Milkau (Adelsgeschlecht)

Stammwappen (roter Stab)

Stamm­wap­pen (ro­ter Stab)

Mil­kau (Milckau) ist der Name ei­nes meiß­nisch-os­ter­län­di­schen Adels­ge­schlechts.

Ev. — Meiß­ni­scher Ur­adel mit gleich­na­mi­gem Stamm­hau­se hei Roch­litz, der mit Cesa­ri­us de Mileco­we 1233 ur­kundl. (Stif­tungs­urk. d. Klos­ters Ge­rings­wal­de) zu­erst er­scheint und im Le­hens­buch d. Mark­gra­fen Fried­rich des Ernst­haf­ten v.Meißen 1348/49 ur­kundl. (ebd. B1.17/27) ge­nannt wird. Die Na­mens­schreib­wei­se wech­sel­te zwi­schen Mi­likau, Myl­le­kaw, Myl­ka, Mel­kow, de Mi(e)lcowe, Mil­kaw, Milckau und Mil­kau.“ So­wie zwi­schen Milckaw, Mölckau, und sehr al­ten For­men, wie: Mil­kowe, Myl­kaw, de Mi­lik.

Ehe­ma­li­ge Be­sit­zun­gen (Le­hen und Rit­ter­gü­ter): Groß- und Klein­mil­kau, Naundorf, Gepül­zig, Al­bero­da, Burg Al­ten­schön­fels, Dall­witz (Prieste­witz), Hohn­bach (Frei­gut), Ko­bers­hain, Burg Kriebstein, Merz­dorf, Nie­der­mo­sel, Quols­dorf, Schwe­de und Ste­dings­müh­le, Skas­sa (Gro­ßen­hain), Tre­bitz (Bad Schmie­de­berg) Wil­den­hain und Rup­pers­dorf und wei­te­re.

Geschichte

Das alte meis­sen­sche Adels­ge­schlecht be­saß schon 1329 Groß- und Klein­mil­kau als Stamm­sitz.

Der Name könn­te vom pol­ni­schen Land­gut Milc­k­ow stam­men, von da an das schle­si­sche Schloss Milc­k­ow ge­langt sein. Die ers­te ur­kund­li­che Er­wäh­nung fin­det sich in ei­nem Brief von Her­mann von Milckau an den Mark­graf Fried­rich zu Meis­sen. Die tat­säch­li­che Her­kunft ist an­hand von Do­ku­men­ten nicht nach­weis­bar, so stellt die Her­kunft aus Po­len nur eine Mög­lich­keit dar, bei Va­len­tin Kö­nig u. an­de­ren Quel­le wird auch eine Her­kunft aus Un­garn ver­mu­tet.

Ri­chard von Mans­berg teilt die Fa­mi­lie von Mil­kau in der frü­hen Zeit in 2 Li­ni­en auf. Ers­tens: Obe­re Li­nie: Gross- und Klein· Mil­kau bei Roch­litz und zwei­tens: Un­te­re Li­nie: Mel­kau (Möl­kau) bei Leip­zig. Der fa­mi­liä­re Zu­sam­men­hang wird nicht von ihm auf­ge­zeigt. Die letz­te Re­ges­te im Werk von Mans­berg zur Un­te­ren Li­nie stammt aus dem Jah­re 1559: „Ni­ckel v. M. (Los­sa 23. Ja­nu­ar) ant­wor­tet dem Brie­fe des Schös­sers mit dem Be­mer­ken, dass er aus­führ­li­chen Be­richt sen­de.“ Die bei­den Li­ni­en sind mit­ein­an­der ver­wandt, da in der Re­ges­te von 1557 bzgl. Joa­chim von Mil­kau aus der Obe­ren Li­nie in Be­zug auf Ni­ckel v. M. aus der Un­te­ren Li­nie von Agna­ten ge­spro­chen wird.

Früheste Erwähnungen (s. auch Bekannte Vertreter)

Wappen Reichsgraf von Milkau - Preussische Anerkennung.

Wap­pen Reichs­graf von Mil­kau – Preus­si­sche An­er­ken­nung.

1222. Hein­ri­cus de Mi­lik be­zeugt des Bi­schofs En­gel­hard von Naum­burg Ur­kun­de über die Stif­tung der Kart­hau­se bei Krim­mit­schan.

