Heyden (Adelsgeschlecht)

Wappen der von Heyden (Westfalen) nach Max von Spiessen

Wap­pen der von Heyden (West­fa­len)
nach Max von Spies­sen

Heyden, auch Hei­den, ist der Name ei­nes west­fä­li­schen Ur­adels­ge­schlechts, an das der Frei­herrn- und Gra­fen­stand ge­kom­men ist und das sich nach den Nie­der­lan­den und Russ­land aus­brei­ten konn­te.

Es be­steht kei­ne be­kann­te Stam­mes­ver­wandt­schaft zu den zahl­rei­chen wei­te­ren Ge­schlech­tern Heyden.

Geschichte

Herkommen und Ausbreitung

Das Ge­schlecht de­rer von Heyden mit sei­nem gleich­na­mi­gen Stamm­haus im Kreis Bor­ken nimmt sei­nen Ur­sprung im Fürs­ten­tum Müns­ter. Die durch­gän­gi­ge Stamm­rei­he be­ginnt mit Men­so de Hei­de­ne 1316 Rit­ter und Vor­stand des Heyden­schen Freih­stuhls.

Aus der nie­der­rhei­ni­schen Li­nie wur­den die Brü­der Fried­rich von Hei­den auf Bruch, Rha­de und Schön­rath, Jo­hann Diet­rich von Hei­den († 1669) auf Oot­marsum und Gott­fried von Hei­den († 1670) auf Ho­ve­stadt, in Ebers­dorf am 13. Sep­tem­ber 1655 in den Reichs­frei­her­ren­stand ge­ho­ben. Für Frei­herr Ge­org von [der] Hei­den auf Buch, Rha­de und Schön­rath er­folg­te am 15. Ok­to­ber 1651 in Kle­ve die kur­fürst­lich bran­den­bur­gi­sche An­er­ken­nung des Frei­her­ren­stan­des. Die Brü­der Frei­herr Fried­rich Jo­hann Si­gis­mund von Heyden (1696–1769), Drost von Twen­te und Frei­herr Alex­an­der Carl von Heyden (1709–1776) wur­den in Wien am 27. Juli 1767 in den Reichs­gra­fen­stand ge­ho­ben. Durch au­ßer­or­dent­li­chen Er­lass vom 5. Fe­bru­ar 1816 er­folg­te die nie­der­län­di­sche An­er­ken­nung des Gra­fen­ti­tels für die Brü­der Graf Si­gis­mund Jac­ques von Hei­den (1771–1830) auf Larr­woud und Rei­nestein und Graf Wil­helm Jac­ques von Hei­den (1778–1835) auf En­t­in­ge. Der bei­den vor­ge­nann­ten Bru­der Graf Lud­wig Si­gis­mund Gus­tav Hei­den (1773–1850) wur­de im Fe­bru­ar 1836 bei der est­län­di­schen Rit­ter­schaft im­ma­tri­ku­liert.

Aus der west­fä­li­schen Li­nie wur­den auch die Brü­der Fe­lix von Heyden, Bür­ger­meis­ter in Ros­ma­len und Hu­ber­tus von Heyden, nie­der­län­di­scher Pre­mier­leut­nant und Or­don­nanz­of­fi­zier der Kö­ni­gin am 24. Juni 1920 durch au­ßer­or­dent­li­chen Er­lass bzw. de­ren Vet­ter Hu­ber­tus von Heyden auf Küs­ters­brock, Bür­ger­meis­ter in Haaks­ber­gen am 23. Ja­nu­ar 1923 in den nie­der­län­di­schen Adel auf­ge­nom­men.

Historischer Güterbesitz (Auswahl)

Hompesch-Heyden

Frei­herr Vin­cent Gus­tav von Hom­pesch-Heyden er­hielt am 27. Juli 1767 die kai­ser­li­che Be­stä­ti­gung des ihm tes­ta­men­ta­ri­schen über­tra­ge­nen des Reichs­gra­fen­stands mit der An­re­de „Hoch- und Wohl­ge­bo­ren“.

Wappen

Wappen der Grafen von Heyden

Wap­pen der Gra­fen von Heyden

  • Das Stamm­wap­pen zeigt in Blau drei sil­ber­ne Bal­ken, auf dem Helm mit blau-sil­ber­nen De­cken ein mit je drei sil­ber­nen Bal­ken be­leg­ter of­fe­ner Flug.
  • Das Wap­pen (1767) ist ge­viert und be­legt mit ei­nem gol­de­nen Herz­schild, dar­in ein ge­krön­ter schwar­zer Dop­pel­ad­ler, 1 und 4 wie das Stamm­wap­pen, 2 und 3 in Gold ein ro­ter Kes­sel­ha­ken (Kett­ler). Drei Hel­me: rechts und links wie Helm des Stamm­wap­pen, der rech­te mit blau-sil­ber­nen der line mit rot-gol­de­nen De­cken, auf dem mitt­le­ren Helm mit rechts schwarz-sil­ber­nen, links schwarz-gol­de­nen De­cken ein gol­de­ner Schild mit ro­tem Kes­sel­ha­ken zwi­schen zwei Fe­dern, die rech­te gol­den, die lin­ke rot (Kett­ler). Schild­hal­ter: auf grü­nem Ra­sen zwei gol­de­ne Lö­wen.

Bekannte Familienmitglieder

  • Fried­rich von Heyden (1633–1716), preu­ßi­scher Ge­ne­ral der In­fan­te­rie
  • Jo­hann Sieg­mund von Heyden (1655–1738), preu­ßi­scher Ge­ne­ral der Ka­val­le­rie, Gou­ver­neur von Lipp­stadt
  • Jo­hann Si­gis­mund von der Heyden (1656–1730), preu­ßi­scher Ge­ne­ral der In­fan­te­rie, Gou­ver­neur von We­sel
  • Lud­wig Si­gis­mund Gus­tav Hei­den (1773–1850), rus­si­scher Ad­mi­ral
  • Lud­wig Hein­rich Si­gis­mund Heyden (1806–1901), rus­si­scher Ge­ne­ral­ad­ju­tant, Ad­mi­ral und Mit­glied des Staats­ra­tes
  • Fried­rich Mo­ritz Hei­den (1821–1900), rus­si­scher Ge­ne­ral der In­fan­te­rie, Ge­ne­ral­gou­ver­neur Finn­lands
  • Ni­ko­lai Hei­den (1856–1918), rus­si­scher Ge­ne­ral­leut­nant

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Heyden (west­fä­li­sches Adels­ge­schlecht) aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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