Großherzogtum Berg

Ter­ri­to­ri­um im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich
Groß­her­zog­tum Berg Rhei­ni­scher Bun­des­staat (Con­fédé­ra­ti­on du Rhin)
Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf
Re­gie­rungs­form Mon­ar­chie un­ter dem Rhein­bund-Pro­tek­to­rat des Kai­sers der Fran­zo­sen (Pro­tec­teur de la Con­fédé­ra­ti­on)
Letz­tes Ober­haupt Na­po­lé­on Lou­is Bo­na­par­te (1804–1831)
Dy­nas­tie Mu­rat, Bo­na­par­te
Be­stehen 1806–1813
Flä­che 17.300 km² (1811)
Ein­woh­ner 880.000
Ent­stan­den aus Her­zog­tum Berg, Her­zog­tum Kle­ve, Graf­schaft Mark, Erb­fürs­ten­tum Müns­ter, Reichs­stadt Dort­mund und an­de­re.
Auf­ge­gan­gen in Kö­nig­reich Preu­ßen (vor­über­ge­hend Ge­ne­ral­gou­ver­ne­ment Berg)

Das Groß­her­zog­tum Berg (auch Groß­her­zog­tum Kle­ve und Berg, fran­zö­sisch Grand-Du­ché de Berg) war von 1806 bis 1813 ein na­po­leo­ni­scher Sa­tel­li­ten­staat, der im Kern aus dem Her­zog­tum Berg her­vor­ging und aus zahl­rei­chen wei­te­ren Ter­ri­to­ri­en mit un­ter­schied­li­chen, ge­mischt­kon­fes­sio­nel­len Tra­di­tio­nen ge­bil­det wur­de. Als Grün­dungs­mit­glied des Rhein­bun­des trat das Land am 1. Au­gust 1806 aus dem Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich aus. Zu­nächst von Joa­chim Mu­rat und dann von Na­po­le­on selbst re­giert, war das de jure sou­ve­rä­ne Groß­her­zog­tum de fac­to ein Sa­tel­li­ten­staat des Kai­ser­reichs Frank­reich. Ne­ben dem Kö­nig­reich West­pha­len soll­te es als Mo­dell­staat für die üb­ri­gen Rhein­bund­staa­ten die­nen und als Puf­fer­staat („État in­ter­mé­di­ai­re“) Frank­reich ge­gen Preu­ßen ab­si­chern. Es kam zu Re­for­men der Ver­wal­tung, der Jus­tiz, der Wirt­schaft und zu Agrar­re­for­men. Das Mi­li­tär des Staa­tes kämpf­te in ver­schie­de­nen Feld­zü­gen wäh­rend der Ko­ali­ti­ons­krie­ge. Haupt­stadt war Düs­sel­dorf, wo das frü­he­re Je­sui­ten­klos­ter und das Statt­hal­ter­pa­lais an der Müh­len­stra­ße als Re­gie­rungs­sitz dien­ten.

Nach den Ver­hält­nis­sen des Jah­res 1808 war das Groß­her­zog­tum Berg um­ge­ben von dem Kai­ser­reich Frank­reich (Dé­par­te­ment de la Roer, Dé­par­te­ment de Rhin-et-Mo­sel­le), dem Kö­nig­reich Hol­land, dem Fürs­ten­tum Salm, dem Her­zog­tum Aren­berg-Mep­pen, dem Kö­nig­reich West­pha­len, dem Groß­her­zog­tum Hes­sen und dem Her­zog­tum Nas­sau. Ab dem Jahr 1811, nach der fran­zö­si­schen An­ne­xi­on ber­gi­scher Ge­bie­te nörd­lich der Lip­pe, grenz­te das Groß­her­zog­tum im Nor­den an zwei der so­ge­nann­ten han­sea­ti­schen De­par­te­ments des Kai­ser­reichs Frank­reich, an das Dé­par­te­ment de la Lip­pe und an das Dé­par­te­ment de l’Ems-Supérieur.

Im Land konn­te sich in der kur­zen Zeit des Be­stehens kein Na­tio­nal- oder Lan­des­be­wusst­sein ent­wi­ckeln. Da­bei spiel­te nicht zu­letzt eine Rol­le, dass aus ver­schie­de­nen Grün­den we­der der Land­adel, noch das Bür­ger­tum oder die un­te­ren Schich­ten das Sys­tem ge­schlos­sen un­ter­stütz­ten. Aus­ge­löst von wirt­schaft­li­chen Kri­sen und im Un­mut ge­gen Trup­pen­aus­he­bun­gen kam es 1813 zu schwe­ren Un­ru­hen, die mi­li­tä­risch nie­der­ge­schla­gen wur­den („Knüp­pel­rus­sen­auf­stand“). Nach dem Zu­sam­men­bruch der na­po­leo­ni­schen Herr­schaft fie­len die meis­ten Ge­bie­te als Er­geb­nis des Wie­ner Kon­gres­ses an das Kö­nig­reich Preu­ßen.

Geschichte

Zeit unter Murat

Am 15. März 1806 trat Kö­nig Ma­xi­mi­li­an I. Jo­seph von Bay­ern sein Her­zog­tum Berg an Na­po­le­on ab. Kur­bay­ern hat­te sich 1805 im Ver­trag von Schön­brunn im Tausch ge­gen das Fürs­ten­tum Ans­bach dazu ver­pflich­tet. Na­po­le­on über­trug noch am sel­ben Tag die Sou­ve­rä­ni­tät über die Her­zog­tü­mer Berg und Kle­ve an sei­nen Schwa­ger, den fran­zö­si­schen Prin­zen Joa­chim Mu­rat, der da­durch zu­nächst noch für we­ni­ge Mo­na­te ein deut­scher Reichs­fürst wur­de. Das Ter­ri­to­ri­um des am 15. Fe­bru­ar 1806 von Preu­ßen ab­ge­tre­te­nen Her­zog­tums Kle­ve (der nach 1795/1803 ver­blie­be­ne rechts­rhei­ni­sche Rest) wur­de mit dem Her­zog­tum Berg ver­bun­den. Mu­rat nahm sein Land am 19. März 1806 in Köln zu­nächst als Her­zog von Kle­ve (Cle­ve) und Berg förm­lich in Be­sitz und ließ sich acht Tage spä­ter von den Land­stän­den in Düs­sel­dorf hul­di­gen. Als Fi­nanz­mi­nis­ter, als pro­vi­so­ri­scher Mi­nis­ter-Staats­se­kre­tär so­wie als Prä­si­dent des ber­gi­schen Staats­rats setz­te Jean An­toi­ne Mi­chel Agar 1806 bis 1808 die Di­rek­ti­ven Mu­rats um. Als Re­si­den­zen bei sei­nen sel­te­nen Auf­ent­hal­ten nutz­te Mu­rat das Statt­hal­ter­pa­lais in der Düs­sel­dor­fer Müh­len­stra­ße, die schon in kur­pfäl­zi­scher Zeit die Züge ei­nes Re­gie­rungs­vier­tels an­ge­nom­men hat­te, so­wie das Schloss Ben­rath.

