Nov 16 2017

Josef Marsil Wilhelm Xaver von Nagel zur Loburg

Wappen derer von Nagel

Wap­pen de­rer von Na­gel

Jo­sef Mar­sil Wil­helm Xa­ver von Na­gel zur Lo­burg (* 1725; † 1777) war der In­itia­tor und Er­bau­er des Schlos­ses Lo­burg.

Leben

1716 hei­ra­te­te sein Va­ter Jo­hann Cas­par Fried­rich von Na­gel zu Lo­burg die ehe­ma­li­ge Ka­no­nis­se im Stift Not­tuln Eli­sa­beth Bern­har­di­na Theo­do­ra von Valcke. Der Va­ter starb früh, so­dass die Mut­ter ei­nen von Bö­sela­ger zu Neh­len ehe­lich­te. In ei­nem ge­richt­li­chen Ver­gleich for­der­te die Mut­ter 1755 vom Sohn eine Sum­me von 18.000 Reichs­ta­lern als Ab­fin­dung. Am 4. Juni 1747 hei­ra­tet er sei­ne Cou­si­ne Anna Adol­phi­ne von Na­gel zu Herl, die bis­lang eben­falls Ka­no­nis­se zu Not­tuln ge­we­sen war. Für die Hei­rat stellt ihm Franz Egon von Fürs­ten­berg ei­nen Ehe­dis­pens aus.

Militärische Karriere

1737 wird er Haupt­mann ei­ner Kom­pa­nie des ver­stor­be­nen Obrist-Leut­nants Corn­are­us in Müns­ter und wird zum Re­gi­ments­käm­me­rer des fürst­bi­schöf­lich-müns­ter­schen Ar­gen­te­aui­schen Re­gi­ments zu Fuß be­stellt. 1741 Obrist-Wacht­meis­ter-Pa­tent im fürst­bi­schöf­lich-müns­ter­schen Wen­ger­schen Re­gi­ment. 1744 Kom­man­dan­ten von Coes­feld mit Äm­tern Horst­mar und Ahaus. Obrist des fürst­bi­schöf­lich-müns­ter­schen Wen­ger­schen Re­gi­men­tes. 1748 Über­tra­gung des von Scha­de­schen Re­gi­ments und ei­ner le­bens­lan­gen Obris­ten-Gage. 1757 Ge­ne­ral­wacht­meis­ter-Pa­tent der kai­ser­li­chen Ar­mee be­find­li­chen kur­köl­ni­schen und sons­ti­ger un­ter dem Be­fehl des Kur­fürs­ten Cle­mens Au­gust ste­hen­den Trup­pen. 1763 Ge­ne­ral-Leut­nant des mün­s­te­r­i­schen Sach­sen-Go­thai­schen Re­gi­ments zu Fuß und ge­hei­mer Rat in Müns­ter.

Der Schlossbau

Die Anlage um 1760

Die An­la­ge um 1760

Die pre­kä­re fi­nan­zi­el­le Si­tua­ti­on der Fa­mi­lie Na­gel vom Ende 17. spie­gelt sich Schul­den­bü­chern, Schuld­ver­schrei­bun­gen und in den dar­über ge­führ­ten Kla­gen, aber auch in den Nach­lass­re­gu­lie­run­gen ein­zel­ner Fa­mi­li­en­mit­glie­der wi­der. Der auf­wen­di­ge Le­bens­stil lie­ßen sich kaum mehr aus feu­da­lis­ti­schen Ver­hält­nis­sen fi­nan­zie­ren. Da­her schlug man kirch­li­che oder mi­li­tä­ri­sche Lauf­bah­nen ein, um durch Äm­ter und Pen­sio­nen vor al­lem am bi­schöf­li­chen Hof in Müns­ter ver­sorgt zu sein. Des Wei­te­ren ver­folg­te man am­bi­tio­nier­te Un­ter­neh­mun­gen, wie die Er­lan­gung ei­nes reichs­un­mit­tel­ba­ren Rit­ter­sit­zes durch das Adels­ge­schlecht In­gel­heim um 1744. Dies war mit der Aus­sicht auf Stan­des­er­hö­hun­gen ver­bun­den. In die­sem Zu­sam­men­hang wird 1760 wird die re­pa­ra­tur­be­dürf­ti­ge Burg ab­ge­ris­sen. Nach Plä­nen von Jo­hann Con­rad Schlaun ent­steht bis 1766 ein klei­nes Ba­rock­schloss mit ova­lem Hof­raum und brei­ten Gräf­ten, über die drei Zug­brü­cken füh­ren. Das Schloss selbst ist zwei­stö­ckig mit Man­sard­dach, hat vor der Mit­tel­front eine Flü­gel­trep­pe und ei­nen drei­sei­tig vor­sprin­gen­den Mit­tel­ri­sa­li­ten. Al­lein müs­sen die Kos­ten hier­für alle über­stie­gen ha­ben, denn schon 1769 gibt man die kost­spie­li­ge Stan­des­er­hö­hung in In­gel­heim wie­der auf. Sein Sohn Cle­mens Au­gust Theo­dor Jo­sef von Na­gel zur Lo­burg wird nicht nur Gü­ter, son­dern vor al­lem die Schul­den des Va­ters er­ben.

Siehe auch

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Jo­sef Mar­sil Wil­helm Xa­ver von Na­gel zur Lo­burg aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­to­ren ver­füg­bar.

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