Gottfried von Arnsberg

Gott­fried von Arns­berg (* um 1285; † 1363) war von 1321 bis 1349 Bi­schof von Os­na­brück und von 1348 bis 1359 Erz­bi­schof von Bre­men.

Leben und Wirken

Gott­fried war ein jün­ge­rer Sohn des Gra­fen Lud­wig von Arns­berg und Pi­ro­net­te von Jü­lich, ei­ner Toch­ter von Graf Wil­helm IV. Er war zu­nächst Dom­herr in Müns­ter. Erst­mals ge­nannt wird er in die­ser Funk­ti­on 1311. Ein Jahr spä­ter war er be­reits Dom­scho­las­ti­ker und 1315 Dom­propst.

Von 1321 bis 1349 war er Bi­schof in Os­na­brück. Zu Be­ginn sei­ner Amts­zeit be­an­spruch­te das Dom­ka­pi­tel erst­mals das Recht auf Steu­er­be­wil­li­gung. In den 1340er Jah­ren wur­de mit dem Auf­bau der Äm­ter­ver­fas­sung bei den Lan­des­bur­gen be­gon­nen. 1349 gab er die­se Po­si­ti­on auf, da er, von Papst Cle­mens VI. un­ter­stützt, von der Fa­mi­lie der Gra­fen von Hoya zum Nach­fol­ger des ver­stor­be­nen Bre­mer Erz­bi­schofs Otto I. (aus dem Haus Ol­den­burg) no­mi­niert wor­den war. Al­ler­dings wähl­ten die Dom­her­ren Mo­ritz Graf von Ol­den­burg zum Erz­bi­schof. Die Bre­mer Bür­ger­schaft schwank­te wäh­rend der Bre­mer Erz­bi­schofs­feh­de ver­schie­dent­lich zwi­schen bei­den La­gern hin und her. Gott­fried konn­te 1350 in Bre­men ein­zie­hen, wor­auf er der Stadt ihre her­ge­brach­ten Rech­te zu­si­cher­te.

Wäh­rend­des­sen muss­te Mo­ritz die Stadt ver­las­sen. Kur­ze Zeit spä­ter kehr­te die­ser mit Trup­pen zu­rück und be­setz­te Bre­men. Gott­fried be­hielt den Ti­tel des Erz­bi­schofs, aber Mo­ritz hat­te als Ko­ad­ju­tor die tat­säch­li­che Kon­trol­le über das Erz­bis­tum inne.

Der Kon­flikt zwi­schen bei­den Par­tei­en brach 1358 in der Ho­ya­er Feh­de er­neut aus. Da­bei un­ter­stütz­te die Stadt nun­mehr Mo­ritz von Ol­den­burg. Am 20. Juli 1358 er­litt die­se Sei­te die ent­schei­den­de Nie­der­la­ge. Da­nach war Gott­fried kur­ze Zeit un­be­strit­te­ner Erz­bi­schof, ehe er 1359 das Amt nie­der­leg­te. Er zog mög­li­cher­wei­se auf die Burg des Gra­fen Hoya. Be­gra­ben ist er im St.-Georgs-Kloster in Sta­de.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Gott­fried von Arns­berg aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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