1233. Cesa­ri­us de Mil­kowe: 1233 Er­wäh­nung als Zeu­ge bei der Grün­dungs­ur­kun­de von Klos­ter Ge­rings­wal­de ne­ben „… Zeu­gen aber die­ser Hand­lung sind: Kon­rad von Lands­berg, Hein­rich und Fried­rich, Brü­der von Po­lek, Cu­ra­to­ren; Thi­mo und Vol­rad, Brü­der von Col­ditz, Jo­han­nes von Roch­litz, Hein­rich von Har­tha, Otto von Gerhardsdorf(Gersdorf), Hein­rich von Pich­ne ?, Diet­rich von Aben­dorf, Fried­rich von Por­titz, Jo­han­nes von Al­ten­dorf, Hein­rich von Böh­len. Kleriker:Gottfried von Wei­stropp, Cae­sa­ri­us von Mil­kau, Hein­rich von Zett­litz, Ger­bot von Leis­nig, Gun­zelin, Lu­dolf, Sig­fried, Stadt­pfar­rer von Wil­den­fels … im 1233. Jah­re des Herrn am 2. Ja­nu­ar. Da­mit ist er die ers­te be­kann­te ur­kund­lich nach­weis­ba­re Per­son der Fa­mi­lie nach heu­ti­gem Stand.

1302. Fris­co de Mil­co­we be­zeugt des Klos­ters zu Buch Ver­gleich mit Herrn Hugo von Wol­ken­berg über das Dorf Nau­en­hain.

1306. Ar­nold v. Myl­le­kaw be­zeugt das Bünd­nis, wel­ches Herr Fried­rich v. Scho­nen­burg schliesst mit den Städ­ten Zwi­ckau, Al­ten­burg und Chem­nitz.

Die Mil­kaus hiel­ten das ad­li­ge Ele­ment in Grim­ma im Zeit­raum nach 1563 auf­recht, in­dem sie ihre Kin­der an die dor­ti­ge Klos­ter­schu­le St. Au­gus­tin schick­ten.

Weitere Erwähnungen

  • Im 17. Jahr­hun­dert er­warb Mel­chi­or von Bo­den­hau­sen (Sohn des Wil­ke) Gut Leub­nitz auf wel­ches die von Mil­kau schon eine An­wart­schaft hat­ten. In der Fol­ge ent­brann­te ein Rechts­streit mit den Er­ben des Le­on­hard von Mil­kau zu Christ­grün (Gott­fried v. M. auf Al­bero­da, Hiob v. M. d. Jün­ge­re auf Al­ten­schön­fels und Chris­toph Jahn v. M auf Merz­dorf) we­gen der Ge­währ von 2000 Gul­den ne­ben den auf­ge­lau­fe­nen Zin­sen. Der Recht­streit hat 1616 be­gon­nen ha­ben und zog sich bis zu ei­nem ab­schlie­ßen­den Ver­gleich zwi­schen den mil­kaui­schen Er­ben und Franz Wil­ke von Bo­den­hau­sen (Sohn des Otto von Bo­den­hau­sen) in das Jahr 1645.

