Schloss Buddenburg

Das Haus Bud­den­burg be­fand sich im Orts­teil Lipp­holthau­sen der Stadt Lü­nen im Kreis Unna. Das um 1845 als Er­satz für Vor­gän­ger­bau­ten er­rich­te­te Schloss im klas­si­zis­ti­schen Stil wur­de 1977 we­gen Bau­fäl­lig­keit ab­ge­ris­sen.

Besitzer

Schloss Buddenburg im November 1977 vor dem Abriss

Schloss Bud­den­burg im No­vem­ber 1977 vor dem Ab­riss
von Lem­nis­kate (Ei­ge­nes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wi­ki­me­dia Com­mons

Haus Bud­den­burg (nie­der­deutsch: Bod­de­bürch) be­fand sich vom 14. Jahr­hun­dert bis 1902 im Be­sitz der Fa­mi­lie von Fry­dag zu Bud­den­burg. Durch Erb­gang kam es an die Fa­mi­lie von Rüx­le­ben, die es 1913 an die Stadt Lü­nen ver­kauf­te.

In der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus war in Bud­den­burg eine Feld­meis­ter­schu­le des Reichs­ar­beits­diens­tes un­ter­ge­bracht. In den Jah­ren 1946 bis 1955 war in den Räu­men des Schlos­ses die „Werk­kunst­schu­le Dort­mund“ be­hei­ma­tet. Auch wur­den in den Nach­kriegs­jah­ren zeit­wei­se Ver­trie­be­ne hier un­ter­ge­bracht, be­vor spä­ter ein in Lipp­holthau­sen an­säs­si­ges In­dus­trie­un­ter­neh­men, die ehe­ma­li­gen Ver­ei­nig­ten Alu­mi­ni­um-Wer­ke (VAW), Ei­gen­tü­mer wur­de.

Bauten

Das Schloss wur­de um 1845 von Bau­meis­ter Fer­di­nand Zan­gerl (1813–1865) aus Bork für den Frei­herrn Au­gust von Fry­dag (1802–1875) er­baut. Es be­stand aus ei­nem Haupt­haus mit la­ter­nen­be­krön­ter Kup­pel und zwei vor­ge­la­ger­ten zwei­ge­schos­si­gen Pa­vil­lons. We­gen an­geb­li­cher Bau­fäl­lig­keit wur­den die Ge­bäu­de im No­vem­ber 1977 ab­ge­ris­sen.

Ehedrama auf der Buddenburg 1908

In der Nacht auf den 2. Mai 1908 wur­de der sei­ner­zei­ti­ge Be­sit­zer von sei­ner Ehe­frau er­schos­sen; die­se be­ging an­schlie­ßend Selbst­mord.

Fotos

1930 Jahre

Abriss im November 1977

Situation heute

In Er­in­ne­rung an das ab­ge­ris­se­ne Schloss wur­den auf dem Grund­riss der al­ten Ge­bäu­de­mau­ern Li­gus­ter­he­cken ge­pflanzt, so­dass der ge­naue Stand­ort des Haupt­hau­ses wie auch der Ne­ben­ge­bäu­de nach­voll­zo­gen wer­den kann.

Be­grenzt wur­de das Schloss­ge­län­de durch die Lip­pe im Wes­ten, Sü­den und Os­ten so­wie ei­nen Gra­ben im Nor­den. Vom Gra­ben ist heu­te nicht mehr viel zu er­ken­nen, er führt kein Was­ser mehr. Die al­ten Wege des um­lie­gen­den Schloss­parks sind noch heu­te be­geh­bar.

Un­weit des ehe­ma­li­gen Schlos­ses er­in­nert die Fry­dag­stras­se an das ehe­ma­li­ge Ge­schlecht de­rer von Fry­dag.

Fotostrecke Schloss Buddenburg

Lage des Schloss Buddenburg

Lizenz

© Ur­he­ber­recht für die Fo­tos auf die­sen Sei­ten be­stehen bei Bern­hard Gro­ße-Drenkpohl.
Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Haus Bud­den­burg aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­to­ren ver­füg­bar.

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