Residenzschloss Ahaus

Schloss Ahaus

Schloss Ahaus

Schloss Ahaus ist ein ehe­ma­li­ges Re­si­denz­schloss der Fürst­bi­schö­fe von Müns­ter in Ahaus im west­li­chen Müns­ter­land. Das Was­ser­schloss liegt di­rekt in der In­nen­stadt, an­gren­zend be­fin­det sich die neue Fuß­gän­ger­zo­ne von Ahaus mit dem Markt­platz so­wie der Tou­rist-In­for­ma­ti­on.

Geschichte

Die zu Be­ginn des 11. Jahr­hun­derts er­rich­te­te Burg fiel von den Edel­herrn von Ahaus 1406 an den Fürst­bi­schof von Müns­ter, Otto IV. von Hoya. Im Auf­trag des Fürst­bi­schofs Fried­rich Chris­ti­an von Plet­ten­berg wur­de dort von 1688 bis 1695 ein Jagd­schloss nach Plä­nen Am­bro­si­us von Oel­des er­rich­tet. Die Ge­samt­an­la­ge in­klu­si­ve Schloss­park wur­de erst 1718 fer­tig­ge­stellt. Bei Ab­schluss der Ar­bei­ten hat­te der Neu­bau etwa 100.000 Ta­ler ge­kos­tet. Nach Zer­stö­run­gen im Sie­ben­jäh­ri­gen Krieg er­gänz­te Jo­hann Con­rad Schlaun 1765 bis 1767 in der Gar­ten­front ei­nen Mit­tel­ri­sa­lit mit gro­ßer, dop­pel­läu­fi­ger Frei­trep­pe. Das Schloss dien­te den Fürst­bi­schö­fen von Müns­ter als Som­mer­re­si­denz. Die Fürst­bi­schö­fe Jo­hann IV. von Os­na­brück, Chris­toph Bern­hard von Ga­len und Franz Ar­nold von Wolff-Met­ter­nich zur Gracht star­ben im Schloss Ahaus. Durch den Reichs­de­pu­ta­ti­ons­haupt­schluss 1803 ge­lang­te das Schloss an die Fürs­ten Salm-Salm und Salm-Kyr­burg. Als Re­gent im Fürs­ten­tum Salm re­si­dier­te dort Prinz Mo­ritz zu Salm-Kyr­burg, spä­ter vor­über­ge­hend Fried­rich IV. zu Salm-Kyr­burg, sein Nef­fe. 1819 er­rich­te­te Her­mann Ol­den­kott im Nord­flü­gel des Schlos­ses eine Ta­bak­fa­brik. Im Jahr 1829 er­warb das Un­ter­neh­men das Ba­rock­schloss vom Fürs­ten Salm-Kyr­burg. Es dien­te bis 1929 als Pro­duk­ti­ons­stät­te und bis zur völ­li­gen Zer­stö­rung durch ei­nen Bom­ben­an­griff im März 1945 der Fa­mi­lie Ol­den­kott als Wohn­stät­te. Nach dem Krieg er­warb der Kreis Ahaus die Rui­ne. Beim Wie­der­auf­bau des Schlos­ses er­hielt Eu­gen Sen­ge-Plat­ten die Auf­ga­be, das Ge­bäu­de mit Kunst­wer­ken aus­zu­stat­ten. Der Park ging in das Ei­gen­tum der Stadt Ahaus über. Heu­te ist das Schloss Sitz der Tech­ni­schen Aka­de­mie Ahaus und be­her­bergt zu­dem das Tor­haus- und das Schul­mu­se­um.

Kurzbeschreibung

Schloss Ahaus ist eine axi­al­sym­me­tri­sche An­la­ge, die von ei­nem Park um­ge­ben ist. Vor­burg und zwei­ge­schos­si­ges Haupt­schloss lie­gen auf ei­ge­nen In­seln. Das drei­flü­ge­li­ge Haupt­ge­bäu­de be­sitzt eine Huf­ei­sen­form, die in Rich­tung Vor­burg ge­öff­net ist. Sei­ne Hof­fas­sa­de wird durch ei­nen drei­ge­schos­si­gen Mit­tel­ri­sa­lit be­stimmt. Am Ge­bäu­de sind die Merk­ma­le des fran­zö­si­schen und nie­der­län­di­schen Ba­rocks un­ver­kenn­bar, je­doch er­scheint der Bau­schmuck noch den Prin­zi­pi­en des Ma­nie­ris­mus ver­pflich­tet.

Radfahren

Das Schloss Ahaus ist Stand­ort der 100-Schlös­ser-Rou­te durch das Müns­ter­land. Das Schloss Ahaus ist zu­dem über die Wabe 52 im wa­ben­för­mi­gen Rad­we­ge­sys­tem Müns­ter­land ein­ge­bun­den. Durch Ahaus fährt von Mai bis Ok­to­ber der so­ge­nann­te Fietsen­bus, ein Bus mit Fahr­rad­an­hän­ger, der die Mit­nah­me von Fahr­rä­dern im Kreis Bor­ken er­mög­licht.

Fotostrecke Schloss Ahaus

Lage des Schloss Ahaus

Lizenz

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