Kollatur der Kirche zu Krossen und Milkau durch die Familie 1497–1818

  • 1497. Bi­schof Jo­han­nes von Meis­sen be­stä­tigt (23. Juni) die Tren­nung der Fi­lia­le zu Kros­sen von der Mut­ter­kir­che zu Gross Mil­kau auf Wunsch Cas­pars v. M. auf Klein­mil­kau (er­wähnt 1439–1498), der die neue selb­stän­di­ge Pfar­re mit ei­nem Hau­se, mit Acker, Wie­se, Holz und mit jähr­li­chen 20 Schef­fel Korns De­cem be­wid­met. Als ers­ter Pfar­rer zu Kros­sen ist Er Ja­co­bus Hein be­stellt, nach sei­nem Tode und bei je­der spä­te­ren Er­le­di­gung sol­len Cas­par und Hein­rich v. M., un­ter ih­ren männ­li­chen Nach­kom­men all­zeit der Äl­tes­te über Be­set­zung der Pfarr­stel­le ver­fü­gen. Pauls Schra­der (s. Li­te­ra­tur) schrieb auf S. 118: 1497 grün­de­te nach der 1800 mit­ver­brann­ten Stif­tungs­ur­kun­de am 23. Juni Cas­par von Milckau die Crosse­ner Pfar­rei. Die Kir­che zu Crossen soll bis zum 1. Welt­krie­ge noch eine Glo­cke von 14976 be­ses­sen ha­ben ich (Schra­der) habe sie selbst noch ge­se­hen, aber die In­schrift war in­fol­ge der Enge des Stuh­les nicht zu le­sen. Bei Va­len­tin Kö­nig wird zu Be­ginn der Milckaui­schen Ge­nea­lo­gie die Stif­tungs­ur­kun­de noch zi­tiert.
  • 1818, den 4 Juni ver­starb Wil­helm Fried­rich Mel­chi­or v. Mil­kau hess. Oberst u. Erb-, Lehn- und Ge­richts­herr auf Worm­sta­edt. Mit ihm en­de­te die Kol­la­tur der Fa­mi­lie von Mil­kau für Kros­sen und Mil­kau und ging auf die Söh­ne des (Mo­ritz) Carl Chris­toph Ar­nim über. Job Adolph Fried­rich von Mil­kau hat­te zu­vor das Kol­la­tur­recht an Carl Chris­toph von Ar­nim (Käu­fer von Groß­mil­kau) ver­kauft. Sein Bru­der Job Au­gust Wil­helm (s. auch Ab­schnitt: Be­kann­te Ver­tre­ter) hat­te dem Ver­kauf zu­ge­stimmt. Die bei­den Brü­der hat­ten für sich und ihre zu­künf­ti­gen Nach­kom­men in dem Ver­trag auf das Kol­la­tur­recht ver­zich­tet (Ces­si­ons­ver­trag von 1810). Al­ler­dings hat­te Job Adolph Fried­rich nicht die Be­fug­nis da­für, da er nicht der Ge­schlechts­äl­tes­te war und Wil­helm Fried­rich Mel­chi­or hat­te ihm das Recht er­folg­reich strit­tig ge­macht. Jobst Chris­toph von Rö­mer, als Le­hen-Vor­mund der 3 un­mün­di­gen Söh­ne des Carl Chris­toph von Ar­nim (Ge­org Hein­rich Wolf, Hans Carl und Fried­rich Hen­ning) be­an­trag­te 1820 die Wirk­sam­keit der Ab­ga­be der Kol­la­tur von Job Adolph Fried­rich v. Mil­kau aus 1810 an Carl Chris­toph von Ar­min. 1847 gab es noch ein Nach­spiel hier­zu: Im Jah­re 1847 hat­te sich Job Cle­mens Al­bert Adolf v. Mil­kau aus der würt­tem­ber­gi­schen Li­nie ge­mel­det und woll­te die Kol­la­tur vor­zei­tig vor dem Tod sei­nes Va­ters Job Au­gust Wil­helm, da­mals der Äl­tes­te der Fa­mi­lie von Mil­kau an­tre­ten. Es gab eine Un­ter­su­chung de­ren Aus­gang nicht in den Ak­ten ent­hal­ten ist.

Letzte Erwähnungen

Der letz­te nach­weis­lich be­kann­te männ­li­che Na­mens­trä­ger ist Erich von Mil­kau (* 10. De­zem­ber 1882 Tha­randt, Stan­des­amt Tha­randt) auf Rit­ter­gut Quols­dorf (Kreis Nies­ky, bei Hä­ni­chen Ober-Lau­sitz) Tod durch eine Land­mi­ne auf der Flucht 1945 er­lo­schen (Zeu­gen­aus­sa­ge ei­ner mit­ge­flo­he­nen Per­son ge­gen­über dem zu­stän­di­gen Pfar­rer und). Weib­li­che Mit­glie­der der Fa­mi­lie leb­ten noch in Tha­randt bei Dres­den in der ehe­ma­li­gen DDR. Ger­trud die un­ver­hei­ra­te­te Schwes­ter von Erich ver­starb in Tha­randt am 24. Ok­to­ber 1974 (Stan­des­amt Tha­randt) und war die letz­te Na­mens­trä­ge­rin.

