Herzogtum Kleve

Ter­ri­to­ri­um im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich

Her­zog­tum Kle­ve
Kar­te
Karte von Kleve, Berg, Mark und Jülich im Jahr 1477
Kar­te von Kle­ve, Berg, Mark und Jü­lich im Jahr 1477
Al­ter­na­tiv­na­men Cleef, Kleef, Cle­ve, Clè­ves
Ent­stan­den aus Duis­burg­gau
Herr­schafts­form Graf­schaft, ab 1417 Her­zog­tum
Herrscher/Regierung Graf/Herzog
Heu­ti­ge Region/en DE-NW
Reichs­tag für Kle­ve mit Mark: Reichs­fürs­ten­rat, Welt­li­che Bank: 1 Vi­ril­stim­men; 3 Stim­men im Städ­te­rat, rhei­ni­sche Bank für Duis­burg, Soest, We­sel
Reichs­ma­tri­kel 45 Rei­ter, 270 Fuß­sol­da­ten, 500 Gul­den (1522, für Kle­ve mit Mark)
Reichs­kreis Nie­der­rhei­nisch-West­fä­li­scher Reichs­kreis
Hauptstädte/Residenzen Kle­ve, Kal­kar
Dy­nas­ti­en Kle­ve, Mark, Bran­den­burg-Preu­ßen
Konfession/Religionen rö­misch-ka­tho­lisch
Sprache/n Nie­der­län­disch, Kle­ver­län­disch
Flä­che 1.200 km² (Ende 18. Jh)
Ein­woh­ner 100.000 (Ende 18. Jh)
Auf­ge­gan­gen in links­rhei­nisch: Frank­reich, Dé­par­te­ment de la Roer, rechts­rhei­nisch: Groß­her­zog­tum Berg

Das Her­zog­tum Kle­ve (auch Cle­ve) war ein Ter­ri­to­ri­um des Hei­li­gen Rö­mi­schen Rei­ches deut­scher Na­ti­on im Nie­der­rhei­nisch-West­fä­li­schen Reichs­kreis zu bei­den Sei­ten des Rheins zwi­schen dem Fürst­bis­tum Müns­ter, dem Reichs­stift Es­sen, den Her­zog­tü­mern Berg, Jü­lich und Gel­dern so­wie dem Kur­fürs­ten­tum Köln ge­le­gen. Kle­ve be­stand seit etwa 1020 als Graf­schaft und wur­de 1417 zum Her­zog­tum er­ho­ben. Der Sitz des Herr­schers war die Schwa­nen­burg in der Stadt Kle­ve, zeit­wei­se auch Burg Mon­ter­berg bei Kal­kar. Seit 1614 ge­hör­te das Her­zog­tum zu Bran­den­burg-Preu­ßen.

Geografie

Das Her­zog­tum Kle­ve um­fass­te ein Are­al von 2.200 km², das vom Rhein und sei­nen Ne­ben­flüs­sen Ruhr, Em­scher, Lip­pe und der Geld­erschen IJs­sel so­wie der Maas und ih­res Ne­ben­flus­ses, der Niers durch­flos­sen wird. Es zähl­te 100.350 größ­ten­teils ka­tho­li­sche Ein­woh­ner (die Graf­schaft Mo­ers in­be­grif­fen). Das mit­tel­al­ter­li­che Ter­ri­to­ri­um lag über­wie­gend auf dem Ge­biet der heu­ti­gen Bun­des­re­pu­blik und zu ei­nem ge­rin­gen Teil auf dem Ge­biet der heu­ti­gen Nie­der­lan­de. Es um­fass­te in etwa das heu­ti­ge Ge­biet der Krei­se Kle­ve (Nord), We­sel, der nörd­li­chen Teil der kreis­frei­en Stadt Ober­hau­sen und der kreis­frei­en Stadt Duis­burg.

Städte

Zum Her­zog­tum Kle­ve ge­hör­ten die Städ­te Kle­ve, We­sel, Em­me­rich, Rees, Kal­kar, Xan­ten, Duis­burg, Kra­nen­burg, Gen­nep, Griet­hau­sen, Grieth, Goch, Ue­dem, Ker­ven­heim, Sons­beck, Bü­de­rich, Or­soy, Huis­sen, Ze­venaar, Is­sel­burg, Dins­la­ken, Scher­mbeck, Hol­ten und Ruhr­ort.

Ämter

Das Her­zog­tum Kle­ve war in Län­der und Äm­ter un­ter­glie­dert, die zu­meist nach Städ­ten be­nannt wa­ren, bei­spiels­wei­se das Land Kle­ve, das Land Dins­la­ken und das Land Kra­nen­burg. Aus­nah­men hier­von sind die Äm­ter As­pel, Düf­fel, Het­ter, Kle­ver­hamm und Lie­mers.

Geschichte

Grafschaft Kleve

Anfänge der Grafschaft

Über die ört­li­chen Macht­ver­hält­nis­se im Be­reich von „Kle­ve“ im Früh­mit­tel­al­ter lie­gen fast kei­ne be­last­ba­ren In­for­ma­tio­nen vor. Die we­ni­gen Aus­sa­gen ei­ni­ger His­to­ri­ker hier­zu sind dar­über hin­aus um­strit­ten. Nach ei­ner die­ser Quel­len soll nach 711 eine Toch­ter aus ei­ner Adels­fa­mi­lie mit Na­men Bea­trix ei­nen Gra­fen Ae­li­us (oder He­li­os) Gra­li­us ge­hei­ra­tet ha­ben, der ein Ge­folgs­mann von Karl Mar­tell war. Die­ser Graf habe Ge­bie­te im Be­reich von Teis­terbant als Le­hen be­ses­sen. Der Sohn aus die­ser Ehe sei als Theo­de­rich I. ab 742 so­wohl Graf von Teis­terbant wie auch der ers­te Graf von Cle­ve ge­we­sen. Un­ter den Nach­kom­men wur­den die Graf­schaf­ten Teis­terbant und Cle­ve auf­ge­teilt. Letz­ter Nach­kom­me aus die­sem Adels­ge­schlecht in Cle­ve sei Graf Nuf­ried ge­we­sen, nach des­sen Tode 1008 die­ses Ge­schlecht er­losch.

Eine „Bea­trix“ aus ei­nem Adels­haus wird auch in ei­ner Sage oder Mär­chen als Ur­ah­nin der Gra­fen von Kle­ve ge­nannt, die ei­nen Schwa­nen­rit­ter Eli­as hei­ra­te­te. Spä­tes­tens seit dem 15. Jahr­hun­dert lei­te­ten die Kle­ver Gra­fen und Her­zö­ge ihre Her­kunft von die­sem Schwa­nen­rit­ter Eli­as (Ae­li­us = Eli­as?) ab, der mit der Fi­gur des Lo­hen­grin ver­wandt ist.

