Seite drucken

Haus Villigst

Das Haus Villigst im Stadtteil Villigst der nordrhein-westfälischen Stadt Schwerte ist der Sitz des Evangelischen Studienwerks e. V. Villigst und der Evangelischen Akademie Villigst.

Geschichte

Haus Villigst - Foto: HaPe39

Haus Villigst – Foto: HaPe39

Ursprünglich befand sich am selben Ort ein Rittergut, das urkundlich angeblich schon im Jahre 1170 genannt wurde. Um 1300 lebte hier der Ritter Sobbo de Svirte († 1322).

Später war das Gebäude über Jahrhunderte im Besitz der Herren von Elverfeldt. Ludwig Gisbert von Elverfeldt vereinigte mit Haus Herbede und Haus Villigst sowie Haus Blumenau und Haus Berghofen den gesamten Besitz der protestantischen Elverfeldter Linie auf sich und ließ das heutige Haus Villigst im Jahre 1819 im klassizistischen Stil errichten. Sein Sohn Ludwig erwarb 1869 zudem Haus Ruhr bei Wandhofen und ab 1882 Haus Kotten. Nach Ludwigs kinderlosen Tod fiel der gesamte Besitz an Viktor Freiherr von Rheinbaben. Dessen Tochter Elisabeth Freiin von Rheinbaben (1880–1960) heiratete Hans Dietrich Freiherr von Gemmingen-Steinegg (1869–1958) und brachte den Besitz an Haus Villigst mit in die Ehe.

1948 wurden Haus und Park des Guts an die Evangelische Kirche von Westfalen verpachtet, während die zugehörigen Ackerflächen schon länger an Bauern der Umgebung verpachtet waren und die Waldwirtschaft bei den Besitzern verblieb. 1960 kam das Eigentum durch Erbgang an den Sohn Hans-Werner von Gemmingen-Steinegg (1916–1961). Nach dessen Unfalltod verwaltete die Witwe Marta den Besitz, 1977 übertrug sie ihren Besitz an den Sohn Hans Helmut von Gemmingen-Steinegg. Ein ehemals im Wald befindlicher Friedhof der Gutsherren wurde nach mehreren Vandalismusfällen aufgehoben, die Grabsteine wurden teilweise in den Park von Haus Villigst umgesetzt.

Die Evangelische Kirche hat neben den Tagungsräumen 1953 auch das Pädagogische Institut der EKvW in Haus Villigst eingerichtet. Zu den weiteren Einrichtungen im Haus zählen das Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung, das Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie das Evangelische Studienwerk e.V.

Fotostrecke Haus Villigst

Lage des Haus Villigst

[mapsmarker marker=“11″]

Lizenz

© Urheberrecht für die Fotos auf diesen Seiten bestehen bei HaPe39.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Haus Villigst aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://grosse-drenkpohl.de/haus-villigst/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code class="" title="" data-url=""> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> <pre class="" title="" data-url=""> <span class="" title="" data-url="">

*

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.

Scroll Up