Eine Schildmauer ist die höchste und stärkste Burgmauer, die der Sicherung der Hauptangriffsseite dient. Eine klare definitorische Abgrenzung von der Mantelmauer ist oftmals nicht möglich. Der Bau von Schildmauern wurde im späten 12. Jahrhundert üblich und lässt sich möglicherweise als Reaktion auf den zunehmenden Einsatz schwerer Belagerungsmaschinen wie der Blide betrachten. Die Stärke einer Schildmauer konnte bis zu 5 Meter betragen, ihre Höhe bis zu 30 Meter. Auf der Mauerkrone verlief üblicherweise ein Wehrgang, zudem konnte die Schildmauer von zwei Türmen eingefasst werden. In manchen Fällen ersetzte die Schildmauer den Bergfried, wie etwa bei der im Westerwald gelegenen Ruine Sporkenburg oder bei der Ruine Alt-Eberstein in der Nähe von Baden-Baden.