Zu Be­ginn des Hoch­mit­tel­al­ters gibt es be­leg­ba­re In­for­ma­tio­nen für die Ge­gend im Be­reich von Kle­ve. Am Nie­der­rhein zwi­schen Maas und Rhein wur­den um 1020 von Kai­ser Hein­rich II. Ge­bie­te an zwei Brü­der aus dem Hen­ne­gau in Flan­dern als Le­hen ver­ge­ben. Der eine ,„Ger­hard Fla­menses“, wur­de der Stamm­va­ter der Gra­fen von Was­sen­berg, den spä­te­ren Gra­fen und Her­zö­gen des Her­zog­tums Gel­dern und der an­de­re, „Rut­ger oder Rüt­ger Fla­menses“, Stamm­va­ter der Gra­fen von Kle­ve. Aus­gangs­punkt der kle­vi­schen Herr­schaft war wohl nur ein klei­nes Ge­biet im Be­reich von Kle­ve. Erst­mals 1092 be­nann­te sich ein Graf nach der Burg Kle­ve. Das Kern­ge­biet der kle­vi­schen Herr­schaft war zu­erst der Raum zwi­schen Kle­ve und Kal­kar. Hier grün­de­ten die Gra­fen die Stif­te Wis­sel und Bed­burg.

Nur we­ni­ge be­leg­ba­re Da­ten für Rüt­ger I. sind be­kannt. Dies gilt auch für die nächs­ten Nach­fol­gern bis zu Be­ginn des 13. Jahr­hun­derts. Erbe von Rüt­ger soll nach ei­ner Chro­nik aus dem 14. Jahr­hun­dert der Sohn Diet­rich I. (auch Theo­de­rich ge­nannt) ge­we­sen sein. Je­weils nach dem Tode des herr­schen­den Gra­fen tra­ten de­ren Söh­ne: Diet­rich II. und Diet­rich III. die Erb­fol­ge an. Auch für die­se sind die vor­lie­gen­den Da­ten zum Teil wi­der­sprüch­lich. Für Graf Diet­rich III. gibt es Be­le­ge, dass er ab 1096 die Burg Tom­burg mit dem zu­ge­hö­ri­gen Ge­biet als Va­sall des Erz­bi­schofs von Köln zum Le­hen er­hielt. Des­halb wech­sel­te mit Be­ginn des 12. Jahr­hun­derts die Be­zeich­nung in Ur­kun­den für ei­ni­ge Zeit zwi­schen Graf von Kle­ve oder Graf von Tom­burg.

Joan Blaeu, 1645

Joan Bla­eu, 1645

Mit dem Sohn von Diet­rich III., Ar­nold oder Ar­nulf I. ge­nannt, wur­de erst­mals eine Amts­zeit von 1117 bis 1135 in der äl­te­ren Chro­nik an­ge­ge­ben. Nächs­ter am­tie­ren­der Graf von 1135 bis 1150 war nach die­ser Chro­nik der Sohn Ar­nold II. Es fol­gen die wei­te­ren Gra­fen, die in der un­ten an­ge­führ­ten Auf­stel­lung „Herr­scher von Kle­ve / Haus Kle­ve bis 1368“ ent­hal­ten sind. Die vor­ste­hend an­ge­ge­be­nen ers­ten Gra­fen wei­chen für die Na­men und die Da­ten von die­ser Auf­stel­lung ab. Die an­ge­führ­ten An­ga­ben sind der äl­te­ren „Cle­vi­schen Chro­nik“ ent­nom­men, so­weit die­se da­für Be­le­ge an­führt.

Entwicklung der Grafschaft

Die Ent­wick­lung der wich­ti­gen Adels­häu­ser im Hoch­mit­tel­al­ter ver­lief häu­fig über die zu­sätz­li­che Po­si­ti­on ei­nes Vog­tes für Klös­ter und Ab­tei­en. Die­se Vög­te, die für die welt­li­chen Be­lan­ge die­ser re­li­giö­sen Ein­rich­tun­gen zu­stän­dig wa­ren, konn­ten da­durch ihre Macht­ba­sis er­wei­tern und ih­ren Le­hens­be­reich ver­grö­ßern. Seit 1117 wa­ren die Gra­fen von Kle­ve Vög­te des Stifts Zyff­lich, 1119 wur­den sie Vög­te des Klos­ters Fürs­ten­berg. Zwi­schen 1122 und 1299 brach­ten sie auch die Vog­tei über das be­deu­ten­de Vik­tor­stift in Xan­ten in ihre Ge­walt. Durch die Hei­rat Graf Ar­nolds I. mit Ida von Bra­bant ge­lang­ten die Kle­ver Gra­fen in der ers­ten Hälf­te des 12. Jahr­hun­derts in den Be­sitz von We­sel, das zum Aus­gangs­punkt für wei­te­re Er­wer­bun­gen auf der rech­ten Rhein­sei­te wur­de. Im 13. Jahr­hun­dert er­lang­ten die ter­ri­to­ri­al­po­li­ti­schen Ak­ti­vi­tä­ten der Gra­fen eine neue Qua­li­tät, wie die Ket­te von Städ­te­grün­dun­gen ab 1241 und die um­fang­reich be­trie­be­ne Bin­nen­ko­lo­ni­sa­ti­on zei­gen. Wap­pen der al­ten Gra­fen von Kle­ve (Ar­mo­ri­al Bel­len­vil­le, 14. Jahr­hun­dert)

Als Ge­fähr­dung für das Kle­ver Ter­ri­to­ri­um er­wie­sen sich die bis zum Ende des 13. Jahr­hun­derts üb­li­chen Erb­tei­lun­gen. So be­fand sich Graf Diet­rich V./VII. zeit­wei­se im Kon­flikt mit sei­nem jün­ge­ren Bru­der Diet­rich Luf I. Die­ser konn­te sei­ne An­sprü­che auf die Graf­schaft Saar­brü­cken, die er auf sei­ne Hei­rat mit ei­ner Toch­ter aus die­sem Adels­haus zu­rück­führ­te, nicht rea­li­sie­ren. Des­halb er­hob er wei­ter­ge­hen­de Erb­for­de­run­gen für den Be­reich von Kle­ve, die sein Bru­der, der am­tie­ren­de Graf von Cle­ve nicht er­füll­te.

Zu ei­nem wei­te­ren Kon­flikt führ­te das Erbe von Graf Diet­rich V./VII. von Kle­ve. Die­ser hat­te 1257 Alin­de (oder Alei­dis), die Toch­ter von Hein­rich von Heins­berg ge­hei­ra­tet. Hier­durch ge­lang­te die Graf­schaft Hülch­rath zum Herr­schafts­be­reich der „Kle­ver“. Bei der Erb­tei­lung er­hielt der jün­ge­re Sohn des Gra­fen, Diet­rich Diet­rich Luf II., die Ge­bie­te sei­ner Mut­ter und da­mit auch Hülch­rath. 1290 kommt die Reichs­stadt Duis­burg durch Ver­pfän­dung an die Gra­fen von Kle­ve. Das Pfand wur­de da­nach nie aus­ge­löst, so dass Duis­burg mit die­ser Ver­pfän­dung eine kle­vi­sche Land­stadt wur­de.

Da Luf II. in der Schlacht von Wor­rin­gen auf Sei­ten des Köl­ner Erz­bi­schofs in Ge­fan­gen­schaft ge­riet, muss­te der Graf sich über ein ho­hes Lö­se­geld frei­kau­fen. Durch die hier­durch ver­ur­sach­te Geld­not ver­kauf­te sein Sohn Diet­rich Luf III. am 26. April 1322 zum Un­wil­len des am­tie­ren­den Gra­fen von Kle­ve für 15.000 Mark die Graf­schaft Hülch­rath an den Köl­ner Erz­bi­schof Hein­rich II. Da vom Ver­kaufs­preis zu­erst nur 9.030 Mark an­ge­zahlt wur­den, stell­te Kur­köln für die Rest­sum­me als Pfän­der: Burg und Stadt As­pel, Rees, Xan­ten und Kem­pen mit den zu­ge­hö­ri­gen Ge­bie­ten. Am 16. No­vem­ber 1331 wur­de von dem Kle­vern quit­tiert, dass in­zwi­schen die feh­len­de Rest­sum­me aus­ge­zahlt wor­den war und da­mit der Ver­kauf ab­ge­schlos­sen war.

