Haus Sölde

Haus Sölde

Haus Söl­de

Haus Söl­de ist ein ehe­ma­li­ges Rit­ter­gut im öst­li­chen Dort­mun­der Stadt­teil Söl­de.

Das Gut wur­de im 13. Jahr­hun­dert er­baut und stand da­nach un­ter Lehns­ho­heit der Her­ren von Vol­mar­stein. 1402 ging es in den Be­sitz der Her­ren von Hö­vel zu Söl­de über.

Zu Haus Söl­de ge­hör­ten elf Höfe und Kot­ten in Söl­de. 1839 ver­kauf­te Frei­herr von Hö­vel sei­ne Be­sit­zun­gen, un­ter an­de­rem Haus Söl­de, an Carl Over­weg zu Iser­lohn, der es wie­der­um 1841 an Cas­par H. Neu­hoff ge­nannt Schul­ze-Dell­wig (1815–1894) wei­ter­ver­kauf­te.

Des­sen Nach­fah­ren, Sohn Theo­dor (1845–1919), En­kel Walt­her (* 1887) und Ur­en­kel Theo­dor be­wirt­schaf­te­ten das Haus Söl­de als land­wirt­schaft­li­chen Groß­be­trieb bis in die 1980er Jah­re.

Heu­te wer­den die Ge­bäu­de als Wohn­ein­hei­ten ge­nutzt.

Haus Sölde

Haus Söl­de

Der land­wirt­schaft­li­che Groß­be­trieb um­fass­te Län­de­rei­en nicht nur in Söl­de, son­dern auch in Holzwi­cke­de und Frön­den­berg-Al­ten­dorf. Eine Vor­stel­lung von der Grö­ße des Be­trie­bes ver­mit­teln die Bi­lanz­sum­men zu An­fang des Jahr­hun­derts. Sie la­gen bei rund ei­ner Mil­li­on Mark. Die Fa­mi­lie Schul­ze-Dell­wig ver­füg­te über um­fang­rei­chen Ze­chen­be­sitz; sie muss we­gen ih­res Ver­mö­gens mit zu den be­deu­tends­ten Wirt­schafts­bür­gern des Dort­mun­der Raums ge­zählt wer­den.

Der Be­stand um­fasst mit Aus­nah­me von drei Flur­kar­ten und zwei Ak­ten aus­schließ­lich Ge­schäfts­bü­cher. Er er­mög­licht des­halb vor al­lem ei­nen Über­blick über die Be­wirt­schaf­tung ei­nes gro­ßen land­wirt­schaft­li­chen Be­trie­bes in un­mit­tel­ba­rer Nähe zum In­dus­trie­ge­biet. Im­mer wie­der fal­len Quer­ver­bin­dun­gen zu den Söl­der Ze­chen Mar­ga­re­the und Frei­berg auf. Ins­be­son­de­re aber wird die Er­zeu­gung land­wirt­schaft­li­cher Pro­duk­te und der Han­del mit ih­nen am Ran­de der In­dus­trie­stadt Dort­mund be­legt.

Dies schlägt sich in ei­ner Buch­füh­rung nie­der, die der von Kauf­leu­ten in nichts nach stand und auf ei­nem Sys­tem von Vor-, Haupt- und Ne­ben­bü­chern be­ruh­te. Der Be­trieb be­dien­te sich, so­weit er­kenn­bar, der mo­derns­ten land­wirt­schaft­li­chen Buch­füh­rungs­me­tho­den. Grund­la­ge al­ler Auf­zeich­nun­gen war das Be­triebs­ta­ge- oder Ar­beits­buch, we­gen der Aus­führ­lich­keit des Um­fangs und des äu­ße­ren Aus­se­hens (grau­er Lei­nen­um­schlag) vom Ver­wal­ter „Grau­es Elend“ (F 126 Nr. 33) ge­nannt.

Fotostrecke Haus Sölde

Lage des Haus Sölde

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