Joachim Murat in der Uniform der bergischen Kavallerie, 1806–1808 Großherzog von Berg, Porträt von François Gérard, etwa 1808

Joa­chim Mu­rat in der Uni­form der ber­gi­schen Ka­val­le­rie, 1806–1808 Groß­her­zog von Berg, Por­trät von François Gé­rard, etwa 1808

Im Juli 1806 er­klär­te Mu­rat auf der Grund­la­ge der Rhein­bund­ak­te und im Zuge der Grün­dung des Rhein­bun­des den Aus­tritt aus dem Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich. Mit Wir­kung vom 1. Au­gust 1806 be­an­spruch­te er un­ter ge­gen­sei­ti­ger An­er­ken­nung der Si­gna­tar­staa­ten die Sou­ve­rä­ni­tät und nahm ent­spre­chend Art. 5 der Rhein­bund­ak­te den Ti­tel ei­nes Groß­her­zogs an. We­nig spä­ter wur­de das kle­visch-ber­gi­sche Groß­her­zog­tum nach der Nie­der­la­ge Preu­ßens bei Jena und Auer­stedt und dem Frie­den von Til­sit er­wei­tert. Bis zum Ja­nu­ar 1808 ka­men fol­gen­de meist ehe­mals preu­ßi­schen Ge­bie­te hin­zu: die Stif­te El­ten, Es­sen und Wer­den, die Graf­schaft Mark mit Lipp­stadt, das Erb­fürs­ten­tum Müns­ter, das Fürs­ten­tum Rheina-Wol­beck, die Graf­schaft Salm-Horst­mar, die Graf­schaf­ten Teck­len­burg, Rhe­da, Lin­gen, Cap­pen­berg, die ehe­ma­li­ge Reichs­stadt Dort­mund so­wie die nas­saui­schen Ge­bie­te um Sie­gen und Dil­len­burg. Die Stadt We­sel wur­de da­ge­gen im Ja­nu­ar 1808 Teil Frank­reichs; ihre gut aus­ge­bau­te Fes­tung dien­te auch zur Kon­trol­le des Groß­her­zog­tums.

Direkte napoleonische Herrschaft

Ge­mäß dem Ver­trag von Ba­yon­ne vom 15. Juli 1808 er­nann­te Na­po­le­on Joa­chim Mu­rat zum Kö­nig von Nea­pel und über­nahm ab die­sem Zeit­punkt in Per­so­nal­uni­on mit dem fran­zö­si­schen Kai­ser­tum auch die Herr­schaft über das Groß­her­zog­tum Berg. Durch die Per­so­nal­uni­on Frank­reichs und Bergs wur­de eine An­ne­xi­on, die nach der Rhein­bund­ak­te nicht zu­läs­sig war, ver­mie­den. Als Mi­nis­ter-Staats­se­kre­tä­re für An­ge­le­gen­hei­ten des Groß­her­zog­tums Berg bei der kai­ser­li­chen Re­gie­rung zu Pa­ris fun­gier­ten Mi­chel Gau­din (bis 31. De­zem­ber 1808), Hu­gues-Ber­nard Ma­ret (1. Ja­nu­ar 1809 bis 23. Sep­tem­ber 1810) und Pierre-Lou­is Roe­de­rer (24. Sep­tem­ber 1810 bis No­vem­ber 1813). Mit ih­nen stand der Kai­ser­li­che Kom­mis­sar Jac­ques Clau­de Beug­not als Ver­wal­tungs­chef der groß­her­zog­li­chen Re­gie­rung zu Düs­sel­dorf in stän­di­ger Kor­re­spon­denz. In­so­fern konn­te das Groß­her­zog­tum selbst kei­ne ei­gen­stän­di­ge po­li­ti­sche Rol­le spie­len. Im April 1808 er­reich­te das Groß­her­zog­tum Berg eine Aus­deh­nung, die es in der Fol­ge­zeit nicht mehr über­tref­fen soll­te.

Großherzogin Caroline mit Tochter Laetitia im Jahre 1807

Groß­her­zo­gin Ca­ro­li­ne mit Toch­ter La­e­ti­tia im Jah­re 1807

Am 3. März 1809 er­nann­te Na­po­lé­on sei­nen vier­jäh­ri­gen Nef­fen Na­po­lé­on Lou­is Bo­na­par­te zum Groß­her­zog von Berg. Er war der äl­tes­te le­ben­de Sohn des Kö­nigs von Hol­land und der Bru­der des spä­te­ren Na­po­le­on III. Da Na­po­lé­on Lou­is noch nicht voll­jäh­rig war und da Na­po­lé­on sei­nem Bru­der Lou­is, dem Kö­nig von Hol­land, die Re­gent­schaft über das Groß­her­zog­tum Berg we­gen schwer­wie­gen­der Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten über die Durch­set­zung der Kon­ti­nen­tal­sper­re nicht über­las­sen woll­te, zog es der Kai­ser vor, die ber­gi­sche Re­gent­schaft selbst zu über­neh­men.

Nach der Ab­dan­kung des Kö­nigs von Hol­land am 1. Juli 1810 war das Groß­her­zog­tum Berg ei­ni­ge Tage lang in Per­so­nal­uni­on mit dem Kö­nig­reich Hol­land ver­bun­den, weil in­fol­ge der Ab­dan­kung sei­nes Va­ters der fünf­jäh­ri­ge Groß­her­zog von Berg auch Kö­nig von Hol­land ge­wor­den war. Die­se Per­so­nal­uni­on fand ihr ra­sches Ende durch die fran­zö­si­sche An­ne­xi­on Hol­lands am 9. Juli 1810. Das Groß­her­zog­tum blieb zu­nächst von ei­ner An­ne­xi­on ver­schont. Erst am 13. De­zem­ber 1810 be­schloss der fran­zö­si­sche Se­nat zur Durch­set­zung der Kon­ti­nen­tal­sper­re die Ein­ver­lei­bung der kle­vi­schen und ber­gi­schen Ge­bie­te nörd­lich der Lip­pe.

Im Jah­re 1811 be­such­te Na­po­le­on das Groß­her­zog­tum und sei­ne Haupt­stadt Düs­sel­dorf mit dem Ziel, die auf­tre­ten­den Schwie­rig­kei­ten – etwa durch Kon­tak­te mit Per­sön­lich­kei­ten der ber­gi­schen Ad­mi­nis­tra­ti­on und Wirt­schaft – per­sön­lich zu er­ör­tern und in Au­gen­schein zu neh­men. Um die ber­gi­sche Be­völ­ke­rung für Frank­reich und für ihn als Re­gen­ten Bergs ge­wo­gen zu hal­ten, ließ er eine ber­gi­sche Ge­wer­be­aus­stel­lung or­ga­ni­sie­ren, die er auch be­such­te, ord­ne­te er eine Ver­schö­ne­rung der ab 1801 be­sei­tig­ten Stadt­be­fes­ti­gung Düs­sel­dorfs an und stell­te hier­für eine be­stimm­te Geld­sum­me zur Ver­fü­gung. Das städ­te­bau­li­che „Em­bel­lis­se­ment“ setz­ten die be­auf­trag­ten Pla­ner, ins­be­son­de­re Ma­xi­mi­li­an Fried­rich Wey­he, mit ei­nem Sys­tem von Bou­le­vards, Es­pla­na­den und land­schaft­lich ge­stal­te­ten Park­an­la­gen in der Fol­ge­zeit schritt­wei­se um.

