Feb 14 2017

Maximilian von Kerckerinck zur Borg

Wap­pen de­rer von Kercke­rinck zur Borg

Ma­xi­mi­li­an von Kercke­rinck zur Borg (* 10. Juni 1829 in Müns­ter; † 21. Mai 1905 eben­da) war ein deut­scher Ver­wal­tungs­ju­rist und Po­li­ti­ker.

Leben

Herkunft und Familie

Von Kercke­rinck zur Borg ent­stamm­te als Sohn der Ehe­leu­te En­gel­bert Frei­herr von Kercke­rinck zur Borg und Fran­zis­ka Frei­in von Asche­berg zur Ven­ne ei­nem müns­ter­schen Erb­män­ner­ge­schlecht, das 1710 in den Reichs­frei­herrn­stand er­ho­ben wur­de. Am 18. Juni 1868 hat­te er in Müns­ter The­re­sia Frei­in von Fürs­ten­berg (* 1841, † 1917), Toch­ter von Cle­mens Ma­ria Franz Wal­pur­gis von Fürs­ten­berg (* 1791, † 1891) und An­to­nia von Weichs zur Wen­ne (* 1808, † 1891) ge­hei­ra­tet. Vier Kin­der gin­gen aus die­ser Ehe her­vor. Ihr Sohn En­gel­bert von Kercke­rinck zur Borg war Vor­sit­zen­der des West­fä­li­schen Bau­ern­ver­ban­des. Ihre Toch­ter Ma­ria war eine be­kann­te Vor­kämp­fe­rin im Ka­tho­li­schen Frau­en­bund.

Beruflicher Werdegang

Den ers­ten Schul­un­ter­richt er­hielt er durch Pri­vat­leh­rer im El­tern­haus. Seit 1842 be­such­te er das Gym­na­si­um Müns­ter und er­warb am 30. Au­gust 1849 das Rei­fe­zeug­nis. An den Uni­ver­si­tä­ten Würz­burg, Hei­del­berg, Bonn und Ber­lin stu­dier­te er Jura und Ca­me­ra­lia und leg­te im Sep­tem­ber 1852 die Prü­fung zum Aus­kult­a­tor beim Ap­pel­la­ti­ons­ge­richt Müns­ter ab. Sei­nen Mi­li­tär­dienst leis­te­te er 1852/1853 als Ein­jäh­rig-Frei­wil­li­ge­rin ei­nem Ar­til­le­rie-Re­gi­ment und war Land­wehr­of­fi­zier. Wäh­rend der Mo­bil­ma­chun­gen 1855 und 1859 nahm er an Land­wehr­übun­gen teil.

Im März 1855 zum Ge­richts­re­fe­ren­dar er­nannt, wech­sel­te er zur Ver­wal­tung und leg­te am 18. April 1856 die Prü­fung zum Re­gie­rungs­re­fe­ren­dar bei der Re­gie­rung Müns­ter „mit Aus­zeich­nung“ ab. 1858 wur­de er vor­über­ge­hend mit der Ver­wal­tung des Land­rats­am­tes Stein­furt be­auf­tragt. Im Früh­jahr 1859 ab­sol­vier­te er eine Aus­bil­dung in der Do­mä­nen­ver­wal­tung der Be­zirks­re­gie­rung Pots­dam mit dem Er­geb­nis, dass er zur hö­he­ren Staats­prü­fung zu­ge­las­sen wur­de. Vor Ab­le­gung der Prü­fung wur­de er am 30. Mai 1860 als ers­ter Kan­di­dat für das Amt des Land­rats des Krei­ses Ahaus ge­wählt und am 27. April 1861 zum Land­rat er­nannt. In die­sem Amt -der Amts­sitz war im Gut Son­ders­haus in Ahaus- blieb er bis zur Ent­las­sung aus dem Staats­dienst am 30. März 1874. Der Be­ginn des Kul­tur­kamp­fes 1872 in West­fa­len setz­te sei­nem Wir­ken ein Ende. Die preu­ßi­sche Re­gie­rung ließ mehr als die Hälf­te der Land­rats­äm­ter in der Pro­vinz West­fa­len mit pro­tes­tan­ti­schen bür­ger­li­chen Land­rä­ten be­set­zen.

Von Kercke­rinck zur Borg war von 1877 bis 1885 Mit­glied des Pro­vin­zi­al­land­tags.

Auszeichnungen

  • Ro­ter Ad­ler­or­den III. Klas­se mit der Schlei­fe.
  • Eh­ren­bür­ger der Stadt Ahaus

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Ma­xi­mi­li­an von Kercke­rinck zur Borg aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­to­ren ver­füg­bar.

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