Nach dem Tod von Graf Diet­richs VI. 1305 re­gier­ten nach­ein­an­der sein Sohn Otto aus ers­ter Ehe bis 1310 und da­nach der äl­tes­te Sohn aus zwei­ter Ehe Diet­rich VII./IX. Als Diet­rich 1347 starb, folg­te sein jün­ge­rer Bru­der Jo­hann als Graf von Kle­ve. Jo­hann un­ter­stütz­te Rai­nald III. von Gel­dern bei des­sen Zwist mit des­sen Bru­der Edu­ard. Rai­nald III. ver­pfän­de­te aus Geld­man­gel Em­me­rich 1355 an Jo­hann. Da das Pfand nicht mehr aus­ge­löst wur­de, ge­hör­te seit die­ser Zeit Em­me­rich zum Ter­ri­to­ri­um von Kle­ve. Als auch Jo­hann 1368 starb war kein männ­li­cher Erbe mehr vor­han­den, da alle drei Brü­der kei­ne le­gi­ti­men Söh­ne hat­ten. Mit Jo­hann starb da­mit das bis­he­ri­ge Herr­scher­haus der „Adels­fa­mi­lie Fla­men­sis“ in der Graf­schaft Kle­ve aus. Graf­schaft von der Mark um 1560

Nach Jo­hanns Tod wur­de ent­spre­chend ei­nem Erb­ver­trag von 1362 sein Groß­nef­fe Adolf III. von der Mark, der ehe­ma­li­ge Bi­schof von Müns­ter und Elekt von Köln, Nach­fol­ger als Graf Adolf I. von Kle­ve. Er muss­te sich ge­gen an­de­re Be­wer­ber durch­set­zen. Un­ter­stützt wur­de er für die Nach­fol­ge da­bei von dem Her­zog von Bra­bant und sei­nem Bru­der Graf En­gel­bert von der Mark. Letz­te­rer er­hielt da­für auf Le­bens­zeit die Graf­schaft Mark. Ein wei­te­rer Bru­der von Adolf III., Diet­rich, er­hielt für sei­ne Un­ter­stüt­zung Dins­la­ken mit den zu­ge­hö­ri­gen Ge­bie­ten und 1392 noch Duis­burg und Ruhr­ort.

Wappen der alten Grafen von Kleve (Armorial Bellenville, 14. Jahrhundert)

Wap­pen der al­ten Gra­fen von Kle­ve (Ar­mo­ri­al Bel­len­vil­le, 14. Jahr­hun­dert)

Adolf I. von Kle­ve un­ter­stütz­te Karl den Küh­nen bei der Er­obe­rung des Her­zog­tums Gel­dern ab 1473. Für sei­ne mi­li­tä­ri­schen Diens­te er­hielt er ne­ben ei­ner fi­nan­zi­el­len Kos­ten­er­stat­tung auch nen­nens­wer­te Ge­biets­ab­tre­tun­gen zu Las­ten von Gel­dern. Das bis­he­ri­ge Pfand­be­sitz­recht für Em­me­rich, ei­nem Teil der Lie­mers und der Düf­fel wur­de in ein ech­tes Ei­gen­tums­recht um­ge­wan­delt. Zu­sätz­lich wur­den Goch, Wach­ten­donk und die Vog­tei El­ten nun Be­stand­teil der Graf­schaft Kle­ve.

Ei­ner der stärks­ten Wi­der­sa­cher ge­gen die Macht­er­wei­te­rung für die Graf­schaft Kle­ve durch die Per­so­nal­uni­on mit der Graf­schaft Mark war der Erz­bi­schof von Köln, Fried­rich III. Zwar wur­de 1373 vom Erz­bi­schof das an Kle­ve ver­pfän­de­te Schloss, Stadt und der Zoll Rhein­berg durch Zah­lung von 55.000 Gold­schil­de an den Gra­fen Adolf wie­der aus­ge­löst, aber da­nach ver­schlech­ter­ten sich die Be­zie­hun­gen zwi­schen Kle­ve und dem Erz­stift Köln. Zu­dem war nach Mei­nung des Erz­bi­schofs die Graf­schaft Kle­ve ein Le­hen des Erz­bis­tums von Köln. Um das kle­vi­sche Linn mit dem zu­ge­hö­ri­gen Ge­biet be­gann 1378 zwi­schen Adolf I. und dem Erz­bi­schof eine 14-jäh­ri­ge Feh­de.

Graf Adolf von Kle­ve be­rei­te­te ge­gen Ende sei­nes Le­bens das Erbe für sei­ne Nach­kom­men vor und ver­such­te be­stehen­de Kon­flik­te zu be­en­den. Eine die­ser Aus­ein­an­der­set­zun­gen war die mit Erz­bi­schof Frie­de­rich III. um die Zu­ge­hö­rig­keit von Linn. 1392 ver­zich­te­te er ver­trag­lich auf die erb­li­che Be­sit­zung von Burg, Stadt und Land Linn zu Guns­ten des Erz­bis­tums Köln. Als Ge­gen­leis­tung soll­te der Graf 70.000 Gul­den er­hal­ten. 13.000 Gul­den wur­den in bar be­zahlt. Für die of­fe­nen 57.000 Gul­den wur­den die Städ­te As­pel und Rees so­wie die Hälf­te des Ge­richts Bockum und der Stadt Xan­ten so­wie Höfe in Schwelm und Ha­gen vom Erz­bi­schof ver­pfän­det.

Als mit dem Tod des Bru­ders En­gel­bert die rechts­rhei­ni­schen Graf­schaft Mark 1392 an Adolf fiel und die Dop­pel­graf­schaft Kle­ve und Mark ent­stand, war die Feh­de mit Köln end­gül­tig be­en­det. Noch vor sei­nem Tod 1394 lös­te Adolf auch die Pro­ble­me mit sei­nen jün­ge­ren Sohn Diet­rich und über­trug die­sem 1393 die dor­ti­ge Re­gent­schaft als Graf von Mark.

