Haus Goldschmieding

 
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haus-goldschmieding.jpg Das Haus Goldschmieding ist ein ehemaliger Adelssitz auf dem Stadtgebiet von Castrop-Rauxel. Seine Ursprünge liegen in einem Rittergut aus dem 13. Jahrhundert.

Geschichte

In Verbindung mit dem Ritter Lambert von Gholtsmedinc wird Haus Goldschmieding im Jahr 1275 als Grenzfeste des erzbischöflichen Recklinghausen gegen die Grafen von der Mark erstmals urkundlich erwähnt. Zu jener Zeit handelte es sich um ein wehrhaftes Haus, das – auf einer Insel gelegen – von einer Gräfte umgeben war. Auch die dazugehörige Vorburg lag auf einer eigenen Insel und war über einer Brücke mit der Hauptinsel verbunden.

Weitere Besitzer der Anlage waren im Laufe der Jahrhunderte dann die Familien von Alstede, von Asbeck und von Overlacker.

Letzteren folgten die Herren von Schell nach, die ihren Stammsitz im Haus Rechen bei Bochum hatten. Johann von Schell zu Rechen heiratete 1583 die Erbtochter von Goldschmieding, Anna Margaretha von Overlacker.

Das Ehepaar ließ das alte Gebäude abreißen und an seiner Stelle in den Jahren von 1583 bis 1597 einen Neubau errichten, von dem der prächtige Renaissance-Kamin (erbaut von dem niederländischen Bildhauer und Baumeister Wilhelm Vernukken) im Festsaal des Herrenhauses mit den Wappen der Eheleute und der Jahreszahl 1597 kündet. Das neue Gebäude diente ausschließlich zu Wohnzwecken und wurde an seinem östlichen und westlichen Ende jeweils von einem runden Wehrturm flankiert, von denen heutzutage nur noch derjenige im Osten erhalten ist.

Während des 17. Jahrhunderts wurde die Nordwestseite des Hauses samt seinem Eckturm abgerissen, so dass in heutiger Zeit nur noch eine Hälfte des einstigen Baus erhalten ist. Sein Mansarddach, das in dieser Form erst seit der Mitte des 17. Jahrhunderts üblich war, ersetzte vermutlich ein älteres Walm- oder Satteldach.

250 Jahre lang war Haus Goldschmieding ununterbrochen Eigentum der Freiherren von Schell, ehe es in den Besitz des Gutsbesitzers Friedrich Klönne kam, der es 1872 dem irischen Unternehmer William Thomas Mulvany verkaufte. Das Herrenhaus diente ihm und seiner Familie nach englischer Sitte als Sommersitz. Mulvany legte einen Landschaftspark auf seinem Besitz an und förderte den Reit- und Pferderennsport, indem er gegenüber dem Herrenhaus eine Pferderennbahn anlegen ließ.

Williams Sohn, Konsul Thomas Robert Mulvany, nahm in den Jahren 1894 und 1895 noch einmal größere Umbauten am Haus vor. So ließ er das heutige Eingangsportal und die dazugehörige Freitreppe anlegen. Bei der Erneuerung des Außenputzes 1937 wurde eine zugemauerte Türöffnung freigelegt, die bewies, dass sich das Vorgängerportal nicht an gleicher Stelle, sondern links davon in der Mittelachse des Festsaales und der „alten Mitte“ des Gebäudes befunden hatte.

1905 wurde der Bau an die Gelsenkirchener Bergwerks AG verkauft, die ihn in der Zeit von 1950 bis 1968 der Gesellschaft für moralische Aufrüstung als Gästehaus überließ.

1968 kam Haus Goldschmieding dann an die Stadt Castrop. Auf dem Areal der ehemaligen Vorburg wurde ein an alte Formen angelehnter Neubau errichtet, der als Hotel dient. Das eigentliche Herrenhaus beherbergt, um einen Anbau ergänzt, ein exklusives Restaurant.



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Bernhard

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