Dez 272016
 

Ho­er­de (auch Hör­de) ist der Name ei­nes Adels­ge­schlechts, das dem Ur­adel West­fa­lens ent­stammt und nicht mit dem gleich­na­mi­gen thü­rin­gi­schen Ge­schlecht ver­wandt ist. Der Stamm­sitz Hör­der Burg, ge­le­gen in Hör­de, wur­de 1198 erst­mals er­wähnt.

Geschichte

Wappen derer von Hörde (2)

Wap­pen de­rer von Hör­de

Ein Al­bert von Hör­de war Mi­nis­te­ria­ler un­ter Otto IV. Al­bert II. war 1218 als Teil­neh­mer des Fünf­ten Kreuz­zu­ges bei der Be­la­ge­rung von Da­mi­et­te be­tei­ligt. Ein wei­te­rer Ver­tre­ter des Ge­schlechts mit Na­men Al­bert (1227–1260) war füh­ren­der Mi­nis­te­ria­ler des Köl­ner Erz­bi­schofs. Spä­ter trat die Fa­mi­lie in die Diens­te der Gra­fen von Isen­berg-Ho­hen­lim­burg. Im Jahr 1271 wur­de die Krum­me Graf­schaft als Lim­bur­ger Le­hen er­wor­ben. Im sel­ben Jahr wird ein Al­bert von Hör­de als Edel­herr (No­bi­lis) be­zeich­net. Im Jahr 1297 ging die Burg Hör­de in den Be­sitz der Gra­fen von der Mark über.

Im 13. Jahr­hun­dert be­saß die Fa­mi­lie auch die Gü­ter Stör­me­de, Schü­ren und Mön­ning­hau­sen. Im 14. Jahr­hun­dert ge­hör­ten zum Be­sitz auch Boke, Bö­cken­för­de, Eich­ling­ho­fen und Wel­ling­ho­fen. 1350 war Jo­hann von Ho­er­de Rich­ter zu Eich­ling­ho­ven. Wei­te­re Gü­ter ka­men spä­ter hin­zu. Das Ge­schlecht stell­te vie­le Stifts­da­men im Frau­en­stift Ge­se­ke. Auch in Ost­preu­ßen hat­te die Fa­mi­lie Be­sitz. Tei­le der Fa­mi­lie leb­ten spä­ter in den Hoch­stif­ten Hil­des­heim, Pa­der­born und Müns­ter.

Die Li­nie Ho­er­de auf Schloss Stör­me­de teil­te sich im 14. Jahr­hun­dert in die Li­nie Al­tes Haus und die Li­nie Ho­hes Haus. Der Be­sitz der Li­nie Al­tes Haus fiel 1652 an die Fa­mi­lie Korff zu Har­kot­ten, das Hohe Haus kam im 16. Jahr­hun­dert an die Fa­mi­lie von Bo­choltz. Da­ne­ben exis­tier­te seit 1529 zeit­wei­lig das Mitt­le­re Haus de­rer von Ho­er­de.

Im 15. Jahr­hun­dert ka­men die Ho­er­de zu Stör­me­de in den Be­sitz von Schloss Erin­ger­feld. Nach­dem ein Brand im Jah­re 1660 Tei­le der al­ten Burg ver­nich­tet hat­te, ver­an­lass­ten die Dom­her­ren Jo­hann Gott­fried und Rha­ba­nus Chris­toph v. Hör­de 1676 den Neu­bau als Ba­rock­schloss.

Al­hard von Hör­de er­warb 1510 ei­nen Teil des Ho­fes „Wam­be­ke“ bei Bö­ken­för­de, der zwei­te Teil ge­lang­te 1584 in den Be­sitz der Fa­mi­lie, so dass ein neu­er Fa­mi­li­en­zweig der von Hör­de zu Wam­be­ke ent­stand. Sie nann­ten ih­ren Be­sitz fort­an „Schwar­zen­ra­ben“. Zwi­schen 1748 und 1765 ent­stand un­ter dem Landd­rost und Ge­heim­rat Fer­di­nand Fried­rich Frei­herr von Hör­de (1710–1780) das ba­ro­cke Schloss Schwar­zen­ra­ben. Die Li­nie Schwar­zen­ra­ben er­losch 1848 mit En­gel­bert Mat­thi­as von Ho­er­de im Man­nes­stamm, über sei­ne Wit­we fie­len Erin­ger­feld und Schwar­zen­ra­ben an die Fa­mi­li­en De­cken und spä­ter Ket­te­ler.

Haus Er­wit­te war im Erb­gang über die Dros­te zu Er­wit­te an die Ho­er­des ge­kom­men und wur­de 1860 der Kir­che ge­stif­tet. Haus Mil­se kam 1743 in den Be­sitz der Fa­mi­lie, der kur­pfäl­zi­sche Kam­mer­herr Lud­wig Phil­ipp von Ho­er­de ver­spiel­te es aber in ei­ner Nacht in der Spiel­bank von Bad Pyr­mont, 1771 wur­de er ent­mün­digt. Die Li­nie be­steht noch heu­te.

Bis in das 19. Jahr­hun­dert hat­te das Ge­schlecht noch die Gü­ter Stör­me­de, Schwar­zen­ra­ben, Erin­ger­feld und Er­wit­te inne.

Wappen

Wappen derer von Hörde

Wap­pen de­rer von Hör­de

Das Stamm­wap­pen zeigt in Sil­ber ein fünf­spei­chi­ges ro­tes Rad. Auf dem be­wuls­te­ten Helm mit rot-sil­ber­nen De­cken drei sil­ber­ne Tur­nier­lan­zen mit Wim­peln, die das Schild­bild dar­stel­len.

Wap­pen­meh­rung nach der Hei­rat mit Cu­ni­gund von Stro­me­de: Auf ei­nem ge­vier­ten Schild in den Fel­dern eins und vier in Sil­ber ein ro­tes Rad mit fünf Spei­chen, zwei und drei in Sil­ber eine rote Rose. Helm und Helm­zier wie im Stamm­wap­pen.

Personen

Lizenz

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