Reformen und innere Entwicklung

Napoleon, 1808-1809 Großherzog von Berg, 1809-1813 Regent von Berg, 1806-1813 Protektor des Rheinbundes: "Es war seit langem mein Wunsch, nach der Eroberung Ägyptens Düsseldorf einzunehmen..."

Na­po­le­on, 1808-1809 Groß­her­zog von Berg, 1809-1813 Re­gent von Berg, 1806-1813 Pro­tek­tor des Rhein­bun­des: „Es war seit lan­gem mein Wunsch, nach der Er­obe­rung Ägyp­tens Düs­sel­dorf ein­zu­neh­men…“

Als Mo­dell­staat kam es im Groß­her­zog­tum zu zahl­rei­chen Re­for­men in der Ver­wal­tung, der Jus­tiz und an­de­ren Be­rei­chen. Al­ler­dings setz­te die­se Pha­se erst nach dem Wech­sel von Mu­rat, der nur kur­ze Zeit über­haupt in sei­nem Herr­schafts­ge­bie­te ver­brach­te, zu Na­po­le­on im Jahr 1808 ein. An­ders als im Kö­nig­reich West­pha­len kam es nicht zur Ein­füh­rung ei­ner wirk­li­chen Ver­fas­sung. An­ders als dort wur­den die Re­for­men nicht auf der Ba­sis ei­ner Ver­fas­sung, son­dern auf dem Ver­ord­nungs­weg durch­ge­führt. An­ders als im Kö­nig­reich West­pha­len, wo mit ei­nem Schlag das fran­zö­si­sche Vor­bild der Staats­or­ga­ni­sa­ti­on ein­ge­führt wur­de, ging man im Groß­her­zog­tum be­hut­sa­mer vor. Auch der kai­ser­li­che Kom­mis­sar und Ver­tre­ter Na­po­le­ons in Düs­sel­dorf, Jac­ques Clau­de Beug­not, warn­te vor über­eil­ten Schrit­ten.

Rechtssystem

Ein­ge­führt wur­de der Code ci­vil als Grund­la­ge der Recht­spre­chung im Jahr 1810. Auch der Code Pe­nal wur­de ein­ge­führt. Zwei Jah­re spä­ter wur­de die bis­he­ri­ge Jus­tiz­or­ga­ni­sa­ti­on nach fran­zö­si­schem Vor­bild um­ge­bil­det. Dazu ge­hör­ten so­wohl die fran­zö­si­schen Ge­richts­ver­fah­ren als auch die No­ta­ri­ats­ord­nung. Da­mit war end­gül­tig die Tren­nung der Recht­spre­chung von der Ver­wal­tung voll­zo­gen. Bei der Ein­füh­rung des fran­zö­si­schen Sys­tems kam es – durch­ge­setzt vor al­lem von ein­hei­mi­schen Be­am­ten – al­ler­dings zu Mo­di­fi­ka­tio­nen, um re­gio­na­le An­for­de­run­gen bes­ser zu be­rück­sich­ti­gen. Grund­sätz­lich war die Gleich­heit al­ler vor dem Ge­setz ver­wirk­licht. In der Pra­xis er­wies sich die Um­set­zung des neu­en Jus­tiz­we­sens je­doch als schwie­rig. So war das Jus­tiz­per­so­nal oft mit den neu­en Vor­schrif­ten nicht ver­traut.

Aus dem ber­gi­schen Si­cher­heits­korps und den Dil­len­bur­ger Hu­sa­ren wur­de ab 1806 un­ter der Be­zeich­nung „Land­jä­ger“ eine Lan­des­po­li­zei ge­bil­det.

Verwaltungsstrukturen

Napoléon Louis Bonaparte, 1809–1813 Großherzog von Berg, Gemälde von Félix Cottrau

Na­po­lé­on Lou­is Bo­na­par­te, 1809–1813 Groß­her­zog von Berg, Ge­mäl­de von Fé­lix Cot­trau

Ein Staats­rat, der al­ler­dings erst 1812 auch so ge­nannt wur­de, war für Re­gie­rung und Ge­setz­ge­bung zu­stän­dig. Dar­in ver­tre­ten wa­ren Be­am­te aus den an­nek­tier­ten Ge­bie­ten. An­fangs wur­de der Staats­rat von Beug­not über­gan­gen, der in die­sem eine Ein­schrän­kung sei­ner Macht­po­si­ti­on sah. Als es aber zu Pro­ble­men mit der Durch­set­zung der fran­zö­si­schen Ge­setz­ge­bung kam, sah Beug­not sich ge­zwun­gen, auf den Sach­ver­stand der Mit­glie­der des Staats­ra­tes zu­rück­zu­grei­fen. Seit­her wur­de die­ser stär­ker an der Ge­setz­ge­bung be­tei­ligt. Der Staats­rat konn­te nicht ge­gen die fran­zö­si­sche Po­li­tik ar­bei­ten, aber die­se doch ver­än­dern. Da­durch un­ter­schied sich schließ­lich das ber­gi­sche von dem fran­zö­si­schen Recht.

Von er­heb­li­cher Be­deu­tung war die Re­form der Ver­wal­tungs­struk­tu­ren nach fran­zö­si­schem Vor­bild. Grund­sätz­li­ches Ziel war es, ähn­lich wie in Frank­reich, die Macht der Zen­tral­ge­walt, etwa durch die Auf­he­bung der Selbst­ver­wal­tung der Kom­mu­nen und der Zu­rück­drän­gung in­ter­me­diä­rer Ge­wal­ten, zu stär­ken. Da­ne­ben ging es um eine Stär­kung der Ver­wal­tungs­ef­fi­zi­enz. An der Spit­ze stan­den Fach­mi­nis­ter. Der ehe­ma­li­ge kur­köl­ni­sche Statt­hal­ter im Vest Reck­ling­hau­sen und Mar­schall der Rit­ter­schaft des Her­zog­tums Berg, Jo­hann Franz Jo­seph von Nes­sel­ro­de-Rei­chen­stein, war etwa In­nen­mi­nis­ter, spä­ter Kriegs­mi­nis­ter und Jus­tiz­mi­nis­ter. Jo­hann Pe­ter Bis­lin­ger, frü­her Mit­glied des ber­gi­schen Lan­des­di­rek­to­ri­ums, war Fi­nanz­mi­nis­ter.

Im Au­gust 1806 wur­de das Her­zog­tum Berg zu­nächst in vier Be­zir­ke (Ar­ron­dis­se­ments) ein­ge­teilt: Düs­sel­dorf, El­ber­feld, Mül­heim am Rhein und Sieg­burg; das Her­zog­tum Kle­ve in zwei Be­zir­ke: Duis­burg und We­sel.

