Haus Harkorten

Haus Harkorten | Foto by HaPe39

Haus Harkor­ten | Foto by HaPe39

Haus Harkor­ten ist eine bau­lich fast voll­stän­dig er­hal­te­ne, je­doch ver­fal­len­de Guts­an­la­ge und der ehe­ma­li­ge Wohn­sitz der Pa­tri­zi­er- und Un­ter­neh­mer-Fa­mi­lie Harkort im Ha­ge­ner Stadt­teil Wes­ter­bau­er im süd­öst­li­chen Ruhr­ge­biet.

Anlage

Die denk­mal­ge­schütz­te Ge­samt­an­la­ge am Nord­rand der frü­he­ren Ge­mein­de Wes­ter­bau­er wird durch eine lan­ge Al­lee er­schlos­sen und be­steht aus meh­re­ren Ge­bäu­den:

  • dem ehe­ma­li­gen Her­ren­haus aus der zwei­ten Hälf­te des 18. Jahr­hun­derts, das über eine sechs­stu­fi­ge Frei­trep­pe be­tre­ten wird,
  • dem Öko­no­mie­ge­bäu­de, das im 17. Jahr­hun­dert er­rich­tet wor­den war
  • und dem 1705 ge­bau­ten Spei­cher, der zum Teil auch zu Wohn­zwe­cken ge­nutzt wur­de.

Das min­des­tens aus dem 18. Jahr­hun­dert stam­men­de „Back­haus“, wel­ches 2013 ab­ge­tra­gen und auf neu­en Fun­da­men­ten neu er­rich­tet wur­de, war nicht in das Denk­malensem­ble auf­ge­nom­men wor­den. Der Neu­bau ent­hält kei­ne his­to­ri­sche Sub­stanz mehr.

Haus Harkor­ten gilt als der „Hö­he­punkt des Ber­gi­schen Wohn­haus­baus“. Der zwei­ge­schos­si­ge Fach­werk­bau auf ho­hem Bruch­stein­so­ckel be­sitzt ein ge­bro­che­nes, teil­wei­se ge­schweif­tes Walm­dach, dem an Ein­gangs- und Gar­ten­sei­te je­weils ein gro­ßes Zwerch­haus mit ge­schweif­tem Gie­bel vor­ge­setzt ist. In sechs Ach­sen sind gro­ße ba­ro­cke Fens­ter über die Fas­sa­de ver­teilt. Zwi­schen den mitt­le­ren Fens­tern be­fin­det sich der Ein­gang mit Frei­trep­pe. Er be­sitzt ein reich mit Schnit­ze­rei­en ver­zier­tes Por­tal mit ver­zier­tem Ober­licht.

Geschichte

Harkort’s Geburtshaus auf Gut Harkorten in Westphalen.

Harkort’s Ge­burts­haus auf Gut Harkor­ten in West­pha­len.

Haus Harkor­ten ist Ge­burts­haus von Gus­tav, Edu­ard und Fried­rich Harkort, dem „Va­ter des Ruhr­ge­biets“. Nur we­ni­ge hun­dert Me­ter ent­fernt in der Nähe der En­ne­pe be­fand sich die Harkort’sche Fa­brik, von der heu­te al­ler­dings nur noch we­ni­ge Ge­bäu­de­tei­le üb­rig­ge­blie­ben sind. Di­rekt da­ne­ben führ­te noch bis in die 1960er Jah­re hin­ein die Harkort’sche Koh­len­bahn vor­bei.

In den Jah­ren 1756/57 ließ Jo­hann Cas­par Harkort III. auf dem äl­te­ren Gut der Fa­mi­lie Harkort ein neu­es Her­ren­haus durch die Schwel­mer Meis­ter­schu­le im ber­gi­schen Ro­ko­kos­til er­rich­ten. Die An­re­gung zum Bau des Her­ren­hau­ses ging von Loui­sa Ca­tha­ri­na Harkort aus.

2014: Haus Harkor­ten be­fin­det sich nach dem Ver­kauf an ei­nen pri­va­ten In­ves­tor akut im Ver­fall durch jah­re­lan­gen Leer­stand und feh­len­den Bau­un­ter­halt. Ein denk­mal­ver­träg­li­ches Nut­zungs­kon­zept wur­de bis­her nicht be­kannt. Die Guts­an­la­ge wur­de in Ein­zel­ei­gen­tum zer­schla­gen. An den stark ge­schä­dig­ten Ne­ben­ge­bäu­den lau­fen In­stand­set­zungs­ar­bei­ten. Die Gar­ten- und Park­an­la­gen sind ver­wil­dert, die um­ge­ben­de Land­schaft ist durch Be­bau­ung zer­stört.

Im Jahr 2016 wur­den vom Denk­mal­schutz-Son­der­pro­gramm des Bun­des 240.000 € ge­neh­migt, um den wei­te­ren Ver­fall des Ge­bäu­des auf­zu­hal­ten. Als ers­te Maß­nah­me wird die mit Schie­fer ge­deck­te Fas­sa­de inkl. Dach in­stand ge­setzt. Des Wei­te­ren soll auch ein Kon­zept zur künf­ti­gen Nut­zung er­ar­bei­tet wer­den.

Fotostrecke Haus Harkorten

Lage des Haus Harkorten

Lizenz

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