Heinrich Wilhelm Droste zu Hülshoff

Wappen derer von Droste zu Hülshoff

Wap­pen de­rer von Dros­te zu Hüls­hoff

Hein­rich Wil­helm Ernst Dros­te zu Hüls­hoff (* 4. De­zem­ber 1704 in Ro­x­el; † 14. April 1754 eben­da) war kur­köl­ni­scher Käm­me­rer und Guts­be­sit­zer von Burg Hüls­hoff.

Leben

Herkunft und Familie

Hein­rich Wil­helm Dros­te zu Hüls­hoff wur­de als Sohn der Ehe­leu­te Hein­rich Jo­hann Dros­te zu Hüls­hoff und Anna Mech­tild von Lip­per­hei­de zu Ihorst ge­bo­ren. Sein Va­ter Hein­rich Jo­hann (16771739) war Vi­ze­do­mi­nus des Dom­ka­pi­tels von Müns­ter und sein Ur­groß­va­ter Bern­hard II. von Dros­te zu Hüls­hoff (1542–1624) war von 1605 bis 1619 ers­ter Bür­ger­meis­ter der Stadt Müns­ter. Am 1. No­vem­ber 1729 hei­ra­te­te er in Müns­ter St. Ser­va­tii Bri­git­te Anna Dros­te zu Vi­sche­ring (1708–1750), Toch­ter des Ma­xi­mi­li­an Hei­den­reich Dros­te zu Vi­sche­ring. Aus der Ehe gin­gen u.a. die Kin­der Hein­rich-Jo­hann und Cle­mens Au­gust I. – Groß­va­ter der Dich­te­rin An­net­te von Dros­te-Hüls­hoff – so­wie de­ren Pa­ten­tan­te, die Äb­tis­sin des Stifts Me­te­len, Anna Eli­sa­beth (1733–1805) her­vor. Er soll meis­ter­haft Flö­te ge­spielt ha­ben und war auch der Groß­va­ter des Kom­po­nis­ten Ma­xi­mi­li­an Fried­rich von Dros­te zu Hüls­hoff.

Werdegang und Wirken

Hein­rich Wil­helm be­gab sich am 12. Sep­tem­ber 1722 mit sei­nem Hof­meis­ter Vi­kar Zum­brink auf eine Ka­va­liers­tour, die sie nach Salz­burg führ­te. Hier im­ma­tri­ku­lier­te er am 12. De­zem­ber 1722. Eine Wo­che spä­ter gab es eine Kai­ser­au­di­enz. Nach ein­jäh­ri­gem Stu­di­um reis­te er über meh­re­re Sta­tio­nen nach Rom und be­gann ein Stu­di­um in Sie­na. Er galt als ge­schick­ter Rei­ter und Fech­ter. Dies stell­te er un­ter Be­weis, als er der Fürs­tin Co­lon­na, der die Pfer­de durch­ge­gan­gen wa­ren, das Le­ben ret­te­te. Aus Dank­bar­keit soll die Fürs­tin ihm das Recht ver­lie­hen ha­ben, sich mit der Säu­le aus dem Fa­mi­li­en­wap­pen Co­lon­na zu schmü­cken. Sie ge­währ­te ihm Kir­chen­asyl, als er am 27. März 1725 auf dem Pe­ters­platz vom Gra­fen Fug­ger zum Du­ell her­aus­ge­for­dert wur­de und ihn aus Not­wehr tö­te­te. Hein­rich-Wil­helm Dros­te hat­te auf sei­ner Ka­va­liers­tour in Salz­burg u. a. den Gra­fen Fug­ger zu sei­nem Ab­schieds­di­ner ein­ge­la­den, aber ver­ges­sen, ihm brauch­ge­mäß zu­zu­trin­ken. Fug­ger, der aus ei­ner zwar sehr rei­chen, aber nicht ur­ade­li­gen Fa­mi­lie stamm­te, hat­te ihm das so übel­ge­nom­men, dass er Dros­te, als er ihn auf dem Pe­ters­platz in Rom zu­fäl­lig wie­der traf, zum Du­ell ge­for­dert hat­te. Es heißt, dass Dros­te da­nach sei­nes Le­bens nicht mehr froh wer­den konn­te. Noch auf dem Ster­be­bett warn­te er sei­ne Kin­der ein­dring­lich vor den da­mals häu­fi­gen Du­el­len.

Hein­rich Wil­helm kehr­te nach Deutsch­land zu­rück und sei­ne Rei­se führ­te nach Mün­chen, wo er durch Cle­mens Au­gust von Bay­ern zum Käm­me­rer (Kur­köln) er­nannt wur­de und sei­nen Dienst in des­sen Schloss Neu­haus (Schloß Neu­haus) auf­nahm. Der Fürst­bi­schof über­nahm auch die Pa­ten­schaft sei­nes äl­tes­ten Soh­nes, der als ers­tes Fa­mi­li­en­mit­glied Cle­mens Au­gust ge­nannt wur­de. Am 13. De­zem­ber 1730 fand die Auf­schwö­rung zur Müns­ter­schen Rit­ter­schaft statt. Hein­rich Wil­helm war Stamm­herr und erb­te den Guts­be­sitz sei­ner Fa­mi­lie.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Hein­rich Wil­helm Dros­te zu Hüls­hoff aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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