Wappen

  • Das Stamm­wap­pen der Frei­her­ren bil­det ein dop­pelt ge­schweif­ter, ge­krön­ter schwar­zer Löwe auf Gold, wel­cher in bei­den Vor­der­pran­ken ei­nen ab­wärts ge­kehr­ten, ro­ten Stab schräg rechts hält.
  • Das Wap­pen der Gra­fen weicht da­von ab und es exis­tie­ren zwei Ver­sio­nen: Zum ei­nen ge­mäß der Adels­er­hö­hung des bay­rei­chen Her­zogs als Reichs­vi­kar Jo­hann Adam Fried­rich Wil­helm v. Mil­kau zu Schwe­de 1790 und zum an­de­ren die der nach­fol­gen­den preu­ßi­schen An­er­ken­nung. Be­schrei­bung Wap­pen des Gra­fen (1790) gem. Stan­des­er­hö­hung durch den Reichs­vi­kar: Get., 2-mal gesp. u. beli. mit gfl.-gekr. Herz­schild, dar­in StW., 1 u. 6 in G. ein bei­der­seits ge­flü­gel­ter, un­ten durch eine Schlin­ge zu­sam­men­ge­hal­te­ner, ge­senk­ter u. ge­spreiz­ter r. Zir­kel, 2 u. 5 in B. ein kgl.-gekr. schw. Dop­pel­ad­ler, je mit ei­nem g. Ring im Schna­bel, 3 u. 4 in S. schräg­rechts eine halb ge­öff­ne­te r. Schaf­sche­re; 5 H., 1. u. 5. mit schw.-b. De­cken der Dop­pel­ad­ler, 2. mit r.-g. De­cken der Zir­kel, 3. StH., 4. mit r.-s. De­cken ein r. Flü­gel; Schildh.: 2 laub­be­kränz­te wil­de Män­ner mit Keu­len.

