Haus Busch (Hagen)

Haus Busch | © Foto: HaPe39

Haus Busch | © Foto: HaPe39

Haus Busch ist ein al­tes Her­ren­haus der Adels­fa­mi­lie von Sy­berg zum Busch in Ha­gen-Hel­fe, das seit 1974 der Ge­sell­schaft für pu­bli­zis­ti­sche Bil­dungs­ar­beit als Sitz und als so ge­nann­tes Jour­na­lis­ten-Zen­trum des von der Ge­sell­schaft ge­tra­ge­nen Deut­schen In­sti­tuts für pu­bli­zis­ti­sche Bil­dungs­ar­beit, kurz Haus Busch, dient.

Geschichte

Gutshaus

Das ehe­ma­li­ge Rit­ter­gut war seit 1369 im Be­sitz der Fa­mi­lie von Sy­berg. Das heu­te noch er­hal­te­ne Her­ren­haus mit ein­drucks­vol­lem Kel­ler­ge­wöl­be wur­de um 1700 auf dem Ge­län­de er­rich­tet, das bis heu­te von ei­nem Park­gar­ten mit al­tem Baum­be­stand ge­prägt ist. Es ist das Ge­burts- und El­tern­haus von Ge­org von Vincke. An­fang des 20. Jahr­hun­derts er­warb die Stadt Ha­gen das Haus mit um­lie­gen­den Flä­chen.

Deutsches Institut für publizistische Bildungsarbeit

Die Ge­sell­schaft für pu­bli­zis­ti­sche Bil­dungs­ar­beit wur­de 1960 in Düs­sel­dorf, vor­ran­gig von Emil Do­vi­fat und Karl Bring­mann ge­grün­det, die in den 1950er Jah­ren dort den ers­ten Zei­tungs­fach­li­chen Fort­bil­dungs­kurs als Vor­läu­fer der heu­te üb­li­chen Vo­lon­tär­semi­na­re er­öff­net hat­ten. 1974 zog das zwi­schen­zeit­lich ge­grün­de­te Deut­sche In­sti­tut für pu­bli­zis­ti­sche Bil­dungs­ar­beit ins Ha­ge­ner Haus Busch um. In dem In­sti­tut wer­den Jour­na­lis­ten in Kurz­zeit­kur­sen aus- und wei­ter­ge­bil­det.

Im Alt­bau be­fin­den sich seit­dem die In­sti­tuts­ver­wal­tung mit Bü­ros, klei­ne­re Se­mi­nar­räu­me und eine Prä­senz­bi­blio­thek. Das Kel­ler­ge­wöl­be wird als Knei­pe Busch­kel­ler ge­nutzt. In mo­der­ni­sier­ten und er­wei­ter­ten Ne­ben­ge­bäu­den be­fin­den sich Hör­sä­le und die Kan­ti­ne so­wie der zum Jour­na­lis­ten-Zen­trum ge­hö­ren­de Ho­tel­be­trieb.

Haus Busch ist au­ßer­dem Sitz der vom ehe­ma­li­gen Han­dels­blatt-Her­aus­ge­ber Fried­rich Vo­gel ge­grün­de­ten Vo­gel-Stif­tung so­wie der deutsch­spra­chi­gen Sek­ti­on der So­cie­ty for News­de­sign (SND).

Im Juni 2005 wur­de be­kannt, dass Haus Busch nach Kür­zung der Zu­schüs­se vom Land NRW und nach an­ge­kün­dig­tem Aus­tritt der Ver­le­ger­ver­bän­de (Bun­des­ver­band Deut­scher Zei­tungs­ver­le­ger BDZV und Zei­tungs­ver­le­ger­ver­band NRW) aus der Trä­ger­ge­sell­schaft un­mit­tel­bar vor der In­sol­venz steht, die im Juli auch an­ge­mel­det wur­de. Vor al­lem der dras­ti­sche Rück­gang der Teil­neh­mer­zah­len für die an­ge­bo­te­ne ein­jäh­ri­ge Aus­bil­dung zum Pres­se­stel­len­jour­na­lis­ten oder Mul­ti­me­dia-News­De­si­gner, die pro Per­son rund 9.000 Euro kos­tet, wur­de als ur­säch­lich für die Fi­nanz­schwie­rig­kei­ten be­nannt. Grund für den Rück­gang war die we­gen Hartz IV weg­fal­len­de staat­li­che För­de­rung, ins­be­son­de­re der Über­nah­me der Wohn­kos­ten in Haus Busch.

Heu­te ist ein ge­mein­nüt­zi­ger Ver­ein der Trä­ger. Zwar ha­ben sich die frü­he­ren Part­ner zu­meist aus der Trä­ger­schaft zu­rück­ge­zo­gen. Je­doch un­ter­stützt der DJV Haus Busch mit ei­ner re­gel­mä­ßi­gen in­sti­tu­tio­nel­len Zu­wen­dung.

Fotostrecke Haus Busch

Lage des Haus Busch

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