Heidenreich Ludwig Droste zu Vischering

Wappen derer von Droste zu Vischering

Wap­pen de­rer von Dros­te zu Vi­sche­ring

Hei­den­reich Lud­wig Dros­te zu Vi­sche­ring (* geb. vor 1678; † 23. März 1723 in Müns­ter) war Dom­herr und Dom­scho­las­ter im Fürst­bis­tum Müns­ter.

Leben

Herkunft und Familie

Hei­den­reich Lud­wig Dros­te zu Vi­sche­ring wuchs als Sohn der Ehe­leu­te Hei­den­reich Dros­te zu Vi­sche­ring (1616–1678) und Anna Lüls­dorf zum Haan (1625–1710) zu­sam­men mit sei­nen Ge­schwis­tern Adolf Hein­rich († 1724), Chris­toph Hei­den­reich (1652–1724) und Jobst Gott­fried († 1729) in ei­ner der äl­tes­ten und be­deu­tends­ten west­fä­li­schen Adels­fa­mi­li­en auf. Zahl­rei­che ka­tho­li­sche Wür­den­trä­ger sind aus die­ser Fa­mi­lie her­vor­ge­gan­gen. Auch stell­te sie über mehr als zwei­hun­dert Jah­re die Amts­d­ros­ten in den Äm­tern Ahaus und Horst­mar.

Werdegang

Am 2. Mai 1664 er­hielt Hei­den­reich Lud­wig mit der Ton­sur die Wei­he zum Sub­dia­kon. Er stu­dier­te zwei Jah­re an der Uni­ver­si­tät Frei­burg und wur­de 1669 Dom­prä­ben­dar durch Ver­zicht sei­nes Vor­gän­gers Fer­di­nand von Bo­choltz, in de­ren Be­sitz er bis zur Über­ga­be an sei­nen Nef­fen Hei­den­reich Mat­thi­as im Jah­re 1721 blieb. Am Dom zu Os­na­brück be­saß er eben­falls die­se Rech­te, die er auch sei­nem Nef­fen über­trug. Am 5. April 1669 wur­de er auf die Ge­schlech­ter Dros­te, Lüls­dorf, Raes­feld und Quadt auf­ge­schwo­ren. Ab 1684 war er Ar­chi­dia­kon in Stadt­lohn. Nach der Wahl Fried­rich Chris­ti­ans von Plet­ten­berg zum Bi­schof er­hielt er die Obö­di­enz Lem­beck und nach dem Tode des Bi­schofs am 24. Juli 1687 die Er­nen­nung zum As­ses­sor der Land­schafts­pfen­nig­kam­mer. Die Wahl zum Dom­scho­las­ter folg­te am 4. Sep­tem­ber 1687. Dros­te nahm das Amt an und bat, sein Ar­chi­dia­ko­nat in Stadt­lohn be­hal­ten zu dür­fen. Die bi­schöf­li­che Be­stä­ti­gung kam am 24. Sep­tem­ber 1689. Da­bei wur­de die Fra­ge der Kom­pa­ti­bi­li­tät der Äm­ter Domscholaster/Archidiakon of­fen ge­las­sen. Hei­den­reich Lud­wig woll­te, weil die Ein­künf­te aus der Scho­las­te­rei ge­ring wa­ren, kei­nes­falls auf das Ar­chi­dia­kon ver­zich­ten. Im Mai 1699 tat er dies den­noch, weil er nach dem Tod Wil­helm von Fürs­ten­bergs das frei­ge­wor­de­ne Ar­chi­dia­ko­nat Bil­ler­beck in sei­nen Hän­den ha­ben woll­te. Am 25. April 1690 wur­de er zum Hof­kam­mer­prä­si­dent be­stellt Nach der er­folg­lo­sen Kan­di­da­tur zur Wahl des Dom­props­tes im Jah­re 1700 wur­de er ein Jahr spä­ter Geist­li­cher Va­ter und Apos­to­li­scher Syn­di­kus des Ka­pu­zi­ner­kon­vents Müns­ter und im Jah­re 1703 Dom­se­ni­or und Prä­ses der bi­schöf­li­chen Kam­mer. Am 5. Mai 1722 setz­te er u. a. sei­ne Brü­der Adolf Hein­rich und Jobst Gott­fried Adri­an und sei­nen Nef­fen Adolf Hein­rich (*  1692) zu sei­nen Tes­ta­ments­voll­stre­ckern ein. Am Mor­gen des 23. März 1723 starb Hei­den­reich Lud­wig.

Sonstiges

Im Juli 1683 war Hei­den­reich Lud­wig als dom­ka­pi­tu­la­ri­scher De­pu­tier­ter im Amt Wer­ne un­ter­wegs, als er auf ei­ner Jagd ei­nen gro­ßen Bä­ren fing, den ihm das Dom­ka­pi­tel zur frei­en Ver­fü­gung über­ließ.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Hei­den­reich Lud­wig Dros­te zu Vi­sche­ring aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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