Bekannte Vertreter

  • Ernst Sieg­mund: Die or­dent­li­che Stamm­rei­he be­ginnt mit Ernst Sieg­mund von Milckau auf Milckau (15. Jh.) [Hin­weis: Kneschke hat dies aus dem Werk von Va­len­tin Kö­nig über­nom­men s. Li­te­ra­tur­hin­wei­se, ein Ernst Sieg­mund ist an­hand von Ori­gi­nal­do­ku­men­ten in die­ser frü­hen Zeit nicht be­leg­bar. Ein Ernst Sieg­mund ist von der Ge­burt am 8. März 1679 in Nisch­witz das ers­te Mal be­leg­bar.
  • Chris­toph v. Mil­kau war bis zu sei­nem Tode um 1550 Herr auf Al­bero­da. Er war mit Ur­su­la von Plaus­sig ver­hei­ra­tet (+ 28.07.1567 gem. Kir­chen­buch Löß­nitz-Af­fal­ter, Sei­te 211, Nr. 30). Sei­ne Söh­ne wa­ren Ru­dolph und Gott­fried bei­de † 1565 in Un­garn, Chris­toph + zwi­schen 1556 und 1560 als Stu­dent zu Leip­zig, Le­on­hard (Grün­der der Li­nie Al­ten­schön­fels) (+Dres­den den 25.01.1604 gem. Lei­chen­pre­digt), Hiob I. († 11.05.1614, gem. Leichenpredigt)(Gründer der Dall­wit­zer Li­nie) u. Fried­rich Wil­helm auf Al­bero­da († 27.10.1623, gem. Kir­chen­buch Löß­nitz-Af­fal­ter 1623, Nr. 44).
  • Hiob II. auf Al­ten­schön­fels u Tann­hoff (* 24. Sep­tem­ber 1587 Al­ten­schön­fels gem. Lei­chen­pre­digt; † 29. Sep­tem­ber 1618 Al­ten­schön­fels gem. Ster­be­buch Schön­fels, S. 10 1618 Nr. 16 ), Sohn d. Le­on­hard auf Al­ten­schön­fels. Er hin­ter­ließ 2 un­mün­di­ge Kin­der Hiob IV. und So­phia Hed­wig und eine Ehe­frau Eme­ren­tia geb. v. Metzsch, Toch­ter des Se­bas­ti­an v. Metzsch auf Plohn, Haupt­mann der Äm­ter Zwi­ckau und Wer­dau u. der Anna von der Pla­nitz aus Göltzsch. Eme­ren­tia pach­te­te von ih­rem un­mün­di­gen Sohn Hiob Al­ten­schön­fels von Ka­tha­ri­na 1618 – Ka­tha­ri­na 1624. Ihre Pacht wur­de von dem Vor­mund ih­res un­mün­di­gen Soh­nes Hiob, Ge­or­ge Chris­toph v. Mil­kau auf Klein­mil­kau an­ge­foch­ten, da sie ent­ge­gen dem Ver­trag von 1618 sich 1621 sich mit Hein­rich von Ende wie­der­ver­hei­ra­te­te und kei­ne Pacht zahl­te, noch die Schul­den ih­res Soh­nes tilg­te.
  • Jo­hann Ge­org von Mil­kau er­hielt das Frei­herrn­di­plom.
  • Mo­ritz Fried­rich v. M. Kurf. Sächs. Ge­ne­ral der Ca­val­le­rie Herr auf Le­bu­sa und Sor­gen­feld, kauf­te 1719 von sei­nem Schwa­ger Cas­par Diet­rich von Schön­berg das Rit­ter­gut Kriebstein, wel­ches er bis zu sei­nem Tod be­saß.
  • Mo­ritz Fried­rich v. M. (Erb- Lehn und Ge­richts­herr auf Kriebstein und Le­bu­sa), und Her­zogl-Würt­tem­berg. Kam­mer­herr, Sohn des gleich­na­mi­gen Va­ters (s. oben) ver­starb am 12. Juni 1787 in Heil­bronn. Nach sei­nem Tod ohne ei­ge­ne Lei­bes­lehn­ser­ben ent­stand ein Erb­schafts­streit um den Nach­lass Rit­ter­gut Kriebstein zwi­schen sei­nem Uni­ver­sal- und Al­lo­di­al­er­ben dem ge­hei­men Kriegs­rat Carl Au­gusts Mo­ritz In­no­zenz von Pflugk und der weibl. Ver­wandt­schaft (Nach­kom­men der Töch­ter des Va­ters Mo­ritz Fried­rich) aus den Häu­sern von Zeh­men und von Schach­ten.
  • Jo­hann Adam Fried­rich Will­helm vom Mikau (* 23. Au­gust 1766 Schwe­de (KB Cap­peln) † 16. De­zem­ber 1794 Dres­den (KB Drei­fal­tig­keits­kir­che Dres­den)) er­hielt das Gra­fen­di­plom. Reichs­gra­fen­stand Mün­chen 17. Juli 1790 (vom Kurfstn Karl Theo­dor v.Pfalzbayern als Reichs­vi­kar für Jo­hann Adam Fried­rich Wil­helm [Frhrn] v. Milckau, auf Schwe­de u. Ste­dings­müh­len, Burg­mann zu Vech­ta, Kgl. preuß. Khm u. Domhrn zu Kol­berg); preuß. An­er­ken­nung … 16. Au­gust 1790 für den­sel­ben.  (Die Wap­pen un­ter­schei­den sich in der Schild­zier.)  Er hin­ter­ließ eine Ehe­frau (Hen­ri­et­te Lui­se Tu­gend­reich geb. v. Mitzlaff), aber kei­ne Kin­der. Er war da­mit auch der ein­zi­ge von Mil­kau der den Ti­tel ei­nes (Reichs-)Grafen führ­te.
