Dez 302016
 
Wappen derer von Ketteler

Wap­pen de­rer von Ket­te­ler

Franz von Ket­te­ler (lat. Fran­zis­cus) († Ja­nu­ar 1547) war von 1504 bis zu sei­nem Tod Fürst­abt von Cor­vey. Un­ter ihm kam es durch den An­schluss an die Burs­fel­der Kon­gre­ga­ti­on zu ei­ner in­ne­ren Re­form des Klos­ter­le­bens. Al­ler­dings fiel in sei­ne Zeit auch das Ein­drin­gen der Re­for­ma­ti­on.

Leben

Er war Sohn des Gott­hard von Ket­te­ler auf As­sen und der Mut­ter Mar­ga­re­the von Bronck­horst-Ba­ten­burg. Ket­te­ler trat in das Klos­ter Lies­born ein. Er wur­de 1504 zum Abt von Cor­vey ge­wählt. In sei­ner Wahl­ka­pi­tu­la­ti­on ver­sprach er welt­li­che und geist­li­che Re­for­men. Tat­säch­lich fällt in sei­ne Zeit der An­schluss des Klos­ters an die Burs­fel­der Re­form­kon­gre­ga­ti­on.

In welt­li­cher Hin­sicht ver­such­te er, teil­wei­se mit Er­folg, ver­pfän­de­te Gü­ter aus­zu­lö­sen. An­de­re blie­ben in Pfand­schaft, und durch die Ver­hält­nis­se ge­zwun­gen, muss­te er an­de­re Be­sit­zun­gen ver­kau­fen. In sei­ne Zeit fällt der Ver­kauf der noch zu Cor­vey ge­hö­ren­den Hälf­te der Stadt Mars­berg an den Köl­ner Erz­bi­schof.

Der Fürst­bi­schof von Pa­der­born, Erich von Braun­schweig-Gru­ben­ha­gen, ließ sei­ne Trup­pen in das Stifts­ge­biet ein­fal­len und plün­dern. Als Fol­ge der Hil­des­hei­mer Stifts­feh­de fiel das bis zum Jahr 1521 von der Burg Hun­nes­rück aus ver­wal­te­te Amt Hun­nes­rück, eine 1310 vom Hoch­stift Hil­des­heim nach dem Kauf der Graf­schaft Das­sel ein­ge­rich­te­te Ver­wal­tungs­ein­heit, zeit­gleich mit meh­re­ren an­de­ren Äm­tern an das Her­zog­tum Braun­schweig. Da­mit en­de­ten un­ter Bi­schof Ro­bert von Ho­ro­hu­sen auf­ge­flamm­te Dif­fe­ren­zen zwi­schen Cor­vey und Hil­des­heim über Nut­zungs­rech­te in Teil­ge­bie­ten des Sol­lings, der schon zu säch­si­schen Zei­ten Grenz­raum zwi­schen dem Augau um Höx­ter und dem Suil­ber­gau war.

In spä­te­ren Jah­ren ge­lang es von Ket­te­ler nicht, dem Ein­drin­gen der Re­for­ma­ti­on Ein­halt zu ge­bie­ten.

In sei­ner Zeit fand man in der Klos­ter­bi­blio­thek 1517 die fünf ers­ten Bü­cher der An­na­len des Ta­ci­tus wie­der auf.

Lizenz

>Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Franz von Ket­te­ler aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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