Laar (Adelsgeschlecht)

Wappen der Laar zu Laarwald und der Laar genannt von Heest

Wap­pen der Laar zu La­ar­wald und der Laar ge­nannt von Heest

Laar, van den Lare, v. Laar/Laer zu Laar(wald), ist der Name zwei­er, mit­ein­an­der ver­wand­ten, nie­der­a­de­li­gen Ge­schlech­ter, die in Laar (Graf­schaft Bent­heim) auf dem Gut Laar an­säs­sig ge­we­sen sind.

Geschichte

Der ers­te die­ser Fa­mi­lie soll Eil­hard von Bent­heim ge­we­sen sein, der 1227 mit dem land­tags­fä­hi­gen Gut Laar vom Ut­rech­ter Bi­schof Wil­brand von Ol­den­burg und dem Gra­fen von Bent­heim be­lehnt wur­de. Schon 1235 scheint die­ser sich nicht mehr von Bent­heim zu nen­nen, son­dern von Se­be­lin­gen. Ver­mut­lich weil zur sel­ben Zeit, die Ei­gen­tü­mer der Bent­hei­mer Herr­schaft aus dem Hau­se Hol­land, Bent­heim und de­ren zahl­rei­chen Be­sit­zun­gen in der nä­he­ren Um­ge­bung in eine Graf­schaft auf­wer­te­ten und dort an­säs­sig wur­den. So­mit wur­de der Name von Bent­heim Syn­onym für die Gra­fen von Bent­heim. Die­ser Eil­hard wird mit sei­nem Bru­der Hunold von Bent­heim 1209 als Burg­män­ner zu Bent­heim ge­nannt. Mög­li­cher­wei­se stam­men die­se Brü­der ab von dem edel­frei­en Athel­ardus de Bent­heim. Zu­dem wird ver­mu­tet, dass die­se Fa­mi­lie ur­sprüng­lich In­ha­ber des Schüt­tor­fer Frei­stuhls ge­we­sen ist. Die Fa­mi­lie Bent­heim spal­te­te sich in zwei Li­ni­en auf die eine, von Se­be­lin­gen, die im 14. Jahr­hun­dert aus­starb, die an­de­re, ge­nannt Laar, blieb an­säs­sig auf dem Gut Laar, von der sich ein Zweig ab­spal­te­te der sich van Heest nann­te und an­säs­sig wur­de auf den nicht land­tags­fä­hi­gen Heest-Gü­tern im be­nach­bar­ten Hee­ster­kan­te.

1380 kam das Gut Laar in Be­sitz ei­nes En­gel­bert von Sal­ne, der mit der Erb­toch­ter Jut­ta von Laar ver­hei­ra­tet war, so­dass man an­neh­men muss, dass die­se Li­nie von Laar kei­ne männ­li­chen Erb­fol­ger mehr hat­te. Die­ser En­gel­bert gilt als Stif­ter der zwei­ten Fa­mi­lie von Laar zu Laar, die erst mit dem Bent­hei­mer Ge­richts­as­ses­sor Ger­hard Hein­rich von Laar am 12. Juli 1722 er­losch.

Schematische Verzweigung der Familie von Bentheim in männlicher Linie

Wappen der Laar zu Laarwald aus dem Hause v. Salne

Wap­pen der Laar zu La­ar­wald aus dem Hau­se v. Sal­ne

  1. von Bent­heim
    1. von Se­be­lin­gen
      1. von Se­be­lin­gen
        1. von Se­be­lin­gen
      2. von Laar
        1. von Laar
          1. Jut­ta von Laar ∞ En­gel­bert von Sal­ne
        2. von Heest
          1. N.N. von Heest? ∞ Ar­nold von Brand­lecht

Güter

Laar

  • Gut Laar in Laar, in Le­hen von 1227 bis 1380, zwei­te Fa­mi­lie von Laar aus dem Hau­se Sal­ne von 1380 bis 1722. 1540 Ent­ste­hung des ab­ge­spal­te­ten Gut Wol­da.
  • Gut Ech­te­ler, in Be­sitz der Fa­mi­lie von Laar aus dem Hau­se Sal­ne von 1541 bis 1722.

Heest

  • Gut Gro­ße Heest in Hee­ster­kan­te, in Be­sitz bis 1490.
  • Gut Klei­ne Heest in Hee­ster­kan­te, in Be­sitz bis in die zwei­te Hälf­te des 15. Jahr­hun­derts.

Sebelingen

  • Hof Se­be­lin­gen in Sud­den­dorf (Bent­heim)
  • Hon­de­borg bei Bor­ne (Over­ijs­sel, Nie­der­lan­de)
  • Hof te Vle­dering­he um 1350 in Oot­marsum (Over­ijs­sel, Nie­der­lan­de)

Wappen

Das Wap­pen der ers­ten Fa­mi­lie von Laar zu Laar und der Fa­mi­lie von Laar, ge­nannt Heest, ist in Gold ein dreilät­zi­ger, ro­ter Tur­nier­kra­gen. Das Wap­pen der zwei­ten von Laar zu Laar aus dem Hau­se van Sal­ne ist ver­ti­kal zwei ge­teilt: 1) in Gold ein ro­tes An­ker­kreuz 2) in Gold ein dreilät­zi­ger, ro­ter Tur­nier­kra­gen.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Laar (Adels­ge­schlecht) aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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