Pierre-Louis Roederer, in Paris zuständiger Minister für das Großherzogtum

Pierre-Lou­is Roe­de­rer, in Pa­ris zu­stän­di­ger Mi­nis­ter für das Groß­her­zog­tum

Durch ein am 14. No­vem­ber 1808 in Bur­gos un­ter­zeich­ne­tes kai­ser­li­ches De­kret wur­de das Groß­her­zog­tum Berg ver­wal­tungs­tech­nisch in vier Dé­par­te­ments (etwa: Pro­vin­zen), zwölf Ar­ron­dis­se­ments (Re­gie­rungs­be­zir­ke) und 78 Can­tons (Krei­se) un­ter­glie­dert. Die kleins­ten Ver­wal­tungs­ein­hei­ten wa­ren die Mai­ries (Bür­ger­meis­te­rei­en). Die Dé­par­te­ments wa­ren das Dé­par­te­ment Rhein mit der Prä­fek­tur Düs­sel­dorf, das Dé­par­te­ment Sieg mit der Prä­fek­tur Dil­len­burg, das Dé­par­te­ment Ruhr mit der Prä­fek­tur Dort­mund und das Dé­par­te­ment Ems, das 1811 von Frank­reich an­nek­tiert wur­de, mit der Prä­fek­tur Müns­ter. Im De­zem­ber 1808 lös­te die Mu­ni­zi­pal­ver­wal­tung für die Städ­te und Ge­mein­den die frü­he­ren Vog­tei­en, Honn­schaf­ten und Äm­ter end­gül­tig ab.

Die Ge­mein­den wur­den der staat­li­chen Kon­trol­le un­ter­wor­fen; dies be­en­de­te die kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung. Klei­ne­re Ge­mein­den wur­den zu­sam­men­ge­legt. Es wur­den De­par­te­ments-, Ar­ron­dis­se­ments- und Mu­ni­zi­pal­rä­te ge­bil­det. Die­se wur­den al­ler­dings er­nannt und nicht ge­wählt. Als Prä­fek­ten der De­par­te­ments wur­den Deut­sche, meist Ade­li­ge, er­nannt. Auch der Mai­re (Bür­ger­meis­ter) wur­de er­nannt. In in­dus­tri­ell ge­präg­ten Ge­mein­den wie El­ber­feld, Bar­men (bei­de heu­te zu Wup­per­tal), Mül­heim an der Ruhr oder Iser­lohn wa­ren dies häu­fig Kauf­leu­te oder Fa­bri­kan­ten, in eher länd­li­chen Ge­mein­den, aber auch in Müns­ter, wa­ren es oft lo­ka­le Ade­li­ge.

Karte mit Verwaltungsgliederung des Großherzogtums im Jahr 1811

Kar­te mit Ver­wal­tungs­glie­de­rung des Groß­her­zog­tums im Jahr 1811

Die er­nann­ten Ge­mein­de­rä­te hat­ten nur we­nig Kom­pe­ten­zen und tra­ten nur ein Mal im Jahr zu­sam­men. Auch in die­sen Rä­ten sa­ßen meist, nach fran­zö­si­schen Vor­bild, lo­ka­le No­ta­beln. Im Stadt­rat von Düs­sel­dorf etwa sa­ßen zwi­schen 1806 und 1815 ins­ge­samt 43 Män­ner. Da­von wa­ren al­lein 14 Ban­kiers oder Kauf­leu­te und fünf Ju­ris­ten. Da­bei ach­te­te man auf Über­kon­fes­sio­na­li­tät. Im mehr­heit­lich ka­tho­li­schen Düs­sel­dorf sa­ßen auch Pro­tes­tan­ten im Rat. Ins­ge­samt dräng­ten die Re­for­men die Do­mi­nanz der al­ten städ­ti­schen Eli­ten zu­rück.

Defizit der politischen Verfassung und Repräsentation

Be­reits un­ter Mu­rat hat­te es Über­le­gun­gen zu ei­ner Ver­tre­tungs­kör­per­schaft als Er­satz für die al­ten Stän­de ge­ge­ben. Da man die­se zu­nächst an eine ko­di­fi­zier­te Ver­fas­sung ge­bun­den hat­te, kam es vor­erst nicht dazu. Nach­dem in­fol­ge der Re­form der Ver­wal­tungs­struk­tu­ren von 1808 auf ver­schie­de­nen un­ter­ge­ord­ne­ten Ebe­nen Ver­tre­tungs­kör­per­schaf­ten ge­bil­det wor­den wa­ren, war da­mit die alte Stän­de­ver­samm­lung funk­ti­ons­los ge­wor­den. Re­ak­tio­nen dar­auf gab es aus der Be­völ­ke­rung nicht. Erst beim Be­such Na­po­le­ons in Düs­sel­dorf im Jahr 1811 kam wie­der Be­we­gung in die Fra­ge nach ei­ner ge­samt­staat­li­chen Re­prä­sen­ta­ti­on. Die­se soll­te im We­sent­li­chen den Reichs­stän­den des Kö­nig­reichs West­pha­len äh­neln. Da­mit stieß Na­po­le­on al­ler­dings auf den Wi­der­stand von Kom­mis­sar Beug­not, der Pro­ble­me sah, das Or­gan po­li­tisch will­fäh­rig zu hal­ten.

Im Jahr 1812 kam es dann zum Er­lass ei­nes or­ga­ni­schen Sta­tuts, das die Ein­rich­tung ei­nes Staats­ra­tes und ei­ner Re­prä­sen­ta­ti­on des Lan­des auf Ba­sis des Zen­sus­wahl­rech­tes vor­sah; es trug den Ti­tel Kai­ser­li­ches De­cret, wel­ches die Or­ga­ni­sa­ti­on des Staats­raths und des Col­le­gi­ums be­trifft. Die Um­set­zung lahm­te und blieb letzt­lich ste­cken. Die Wahl ver­zö­ger­te sich, und es fan­den sich häu­fig nicht ge­nü­gend Kan­di­da­ten, weil es in den Kan­to­nen oft nicht die ge­for­der­ten No­ta­beln gab. Erst An­fang 1813 kam es zur Be­stel­lung von Wahl­män­nern. Über die­sen be­schei­de­nen Schritt kam die Ver­fas­sungs­re­form nicht hin­aus.

