Haus Wenge

Haus Wen­ge ist ein ehe­ma­li­ger Adels­sitz in Dort­mund-Lan­strop.

Ein Rit­ter Hen­ri­cus de Wen­ge wird erst­mals 1239 er­wähnt. Die Was­ser­burg wur­de im 13. Jahr­hun­dert von Gos­win und Jo­hann von der Wen­ge er­baut. Grund­mau­ern und Tei­le der Um­fas­sung des Rit­ter­sit­zes Haus Wen­ge sind bis heu­te er­hal­ten. Die­ser Rit­ter­sitz ist der Ur­sprungs­ort des Ur­adels­ge­schlechts der Her­ren und spä­te­ren Frei­her­ren von der Wen­ge so­wie ih­rer zu Be­ginn des 15. Jahr­hun­derts in die bal­ti­schen Län­der aus­ge­wan­der­ten Ne­ben­li­nie, den 1817 in den rus­si­schen Gra­fen­stand er­ho­be­nen von der Wen­ge ge­nannt Lambs­dorff (die­ser Name be­zieht sich auf eine äl­te­re Schreib­wei­se von Lan­strop).

Haus Wen­ge ist das ein­zi­ge im Raum Dort­mund er­hal­te­ne Adels­haus des 16. Jahr­hun­derts mit go­ti­schen For­men. Das zwei­ge­schos­si­ge Her­ren­haus mit dem Staf­fel­gie­bel in Back­stein und den Stein­kreuz­fens­tern ent­stand im 16. Jahr­hun­dert und zeigt noch go­ti­sche For­men. Die­se äu­ße­re For­men blie­ben auch bei­be­hal­ten, als das Haus nach der Zer­stö­rung durch spa­ni­sche Trup­pen im Jah­re 1598 wie­der auf­ge­baut wur­de. Im In­ne­ren da­ge­gen rich­te­te man das Her­ren­haus nach dem Wohn­ge­schmack der Ba­rock­zeit ein. An­fang des 19. Jahr­hun­derts er­folg­ten ei­ni­ge bau­li­che Ver­än­de­run­gen am Por­tal und an den Ka­mi­nen.

1648 ging der Be­sitz durch Erb­schaft an die Fa­mi­lie von Neu­hoff und spä­ter an die Fa­mi­lie von Be­ver­för­de zu Wer­ries über. Da­nach ge­lang­te es wie­der in die Hän­de de­rer von der Wen­ge: Als Be­sit­zer wird 1800 Cle­mens Au­gust von der Wen­ge ge­nannt. An­schlie­ßend war Haus Wen­ge vie­le Jah­re im Be­sitz des Gra­fen Wolff-Met­ter­nich zu Li­blar.

Seit 1952 ge­hört das Grund­stück der Stadt Dort­mund. Die Was­ser­burg wur­de zwi­schen 1962 und 1966 um­fas­send re­stau­riert. Sie ist als Bau­denk­mal in die Denk­mal­lis­te der Stadt Dort­mund ein­ge­tra­gen. Der Be­sitz am Haus ist für 99 Jah­re per Erb­bau­recht ver­ge­ben; der Erb­bau­rechts­neh­mer be­ab­sich­tigt ei­nen Ver­kauf sei­ner Rech­te; der Be­zirk be­ab­sich­tigt, die Was­ser­burg für ge­le­gent­li­che Kon­zer­te und Trau­un­gen der Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich zu ma­chen; eine ak­tu­ell not­wen­di­ge Re­no­vie­rung schei­ter­te bis­her an der pro­ble­ma­ti­schen Rechts­la­ge.

Fotostrecke Haus Wenge

Lage des Haus Wenge

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