Korff (Adelsgeschlecht)

Wappen derer von Korff

Wap­pen de­rer von Korff

Korff (auch Korff-Schmi­sing) ist der Name ei­nes al­ten west­fä­li­schen Adels­ge­schlechts. Die Fa­mi­lie, de­ren Zwei­ge zum Teil bis heu­te be­stehen, ge­hört zu den äl­tes­ten land­säs­si­gen Adels­fa­mi­li­en im Müns­ter­land. Zwei­ge ver­brei­te­ten sich mit dem Deut­schen Or­den nach Liv­land und Kur­land.

Geschichte

Herkunft

Das Ge­schlecht er­scheint erst­mals im Jahr 1241 ur­kund­lich mit Rit­ter Hen­ri­cus Corf. Seit dem Jahr 1354 führt ein Teil der Fa­mi­lie den Zu­na­men Schmi­sing (auch Schmys­ing oder Schmys­ingk).

1254 kam der Rit­ter Hen­ri­cus Korff aus der Graf­schaft Mark an der Lip­pe nach Vucht­hor­pe (Füch­torf) und hei­ra­te­te Lud­mo­dis, die Erb­toch­ter des dort an­säs­si­gen Rit­ters. Die Fa­mi­lie be­wohn­te die Burg auf dem jet­zi­gen Kirch­platz.

1309 nutz­te sein Sohn, Hen­ri­cus II., den Was­ser­reich­tum aus, um auf dem Sy­ther­kamp eine wehr­haf­te Burg zu er­rich­ten. Sie be­stand aus zwei Flü­geln mit ei­nem schma­len Mit­tel­teil. Da der moo­ri­ge Un­ter­grund kein fes­tes Fun­da­ment zu­ließ, muss­ten die Burg so­wie die Vor­ge­bäu­de auf Fich­ten- und Ei­chen­pfäh­len ge­baut wer­den. Die Burg­an­la­ge wur­de mit meh­re­ren Gräf­te­rin­gen um­ge­ben, um vor feind­li­chen An­grif­fen bes­ser ge­schützt zu sein. In die­ser Zeit wa­ren Plün­de­run­gen und Raub­zü­ge an der Ta­ges­ord­nung. Hen­ri­cus II. hei­ra­te­te die Erb­toch­ter Wig­bur­dis (Wib­be­cke) von Va­ren­trob (Va­ren­dorff), die das Go­ge­richt von Wa­ren­dorf erb­te. Das Go­ge­richt be­stand aus 9 Kirch­spie­len. Es war nicht nur eine gute Ein­nah­me­quel­le, son­dern be­deu­te­te auch eine Stär­kung der Macht der Fa­mi­lie in Kreis Wa­ren­dorf. Hen­ri­cus II. ver­brach­te sei­nen Le­bens­abend im Klos­ter Ma­ri­en­feld, wo er auch ge­stor­ben und be­gra­ben ist.

Ur­sprüng­li­cher Stamm­sitz der Her­ren von Korff war das Schloss Har­kot­ten im Fürst­bis­tum Müns­ter. Zwi­schen 1297 und 1309 er­bau­te Hein­rich II. von Korff als Lehns­mann des Bis­tums Müns­ter eine Was­ser­burg zur Si­che­rung der Bis­tums­gren­zen ge­gen­über Os­na­brück. Nach sei­nem Tod 1334 teil­ten sei­ne bei­den Söh­ne Hein­rich und Eber­hard den Be­sitz un­ter sich auf. Die Tei­lung um­fass­te nicht nur Burg und Vor­ge­bäu­de, son­dern auch Feld, Wald und Ge­wäs­ser. Die Le­gen­de er­zählt, dass die Tei­lung per Wür­fel­spiel er­folg­te. Auf den Ruf „Smiet in“ er­wür­fel­te der äl­te­re Sohn Hen­ri­cus den öst­li­chen Teil der Burg und nann­te sich fort­an „Korff-Smi­sing“ (Smi­sing). Mög­li­cher­wei­se könn­te man eine Laut­ver­schie­bung von „Smiet in“ ver­mu­ten. 1375 war Her­mann von Korff-Schmie­sing, Sohn von Rit­ter Hein­rich von Korff, der Haus­herr auf dem öst­li­chen Schloss Har­kot­ten. Ever­ard Korff er­hielt den west­li­chen Teil der Burg. Seit je­ner Zeit exis­tie­ren auf dem Are­al zwei ge­trenn­te Her­ren­häu­ser. Ever­ards Nach­kom­men le­ben in un­mit­tel­ba­rer Erb­fol­ge bis heu­te in Har­kot­ten, wo das heu­ti­ge Korff’sche Schloss ab 1804 an­stel­le des Vor­gän­ger­baus aus dem 14. Jahr­hun­dert er­rich­tet wur­de. Das öst­li­che Schloss ge­hört seit 1615 bis heu­te den Frei­her­ren von Ket­te­ler.