Konfessions- und Bildungspolitik

Jacques Claude Beugnot, Kommissar des Kaisers in Düsseldorf

Jac­ques Clau­de Beug­not, Kom­mis­sar des Kai­sers in Düs­sel­dorf

Die Be­völ­ke­rung des Groß­her­zog­tums war kon­fes­sio­nell ge­mischt, weil das Land aus ver­schie­de­nen Ter­ri­to­ri­en mit un­ter­schied­li­cher Glau­bens­rich­tung und Kon­fes­si­ons­ge­schich­te zu­sam­men­ge­setzt wor­den war. Etwa die Hälf­te wa­ren Pro­tes­tan­ten, die an­de­re Hälf­te Ka­tho­li­ken. Die rhei­ni­schen und müns­ter­län­di­schen Ge­bie­te wa­ren meist ka­tho­lisch, pro­tes­tan­tisch wa­ren das Ber­gi­sche Land, das Sie­ger­land und das mär­ki­sche Sauer­land. Hin­zu kam ein klei­ner jü­di­scher Be­völ­ke­rungs­an­teil, der etwa 4000 bis 5000 Per­so­nen aus­mach­te. Be­reits vor Grün­dung des Groß­her­zog­tums hat­te die Sä­ku­la­ri­sa­ti­on der Klös­ter be­gon­nen. Die Bi­schofs­sit­ze in Köln und Müns­ter wa­ren va­kant und wur­den von Ka­pi­tels­vi­ka­ren ver­wal­tet. Im Jahr 1811 ord­ne­te Na­po­le­on eine Neu­or­ga­ni­sa­ti­on der Kir­chen­ge­mein­den an, ori­en­tiert an den neu­en Ver­wal­tungs­gren­zen. Dies wie auch die Grün­dung ei­nes Bis­tums in Düs­sel­dorf ka­men nicht mehr zu­stan­de. Die Geist­li­chen wur­den vom Staat be­sol­det. Zu ei­ner nen­nens­wer­ten Re­form des Schul­we­sens kam es nicht. Mit De­kre­ten vom De­zem­ber 1811 ord­ne­te Na­po­le­on Bo­na­par­te nach sei­nem Be­such des Groß­her­zog­tums, der An­fang No­vem­ber 1811 statt­ge­fun­den hat­te, an, dass das 1794 von den Ka­no­nen der fran­zö­si­schen Re­vo­lu­ti­ons­ar­mee zer­stör­te Düs­sel­dor­fer Schloss wie­der­her­ge­stellt und zum Sitz ei­ner Uni­ver­si­tät mit fünf Fa­kul­tä­ten ein­ge­rich­tet wer­den soll­te.

Emanzipation der Juden

Die jü­di­sche Min­der­heit wur­de nach Vor­bild des Kö­nig­reichs West­pha­len tei­l­eman­zi­piert: Son­der­be­steue­rung und „Schutz­brie­fe“ wur­den am 22. Juli 1808 durch den Fi­nanz­mi­nis­ter ab­ge­schafft, eine vol­le staats­bür­ger­li­che Gleich­stel­lung wur­de nicht er­reicht. Die drei zen­tra­len na­po­leo­ni­schen De­kre­te von 1808 (Fa­mi­li­en­na­men, Kon­sis­to­ri­en, Han­dels­tä­tig­keit), die für Frank­reich er­las­sen wor­den wa­ren, tra­ten im Groß­her­zog­tum nicht in Kraft. Die ju­ris­ti­sche Au­to­no­mie des ehe­ma­li­gen Lan­des­rab­bi­ners Löb Aron Scheu­er (1736–1821) wur­de auf­ge­ho­ben. Seit der Ein­füh­rung des Bür­ger­li­chen Ge­setz­bu­ches un­ter­stan­den Ju­den der staat­li­chen Ge­richts­bar­keit.

Wirtschafts- und Agrarreformen

Napoleons Einzug in Düsseldorf 1811

Na­po­le­ons Ein­zug in Düs­sel­dorf 1811

Vor­läu­fi­ge Hö­he­punk­te der Ver­wal­tungs- und Rechts­re­for­men wa­ren die for­ma­le Auf­he­bung des Feu­dal­sys­tems und der Leib­ei­gen­schaft (De­zem­ber 1808), die Be­sei­ti­gung des Lehns­we­sens (Ja­nu­ar 1809), die Ab­schaf­fung der Zünf­te, des Müh­len­banns, der Kell­ne­rei­en und der Ren­tei­en so­wie die all­ge­mei­ne Ge­wer­be­frei­heit (März 1809). Dies be­güns­tig­te die Ent­ste­hung ei­nes mo­der­nen Wirt­schafts­bür­ger­tums. Hin­zu ka­men grund­le­gen­de Re­for­men des Jus­tiz­we­sens, der Post, der Ver­wal­tung und der Bil­dungs­po­li­tik. Die Agrar­re­form er­wies sich als schwie­rig. Es ge­lang nicht ein­mal, die un­über­sicht­li­chen Ab­ga­ben der Bau­ern in eine ab­slös­ba­re Grund­ren­te um­zu­wan­deln. Zahl­rei­che Ab­lö­se­de­kre­te wur­den er­las­sen, die aber an der Pra­xis schei­ter­ten. Schließ­lich über­trug man die fran­zö­si­schen Hy­po­the­ken­ord­nung auch auf das Groß­her­zog­tum. Im Prin­zip wa­ren da­mit die Zah­lun­gen zu Grund­ren­ten ge­wor­den, und der Bau­er konn­te über sein Land durch Kauf, Ver­kauf oder Tausch grund­sätz­lich frei ver­fü­gen. Im Jahr 1808 er­ließ Na­po­le­on ein De­kret zur Auf­he­bung der Leib­ei­gen­schaft und zur Über­tra­gung des voll­stän­di­gen Land­rech­tes an die ehe­ma­li­gen Leib­ei­ge­nen und Päch­ter. Im Sep­tem­ber 1811 folg­te ein wei­te­res De­kret, da­nach alle nicht pri­vat­recht­li­chen feu­da­len Ei­gen­tums­ti­tel er­lo­schen wa­ren. Das Ge­setz kam aber zu spät, um noch Wir­kung zu er­zie­len. Auch igno­rier­te der Adel die Be­stim­mun­gen viel­fach. Auf Druck des Adels und vor dem Hin­ter­grund des be­vor­ste­hen­den Russ­land­feld­zu­ges stopp­te die Re­gie­rung im Jah­re 1812 so­gar alle Pro­zes­se von Bau­ern ge­gen die bis­he­ri­gen Grund­her­ren. An der Lage der Bau­ern än­der­te sich kaum et­was, da die Ab­lö­se­sum­men zu hoch la­gen. Für den Adel da­ge­gen be­deu­te­ten die Re­for­men ei­nen tie­fen Ein­schnitt. Er ver­lor weit­ge­hend sei­ne feu­da­len Rech­te, das fak­ti­sche Mo­no­pol auf be­stimm­te Äm­ter und sei­ne Steu­er­pri­vi­le­gi­en. In An­leh­nung an das fran­zö­si­sche Vor­bild un­ter­la­gen Stamm­gü­ter und Fi­dei­kom­mis­se der staat­li­chen Ge­neh­mi­gung.

Auf den Wi­der­stand des Adels ge­gen die staat­li­chen An­sät­ze zur Bau­ern­be­frei­ung re­agier­ten vie­le Bau­ern mit Pro­tes­ten. Un­ter­stützt wur­de ihre Sa­che von Ar­nold Mal­linck­rodt und sei­ner Zei­tung, dem „West­fä­li­schen An­zei­ger“. Eine De­le­ga­ti­on brach­te eine Bitt­schrift der Bau­ern nach Pa­ris, wo Na­po­le­on sie emp­fing und letzt­lich ver­geb­lich ver­sprach, Ab­hil­fe zu schaf­fen.

