Haus Borg (Werl)

Haus Borg, alter Kupferstich

Haus Borg, al­ter Kup­fer­stich

Das Haus Borg in Bud­berg ist ein zwei­ge­schos­si­ger Spät­ba­rock­bau mit dop­pel­läu­fi­ger Frei­trep­pe. Der Grund, auf dem es steht, ist ein­ge­tra­gen in die of­fi­zi­el­le Lis­te der Bo­den­denk­mä­ler auf dem Ge­biet der Stadt Werl, das Ge­bäu­de ist un­ter der lau­fen­den Num­mer 41 in der Denk­mal­lis­te der Stadt Werl ver­zeich­net.

Geschichte und Architektur

Haus Borg wur­de erst­mals 1333 ur­kund­lich er­wähnt, zur da­ma­li­gen Zeit war die An­la­ge eine Was­ser­burg. Das Rit­ter­gut ge­hör­te bis etwa zur Mit­te des 15. Jahr­hun­derts der Fa­mi­lie von der Borg. Pe­ter von der Borg ver­kauf­te die An­la­ge 1440 an Wil­helm Key­gen. Schein­bar war das Gut da­mals schon ge­teilt, da Wil­helm Key­gen der Alte und sei­ne Söh­ne ih­ren Teil des Hau­ses Borg 1468 an die Fa­mi­lie Fre­se­ken ver­kauf­ten. Der an­de­re Teil kam 1540 durch das Erbe der Mar­ga­re­tha von Schen­king an Kas­par von Plet­ten­berg. Da Jo­hann von Plet­ten­berg 1486 den An­teil der Fa­mi­lie von Fre­se­ken ge­kauft hat­te, war der Be­sitz in ei­ner Hand. Kas­par von Plet­ten­berg und sei­ne Ehe­frau Bar­ba­ra von Haab hat­ten nur ein Kind, eine Toch­ter; die­se hei­ra­te­te Joa­chim Al­hard von Lür­wald, der so Be­sit­zer wur­de. Die Lür­walds ver­kauf­ten 1752 an die Erb­säl­zer­fa­mi­lie von Li­li­en. Durch Hei­rat der Ma­ria The­re­sa von Li­li­en kam es an Karl von Klein­sor­gen. Karl von Klein­sor­gen und sei­ne Frau Ma­ria The­re­sia von Li­li­en wa­ren kin­der­los, sie ver­kauf­ten das Haus am 20. März 1931 an Hein­rich Her­bert, des­sen Nach­fah­ren das Gut mit etwa 90 ha Grund und etwa 10 ha Wal­de noch heu­te be­wirt­schaf­ten.

Das Her­ren­haus wur­de wohl im 18. Jahr­hun­dert über al­ten Grund­mau­ern er­rich­tet. Die Wän­de aus Grün­sand­stein sind teil­wei­se über ei­nen Me­ter dick, sie ha­ben an der Trau­fe noch eine Stär­ke von 80 cm. Das Ge­bäu­de ist über eine Trep­pe mit ei­nem schmie­de­ei­ser­nen Git­ter, die zu der Ein­gangs­tür aus Ei­chen­holz führt, er­schlos­sen. Von dort be­tritt man die Ein­gangs­hal­le. Da sich das Kel­ler­ge­schoss über der Erde be­fin­det, ist das Erd­ge­schoss ei­gent­lich das ers­te Ober­ge­schoss; in ihm sind sie­ben, zum Teil sehr groß­zü­gi­ge Räu­me an­ge­ord­net. Es hat eine Höhe von 4,50 m. Die Kü­che und die sons­ti­gen Wirt­schafts­räu­me sind im so­ge­nann­ten Kel­ler­ge­schoss un­ter­ge­bracht. Das Ober­ge­schoss mit ei­ner Höhe von 3,60 m und 10 Zim­mern liegt un­ter dem aus­ge­bau­ten Dach­ge­schoss mit vier Ge­sin­de­räu­men. Dar­über be­fin­det sich der ei­gent­li­che Dach­bo­den, der als Spei­cher ge­nutzt wur­de. Ein al­tes Well­rad, mit dem frü­her Bau­ma­te­ri­al in die obe­ren Ge­schos­se ge­zo­gen wur­de, ist hier noch er­hal­ten. In ei­ner der bei­den Dach­gau­ben auf dem Schopf­walm­dach ist eine ba­ro­cke Hof­glo­cke be­fes­tigt.

Das Ge­bäu­de wur­de 1979 um­fang­reich re­no­viert. Der Glo­cken­stuhl wur­de wie­der­her­ge­stellt, das Dach wur­de mit Ton­zie­geln neu ein­ge­deckt. Die Ei­chen­bal­ken wa­ren noch gut er­hal­ten, die Dachspar­ren wur­den er­neu­ert. Der Putz wur­de er­neu­ert und ge­stri­chen. Die al­ten Klap­p­lä­den an den Fens­tern der Süd- und Süd­ost­sei­te wur­den ent­fernt. Seit 1975 wur­den nach und nach 65 neue Fens­ter ein­ge­baut.

Fotostrecke Haus Borg (Werl)

Lage des Haus Borg (Werl)

Lizenz

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