Von Har­kot­ten aus ver­brei­te­te sich das Ge­schlecht in West­fa­len so­wie nach Liv­land und Kur­land, wo bspw. das Gut Ais­wi­cken im Kreis Ha­sen­poth von 1508 bis 1930 über 13 Ge­nera­tio­nen im Be­sitz der Fa­mi­lie war, fer­ner nach Ost­preu­ßen und Russ­land.

Ausbreitung und Besitzungen

In der zwei­ten Hälf­te des 15. Jahr­hun­derts er­scheint Ni­co­laus Korff in Kur­land bei den Rit­tern des Deut­schen Or­dens. Der Heer­meis­ter des Or­dens ver­lieh ihm 1483 die Herr­schaft Pree­kuln. Er war mit Anna von Patt­kul aus dem Hau­se Moh­jahn ver­hei­ra­tet. Sein En­kel Chris­ti­an Korff, Herr zu Te­cken, war der Be­grün­der ei­ner nach die­sem Sitz be­nann­ten Ne­ben­li­nie. Die Haupt­li­nie führ­te Ni­co­laus II., Be­sit­zer von Pree­kuln, fort. Er wur­de kö­nig­lich-pol­ni­scher Oberst und Kriegs­rat. Für sei­ne Ver­diens­te wur­de Ni­co­laus von Kö­nig Ste­phan 1585 mit der Ves­te Kreutz­burg be­lehnt. Von sei­nen Söh­nen aus der Ehe mit Ger­tru­de von Ro­sen erb­te Chris­ti­an II. (* 1595) Pree­kuln, Ni­co­laus III. (* 1585) Kreutz­burg und Wil­helm (* 1604) Föh­men in Li­tau­en.

Ni­co­laus III. Korff war kö­nig­lich-pol­ni­scher Ge­sand­ter am kö­nig­lich-dä­ni­schen Hof, un­ter an­de­rem Wo­jwo­de von Sen­den und Ko­ken­hu­sen und Sta­rost zu Geese­wic­zy und Wo­bol­nik. Sein Sohn Ni­co­laus IV. (* 1615) er­hielt, au­ßer den vä­ter­li­chen Be­sit­zun­gen, durch Hei­rat mit Anna Mag­da­le­na von Rap­pe auch die Gü­ter Tels und Ro­lof in Kur­land und Ble­dau in Ost­preu­ßen.

