Jan 142017
 
Simon V.

Si­mon V.

Si­mon V. zur Lip­pe (* 1471; † 1536) war Edel­herr und seit 1528 Graf zur Lip­pe. Wäh­rend sei­ner Re­gie­rungs­zeit wur­de in Lip­pe die Re­for­ma­ti­on ein­ge­führt.

Leben

Si­mon V. war das fünf­te Kind und der äl­tes­te Sohn von Bern­hard VII. „Bel­li­co­sus“ und Anna von Hol­stein-Schau­en­burg und über­nahm nach dem Tod sei­nes Va­ters um 1511 die Re­gie­rung. 1528 wur­de ihm der Ti­tel ei­nes Reichs­gra­fen ver­lie­hen und so die bis­he­ri­ge Herr­schaft Lip­pe zu ei­ner der etwa 140 Reichs­graf­schaf­ten er­ho­ben.

Nach­dem sich die Re­for­ma­ti­on seit 1518 zu­nächst in Lem­go, dann auch in an­de­ren Städ­ten mehr und mehr durch­ge­setzt hat­te, kam es 1530 zum of­fe­nen Kon­flikt, als wäh­rend der ka­tho­li­schen Os­ter­mes­se evan­ge­li­sche Kir­chen­lie­der ge­sun­gen wur­den. Si­mon, der zeit­le­bens ka­tho­lisch blieb, war er­bost und sprach von „aufrührerische[n] Bau­ern, wel­che kei­ne Ob­rig­keit über sich dul­den wol­len“. Er war je­doch Va­sall zwei­er Lehns­her­ren: des Bi­schofs von Pa­der­born und des seit 1524 lu­the­ri­schen hes­si­schen Land­gra­fen Phil­ipp und so­mit in sei­ner Hand­lungs­frei­heit ein­ge­schränkt. Die An­nä­he­rung an das lu­the­ri­sche Be­kennt­nis wur­de zu­dem durch die star­ke Stel­lung der Städ­te, be­son­ders Lipp­stadt und Lem­go, ge­gen­über dem Lan­des­herrn be­güns­tigt. Phil­ipp von Hes­sen er­mahn­te die Lem­go­er Bür­ger zwar, dem Lan­des­herrn Ge­nug­tu­ung zu leis­ten, den­noch brei­te­te sich ab 1532 das lu­the­ri­sche Be­kennt­nis auch in den an­de­ren Städ­ten wei­ter aus. Als Si­mon V. 1533 Un­ter­stüt­zung für ein mi­li­tä­ri­sches Ein­grei­fen ge­gen Lem­go such­te, griff Phil­ipp ver­mit­telnd ein. Im sel­ben Jahr über­nahm Lem­go die Braun­schwei­ger Kir­chen­ord­nung und wur­de da­mit auch of­fi­zi­ell evan­ge­lisch-lu­the­risch.

Si­mon V. und Her­zog Jo­hann III. von Kle­ve über­fie­len 1535 das evan­ge­lisch ge­wor­de­ne Lipp­stadt. Die Stadt ka­pi­tu­lier­te vor ih­ren Lan­des­her­ren. Auch in Lem­go wuchs die Angst vor ei­nem mi­li­tä­ri­schen Vor­ge­hen, je­doch kam es we­gen der fort­ge­setz­ten Ver­mitt­lung Phil­ipps nicht dazu.

Nachkommen

Aus der Ehe mit Wal­pur­ge Grä­fin von Bronck­horst († 21. De­zem­ber 1522):

  • Gis­bert zur Lip­pe († 1522)

Aus der Ehe mit Mag­da­le­ne von Mans­feld-Mit­tel­ort (* ca. 1500):

  • Mar­ga­re­the zur Lip­pe (1525–1578)
  • Bern­hard VIII., Herr zur Lip­pe
  • Her­mann Si­mon Graf von Stern­berg ∞ Ur­su­la von Pyr­mont und Spie­gel­berg († 1576)
  • Anna zur Lip­pe ∞ Jo­hann I. Graf von Wal­deck-Land­au (* 1521/1522)
  • Agnes zur Lip­pe (* 1535) ∞ Diet­rich von Ples­se

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Si­mon V. (Lip­pe) aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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