  • Job Adolph von Mil­kau (* 10. April 1746 zu Brunn bei Rei­chen­bach (KB Neumark/BrunnnTaufbuch 1746 Nr. 14) † 16. De­zem­ber 1798 zu Wil­den­hain (Ster­be­buch Rams­dorf 1798, Nr. 22)): – 1774, Leip­zig den 11. Okt.: Pacht­kon­trakt für Rit­ter­gut Löb­nitz Schloß­teil zwi­schen Jo­han Adolph v. Mil­kau u Jo­hann Hil­mar Adolph v. Schön­feld. Da der Va­ter noch auf Wil­den­hain leb­te, such­te er nach ei­ner ei­ge­nen Blei­be für die Fa­mi­lie. Zum Rit­ter­gut ge­hör­te Löb­nitz-Schloß­teil mit den Vor­wer­ken Scho­litz u. Seh­l­hau­sen, so­wie den Bau­ern­gü­tern (Avi­zi­sche Gut, Schloss­schen­ke und Zie­gel­scheu­ne). Die Ver­pach­tung soll­te Wal­pur­gis 1775 bis 1784 lau­fen (9 Jah­re). Das Pacht­geld die ers­ten 3 Jah­re 3700 und dann 4000 Ta­ler. Er hat­te die Nut­zungs­rech­te und die „Be­schwe­run­gen“. Der Ver­trag lis­te­te ge­nau auf, wel­che wei­te­ren Aus­nah­men und Leis­tun­gen der Päch­ter ge­gen­über dem Ver­päch­ter zu er­brin­gen hat­te. Nicht dazu ge­hört die Aus­übung der Ge­rich­te und die Holz­nut­zung. Das Schloss selbst ge­hört auch nicht dazu, da im Ver­trag fest­ge­legt wur­de, dass zur Woh­nung ein neu zu bau­en­des Haus be­stimmt wur­de. Bis da­hin wur­den aus dem Schloss ei­ni­ge Räu­me ab­ge­tre­ten. Ihm wur­de auch ein Sitz in der Em­por­kir­che zu­ge­sagt. Er muss­te zu­si­chern, dass er sei­ner Ehe­frau kei­nen wirt­schaft­li­chen Zu­si­che­rung ma­chen durf­te die den Pacht­ge­gen­stand oder des­sen Kau­ti­on be­tra­fen. (Der Ver­trag ist 48 Sei­ten lang und re­gelt sehr ge­nau alle Punk­te der Über­nah­me, Rück­ga­be, Kün­di­gungs­rech­te, Pflich­ten des Päch­ters, Re­ge­lung für den Fall au­ßer­ge­wöhn­li­cher Schä­den, so z. Hoch­was­ser der Mul­de u., Rech­te und Ein­nah­men wie Fron, Be­schwe­run­gen, Ab­ga­ben etc. – LHASA, MD, D9, DXVIb 10, Nr18). 1789 – 1790 half er dem Va­ter (Jo­hann Au­gust) bei der Be­schaf­fung der Kol­la­tur für die Kir­chen zu Groß­mil­kau und Crossen, so­wie Lehn­herrs­haft der Pferd­ner­gü­ter zu Zschau­itz (StaA Leip­zig Be­stand 20403 Pa­tri­mo­ni­al­ge­richt Gross­mil­kau Akte Nr. 91).
  • Emil Frei­herr von Mil­kau (* 22. Ok­to­ber 1847; † 29. Mai 1916), För­de­rer des Kur­we­sens in der Stadt Tha­randt, u. a. Sa­na­to­ri­um Sa­ni­tas von Dr. Haupt (heu­te: Rat­haus) und Mil­kau-Vil­la (Nob­be-Bau der TU Dres­den, der­zeit Säch­si­sche Lan­des­stif­tung Na­tur und Um­welt); Fa­mi­li­en­gruft auf dem Fried­hof Tha­randt. Kgl. sächs. Frei­her­ren­stand (un­ter Be­stä­ti­gung des­sel­ben) Dres­den 27. De­zem­ber 1915 (für Emil Frhrn. v. Mil­kau, Kgl. sächs. Ritt­meis­ter a.D.); Ein­tra­gung in das Kgl. sächs. Adels­buch 25. Juni 1918 un­ter Nr. 535 (für den­sel­ben).
  • Die würt­tem­ber­gi­sche Li­nie grün­de­te Jo­hann Au­gust Will­helm von Mil­kau, Sohn des 1798 ver­stor­be­nen Jo­hann Au­gust von Mil­kau. Er war ge­bo­ren zu Wil­den­hain am 11. April 1782, Tauf­na­me: Job Au­gust Wil­helm von Mil­kau (Tauf­buch Rams­dorf 1782, Nr. 3) und starb am 1. Fe­bru­ar 1849 zu Com­burg bei Hall als Oberst der Ka­val­le­rie a. D. und Kom­man­dant des In­va­li­den-Corps zu Com­burg (1832 -1849)(Kirchenbuch der Mi­li­tär­ge­mein­de Hall-Com­burg).
  • Ge­org Emil v. Frei­herr von Mil­kau (* 10. Ok­to­ber 1849 Ober­hohn­dorf bei Zwi­ckau  † 6. No­vem­ber 1889 Gut Trieb bei Nass­an­ger) war der ein­zi­ge Ver­tre­ter der Fa­mi­lie von Mil­kau in Bay­ern. Er ver­starb un­ver­hei­ra­tet ohne Hin­ter­las­sung von Kin­dern, sei­ne Er­ben wa­ren sei­ne noch le­ben­den Ge­schwis­ter. Im Nach­lass wer­den sei­ne Ge­schwis­ter und sei­ne El­tern Emil Frh. v. Mil­kau oo Ama­lie von Mil­kau geb. Por­ges u. Ge­schwis­ter: Emil Frhr. v. Mil­kau, Ma­ria Ama­lie von Mil­kau, Ama­lie Eli­sa­beth von Stein­del geb. von Mil­kau, Ama­lie Mar­ga­re­the von Jä­ckel geb. von Mil­kau er­wähnt.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Mil­kau (Adels­ge­schlecht) aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://grosse-drenkpohl.de/milkau-adelsgeschlecht/

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll Up