Ni­co­laus V. (* 1648), Sohn von Ni­co­laus IV., war Al­lein­er­be des ge­sam­ten Grund­be­sit­zes, den er durch Hei­rat mit sei­ner Cou­si­ne Anna Do­ro­thea Korff, Er­bin der pree­kuln­schen Be­sit­zun­gen, noch er­heb­lich er­wei­tern konn­te. Er be­stimm­te 1707 Pree­kuln zum Ma­jo­rat für sei­nen äl­tes­ten Sohn Chris­ti­an III. (* 1676). Die­ser starb ohne Nach­kom­men, wor­auf das Ma­jo­rat an sei­nen Bru­der Ni­co­laus VI. fiel. Durch sei­ne Ehe mit Con­stan­ti­na Ur­su­la von der Wa­len ka­men die Gü­ter Nerft und Sal­wen in Fa­mi­li­en­be­sitz. Er wur­de durch sei­ne drei Söh­ne, Ben­ja­min Chris­ti­an, Fried­rich Sieg­mund und Ni­co­laus Ernst, Stamm­va­ter drei wei­te­rer Li­ni­en. Die Li­nie von Ben­ja­min Chris­ti­an (1724–1748) er­losch mit dem Tod sei­nes En­kels Her­mann (1773–1834). Fried­rich Sig­mund (1730–1797), un­ter an­de­rem Herr auf Bru­cken, Schön­berg, Nerft, Sal­wen, Me­mel­hof, Tan­ja­men und Lobe­rez, kai­ser­lich-rus­si­scher Ge­heim­rat, be­grün­de­te den Zweig Bru­cken-Schön­berg. Ni­co­laus Ernst (1734–1787), Herr sämt­li­cher kreutz­bur­gi­scher Gü­ter und kö­nig­lich-pol­ni­scher Kam­mer­herr, be­grün­de­te die Kreutz­bur­ger Li­nie, die bis 1920 im Be­sitz von Kreutz­burg blieb.

Mit den fol­gen­den Li­ni­en und Ne­ben­li­ni­en, die zum Teil den Frei­her­ren­stand und Gra­fen­stand er­hiel­ten, zählt das Ge­schlecht zu den glie­der­reichs­ten Fa­mi­li­en. Ein be­deu­ten­der Ver­tre­ter aus der Li­nie Pree­kuln war Mo­dest Frei­herr von Korff (1800–1876), Sohn des 1823 ver­stor­be­nen Frei­herrn An­dre­as von Korff. Er war ein be­deu­ten­der rus­si­scher Staats­mann und hat­te als Prä­si­dent der kai­ser­li­chen öf­fent­li­chen Bi­blio­thek gro­ßen An­teil an de­ren Aus­bau. Er er­hielt 1872 den kai­ser­lich-rus­si­schen Gra­fen­stand.

Aus der west­fä­li­schen Haupt­li­nie der Fa­mi­lie stamm­te Cle­mens Au­gust Frei­herr von Korff, ge­nannt Schmi­sing, ehe­ma­li­ger Ober­hof­mar­schall des Kur­fürs­ten von Köln und des Fürst­bi­schofs von Müns­ter. Er wur­de 1816 in den preu­ßi­schen Gra­fen­stand er­ho­ben und be­grün­de­te die gräf­li­che Li­nie in West­fa­len. Sein En­kel Graf Kle­mens von Korff, Herr auf Ta­ten­hau­sen, wur­de Mit­glied des kö­nig­lich-preu­ßi­schen Her­ren­hau­ses und Land­rat im Land­kreis Hal­le.

Das über vie­le Jahr­hun­der­te gleich­zei­ti­ge Be­stehen reichs­deut­scher und deutsch-bal­ti­scher Fa­mi­li­en­zwei­ge, also in der ur­sprüng­li­chen Hei­mat an­säs­sig ge­blie­be­ner, äl­te­rer Li­ni­en und jün­ge­rer, die be­reits im Mit­tel­al­ter ins Or­dens­land aus­ge­wan­dert und dort an­säs­sig ge­wor­den sind, ist auch bei an­de­ren Adels­fa­mi­li­en zu ver­zeich­nen, so den Vie­ting­hoff, den Fry­dag/Frey­tag-Lo­ring­ho­ven, den Wenge/Lambsdorff den Lü­ding­hau­sen ge­nannt Wolff oder den Wald­burg-Ca­pus­ti­gall. Die den Korffs in Har­kot­ten bis heu­te be­nach­bar­ten Ket­te­ler stell­ten von 1561 bis 1711 die Her­zö­ge von Kur­land und Sem­gal­len.

