde eine neue hölzerne Turmspitze errichtet. Am Tag des offenen Denkmals am 14. September 2008 stand das Gebäude im Mittelpunkt der Dortmunder Veranstaltungen und konnte besichtigt werden.

Nach dem Abschluss der Ausgrabungen im Jahr 2009 wurden die zahlreichen Fundstücke und einige Relikte der “Hoesch-Ära” im Erdgeschoss des Burggebäudes ausgestellt.

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