Nach­fol­ger als Graf von Kle­ve wur­de 1394 sein äl­te­rer Sohn Adolf II. Zwi­schen Adolf II. von Kle­ve und Diet­rich II. von Mark ei­ner­seits und Her­zog Wil­helm II. von Jü­lich-Berg an­de­rer­seits kam es zu ei­nem Streit. Bei dem Streit ging es um eine Jah­res­ren­te von 2.400 Gold­gul­den aus dem Rhein­zoll bei Kai­sers­werth auf die bei­de Sei­ten An­spruch er­ho­ben. Als man sich nicht ei­ni­gen konn­te, zog der Her­zog mit ei­nem Rit­ter­heer in die Graf­schaft Kle­ve. In der Schlacht von Kle­ver­hamm am 7. Juni 1397 wur­de der Her­zog ge­schla­gen und ge­fan­gen ge­nom­men. Die Macht­po­si­ti­on der Graf­schaft Kle­ve war da­mit ge­gen­über dem Her­zog­tum Jü­lich-Berg ge­stärkt, da der Her­zog für sei­ne Frei­las­sung er­heb­li­che Geld­sum­men auf­brin­gen muss­te und das Her­zog­tum da­durch ge­schwächt wur­de. Als zu­dem 1398 Diet­rich in ei­ner Feh­de ge­tö­tet wur­de kam es er­neut zu ei­ner Ver­ei­ni­gung von Kle­ve mit der Graf­schaft Mark. Durch die Ehen der Töch­ter von Adolf II. mit dem rö­misch-deut­schen Kö­nigs Ru­precht von der Pfalz und dem Her­zog Jo­hann Oh­ne­furcht von Bur­gund konn­te Graf Adolf II. sei­ne Macht­po­si­ti­on am Nie­der­rhein wei­ter stei­gern. Kon­se­quenz war die Er­he­bung in den Her­zogs­stand 1417 und der Auf­stieg der Graf­schaft in ein „Her­zog­tum Kle­ve“.

Herzogtum Kleve

Kleve-Märkisches Wappen aus dem Scheiblerschen Wappenbuch 1450–1480

Kle­ve-Mär­ki­sches Wap­pen aus dem Schei­bler­schen Wap­pen­buch
1450–1480

In der Re­gie­rungs­zeit von Graf Adolf II. er­nann­te der rö­misch-deut­sche Kö­nig  Si­gis­mund die­sem 1417 zum „Her­zog Adolf I. von Kle­ve und von der Mark“ und er­hob die Graf­schaft Kle­ve zu ei­nem Her­zog­tum. Dem Her­zog ge­lang es in sei­ner Re­gie­rungs­zeit, das kle­ver Ter­ri­to­ri­um zu er­wei­tern und die Ab­hän­gig­keit vom Erz­bis­tum Köln weit­ge­hend auf­zu­lö­sen. Nach­dem er be­reits als Graf Em­me­rich mit Tei­len der Lie­mers (1402) vom Her­zog­tum Gel­dern als nicht rück­be­zahl­tes Pfand er­wor­ben hat­te, folg­ten wei­te­re gelde­ri­sche Ge­bie­te mit dem Reichs­wald zwi­schen Nim­we­gen und Kle­ve (1418), Gen­nep (1424), Wach­ten­donk (1440, aber nur vor­über­ge­hend) und Düf­fel (1446). Grund­la­ge des Er­werbs für die Ge­bie­te und Orts­be­rei­che wa­ren Pfand­ver­trä­ge.

Adolf war in jahr­zehn­te­lan­ge Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit sei­nem jün­ge­ren Bru­der Ger­hard ver­strickt, da die­ser mit der Erb­fol­ge des ge­sam­ten Er­bes für den Erst­ge­bo­re­nen nicht ein­ver­stan­den war. Ab 1409 stell­te des­halb Ger­hard den An­spruch, das Erbe für die Graf­schaft Mark zu über­neh­men. Zu­sätz­lich gab es Pro­ble­me mit dem Erz­bi­schof Diet­rich von Mo­ers, der ver­such­te ei­nen Macht­zu­wachs für den Her­zog zu ver­hin­dern, da Kle­ve nach Mei­nung des Erz­bi­schofs wei­ter­hin ein köl­ni­sches Le­hen war.

Ab 1423 kam es zu ei­ner Feh­de zwi­schen dem Köl­ner Erz­bi­schof und Adolf I. In die­ser Feh­de un­ter­stütz­te Ger­hard an­fangs den Erz­bi­schof. 1437 er­folg­te eine Ei­ni­gung zwi­schen Adolf und dem Bru­der Ger­hard für des­sen An­spruch auf die Graf­schaft Mark. Ger­hard er­hielt auf Le­bens­zeit die Re­gent­schaft für den grö­ße­ren Teil der Ge­bie­te in der Graf­schaft und führ­te den Ti­tel „Graf zur Mark“, wäh­rend Adolf wei­ter­hin den Ti­tel „Graf von der Mark“ führ­te.

Der Streit mit dem Erz­bi­schof ver­schärf­te sich mit der Zeit und führ­te von 1444 bis 1449 zur Soes­ter Feh­de. Aus­lö­ser die­ser Feh­de war, dass die Stadt Soest ver­such­te sich aus der Ober­ho­heit des Köl­ner Erz­stifts zu be­frei­en. Die Stadt schloss des­halb 1444 mit Her­zog Adolf I. ei­nen Ver­trag, dass die Kle­ver statt der Köl­ner die Ob­rig­keit in Soest ha­ben soll­ten. Für die dann dar­auf aus­bre­chen­den krie­ge­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen rief der Her­zog sei­nen Sohn Jo­hann vom Hof in Bur­gund und über­trug ihm die mi­li­tä­ri­sche Füh­rung. Noch vor dem Ende des Krie­ges starb Adolf I. 1448, und Sohn Jo­hann wur­de sein Nach­fol­ger als Her­zog Jo­hann I. von Kle­ve-Mark.

Un­ter Jo­hann en­de­te die Feh­de mit ei­ner Nie­der­la­ge für den Erz­bi­schof. Bei den Frie­dens­ver­hand­lun­gen muss­te un­ter an­de­rem Erz­köln auf die Le­hens­zu­stän­dig­keit für das Her­zog­tum Kle­ve ver­zich­ten. Auch der Wech­sel der Zu­stän­dig­keit für die Stadt Soest wur­de an­er­kannt und die Stadt un­ter­stand nun dem Her­zog­tum Kle­ve. Ne­ben Soest wech­sel­te auch Xan­ten von den Köl­nern zu der Ober­ho­heit der Kle­ver.

Nach der Be­en­di­gung der ers­ten Soes­ter Feh­de wa­ren die Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen dem Erz­bi­schof und dem Her­zog von Kle­ve nicht be­en­det. Her­zog Jo­hann I. un­ter­stütz­te in der Müns­te­r­i­sche Stifts­feh­de von 1450 bis 1458 die Sei­te, die sich mit dem Köl­ner Bi­schof um die Be­set­zung des Bi­schofstuhls in Müns­ter stritt. Es folg­ten eine zwei­te „Soes­ter Feh­de“ von 1462/63 und die Strei­tig­kei­ten von 1467 bis 1469. Für die Aus­ein­an­der­set­zun­gen ab 1467 hat­te der Köl­ner Erz­bi­schof Ru­precht sich mit Gel­dern ver­bün­det und ver­such­te für Soest, Xan­ten und Rees wie­der die Ober­ho­heit zu er­lan­gen.