Standeserhebungen

Baltischer Stamm

Modest Andreevich Korf (1800-1872)

Mo­dest An­d­ree­vich Korf (1800-1872)

Im­ma­tri­ku­la­ti­on bei der I. Klas­se der Kur­län­di­schen Rit­ter­schaft am 2. Au­gust 1631 für Alex­an­der Korff, kur­län­di­scher Ober­haupt­mann und Rit­ter­bank­rich­ter; rus­si­sche An­er­ken­nung der Be­rech­ti­gung zur Füh­rung des Ba­rons­ti­tels durch Se­nats-Ukas vom 21. Sep­tem­ber 1853 und 3. April 1862.

Estländisches Haus Waiwara

Im­ma­tri­ku­la­ti­on bei der Est­län­di­schen Rit­ter­schaft am 14. No­vem­ber 1861 für Ni­ko­lai Ba­ron von Korff (1793–1869), kai­ser­lich rus­si­scher Ge­ne­ral der Ar­til­le­rie und Mit­glied des Staats­rat des Rus­si­schen Rei­ches.

Im­ma­tri­ku­la­ti­on bei der Ösel­schen Rit­ter­schaft am 1. Mai 1938 für Frank Ba­ron von Korff (* 1905), Land­wirt in Arens­burg.

Kurländisches Haus Brucken-Schönberg

Im­ma­tri­ku­la­ti­on bei der est­län­di­schen Rit­ter­schaft am 7. Fe­bru­ar 1836 für Mo­dest von Korff, kai­ser­lich rus­si­scher Wirk­li­cher Staats­rat und Staats­se­kre­tär.

Rus­si­scher Gra­fen­stand am 13. Ja­nu­ar 1872 in Sankt Pe­ters­burg für den­sel­ben als kai­ser­lich rus­si­scher Kam­mer­herr, Wirk­li­cher Ge­hei­mer Rat und Prä­si­dent des 1. De­par­te­ments des Reichs­rats.

Livländisches Haus Kreutzburg

Im­ma­tri­ku­la­ti­on bei der Liv­län­di­schen Rit­ter­schaft am 6. April 1864 für Ni­ko­lai Ba­ron von Korff, Guts­herr auf Kreutz­burg.

Ostpreußisches Haus Schönbruch

Preu­ßi­sche Ge­neh­mi­gung zur Fort­füh­rung des Frei­herrn­ti­tels durch Al­ler­höchs­te Ka­bi­netts­or­der (A.KO.) vom 8. Sep­tem­ber 1852 in Char­lot­ten­burg für Fried­rich Frei­herr von Korff, Guts­herr auf Schön­bruch im Land­kreis Fried­land.

Schlesisches Haus Dammer

Ös­ter­rei­chi­sche Ge­neh­mi­gung zur Fort­füh­rung des Frei­herrn­ti­tels als ei­nes aus­län­di­schen nebst Wap­pen­be­stä­ti­gung durch A. E. am 25. No­vem­ber 1892 in Wien für Adolf Frei­herr von Korff, k.u.k. Haupt­mann im 5. Feld­jä­ger­ba­tail­lon, und für sei­ne Ge­schwis­ter.

Westfälisches Haus Harkotten

Preu­ßi­sche Ge­neh­mi­gung zur Fort­füh­rung des Frei­herrn­ti­tels am 1. Au­gust 1844 in Erd­manns­dorf für Au­gust Frei­herr von Korff, Guts­herr auf Har­kot­ten, und sei­ne Ge­schwis­ter.

Westfälisches Haus Sutthausen

Preu­ßi­scher Frei­herrn­stand pri­mo­ge­ni­tur und ge­knüpft an den Be­sitz von Sutt­hau­sen, Schlep­pen­burg und Ost­hof (alle Land­kreis Os­na­brück) durch A. KO. am 29. No­vem­ber 1886 in Ber­lin mit Di­plom vom 28. April 1887 für Wer­ner von Korff, Guts­herr auf Sutt­hau­sen usw.

Preu­ßi­sche Aus­deh­nung des Frei­herrn­stan­des (un­be­schränkt) für den­sel­ben durch A. KO. am 3. Juni 1908 in Ber­lin mit Di­plom vom 25. Sep­tem­ber 1908 in Ro­m­in­ten.

