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Schloss Vornholz

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p1100466.jpg Schloss Vornholz war Sitz der im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich genannten Ritter von Ostenfelde. 1656 erwarb der Oberkommandierende aller Münsterischen Truppen Dietrich Hermann von Nagel die Anlage.
Bekannt wurde Vornholz vor allem durch die großen Reitturniere, die der damalige Hausherr Clemens Freiherr von Nagel-Doornick in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg mit internationaler Beteiligung veranstaltete. Auf den passionierten und erfolgreichen Pferdezüchter geht auch die Einrichtung eines Kavallerie-Museums in den Räumlichkeiten des Schlosses zurück.

Gebäude und Ausstattung

Haus Vornholz ist eine Wasserschlossanlage auf zwei Inseln. Anstelle eines abgebrannten Gebäudes ließ Dietrich Hermann von Nagel ab 1666 auf der durch einen Doppelgraben und Wall geschützten Hausinsel ein schmuckloses, barockes Herrenhaus errichten. Ältester Teil des dreiflügeligen Schlosses ist der zweigeschossige Mittelbau aus verputztem Bruchstein mit einem hohen Walmdach. Der Schlossbau wurde erst nach 1685 fertiggestellt. Alleiniger Bauschmuck ist über der Freitreppe das barock verzierte Hauptportal mit dem Allianzwappen Christoph Bernhard von Nagel und seiner Ehefrau Elisabeth von Brabeck. An das Herrenhaus wurden etwas später die niedrigeren Seitenflügel mit je einem Eckturm im Osten angebaut. Erst zur Mitte des 20. Jahrhunderts hat man im Westen des Hauses eine Terrasse und die Brücke über die Hausgräfte errichtet.
Schräg vor der Hausinsel liegt in östlicher Richtung die Vorinsel mit den Wirtschaftsbauten. Die meisten der langgestreckten Gebäude und die beiden Ecktürme stammen noch aus dem 17. Jahrhundert. Nur der Mittelbau in der nördlichen Gebäudereihe wurde mit seinen charakteristischen Doppeltoren im 19. Jahrhundert erneuert. Bis heute reguliert ein barocker „Wasserbär“ an der äußeren Nordwestseite die Wasserzufuhr der breiten Gräften. Die Insel inmitten der breiten Gräfte im Süden wurde einst als Bleiche genutzt.
Am Rande von ausgedehnten Gartenflächen liegt südlich des Wasserschlosses die barocke Rentei. Der einstöckige, verputzte Ziegelbau mit Mansarddach wurde um die Mitte des 18. Jahrhunderts nach Plänen des Bauinspektors Johann Boner aus Münster errichtet. Boner war ein enger Mitarbeiter von Johann Conrad Schlaun.




Lizenz© für die Fotos auf diesen Seiten bestehen bei B. Grosse-Drenkpohl
Text Quelle: LWL

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