Haus Herbede

Haus Herbede | © Foto: Hape39

Haus Her­be­de | © Foto: Hape39

Haus Her­be­de ist ein Rit­ter­gut im Ruhr­tal und liegt im Wit­te­ner Stadt­teil Her­be­de un­weit des Kem­nader Sees.

Das ehe­mals von Gräf­ten um­ge­be­ne Haupt­haus be­sitzt eine mau­er­um­wehr­te Vor­burg und wird heu­te als öf­fent­li­che Be­geg­nungs­stät­te und Ga­le­rie ge­nutzt. Im mit­tel­al­ter­li­chen Ge­wöl­be­kel­ler be­fin­det sich ein Re­stau­rant.

Geschichte

Sei­ne An­fän­ge rei­chen bis in das 11. Jahr­hun­dert zu­rück. 1225/27 war es im Be­sitz des Ar­nold von Di­ding­ho­fen, der die Herr­schaft Her­be­de vom Klos­ter Kau­fun­gen zu Le­hen er­hielt. Ab 1311 wur­de das Haus durch die Fa­mi­lie von El­ver­feldt be­wohnt, die es als Burg­man­nen ver­wal­te­te.

Wäh­rend des 14. Jahr­hun­derts wur­de die An­la­ge be­fes­tigt, in­dem die Holz­bau­ten durch ein Stein­haus und ei­nen sich an­schlie­ßen­den Turm er­setzt wur­den.

Um 1500 wur­de Haus Her­be­de durch ei­nen gro­ßen Brand stark be­schä­digt. Bei Un­ter­su­chun­gen in den 1980er Jah­ren fan­den sich im Kel­ler al­ler­lei In­ven­tar, Waf­fen und Rüs­tungs­tei­le. Die­se wa­ren bei dem Feu­er ver­mut­lich durch die De­cken ge­stürzt, ohne dass sie spä­ter ge­bor­gen wur­den.

1540 ent­stand ein un­ter­kel­ler­ter Neu­bau, der um 1563 durch An­bau­ten mit be­stehen­den Stein­häu­sern ver­bun­den wur­de, so dass Haus Her­be­de zu ei­ner Vier­flü­gel­an­la­ge mit zen­tra­lem In­nen­hof um­ge­stal­tet wur­de. Zum Her­be­der Be­sitz ge­hör­ten jahr­hun­der­te­lang auch Haus Vil­ligst, Haus Blu­men­au, seit An­fang des 18. Jahr­hun­derts fer­ner Haus Berg­ho­fen, ab 1869 Haus Ruhr und ab 1882 Haus Kot­ten. Der pro­tes­tan­ti­schen Her­be­der Li­nie der El­ver­feldt ge­hör­te die­ser um­fang­rei­che Be­sitz bis zu ih­rem Er­lö­schen 1889, als er durch Erb­gän­ge nach­ein­an­der an die frei­herr­li­chen Fa­mi­li­en von Rhein­ba­ben und von Gemmin­gen fiel.

Nach­dem Haus Her­be­de im 20. Jahr­hun­dert jahr­zehn­te­lang als Wohn­stät­te für Werks­an­ge­hö­ri­ge ei­nes be­nach­bar­ten Un­ter­neh­mens der Ei­sen ver­ar­bei­ten­den In­dus­trie ge­nutzt wur­de und in der End­pha­se die­ser Nut­zung im­mer mehr ver­fiel, ging es 1985 in das Ei­gen­tum der Frei­zeit­zen­trum Kem­na­de GmbH, der Trä­ger­ge­sell­schaft für den Bau und Be­trieb des Kem­nader Sees so­wie der Frei­zeit- und Nah­erho­lungs­an­la­gen in den Ufer­be­rei­chen des Sees über und wur­de von die­ser mit öf­fent­li­chen Mit­teln grund­le­gend sa­niert und zu ei­ner öf­fent­li­chen Kul­tur- und Be­geg­nungs­stät­te um­ge­baut. Die un­ter Denk­mal­schutz ste­hen­de An­la­ge wur­de in den 1980er Jah­ren auf­wen­dig re­stau­riert. Au­ßen­an­la­gen und der In­nen­hof sind frei zu­gäng­lich.

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Lage des Haus Herbede

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