Westfälisches Haus Tatenhausen

Das Was­ser­schloss Ta­ten­hau­sen kam 1524 in den Be­sitz von Hein­rich Korff-Schmi­sing, Schwie­ger­sohn des letz­ten Hoberg auf Ta­ten­hau­sen. Es blieb 470 Jah­re lang im Be­sitz der Frei­her­ren und Gra­fen von Korff.

Reichs­frei­herrn­stand mit „Wohl­ge­bo­ren“ und Wap­pen­be­stä­ti­gung am 4. Sep­tem­ber 1692 in Wien für Fried­rich Mat­thi­as von Korff gen. Schmi­sing zu Ta­ten­hau­sen, Guts­herr auf Ta­ten­hau­sen, Wil­len­burg und Wit­ten­stein, Burg­mann auf der Nien­burg bei Os­ten­fel­de, fürst­bi­schöf­lich müns­te­ra­ner Drost zu Clop­pen­burg.

Kai­ser­li­che Na­men- und Wap­pen­ver­ei­ni­gung mit de­nen der von Kers­sen­brock am 31. Juli 1755 in Wien für Fried­rich Fer­di­nand Frei­herr von Korff gen. Schmi­sing, bzw. am 23. Juni 1802 in Preß­burg für Franz von Korff gen. Schmi­sing-Kers­sen­brock, fürst­bi­schöf­lich müns­te­ra­ner Ge­hei­mer Rat und Ober­mar­schall. Sie wa­ren die Er­ben der ka­tho­li­schen Li­nie der Fa­mi­lie von Kers­sen­brock, die am 23. Ok­to­ber 1754 mit dem Tod des Fer­di­nand von Kers­sen­brock er­lo­schen war. Er hat­te sei­nen Vet­ter Fried­rich Fer­di­nand Frei­herr von Korff gen. Schmi­sing als Er­ben ein­ge­setzt, wo­durch Schloss Brincke, seit 1439 Kerssenbrock’scher Be­sitz, als Fi­dei­kom­miss zu­sam­men mit dem Kers­sen­brock­schen Na­men und Wap­pen an die von Korff ge­nannt Schmi­sing ge­lang­te. Die Gra­fen Korff-Kers­sen­brock be­sit­zen Brincke bis heu­te.

Preu­ßi­scher Gra­fen­stand am 17. Ja­nu­ar 1816 in Ber­lin für Cle­mens Au­gust Frei­herr von Korff gen. Schmi­sing, kur­fürst­lich Köl­ner Rat und fürst­bi­schöf­lich müns­te­ra­ner Ober­mar­schall, Va­ter des oben ge­nann­ten Franz Frei­herr von Korff.

Westfälisches Haus Waghorst

Preu­ßi­sche Ge­neh­mi­gung zur Fort­füh­rung des Frei­herrn­ti­tels durch A. KO. vom 23. Au­gust 1846 für Hein­rich Frei­herr von Korff, Guts­herr auf Gut Wag­horst, kö­nig­lich preu­ßi­scher Land­rat des Krei­ses Min­den.

Korff-Krokisius

Preu­ßi­scher Adels­stand als „von Korff“ durch A.K.O. vom 27. März 1852 in Mag­de­burg mit nach­fol­gen­der preu­ßi­schen Na­mens­än­de­rung in „von Korff-Kro­ki­si­us“ durch A.K.O. vom 17. Au­gust 1852 in Put­bus für Ed­mund Kro­ki­si­us, preu­ßi­scher Leut­nant im Ula­nen-Re­gi­ment Nr. 6, Stief- und Ad­op­tiv­sohn des oben ge­nann­ten preu­ßi­schen Land­rats Hein­rich Frei­herr von Korff zu Wag­horst.

Preu­ßi­sches Adels­di­plom am 5. Juni 1893 in Pots­dam (Neu­es Pa­lais) für Ed­munds Sohn Ma­xi­mi­li­an von Korff-Kro­ki­si­us, preu­ßi­scher Haupt­mann im In­fan­te­rie-Re­gi­ment Nr. 49.