Wirtschaft

Code-Napoleon-Titelblatt-der-deutschen-Übersetzung-1810

Code-Na­po­le­on-Ti­tel­blatt-der-deut­schen-Über­set­zung-1810

Jo­hann Cas­par En­gels, hier auf ei­nem Ge­mäl­de von Hein­rich Chris­toph Kol­be, ein ty­pi­scher Ver­tre­ter des auf­stre­ben­den ber­gi­schen Wirt­schafts­bür­ger­tums, war auch in der Zeit des Groß­her­zog­tums wirt­schaft­lich er­folg­reich und kom­mu­nal­po­li­tisch ak­tiv.

Zu­nächst er­fuhr die Wirt­schaft des Lan­des ei­nen Auf­schwung. Die ge­werb­li­che Wirt­schaft Bergs war für das na­po­leo­ni­sche Sys­tem be­son­ders wich­tig, weil in Frank­reich selbst die ne­ga­ti­ven Fol­gen für die ein­hei­mi­sche Wirt­schaft durch die Re­vo­lu­ti­on noch nicht über­wun­den wa­ren. Da­her räum­te Frank­reich dem Groß­her­zog­tum zu­nächst ei­nen güns­ti­gen Zoll­ta­rif ein. Schwer scha­de­te Berg dann je­doch die Ein­füh­rung des na­po­leo­ni­schen Kon­ti­nen­tals­sys­tems, das die Zoll­schran­ken er­höh­te. Da­durch wur­de das Land fak­tisch vom fran­zö­si­schen, ita­lie­ni­schen und nie­der­län­di­schen Markt ab­ge­schnit­ten. Die Ex­por­te Bergs gin­gen von 55 Mil­lio­nen Franc im Jahr 1807 auf nur noch 38 Mil­lio­nen im Jahr 1812 zu­rück. Eine Rei­he von Un­ter­neh­mern re­agier­te dar­auf mit der Ver­la­ge­rung ih­rer Be­trie­be auf das lin­ke (fran­zö­si­sche) Rhein­ufer. Die ber­gi­schen Un­ter­neh­mer for­der­ten da­her den vol­len An­schluss des Lan­des an Frank­reich. Dies wur­de aber mit Sor­ge vor ei­ner über­mäch­ti­gen ber­gi­schen Kon­kur­renz für fran­zö­si­sche Pro­duk­te ab­ge­lehnt. We­nig pro­fi­tier­te das Groß­her­zog­tum vom Schmug­gel ge­gen die Kon­ti­nen­tal­sper­re. Statt des Ex­ports nach Frank­reich muss­te sich die Wirt­schaft des Groß­her­zog­tums nun auf den Han­del im deut­schen Be­reich kon­zen­trie­ren. Die wirt­schafts­geo­gra­fi­sche Ver­la­ge­rung des Han­dels von der Küs­te ins Bin­nen­land, ins­be­son­de­re an den Rhein, stärk­te al­ler­dings auch ein­zel­ne Wirt­schafts­sek­to­ren des Groß­her­zog­tums. So grün­de­te Fried­rich Krupp 1811 – ge­ra­de un­ter den güns­ti­gen Be­din­gun­gen der Kon­ti­nen­tal­sper­re, die den Im­port eng­li­schen Guss­stahls un­ter­band – zu­sam­men mit Part­nern in Es­sen eine Guss­stahl­fa­brik, die ei­nen Kris­tal­li­sa­ti­ons­kern der In­dus­tria­li­sie­rung des Ruhr­ge­biets bil­de­te.

Johann Caspar Engels, hier auf einem Gemälde von Heinrich Christoph Kolbe, ein typischer Vertreter des aufstrebenden bergischen Wirtschaftsbürgertums, war auch in der Zeit des Großherzogtums wirtschaftlich erfolgreich und kommunalpolitisch aktiv

Jo­hann Cas­par En­gels, hier auf ei­nem Ge­mäl­de von Hein­rich Chris­toph Kol­be, ein ty­pi­scher Ver­tre­ter des auf­stre­ben­den ber­gi­schen Wirt­schafts­bür­ger­tums, war auch in der Zeit des Groß­her­zog­tums wirt­schaft­lich er­folg­reich und kom­mu­nal­po­li­tisch ak­tiv

Zen­trum des Tex­til­ge­wer­bes war das Ge­biet um Bar­men und El­ber­feld. Be­reits vor der Grün­dung des Groß­her­zog­tums ge­wann die Baum­woll­her­stel­lung und -ver­ar­bei­tung an Be­deu­tung. Die Ent­wick­lung sta­gnier­te nach 1806 auf Grund der Zoll­po­li­tik. In die­sem Be­reich wa­ren im Groß­her­zog­tum be­reits 50.000 Men­schen be­schäf­tigt. Die Ei­sen­er­zeu­gung und -ver­ar­bei­tung er­fuhr in der Zeit des Groß­her­zog­tums ei­nen er­heb­li­chen Auf­schwung. Von Be­deu­tung war hier ins­be­son­de­re die klein­ge­werb­li­che Her­stel­lung von Me­tall­fer­tig­wa­ren, etwa von Mes­sern in So­lin­gen. Ins­ge­samt war die­ser Sek­tor mit 5000 Be­schäf­tig­ten aber noch ver­gleichs­wei­se klein.

Bergische Post

Un­ter der Lei­tung des fran­zö­si­schen Post­in­spek­tors Du Preuil wur­den die Post­ein­rich­tun­gen der von den Thurn und Ta­xis be­trie­be­nen Kai­ser­li­chen Reichs­post, die bis­her die Post­diens­te im Her­zog­tum Berg be­werk­stel­ligt hat­te, im Mai 1806 auf Ge­heiß Her­zog Joa­chims be­schlag­nahmt. Du Preuil, der un­ter der Auf­sicht des ber­gi­schen Fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums agier­te und als­bald zum ber­gi­schen Ge­ne­ral­post­di­rek­tor be­stellt wor­den war, be­gann da­mit, das Post­we­sen der Ber­gi­schen Post nach fran­zö­si­schen An­for­de­run­gen und Mus­tern zu or­ga­ni­sie­ren, wo­bei eine be­son­de­re Ver­knüp­fung mit der Post im nord­deut­schen Raum zu be­rück­sich­ti­gen war. 1809 über­nahm die Ber­gi­sche Post auch die Post im Her­zog­tum Aren­berg-Mep­pen und im Fürs­ten­tum Salm. Auf An­wei­sung Na­po­le­ons wur­den in den Ber­gi­schen Post­äm­tern ver­däch­ti­ge Post­sa­chen ein­ge­se­hen und ob­ser­viert, auch um Maß­nah­men ge­gen die Kon­ti­nen­tal­sper­re auf­zu­de­cken.

Militär

Nach den völ­ker­recht­li­chen Be­stim­mun­gen der Rhein­bund­ak­te hat­te das Groß­her­zog­tum für den mi­li­tä­ri­schen Kon­flikt­fall Trup­pen zu stel­len und für die Ar­mee zu be­zah­len. Für vie­le Ein­woh­ner war die Ein­füh­rung der all­ge­mei­nen Wehr­pflicht et­was Neu­es. Sie trug er­heb­lich zum wach­sen­den Un­mut ge­gen das Re­gime bei.

