Johann Wilhelm von Twickel

Wappen derer von Twickel

Wap­pen de­rer von Twi­ckel

Jo­hann Wil­helm von Twi­ckel (* 19. Juli 1682 in Ha­vix­beck; † 30. Sep­tem­ber 1757 in Hil­des­heim) war Ge­heim­rat und Weih­bi­schof von Hil­des­heim.

Leben

Herkunft und Familie

Jo­hann Wil­helm von Twi­ckel wur­de als Sohn des Chris­toph Bern­hard von Twi­ckel (1654–1719, Amts­droste und Ge­heim­rat) und sei­ner Ge­mah­lin Anna Fran­zis­ka Sy­bil­la Dros­te zu Sen­den (1649–1730) ge­bo­ren und wuchs mit sei­nen Brü­dern Ernst Fried­rich, Jobst Mat­thi­as und Jo­hann Ru­dolf in der ur­alten west­fä­li­schen Adels­fa­mi­lie von Twi­ckel auf.

Werdegang und Wirken

Nach den Stu­di­en an den Uni­ver­si­tä­ten Trier und Straß­burg er­hielt er durch No­mi­na­ti­on des Dom­ka­pi­tels im Jah­re 1706 eine Dom­prä­ben­de in Müns­ter. Nach­dem er im Som­mer 1715 als Son­der­ge­sand­ter in Re­gens­burg und Wien ein­ge­setzt war, er­hielt er 1717 durch päpst­li­che Pro­vi­si­on eine wei­te­re Prä­ben­de in Hil­des­heim. Sei­ne Wei­he zum Pries­ter fiel auf den 18. Juli 1717. Am 22. De­zem­ber 1719 wur­de er zum Drost des Am­tes Pop­pen­burg be­stallt und am 11. Juni 1722 zum Ge­hei­men Rat in Spey­er er­nannt. Zwei Jah­re spä­ter war er De­pu­tier­ter bei der Müns­ter­schen Land­schafts­pfen­nig­kam­mer. Zeit­wei­se war Jo­hann Wil­helm für sei­nen Bru­der Jo­hann Ru­dolf ver­tre­tungs­wei­se Dros­te in Rhei­ne-Be­ver­gern. Die Er­nen­nung zum Vice­do­mi­nus des Dom­ka­pi­tels Müns­ter fiel auf den 2. Ja­nu­ar 1731. Am 27. Juni 1735 wur­de er zum Ti­tu­lar­bi­schof von Arethu­sa und Weih­bi­schof von Hil­des­heim er­nannt. Die Wei­he durch Weih­bi­schof Fer­di­nand Oe­s­ter­hoff war am 11. Sep­tem­ber 1735. Am 24. Ja­nu­ar 1742 as­sis­tier­te er im Bi­schofs­amt bei der Wahl des Kai­sers in Frank­furt. Sein Wir­ken als Weih­bi­schof war da­durch ge­kenn­zeich­net, dass er – wie auch sein Bru­der Ernst Fried­rich – sich viel um seel­sor­ge­ri­sche An­ge­le­gen­hei­ten (ein­heit­li­che Lit­ur­gie, Zu­sam­men­ar­beit be­nach­bar­ter Pfar­rei­en) zu küm­mern hat­te, weil der Fürst­bi­schof sich an­de­ren Din­gen wid­me­te. Jo­hann Wil­helm be­klei­de­te vie­le Äm­ter:

  • 1731 Propst des Al­ler­hei­li­gen­stifts in Spey­er
  • 1732–1734 Ar­chi­dia­kon in Elze (Hil­des­heim)
  • 1734 Ar­chi­dia­kon in Hil­des­heim (Hil­des­heim)
  • 1735 Dom­kan­tor Spey­er
  • 1745 Apos­to­li­scher Vi­kar für Ober- und Nie­der­sach­sen,
  • 1749 Statt­hal­ter und Re­gie­rungs­prä­si­dent im Fürst­bis­tum Hil­des­heim
  • 1755 Propst von St. Tri­ni­ta­tis in Spey­er,
  • 1756 Hil­des­hei­mer Dom­de­chant

Sonstiges

Am 14. Ok­to­ber 1755 mach­te Jo­hann Wil­helm sein Tes­ta­ment und be­stimm­te sei­nen Nef­fen Cle­mens Au­gust zum Uni­ver­sal­er­ben. Er ist, wie auch sein Bru­der, im Hil­des­hei­mer Dom be­gra­ben.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Jo­hann Wil­helm von Twi­ckel aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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