Wappen der Söhne des Herzogs Adolf I. von Kleve, Graf von der Mark, und der Maria von Burgund, der Tochter Herzog Johanns von Burgund, nämlich die Brüder Johann I. (1419–1481), Herzog von Kleve, Graf von der Mark, und Adolf von Kleve-Mark, Herr zu Ravenstein (1425–1492), burgundischer Generalstatthalter der Niederlande, später Regent von Burgund (Armorial dit de Gorrevod, um 1456–1459)

Wap­pen der Söh­ne des Her­zogs Adolf I. von Kle­ve, Graf von der Mark, und der Ma­ria von Bur­gund, der Toch­ter Her­zog Jo­hanns von Bur­gund, näm­lich die Brü­der Jo­hann I. (1419–1481), Her­zog von Kle­ve, Graf von der Mark, und Adolf von Kle­ve-Mark, Herr zu Ra­ven­stein (1425–1492), bur­gun­di­scher Ge­ne­ral­statt­hal­ter der Nie­der­lan­de, spä­ter Re­gent von Bur­gund (Ar­mo­ri­al dit de Gor­re­vod, um 1456–1459)

Ab An­fang der 1470er Jah­re ver­bün­de­te sich Her­zog Jo­hann I. mit Karl dem Küh­nen und un­ter­stütz­te Letz­te­ren bei der Macht­über­nah­me im Her­zog­tum Gel­dern. Da die­se Aus­ein­an­der­set­zun­gen um Gel­dern für Karl dem Küh­nen er­folg­reich en­de­ten, ge­hör­te auch Jo­hann I. zu den Sie­gern. Zum Dank für die Un­ter­stüt­zung über­schrieb der Bur­gun­der dem Her­zog von Kle­ve ur­kund­lich so­wohl Stadt und Amt Goch und den Rhein­zoll zu Lo­bith wie auch die Vog­tei des Stif­tes El­ten, das Kirch­spiel An­ger­lo und den Be­zirk und Stadt Em­me­rich.

Ne­ben den vor­ste­hend an­ge­führ­ten Er­wer­bun­gen wa­ren auch Soest, Xan­ten und Rees für Kle­ve end­gül­tig ab­ge­si­chert, da die Po­si­ti­on vom Erz­stift Köln am Nie­der­rhein nun end­gül­tig auf Dau­er ge­schwächt wor­den war.

Be­reits Adolf II. wie auch sein Sohn Jo­hann I. wur­den bei den Strei­tig­kei­ten mit Erz­köln von dem je­wei­li­gen Her­zog von Bur­gund un­ter­stützt. Da­durch ge­riet Kle­ve in der zwei­ten Hälf­te des 15. Jahr­hun­derts zeit­wei­se un­ter star­ken Ein­fluss vom Her­zog­tums Bur­gund.

Nach­fol­ger von Jo­hann I. wur­de nach des­sen Tod 1481 sein Sohn als Her­zog Jo­hann II. Sein an­fäng­li­cher Ver­such, sich vom Ein­fluss vom Her­zog­tum Bur­gund zu lö­sen, schei­ter­te. Mit zu­neh­men­der Re­gie­rungs­zeit ver­schlech­ter­te sich zu­dem das Ver­hält­nis des Her­zogs zu den „Stän­den“ in Kle­ve und in der Mark, da we­gen sei­ner er­folg­lo­sen Po­li­tik und der Miss­wirt­schaft im Her­zog­tum sei­ne fi­nan­zi­el­len For­de­rung nur un­ter stän­dig wach­sen­den Wi­der­stand be­wil­ligt wur­den. Ab 1501 er­reich­ten die Stän­de eine ver­trag­li­che Ver­ein­ba­rung, dass der Her­zog sei­ne Steu­er­for­de­run­gen durch sie prü­fen und ge­neh­mi­gen las­sen muss­te. Die­ser Ver­trag wur­de 1510 noch um Vor­schrif­ten zu den Le­hen- und Erb­rech­ten er­gänzt, wo­durch der Her­zog weit­ge­hend ent­mach­tet war. Da alle Steu­er­wün­sche nur noch nach Ge­neh­mi­gung durch die Lan­des­stän­de gül­tig wer­den konn­ten, wa­ren sei­ne po­li­ti­schen Ak­ti­vi­tä­ten hier­durch stark ein­ge­schränkt.

In der Re­gie­rungs­zeit von Jo­hann II. fiel auch der Ver­such ei­ner Reichs­re­form. Wäh­rend des Reichs­ta­ges zu Worms 1495 wur­de un­ter dem rö­misch-deut­schen Kö­nig Ma­xi­mi­li­an I. die­se Re­form durch­ge­führt, die je­doch durch den Wi­der­stand der deut­schen Ter­ri­to­ri­al­fürs­ten nur teil­wei­se er­folg­reich war. Zu ei­nem der po­si­ti­ven Er­geb­nis­se ge­hör­te die Un­ter­tei­lung des Rei­ches ab 1500 in 10 Reichs­krei­se. Das Her­zog­tum Kle­ve ge­hör­te seit der Bil­dung der Reichs­krei­se 1500 zum Nie­der­rhei­nisch-West­fä­li­schen Reichs­kreis.

Im Her­zog­tum Kle­ve ver­blieb am Ende der Re­gie­rungs­zeit von Jo­hann II. als ein­zi­ges po­si­ti­ve Er­geb­nis nur der Erb­ver­trag mit dem Her­zog­tum Jü­lich-Berg. Die Her­zö­ge bei­der Ter­ri­to­ri­en hat­ten we­gen des feh­len­den le­gi­ti­men Sohns im Her­zog­tum Jü­lich-Berg ei­nen Erb­ver­trag ver­ein­bart. Ers­ter Schritt war des­halb 1496 die Ver­lo­bung von Sohn Jo­hann von Kle­ve und der Mark mit der Er­bin Ma­rie von Jü­lich-Berg. Da bei­de zu die­sem Zeit­punkt noch min­der­jäh­rig wa­ren, er­folg­te die Hei­rat erst 1510.

Her­zog Jo­hann III., der Fried­fer­ti­ge, wur­de schon 1511 Her­zog von Jü­lich und Berg. Nach dem Tod sei­nes Va­ters wur­den 1521 die­se Her­zog­tü­mer mit dem Her­zog­tum Kle­ve und der Graf­schaft Mark zu den Ver­ei­nig­ten Her­zog­tü­mern Jü­lich-Kle­ve-Berg ver­ei­nigt. Da­mit er­warb er eine welt­li­che Vor­macht­stel­lung im nie­der­rhei­nisch-west­fä­li­schen Reichs­kreis. Die Ein­schrän­kun­gen der Re­gie­rungs­macht, die Jo­hann II. ak­zep­tiert hat­te, konn­te sein Nach­fol­ger wie­der weit­ge­hend auf­he­ben. Der Schwer­punkt sei­ner Ak­ti­vi­tä­ten ver­la­ger­ten sich nun im­mer mehr von Kle­ve zur Re­si­denz­stadt der ver­ei­nig­ten Her­zog­tü­mer nach Düs­sel­dorf.

Kurz vor sei­nem Tod schloss Jo­hann III. mit Her­zog Karl von Gel­dern 1537 ei­nen Erb­ver­trag. Nach die­sem Ver­trag, der auf Druck der gel­dern­schen Stän­de er­folg­te, soll­te nach Eg­monds Tod Gel­dern und Zu­t­phen an den ein­zi­gen Sohn von Jo­hann III., Wil­helm von Jü­lich-Kle­ve-Berg, fal­len, da kein le­gi­ti­mer di­rek­ter Erbe für Gel­dern vor­han­den war. Be­reits kurz nach Ab­schluss des Ver­tra­ges und fünf Mo­na­te vor dem Tod von Eg­mond 1538 über­nahm der spä­te­re Her­zog Wil­helm V. die Re­gent­schaft im Her­zog­tum Gel­dern.

