Haus Opherdicke

Haus Opherdicke

Haus Opher­di­cke

Haus Opher­di­cke ist ein Was­ser­schloss und ehe­ma­li­ges Rit­ter­gut im Holzwi­cke­der Orts­teil Opher­di­cke. Das Haus steht öst­lich des Orts­kerns auf dem Kamm des Ar­dey­ge­bir­ges mit Blick nach Sü­den ins Tal der Ruhr.

Geschichte

Ers­te Er­wäh­nung fin­det das Gut im Jah­re 1176. Hein­rich von Herre­ke aus dem Dort­mun­der Gra­fen­haus trug in die­sem Jahr dem Köl­ner Erz­bi­schof sei­ne Be­sit­zung zu Le­hen auf, der es nach Hein­richs Tod an die Edel­her­ren von Graf­schaft ver­gab. Die­se Fa­mi­lie, die bis 1573 im Be­sitz von Haus Opher­di­cke blieb, be­lehn­te wie­der­um ein Mi­nis­te­ri­alen­ge­schlecht mit dem Gut, das den Na­men Herre­ke an­nahm. Nach­dem im 15. Jahr­hun­dert durch Hei­rat die Gru­wel und Lap­pe als Er­ben der Herre­ke Be­sit­zer wur­den, ging das Gut um 1500 an die Ka­mener Burg­man­nen­fa­mi­lie von Fre­sen­dorf, von der es 1719 durch Kauf an die von Hane zu Wer­ve ge­lang­te. 1792 erb­te der Wer­ler Erb­säl­zer Franz Cas­par von Li­li­en das Gut, das 1906 sein gleich­na­mi­ger En­kel sei­ner Nich­te Eu­ge­nie Grä­fin Berg­he von Trips ge­bo­re­ne von Fürs­ten­berg ver­mach­te. Nach­dem be­reits 1912 Tei­le des Gu­tes ver­äu­ßert wor­den wa­ren, wur­de das Rest­gut mit dem Haus 1918 an Theo­dor Re­gen­bo­gen ver­kauft.

Bis zum Ende der Mon­ar­chie in Preu­ßen 1918 war Haus Opher­di­cke ein land­tag­fä­hi­ges Gut.

Von 1683 bis 1687 wur­de die alte Was­ser­burg um­ge­baut und er­hielt ihre heu­ti­ge Ge­stalt. Im 18. und 19. Jahr­hun­dert ent­stan­den die Wirt­schafts- und Ne­ben­ge­bäu­de, die noch heu­te in un­ver­än­der­ter Form den In­nen­hof be­gren­zen. Der Schloss­park in Form ei­nes eng­li­schen Gar­tens wur­de nach Ver­mu­tun­gen des Hei­mat­for­schers Rein­hold Stirn­berg von Ma­xi­mi­li­an Fried­rich Wey­he ge­stal­tet.

Der Kreis Unna er­warb 1980 das Haus Opher­di­cke (ohne die Land­wirt­schaft) von den Er­ben des o. g. Theo­dor Re­gen­bo­gen und ließ es um­fang­reich sa­nie­ren und re­stau­rie­ren. 2011 er­folg­te zum zwei­ten Mal nach Über­nah­me durch den Kreis Unna eine Pha­se der Re­stau­rie­rung und äs­the­ti­schen Auf­wer­tung. In ei­ni­gen Aus­stel­lungs- und Ga­le­rie­räu­men des Hau­ses sind nun Kunst­aus­stel­lun­gen zu se­hen, ins­be­son­de­re mit Wer­ken der Samm­lung Frank Bra­bant; au­ßer­dem fin­den Kam­mer­kon­zer­te und Aus­stel­lun­gen zur Klas­si­schen Mo­der­ne statt. Auch für Pri­vat­ver­an­stal­tun­gen und Ta­gun­gen steht das Haus zur Ver­fü­gung. (Text: Kreis Unna (ge­kürzt) / Te­le­fon: 02303 271841)

Heimatstube

Die alte Schmie­de wur­de 1947 durch Um­bau ei­ner Wa­gen­re­mi­se des Gu­tes er­rich­tet. Sie steht am west­li­chen Rand des Guts­kom­ple­xes. Von 1947 bis 1990 be­trieb der Schmied Ernst Hes­se hier eine Huf- und Wa­gen­schmie­de. Durch Spen­den der Ge­mein­de Holzwi­cke­de, der Spar­kas­se Unna, der Volks­bank Unna, des Mu­se­umsam­tes in Müns­ter und eh­ren­amt­li­cher Ar­beit von Mit­glie­dern des His­to­ri­schen Ver­eins Holzwi­cke­de e. V. konn­te die Hei­mat­stu­be 2002 er­öff­net wer­den. Heu­te sind hier auch Werk­zeu­ge an­de­rer Hand­wer­ke zu se­hen. Zu be­son­de­ren An­läs­sen wird hier auch noch ge­schmie­det. (Öff­nungs­zei­ten: Sonn­tags von 14.30 bis 17.00 Uhr)

Fotostrecke Haus Opherdicke

Lage des Haus Opherdicke

Lizenz

© Ur­he­ber­recht für die Fo­tos auf die­sen Sei­ten be­stehen bei Bern­hard Gro­ße-Drenkpohl.
Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Haus Opher­di­cke aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­to­ren ver­füg­bar.

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