Haus Letmathe

Haus Letmathe | Foto by HaPe39

Haus Let­ma­the | Foto by HaPe39

Haus Let­ma­the war Her­ren­sitz de­rer von Let­ma­the in der gleich­na­mi­gen ehe­ma­li­gen Stadt, die seit 1975 ein Stadt­teil der Stadt Iser­lohn ist. Eine ers­te Er­wäh­nung fin­det sich etwa um das Jahr 1036. Der heu­ti­ge Bau­zu­stand stammt etwa aus dem Jah­re 1605.

Geschichte

Die Her­ren von Let­ma­the und die Her­ren auf Let­ma­the wa­ren den Gra­fen von Lim­burg (Len­ne) und den Gra­fen von Al­te­na-Mark zum Le­hen ver­pflich­tet. Letz­ter ‚von Let­ma­the‘ weil­te im spä­ten 14. Jahr­hun­dert, da­nach folg­ten ver­schie­de­ne Her­ren auf Let­ma­the, ab 1576 (bis 1812) die Her­ren von Bra­beck aus Kirch­hel­len (bei Bot­trop), die auch den Her­ren­sitz Haus He­mer be­sa­ßen. Zu die­sen ge­hör­te der Fürst­bi­schof Jobst Ed­mund von Bra­beck und der Kunst­ken­ner und Grün­der der Chal­ko­gra­phi­schen Ge­sell­schaft zu Des­sau Fried­rich Mo­ritz von Bra­beck.

Seit 1812 war der Un­ter­neh­mer Wil­helm Eb­bing­haus der Haus­herr. Eine wei­te­re be­deu­ten­de Fa­mi­lie auf Haus Let­ma­the war die Fa­mi­lie des Carl Over­weg mit sei­nem Sohn Au­gust Over­weg, die 1852 das Haus er­war­ben und es bis 1918 be­hiel­ten.

Zu Be­ginn des 20. Jahr­hun­derts war dort die Land- und Forst­wirt­schaft­li­che Schu­le zu Let­ma­the un­ter­ge­bracht.

In den 1970er Jah­ren ver­fiel die An­la­ge. Sämt­li­che Ne­ben­ge­bäu­de wur­den ab­ge­bro­chen. Le­dig­lich die Ten­ne wur­de im West­fä­li­schen Frei­licht­mu­se­um Ha­gen wie­der auf­ge­baut.

Im Zeit­raum 2008/2009 wur­de das Haus Let­ma­the grund­le­gend sa­niert und be­hin­der­ten­freund­lich ge­stal­tet. Heu­te be­fin­den sich im Haus Let­ma­the eine Zweig­stel­le der Stadt­bü­che­rei Iser­lohn und das Hei­mat­mu­se­um des Stadt­teils Let­ma­the der Stadt Iser­lohn.

Museum

Das Hei­mat­mu­se­um um­fasst

  • Land­wirt­schaft­li­ches Ge­rät und bäu­er­li­ches Kul­tur­gut
  • Wer­de­gang und Er­zeug­nis­se der Let­ma­ther In­dus­trie
  • Let­ma­ther Ver­kehrs­ge­schich­te

Namensgeschichten

Die Her­ren von Let­ma­the hin­ter­lie­ßen ihre Spu­ren weit über ihre Hei­mat hin­aus, so zum Bei­spiel in Gou­da in den Nie­der­lan­den oder als Or­dens­rit­ter in Ost­preu­ßen.

Per­so­nen mit dem Na­men „Let­ma­the“, „Leth­ma­the“, „Let­ma­te“ oder „Leth­ma­te“ sind auch heu­te noch in ganz Eu­ro­pa zu fin­den. Zum Stadt­ju­bi­lä­um 1961 ließ der Bür­ger­meis­ter die­se Leu­te su­chen und fand mehr als 60 ver­schie­de­ne Per­so­nen, die den Na­men „Let­ma­the“ tra­gen. Un­ter an­de­rem in Müns­ter (12), Bie­le­feld (11), Rhei­ne (4), Dort­mund (3), Bre­men (3), Leo­polds­hö­he (2) und Duis­burg (2).

Be­kann­tes­te Per­son, die den Na­men Let­ma­the heu­te trägt, dürf­te Pe­ter Bra­beck-Let­ma­the sein, der un­ter an­de­rem Vor­stands­vor­sit­zen­der des Nest­lé-Kon­zerns ist. Sein Name ist auf die Fa­mi­lie von Bra­beck zu­rück­zu­füh­ren, die von 1573 bis 1812 in Be­sitz von Haus Let­ma­the war und die sich „von Bra­beck zu Let­ma­the“ ge­nannt hat.

Fotostrecke Haus Letmathe

Lage des Haus Letmathe

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