Als Jo­hann III. 1539 starb, über­nahm Wil­helm V. auch die Re­gent­schaft in „Jü­lich-Kle­ve-Berg“ und war da­mit nun ei­ner der mäch­tigs­ten Re­gen­ten im Nord­wes­ten des Reichs. Al­ler­dings hat­te Eg­mond im „Frie­dens­ver­trag von Gra­ve“ 1536 Karl V. das Her­zog­tum Gel­dern über­las­sen müs­sen und er­hielt es nun nur noch als Le­hen auf Le­bens­zeit. Als Eg­mond 1538 starb for­der­te des­halb Kai­ser Karl V. als Le­hens­ge­ber das Her­zog­tum Gel­dern für die Habs­bur­ger ein. Da Wil­helm V. nicht frei­wil­lig auf Gel­dern ver­zich­ten woll­te, folg­te nun der Drit­te Gel­dri­sche Erb­fol­ge­krieg. Nach an­fäng­li­chen Er­fol­gen ver­lor Wil­helm V. am Ende 1543 die Schlacht von Sit­tard und muss­te im Ver­trag von Ven­lo auf Gel­dern und Zu­phen zu Guns­ten von Kai­ser Karl V. ver­zich­ten.

Als Wil­helm V. 1592 starb folg­te als Nach­fol­ger sein Sohn als Her­zog Jo­hann Wil­helm I. von Jü­lich-Kle­ve-Berg. Die­ser war in der letz­ten Pha­se sei­nes Le­bens geis­tes­krank und starb 1609 trotz zwei­fa­cher Ehe kin­der­los. Nach sei­nem Tode er­ho­ben meh­re­re fürst­li­che Adels­häu­ser, und so­gar kurz­zei­tig der Kö­nig von Frank­reich, An­sprü­che auf die hin­ter­las­se­nen Län­der Jü­lich, Kle­ve, Berg, Mark, Ra­vens­berg und Ra­ven­stein. Bis zur Klä­rung die­ser An­sprü­che folg­ten bis in die 1660er Jah­re Strei­tig­kei­ten und krie­ge­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die end­gül­ti­gen Lö­sung und Auf­tei­lung des Er­bes. De­tail­lier­te An­ga­ben hier­zu un­ter → der „Jü­lich-Kle­vi­scher Erb­fol­ge­streit“.

Das Herzogtum Kleve als Teil Brandenburg-Preußens

Allianzwappen des Herzogs von Kleve, Graf von der Mark (Wernigeroder Wappenbuch, um 1475–1500)

Al­li­anz­wap­pen des Her­zogs von Kle­ve, Graf von der Mark (Wer­ni­ge­ro­der Wap­pen­buch, um 1475–1500)

Durch den Ver­trag von Xan­ten 1614 kam Kle­ve zu­nächst in vor­läu­fi­gen, 1666 in de­fi­ni­ti­ven Be­sitz der Kur­fürs­ten von Bran­den­burg. Von 1609 bis 1672 hiel­ten in­des die Ge­ne­ral­staa­ten die fes­ten Plät­ze von Kle­ve mit ih­ren Trup­pen be­setzt, und erst der Gro­ße Kur­fürst von Bran­den­burg ver­ei­nig­te nach der Auf­he­bung der stän­di­schen Son­der­rech­te Kle­ve völ­lig mit dem bran­den­bur­gisch-preu­ßi­schen Staat. Von 1647 bis 1679 am­tier­te Jo­hann Mo­ritz von Nas­sau-Sie­gen als Statt­hal­ter des bran­den­bur­gi­schen Kur­fürs­ten in Kle­ve. Nach des­sen Tod übte zeit­wei­se Kur­prinz Fried­rich die­ses Amt aus. 1655 rich­te­te man in Duis­burg die ers­te Uni­ver­si­tät ein. Wäh­rend das Her­zog­tum Kle­ve im 17. Jahr­hun­dert noch eine wich­ti­ge Rol­le für den Auf­stieg Bran­den­burg-Preu­ßens ge­spielt hat­te, sank die Be­deu­tung Kle­ves und der an­de­ren West­pro­vin­zen im 18. Jahr­hun­dert ste­tig, ins­be­son­de­re nach dem Er­werb Schle­si­ens durch Fried­rich den Gro­ßen 1740/42. Nach­dem Kle­ve 1757–1762 in fran­zö­si­scher Ge­walt ge­we­sen war, blieb Preu­ßen im Be­sitz des ei­gent­li­chen Her­zog­tums bis zum Frie­den von Ba­sel 1795, in wel­chem es den Teil auf der lin­ken Rhein­sei­te (etwa 990 km²) an Frank­reich ab­trat. Die Di­strik­te Ze­venaar, Huis­sen und Mal­bur­gen ka­men 1795 an die Ba­ta­vi­sche Re­pu­blik und ge­hö­ren heu­te zu den Nie­der­lan­den. Der üb­ri­ge links­rhei­ni­sche Teil des Her­zog­tums ge­hör­te von 1798 bis 1814 zum Roer-De­par­te­ment und kam auf­grund der auf dem Wie­ner Kon­gress ge­trof­fe­nen Ver­ein­ba­run­gen 1815 zu­rück an Preu­ßen.

Die klevischen Gebiete im 19. Jahrhundert

Im Reichs­de­pu­ta­ti­ons­haupt­schluss (1803) wur­de Preu­ßen für den Ver­lust sei­ner links­rhei­ni­schen Ge­bie­te ent­schä­digt. Im Ver­trag von Schön­brunn (1805) trat Preu­ßen auch den auf der rech­ten Rhein­sei­te ge­le­ge­nen Teil von Kle­ve an Frank­reich ab. Na­po­le­on I. schlug Stadt und Fes­tung We­sel zum Roer-De­par­te­ment, den üb­ri­gen Teil über­gab er 1806 zu­sam­men mit dem Her­zog­tum Berg an sei­nen Schwa­ger Joa­chim Mu­rat. Im Zu­sam­men­hang mit dem im sel­ben Jahr er­rich­te­ten Rhein­bund wur­den bei­de Her­zog­tü­mer zum Groß­her­zog­tum Berg ver­bun­den; be­reits 1810 trenn­te Na­po­le­on das nörd­lichs­te Stück des Groß­her­zog­tums ab und ver­band es mit dem fran­zö­si­schen Dé­par­te­ment der Ober­ijs­sel.

Nach dem Zu­sam­men­bruch der fran­zö­si­schen Herr­schaft Ende 1813 ging die In­itia­ti­ve des po­li­ti­schen Han­delns am ge­sam­ten Nie­der­rhein an Preu­ßen über, das durch den Wie­ner Kon­gress 1815 we­sent­li­che Tei­le des Rhein­lands zu­ge­spro­chen be­kam. Preu­ßen ge­wann also nicht nur die schon vor 1794 in sei­nem Be­sitz be­find­li­chen Ter­ri­to­ri­en (nörd­li­cher Teil des Ober­quar­tiers vom Her­zog­tum Gel­dern, Her­zog­tum Kle­ve und Fürs­ten­tum Mo­ers) so­wie die im Reichs­de­pu­ta­ti­ons­haupt­schluss zu­ge­spro­che­nen Ge­bie­te (Reichs­ab­tei Es­sen, Reichs­ab­tei Wer­den, Reichs­stift El­ten und Tei­le des Fürst­bis­tums Müns­ter) zu­rück. Es trat viel­mehr das Erbe al­ler an­de­ren rhei­ni­schen Ter­ri­to­ri­al­her­ren an, in­dem es auch die ehe­mals kur­köl­ni­schen und ber­gisch-jü­lich­schen Be­sit­zun­gen über­nahm.

