Schloss Schwansbell

Schloss Schwansbell vom Park gesehen

Schloss Schwans­bell vom Park ge­se­hen

Das Schloss Schwans­bell in Lü­nen (Nord­rhein-West­fa­len) ist ein al­tes west­fä­li­sches Was­ser­schloss, des­sen Was­ser­gra­ben je­doch nicht das Schloss selbst um­schließt, son­dern eine Gar­ten-In­sel, auf der ur­sprüng­lich eine klei­ne Burg stand.

Als Horst­mar 1923 nach Lü­nen ein­ge­mein­det wur­de, er­warb die Stadt Lü­nen den Be­sitz des Schlos­ses, das sich auf Horst­ma­rer Ge­biet be­fand.

Etwa drei Ki­lo­me­ter au­ßer­halb des Orts­kerns ge­le­gen, hat Schloss Schwans­bell eine wech­sel­vol­le Ver­gan­gen­heit. Bis 1998 war das ehe­ma­li­ge Hoch­bau­amt der Stadt Lü­nen dar­in un­ter­ge­bracht, nach dem Zwei­ten Welt­krieg zeit­wei­se eine Art La­za­rett, da­nach auch als Ju­gend-/Wai­sen­haus. Jahr­zehn­te­lang war die Stand­si­cher­heit des Schlos­ses we­gen des Berg­baus der be­nach­bar­ten Ze­chen und we­gen des in un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft ver­lau­fen­den Dat­teln-Hamm-Ka­nals frag­lich.

Das Schloss wur­de in sei­ner heu­ti­gen Form in den Jah­ren 1872 bis 1875 nach Plä­nen des Dort­mun­der Bau­meis­ters Fritz We­ber von Wil­helm von Wes­ter­holt im Stil der eng­li­schen Neo­go­tik mit zwei acht­ecki­gen Tür­men er­rich­tet. Zu­vor wur­de es nach­weis­lich seit 1187 als Rit­ter­sitz der Her­ren von Schwans­bell ge­nutzt. Im Zuge der Ein­ge­mein­dung des Orts­tei­les Horst­mar er­warb 1929 die Stadt Lü­nen das Schloss, das 1934 der Hit­ler­ju­gend dien­te. Spä­ter wur­den die Ge­bäu­de als Wai­sen­haus ge­nutzt.

Im Zwei­ten Welt­krieg dien­te das Ge­bäu­de als Un­ter­kunft der flie­gen­den Be­sat­zun­gen des na­he­lie­gen­den Flie­ger­hors­tes Dort­mund.

Der ehe­ma­li­ge Bau­un­ter­neh­mer und „Bur­gen­kö­nig“ Her­bert Hil­le­brand er­warb das Schloss 1982 für sei­ne Toch­ter Adria­na von der Stadt Lü­nen und ließ es re­stau­rie­ren.

Bis zum No­vem­ber 2004 war das da­vor ge­le­ge­ne Wirt­schafts­ge­bäu­de gas­tro­no­misch ge­nutzt; es be­her­berg­te ein Re­stau­rant, das im Gui­de Mi­che­lin ehe­dem mit ei­nem Stern aus­ge­zeich­net war. Der ehe­ma­li­ge Re­stau­rant­in­ha­ber und Ster­ne-Koch Franz L. Lau­ter wirkt seit­her im Schloss Nord­kir­chen.

Nach ei­nem Um­bau ist Schloss Schwans­bell nun in Miet­woh­nun­gen und Bü­ro­räu­me auf­ge­teilt.

Zum 1. No­vem­ber 2008 wur­de die Lie­gen­schaft von Hil­le­brand an das in Gef­fen (Nie­der­lan­de) an­ge­sie­del­te Un­ter­neh­men In­iti­um Ger­ma­nia I C.V. ver­kauft.

In dem seit­li­chen Wirt­schafts­ge­bäu­de be­fin­det sich das Mu­se­um der Stadt Lü­nen.

Der Schloss­park ist, im Ge­gen­satz zur klei­nen Gar­ten-In­sel, der Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich und ein be­lieb­ter Spa­zier­weg in Lü­nen. Er be­her­bergt au­ßer­dem aus­ge­fal­le­ne Baum­ar­ten aus dem Os­ten Nord­ame­ri­kas und Süd­ost­eu­ro­pas, wie den Trom­pe­ten­baum, den Chris­tus­dorn, Ro­bi­ni­en oder den Tul­pen­baum.

Das Schloss steht un­ter Denk­mal­schutz.

Fotostrecke Schloss Schwansbell

Schloss Schwansbell – Insel

Schloss Schwansbell – Nebengebäude

Lage des Schloss Schwansbell

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