Be­reits im Jahr 1806 wur­de das 1. Ber­gi­sche Li­ni­en-In­fan­te­rie­re­gi­ment mit Stand­ort Düs­sel­dorf auf­ge­stellt. Im Jahr 1808 ka­men zwei wei­te­re gleich­ar­ti­ge Re­gi­men­ter dazu. Ein vier­tes folg­te 1811. Hin­zu kam die be­rit­te­ne Ar­til­le­rie, Fuß­ar­til­le­rie so­wie tech­ni­sche Ein­hei­ten. Eine ers­te Ka­val­le­rie­ein­heit wur­de 1807 auf­ge­stellt. Ur­sprüng­lich han­del­te es sich um Chev­au­le­ger mit pracht­vol­len Uni­for­men nach pol­ni­schen Vor­bild. Spä­ter wech­sel­te der Cha­rak­ter hin zu ei­ner Ein­heit Jä­ger zu Pfer­de mit ei­ner schlich­ten grü­nen Uni­form. Im Jahr 1810 wur­de sie mit Lan­zen aus­ge­stat­tet und als Lan­ciers de­fi­niert. Um 1812 folg­te eine zwei­te Ka­val­le­rie­ein­heit.

Jäger zu Pferde, Artillerist, Grenadier und Infanterie-Offizier, 1812

Jä­ger zu Pfer­de, Ar­til­le­rist, Gre­na­dier und In­fan­te­rie-Of­fi­zier, 1812

Bergische Lanzenreiter, 1812

Ber­gi­sche Lan­zen­rei­ter, 1812

Ins­be­son­de­re die ber­gi­sche Ka­val­le­rie er­fuhr An­er­ken­nung. Seit 1808 ge­hör­te sie im Spa­ni­en­feld­zug zur Kai­ser­gar­de und zeich­ne­te sich in ver­schie­de­nen Schlach­ten und Ge­fech­ten aus. Die Fuß­trup­pen wur­den 1807 bei der Be­la­ge­rung von Grau­denz und 1809 im Krieg ge­gen Ös­ter­reich ein­ge­setzt. Ein Groß­teil der ber­gi­schen Trup­pen mach­te den Russ­land­feld­zug mit. Ein Teil der ber­gi­schen Mi­neu­re und Sap­peu­re ge­hör­te zur Gar­de­ar­til­le­rie. Ein Groß­teil der ber­gi­schen Ka­val­le­rie ge­riet wäh­rend der Schlacht an der Be­re­si­na in rus­si­sche Kriegs­ge­fan­gen­schaft. Von 5000 Mann ka­men im Ja­nu­ar 1813 nur 300 Mann wie­der in Ma­ri­en­wer­der an.

Das Land stell­te 1806 3000 Mann. 1813 wa­ren die ber­gi­schen Trup­pen 9600 Mann stark. Kom­man­deur war der Fran­zo­se François-Éti­en­ne Da­mas. Die meis­ten Of­fi­zie­re wa­ren al­ler­dings Deut­sche. Den Trup­pen­aus­he­bun­gen ver­such­ten sich vie­le Re­kru­ten durch Flucht zu ent­zie­hen. Sie wi­chen nach Hol­land oder in das Groß­her­zog­tum Hes­sen aus. Die neu­en Sol­da­ten muss­ten durch Gen­dar­men an der Flucht ge­hin­dert wer­den. In Lü­den­scheid und Unna kam es als Fol­ge von Aus­he­bun­gen zu Un­ru­hen. Um De­ser­tio­nen zu ver­hin­dern, wur­den die ber­gi­schen Ein­hei­ten vor­wie­gend an weit ent­fern­ten Kriegs­schau­plät­zen, etwa in Spa­ni­en oder im Russ­land­feld­zug, ein­ge­setzt. Im Jahr 1813 ge­lang es den Be­hör­den nur noch, eine Trup­pe von 1200 Mann aus­zu­he­ben. Ein Teil der ber­gi­schen Sol­da­ten ging nach der Völ­ker­schlacht bei Leip­zig ins preu­ßi­sche La­ger über.

Nach dem Sieg der Al­li­ier­ten wur­den die ber­gi­schen Ein­hei­ten in die preu­ßi­sche Ar­mee ein­ge­glie­dert. Aus der In­fan­te­rie wur­de das 28. und 29. Preu­ßi­sche In­fan­te­rie-Re­gi­ment. Aus der Ka­val­le­rie ging nach Zwi­schen­stu­fen das 11. Preu­ßi­sche Hu­sa­ren-Re­gi­ment her­vor.

Unruhen 1813 und Ende

Übergang der Russen über den Rhein bei Düsseldorf unter Anführung des Generals von Winzingerode am 13. Januar 1814, handkolorierte Radierung, Düsseldorf um 1815

Über­gang der Rus­sen über den Rhein bei Düs­sel­dorf un­ter An­füh­rung des Ge­ne­rals von Win­zin­ge­ro­de am 13. Ja­nu­ar 1814, hand­ko­lo­rier­te Ra­die­rung, Düs­sel­dorf um 1815

Ins­ge­samt blieb die Wirk­sam­keit der nur fünf Jah­re dau­ern­den Re­form­po­li­tik be­grenzt. Vor al­lem gab es in der Be­völ­ke­rung, an­ders als in den links­rhei­ni­schen Ge­bie­ten, wo die Fran­zo­sen­zeit etwa zwan­zig Jah­re dau­er­te, kei­ne wirk­li­chen Trä­ger der Po­li­tik in der Be­völ­ke­rung. Der Land­adel blieb we­gen der Agrar­po­li­tik skep­tisch, die Mas­se der Be­völ­ke­rung litt un­ter so­zia­ler Not und un­ter der Wehr­pflicht. Das Wirt­schafts­bür­ger­tum, das von der Re­form­po­li­tik eher pro­fi­tier­te, blieb als Fol­ge der ver­fehl­ten Wirt­schafts­po­li­tik ab­seits.

Dem kai­ser­li­chen Kom­mis­sar Beug­not war klar, dass es schwie­rig war, aus zahl­rei­chen frü­he­ren Ter­ri­to­ri­en ein „Va­ter­land“ zu schaf­fen. Tat­säch­lich blieb das Groß­her­zog­tum ein Kunst­staat. Nach der Nie­der­la­ge Na­po­le­ons in Russ­land be­gann sich die Stim­mung of­fen ge­gen die fran­zö­si­sche Herr­schaft zu wen­den. Den Be­hör­den war be­kannt, dass die Be­am­ten in der Graf­schaft Mark ins­ge­heim im­mer noch dem preu­ßi­schen Kö­nig treu wa­ren und es Be­zie­hun­gen zum Frei­herrn vom Stein gab. Ge­gen die neu­er­li­chen Trup­pen­aus­he­bun­gen flamm­ten An­fang des Jah­res 1813 schwe­re Un­ru­hen auf. Vie­ler­orts wur­den die Auf­stän­di­schen „Knüp­pel- oder Speck­rus­sen“ ge­nannt. Die Auf­stän­de gin­gen von Rons­dorf aus und er­fass­ten im­mer wei­te­re Ge­bie­te wie So­lin­gen, Vel­bert, Wip­per­fürth, El­ber­feld, Ha­gen, Gum­mers­bach oder Her­born. Eine Rol­le spiel­ten auch die wirt­schaft­li­chen Pro­ble­me. Die­se Er­he­bung gilt als eine der ers­ten of­fe­nen Auf­stän­de ge­gen die na­po­leo­ni­sche Herr­schaft im deut­schen Raum. Die Re­vol­ten konn­ten nur durch mi­li­tä­ri­sche Mit­tel un­ter­drückt wer­den. Da­bei wa­ren auch Trup­pen aus dem be­nach­bar­ten Kö­nig­reich West­pha­len un­ter dem Kom­man­do des sal­mi­schen Erb­prin­zen Flo­ren­tin be­hilf­lich.