Ne­ben die­sen Ge­biets­ge­win­nen muss­te Preu­ßen al­ler­dings auch ei­ni­ge ter­ri­to­ria­le Ein­bu­ßen hin­neh­men. Alle west­lich der Maas ge­le­ge­nen Tei­le des ehe­ma­li­gen Ober­quar­tiers vom Her­zog­tum Gel­dern, ein schma­ler Strei­fen öst­lich der Maas und die Ex­kla­ven und Rand­ge­bie­te west­lich und nörd­lich von El­ten (Huis­sen, Mal­bur­gen, Ze­venaar, Lo­bith und Wehl) so­wie Keker­dom und Leuth süd­lich der Waal fie­len end­gül­tig an die Nie­der­lan­de. Gleich­zei­tig ging nie­der­län­di­sches Ter­ri­to­ri­um an Preu­ßen über: die Ex­kla­ve Schen­ken­schanz und die heu­te zu Em­me­rich ge­hö­ren­den Ge­mar­kun­gen Borg­hees, Speel­berg, Leegmeer und Klein-Net­ter­den.

Das ge­sam­te Ge­biet des ehe­ma­li­gen Her­zog­tums wur­de in die preu­ßi­sche Ver­wal­tungs­glie­de­rung ein­be­zo­gen. Es ge­hör­te zu­nächst zur Pro­vinz Jü­lich-Kle­ve-Berg und zum Re­gie­rungs­be­zirk Kle­ve, die bei­de schon zum 22. Juni 1822 auf­ge­löst und mit der süd­li­chen Pro­vinz Nie­der­rhein zur Rhein­pro­vinz bzw. mit dem Re­gie­rungs­be­zirk Düs­sel­dorf ver­ei­nigt wur­den.

Herrscher von Kleve

Grafschaft

Haus Kleve (* bis 1368)

  • etwa 1020–1050 Rut­ger I.
  • etwa 1051–1075 Rut­ger II.
  • etwa 1076–1091 Diet­rich (II.)
  • 1092–1117 Diet­rich I./III.
  • 1120–1147 Ar­nold I.
  • 1150–1172 Diet­rich II./IV.
  • 1173–1193 Diet­rich III./V.
  • 1189–1200 Ar­nold II.
  • 1202–1260 Diet­rich IV./VI.
  • 1260–1275 Diet­rich V./VII.
  • 1275–1305 Diet­rich VI./VIII.
  • 1305–1310 Otto
  • 1310–1347 Diet­rich VII./IX.
  • 1347–1368 Jo­hann

Haus Mark (1368–1417)

  • 1368–1394 Adolf I.
  • 1394–1448 Adolf II., 1417 zum Her­zog er­nannt

(Kle­vi­sche Zähl­wei­se)

Herzogtum

Haus Mark (1417–1609)

  • 1417–1448 Adolf II.
  • 1448–1481 Jo­hann I.
  • 1481–1521 Jo­hann II.
  • 1521–1539 Jo­hann III. (ab 1521 zu­gleich Her­zog von Jü­lich und Berg)
  • 1539–1592 Wil­helm
  • 1592–1609 Jo­hann Wil­helm

(Kle­vi­sche Zähl­wei­se)

Haus Hohenzollern (1609/1666–1918)

Schritt­wei­se Ein­glie­de­rung in den Preu­ßi­schen und spä­ter Deut­schen Ge­samt­staat, das Her­zog­tum ver­liert mehr und mehr sei­ne Funk­ti­on als ei­gen­stän­di­ges Ter­ri­to­ri­um im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich. Nach der Ab­dan­kung des letz­ten Kai­sers ver­liert auch der Ti­tel des Her­zogs von Kle­ve end­gül­tig sei­ne Be­deu­tung.

  • 1609–1619 Jo­hann Si­gis­mund
  • 1619–1640 Ge­org Wil­helm
  • 1640–1688 Fried­rich Wil­helm; re­si­dier­te 1646–1649, 1651/52, 1660/61, 1665/66, 1675 und 1686 in Kle­ve
  • 1688–1713 Fried­rich I.
  • 1713–1740 Fried­rich Wil­helm I.
  • 1740–1786 Fried­rich II.
  • 1786–1797 Fried­rich Wil­helm II.
  • 1797–1840 Fried­rich Wil­helm III.
  • 1840–1861 Frie­de­rich Wil­helm IV.
  • 1861–1888 Wil­helm I.
  • 1888–1888 Frie­de­rich III.
  • 1888–1918 Wil­helm II.

(Zäh­lung der Ho­hen­zol­lern folgt der Preu­ßi­schen Zähl­wei­se)

Statthalter der Kurfürsten von Brandenburg in den Westprovinzen Kleve und Mark
Die sechs Klever Herzöge, Adolf II., Johann I., Johann II., Johann III., Wilhelm V. und Johann Wilhelm (v.l.n.r.), Bild eines unbekannten Malers aus dem 17. Jh.

Die sechs Kle­ver Her­zö­ge, Adolf II., Jo­hann I., Jo­hann II., Jo­hann III., Wil­helm V. und Jo­hann Wil­helm (v.l.n.r.), Bild ei­nes un­be­kann­ten Ma­lers aus dem 17. Jh.

Der Statt­hal­ter führ­te die Ober­auf­sicht über die drei kle­vi­schen Be­hör­den Re­gie­rungs­kol­leg, Amts­kam­mer und Hof­ge­richt und die ne­ben der Re­gie­rung ste­hen­den Hof­äm­ter.

  • 1604–1609 Ste­phan VII. von Her­te­feld (1561–1636), Herr auf Kolk (Be­voll­mäch­tig­ter)
  • 1610–1613 Mark­graf Ernst von Bran­den­burg (1583–1613)
  • 1613–1618/19 Kur­prinz Ge­org Wil­helm von Bran­den­burg (1595–1640)
    • seit 1613 Adam Graf von Schwar­zen­berg (1583–1641), Herr von Gim­born-Neu­stadt (Stell­ver­tre­ter)
  • 1619–1623/24 Jo­hann von Kett­ler († 1624), Frei­herr zu Oyen, Mont­jo­ie (Mons­chau) und Am­bo­ten
  • ab etwa 1625 Geb­hard von Eyll († um 1637) zu Hei­deck
  • 1643–1647 Jo­hann von Nor­prath († 1658) (Ge­ne­ral­lieu­ten­ant und be­voll­mäch­tig­ter Kom­mis­sar)
    • 1645 Ge­org Eh­rentreich von Burgsdorff (1603–1656) (Ver­tre­ter des er­krank­ten Kom­mis­sars)
  • 1647/49–1679 Jo­hann Mo­ritz von Nas­sau-Sie­gen (1604–1679), seit 1652 zu­gleich Her­ren­meis­ter der Ball­ei Bran­den­burg des Jo­han­ni­ter­or­dens
    • 1660–1692 Alex­an­der Frei­herr von Spa­en (1619–1692), Herr zu Rin­gen­berg und Mo­y­land (Stell­ver­tre­ter)
  • 1681–1688 Kur­prinz Fried­rich von Bran­den­burg (1657–1713), spä­ter Kö­nig Fried­rich I. in Preu­ßen
    • 1660–1692 Frei­herr Alex­an­der von Spa­en (1619–1692), Herr zu Rin­gen­berg und Mo­y­land (Stell­ver­tre­ter)
Oberpräsidenten der brandenburgisch-preußischen, ab 1701 königlichen Regierung
  • 1679–1692 Alex­an­der Frei­herr von Spa­en (1619–1692), Herr zu Rin­gen­berg und Mo­y­land, Drost von Or­soy (Ge­ne­ral­feld­mar­schall und Gou­ver­neur)
  • 1692–1695 Eber­hard Chris­toph Bal­tha­sar Frei­herr von Danckel­man (1643–1722)
  • ab 1705 Phil­ipp Karl Graf von Wy­lich und Lot­tum (1650–1719) (Feld­mar­schall und Ober­prä­si­dent)
  • Jo­hann Si­gis­mund von der Heyden (1656–1730)
  • 1719–1722 Rein­hard von Hym­men (1661–1722)
  • 1722–1742 Jo­hann Kon­rad Frei­herr von und zu Strün­ke­de (1670–1742) zu Mar­nix, So­din­gen, Her­ne und Pöp­ping­hau­sen
  • 1742–1757 Jo­hann Pe­ter (von) Raes­feld (1679–1764)