Wappen

Das Stamm­wap­pen zeigt in Rot eine gol­de­ne Li­lie. Auf dem Helm mit rot-gol­de­nen De­cken die von zwei rot-ge­floß­ten Meer­jung­frau­en mit blau­en Schwän­zen ge­hal­te­ne Li­lie, über­höht von drei gol­de­nen Ster­nen.

Die Fa­mi­lie führt in ih­rem Wap­pen eine Li­lie, das Zei­chen der fran­zö­si­schen Kö­ni­ge. Einst soll ein Korff im ge­lob­ten Land Lud­wig den Hei­li­gen in ei­ner Schlacht so lan­ge ge­gen die an­stür­men­den Sa­ra­ze­nen mit Schwert und Schild ver­tei­digt ha­ben, bis die Temp­ler zu Hil­fe ka­men und die Chris­ten, die die Schlacht schon ver­lo­ren glaub­ten, den Sieg er­ran­gen.

Bekannte Namensträger

  • Otto Hein­rich Korff gen. Schmi­sing († 1664) Dom­propst im Fürst­bis­tum Müns­ter
  • Fried­rich Mat­thi­as von Korff gen. Schmi­sing zu Ta­ten­hau­sen (1660–1727), Landd­rost in Clop­pen­burg von 1690 bis 1727
  • Jo­hann Al­brecht von Korff (1697–1766), Prä­si­dent der rus­si­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten und Di­plo­mat
  • Ni­ko­laus Fried­rich von Korff (1710–1766), rus­si­scher Ge­ne­ral und Ge­ne­ral­po­li­zei­meis­ter für ganz Russ­land
  • Fried­rich Ni­ko­laus Ge­org von Korff (1773–1823), rus­si­scher Ge­ne­ral
  • Franz von Korff gen. Schmi­sing-Kers­sen­brock (1781–1850), preu­ßi­scher Land­rat
  • Pe­ter An­ton von Korff (1787–1864), preu­ßi­scher Ge­ne­ral­leut­nant
  • Cle­mens von Korff gen. Schmi­sing (1791–1864), preu­ßi­scher Land­rat
  • Hein­rich von Korff (1792–1860), preu­ßi­scher Land­rat
  • Mo­dest An­dre­je­witsch von Korff (1800–1876), rus­si­scher Staats­mann
  • Fjo­dor Fjo­do­ro­witsch Ba­ron von Korff (1803–1853), deutsch­bal­ti­scher Schrift­stel­ler
  • Kle­mens von Korff (1804–1882), preu­ßi­scher Land­rat und Po­li­ti­ker
  • Fer­di­nand von Korff gen. Schmi­sing-Kers­sen­brock (* 1817; † 1891), preu­ßi­scher Land­rat
  • Ma­xi­mi­li­an von Korff gen. Schmi­sing (1809–1861), preu­ßi­scher Land­rat
  • Kle­mens von Korff gen. Schmi­sing (1834–1921), preu­ßi­scher Land­rat
  • Ju­lia von Korff gen. Schmi­sing-Kers­sen­brock (1837–1907), Stif­te­rin der Herz-Jesu-Kir­che in Hal­le (Westf.)
  • Fried­rich Ber­nard Hu­bert Frei­herr von Korff (1865–1928), preu­ßi­scher Land­rat und Po­li­zei­prä­si­dent
  • Au­gust Frei­herr von Korff (1880–1959) deut­scher Land­rat
  • Fritz von Korff (* 1943), Bri­ga­de­ge­ne­ral der deut­schen Bun­des­wehr
  • Trutz Graf von Korff gen. Schmi­sing-Kers­sen­brock (* 1954), Rechts­an­walt und No­tar, deut­scher Po­li­ti­ker
  • Freya Grä­fin von Korff gen. Schmi­sing-Kers­sen­brock (* 1986), deut­sche Schrift­stel­le­rin

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