Bald nach der Völ­ker­schlacht bei Leip­zig lös­te sich das Groß­her­zog­tum fak­tisch auf. Die fran­zö­si­schen Spit­zen­be­am­ten nah­men die ber­gi­sche Staats­kas­se und ver­lie­ßen das Groß­her­zog­tum. Am 10. No­vem­ber 1813 hielt ein Vor­trupp der al­li­ier­ten Ar­me­en un­ter dem Ko­sa­ken-Ge­ne­ral Jus­se­fo­witsch Ein­zug in Düs­sel­dorf, der von der Be­völ­ke­rung als Be­frei­er be­ju­belt wur­de. Ihm folg­ten ein rus­si­sches Ar­mee­korps un­ter dem Ge­ne­ral­leut­nant Graf St. Priest und preu­ßi­sche Trup­pen. Von 1813 bis 1815 wur­de für das recht­lich al­ler­dings noch be­stehen­de Groß­her­zog­tum das Ge­ne­ral­gou­ver­ne­ment Berg als in­te­ri­mis­ti­sche Ver­wal­tung ein­ge­rich­tet, an­fangs un­ter der Lei­tung von Karl Jus­tus Gru­ner, der am 13. No­vem­ber 1813 in Düs­sel­dorf ein­traf. Die meis­ten Lan­des­tei­le fie­len zu­sam­men mit dem Groß­her­zog­tum durch Ar­ti­kel XXIV der Haupt­ak­te des Wie­ner Kon­gres­ses schließ­lich Preu­ßen zu. Es bil­de­te dar­aus mit den an­de­ren preu­ßi­schen Be­sit­zun­gen auf dem lin­ken und rech­ten Rhein­ufer die Pro­vinz Jü­lich-Kle­ve-Berg mit Ver­wal­tungs­sitz Köln.

Der Ti­tel ei­nes Groß­her­zogs von Kle­ve und Berg ging so­mit auf den preu­ßi­schen Kö­nig, Fried­rich Wil­helm III., und das Haus Ho­hen­zol­lern über.

Trotz um­fas­sen­der Re­stau­ra­ti­on al­ter Herr­schafts- und Rechts­ver­hält­nis­se blie­ben in vie­len rhei­ni­schen Lan­des­tei­len des vor­ma­li­gen Groß­her­zog­tums – ähn­lich wie in Frank­reich, Bel­gi­en, den Nie­der­lan­den, Lu­xem­burg, gro­ßen Tei­len Ita­li­ens, Tei­len Po­lens und ei­ni­gen deut­schen Län­dern – die fran­zö­si­sche Ge­richts­ord­nung so­wie der Code ci­vil in Kraft, wo sie sich in ei­ner spe­zi­fi­schen Rechts­tra­di­ti­on des „Rhei­ni­schen Rechts“ bis 1900 fort­ent­wi­ckel­ten.

Weitere Entwicklung

Am 1. Ja­nu­ar 1814 wur­de das Groß­her­zog­tum Berg selbst mit dem Kan­ton Gum­mers­bach und der Ge­mein­de Frie­sen­ha­gen in vier Krei­se auf­ge­teilt, die je­weils ei­nem Di­rek­tor un­ter­stan­den. Die­se hat­ten, an­ders als die bis­he­ri­gen Prä­fek­ten und Un­ter­prä­fek­ten, nicht mehr die Po­li­zei­ver­wal­tung un­ter sich. Die neu ein­ge­teil­ten Krei­se wa­ren Düs­sel­dorf, El­ber­feld, Mül­heim und Wip­per­fürth.

Über­ge­ord­net war der Kreis Düs­sel­dorf, des­sen Di­rek­tor auch Lan­des­di­rek­tor war. Er führ­te au­ßer­dem die Ver­wal­tung der staat­li­chen Bran­das­se­ku­ranz­kas­se und das Prä­si­di­um des Me­di­zi­nal­ra­tes, dem das Me­di­zi­nal­we­sen so­wie die Me­di­zi­nal- und Sa­ni­täts­po­li­zei in al­len Krei­sen un­ter­stan­den. Die Ver­wal­tungs­po­li­zei kom­man­dier­te ein Po­li­zei­di­rek­tor in Düs­sel­dorf, dem in den Kan­to­nen je­weils ein Po­li­zei­vogt un­ter­stand.

1822 wur­de die Pro­vinz Jü­lich-Kle­ve-Berg mit der eben­falls 1815 ge­bil­de­ten Pro­vinz Groß­her­zog­tum Nie­der­rhein (Ver­wal­tungs­sitz in Ko­blenz) zur Rhein­pro­vinz ver­ei­nigt.

1946 wur­de der nörd­li­che Teil der Rhein­pro­vinz mit der Pro­vinz West­fa­len zum neu­en Land Nord­rhein-West­fa­len ver­ei­nigt und die ehe­ma­li­ge ber­gi­sche Haupt­stadt Düs­sel­dorf zur Haupt­stadt von Nord­rhein-West­fa­len be­stimmt. Das neue Land – seit 1949 Land der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land – stellt sich nach Ge­schich­te, recht­li­cher Suk­zes­si­on, Grö­ße, Lage und Haupt­stadt als Nach­fol­ger des Groß­her­zog­tums Berg dar.

Großherzöge

  • Joa­chim Mu­rat (15. März 1806 bis 15. Juli 1808)
  • Na­po­le­on Bo­na­par­te (16. Juli 1808 bis 2. März 1809)
  • Na­po­lé­on Lou­is Bo­na­par­te (3. März 1809 bis No­vem­ber 1813)
    • Re­gent: Na­po­lé­on Bo­na­par­te (3. März 1809 bis No­vem­ber 1813)

Minister-Staatssekretäre

  • Jean An­toi­ne Mi­chel Agar (Som­mer 1806 bis Juli 1808, haupt­amt­lich, Amts­sitz in Düs­sel­dorf)
  • Mi­chel Gau­din (Au­gust 1808 bis 31. De­zem­ber 1808, ne­ben­amt­lich, Amts­sitz in Pa­ris)
  • Hu­gues-Ber­nard Ma­ret (1. Ja­nu­ar 1809 bis 23. Sep­tem­ber 1810, ne­ben­amt­lich, Amts­sitz in Pa­ris)
  • Pierre-Lou­is Roe­de­rer (24. Sep­tem­ber 1810 bis No­vem­ber 1813, haupt­amt­lich, Amts­sitz in Pa­ris)

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