Im Sie­ben­jäh­ri­gen Krieg wur­de Kle­ve 1757/58–1763 von Ös­ter­reich und Frank­reich be­setzt.

  • 1757–1763 Jo­hann An­ton Graf von Per­gen (1725–1814) (ös­ter­rei­chi­scher Ad­mi­nis­tra­ti­ons­prä­si­dent).

1763 wur­de im Frie­den von Hu­ber­tus­burg der Sta­tus quo ante wie­der­her­ge­stellt.

  • 1763 Jo­hann Pe­ter (von) Raes­feld (1679–1764)
  • 1763–nach 1780 Adolph Al­brecht Frei­herr von Danckel­man (1736–1807)
  • 1784–1790 Emil (Ae­mi­li­us) Al­bert Karl Frei­herr von Fo­er­der (1754–1790)
  • 1790–1803 Otto Ge­or­ge Al­brecht von Rohr (1736–1815)

Verwaltung und Hofämter

Ne­ben Re­gie­rungs­kol­leg (Ge­hei­mer Rat; Ge­hei­me Re­gie­rung), Amts­kam­mer, Hof­ge­richt und der 1723 ein­ge­rich­te­ten Kriegs- und Do­mä­nen­kam­mer (1749 zu­sam­men­ge­legt) be­stan­den in Kle­ve ver­schie­de­ne Hof­äm­ter, die je­doch zu­neh­mend an tat­säch­li­chem Ein­fluss ver­lo­ren.

Das Erb­hof­meis­ter­amt be­klei­de­te die Fa­mi­lie von Wy­lich zu Diers­fordt, das Erb­amt des Erb­schen­ken und Landd­ros­ten die Fa­mi­lie von dem Boe­tzela­er und das Erb­käm­mer­amt die Fa­mi­lie Quadt-Wyck­rath-Hüch­ten­bruck zu Gar­trop. Das Amt des Land­mar­schalls wur­de von Mit­glie­dern ver­schie­de­ner Fa­mi­li­en ver­se­hen (Steck, von Kep­pel, Gra­fen von Schau­en­burg und Hol­stein, von der Horst, ab 1526 erb­lich von Pal­landt zu Zel­hem, von By­landt, dann Quadt-Wyck­rath-Hüch­ten­bruck).

Die Lei­tung der lau­fen­den Re­gie­rungs­ver­wal­tung ob­lag dem Kanz­ler, in bran­den­bur­gisch-preu­ßi­scher Zeit dem Vi­ze­kanz­ler oder Di­rek­tor. 1665 wa­ren in Kle­ve in den drei Kol­le­gi­en 83 Mit­glie­der und Be­diens­te­te be­schäf­tigt, dazu ka­men 4 Kan­zel­bo­ten und 22 Be­dien­te der Hof­hal­tung, 1677 wa­ren 41 Per­so­nen bei den Kol­le­gi­en und 9 als Burg­per­so­nal be­schäf­tigt, dazu ka­men vier Hof­äm­ter.

1797 wur­de die Be­hör­de von Kle­ve nach Em­me­rich am Rhein ver­legt.

Leitung der Kanzlei

Kanzler von Kleve-Mark

  • 1422 ers­te Er­wäh­nung ei­ner Kanz­lei
  • (1486, 1495) Diet­rich von Rys­wick
  • 1520–1530 Si­bert von Ryss­wich († 1540)
  • 1530–1546/47 Jo­hann Ghogreff (um 1499–1554); zu­gleich Kanz­ler von Jü­lich-Berg
  • 1546/47–1575 Hein­rich Bars ge­nannt Olis­le­ger (vor 1500–1575)
  • 1575–1600 Dr. Hein­rich von Wee­ze (1521–1601)
  • um 1600–1609 Liz. jur. Her­mann ther Lain ge­nannt Len­nep († 1620) (als „Vi­ze­kanz­ler“ mit den Auf­ga­ben des Kanz­lers be­traut)

1609–1614 Erb­fol­ge­streit

  • 1658/59–1661 Da­ni­el (von) Wei­mann (1621–1661)
  • 1733–1742 Jo­hann Pe­ter von Raes­feld (1679–1764)

Vizekanzler der brandenburgisch-preußischen, ab 1701 königlichen Regierung

  • 1652–1665 Jo­hann von Diest (1598–1665)
  • 1665–1681 Dr. jur. Mat­thi­as Romswin­kel (1618–1699)
  • 1685–nach 1693 Jo­hann de Bey­er (um 1630–nach 1693)
  • ab 1695 Fried­rich Wil­helm von Diest (1647–1726)
  • 1708–1719 Dr. Rein­hard von Hym­men (1661–1722)
  • 1720–1732 Jo­hann Frei­herr von Motz­feld (1702–1778); nach ihm wur­de 1997 die Frei­herr-von-Motz­feld-Schu­le in Goch-Pfalz­dorf be­nannt
  • 1733 Jo­hann Pe­ter von Raes­feld (1679–1764)
  • 1734–1747 Jo­hann Hein­rich Be­cker (1690–1747)
  • 1747–1750 Abra­ham (von) Koe­nen (1687–1757), 1749 ge­adelt

Durch die Coc­ce­ji­sche Jus­tiz­re­form wur­de die Re­gie­rung in Kle­ve 1749 mit dem Hof­ge­richt ver­ei­nigt.

  • 1793–1803 Ar­nold Wil­helm El­bers (1714–1807), Di­rek­tor; 7200 Bän­de sei­ner Pri­vat­bi­blio­thek ge­lang­ten 1829 als Ge­schenk in die Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Bonn

Siehe auch

fik­tio­nal

  • Die Prin­zes­sin von Clè­ves, Haupt­werk der Ma­rie-Ma­de­lei­ne de La Fay­et­te, ein be­kann­ter Ro­man der Früh­auf­klä­rung. Über den dy­nas­ti­schen Be­zug zwi­schen der Ro­man­fi­gur und der nie­der­rhei­ni­schen Re­gi­on, der hier fik­tio­na­li­sert ist, sie­he Lis­te der Herr­scher von Ne­vers

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Her­zog­tum Kle­ve aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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