Dez 302016
 

Franz von Ga­len (* 11. De­zem­ber 1879 auf Burg Din­kla­ge; † 9. Ok­to­ber 1961 auf Schloss Dar­feld) war Guts­ver­wal­ter und Po­li­ti­ker der Zen­trums­par­tei.

Leben

Franz Jo­seph Ema­nu­el Au­gus­ti­nus An­to­ni­us Hu­ber­tus Ma­ria von Ga­len stamm­te aus der müns­ter­län­di­schen Fa­mi­lie von Ga­len. Die El­tern wa­ren Fer­di­nand He­ri­bert und Eli­sa­beth von Ga­len (geb. von Spee). Ei­ner sei­ner zahl­rei­chen Ge­schwis­ter war Kar­di­nal Cle­mens Au­gust von Ga­len. Er selbst hei­ra­te­te 1907 An­to­nia von Weichs zur Wen­ne. Mit die­ser hat­te er zehn Kin­der.

Den ers­ten Un­ter­richt er­hielt er durch ei­nen Haus­leh­rer. Zu­sam­men mit sei­nem Bru­der Cle­mens Au­gust be­such­te er ab 1890 das Je­sui­ten­in­ter­nat in Feld­kirch. Das Ab­itur leg­ten sie 1896 in Vech­ta ab. Er stu­dier­te 1897 Phi­lo­so­phie in Frei­burg im Üecht­land. Da­nach dien­te er im preu­ßi­schen Mi­li­tär. Er trat als Fah­nen­jun­ker in das West­fä­li­sche Jä­ger-Ba­tail­lon Nr. 7 in Bü­cke­burg ein. In der Fol­ge dien­te er in Müns­ter, Ber­lin, Han­no­ver und er­neut in Müns­ter. Wäh­rend des Ers­ten Welt­krie­ges kom­man­dier­te er an der West­front eine Schwa­dron. Zu­letzt war er im Gro­ßen Ge­ne­ral­stab tä­tig. Sein letz­ter Dienst­rang war der ei­nes Ma­jors.

Nach dem Ers­ten Welt­krieg über­nahm er die Gü­ter der Fa­mi­lie bei Din­kla­ge als Vor­mund von Chris­toph-Bern­hard von Ga­len. Nach­dem die­ser voll­jäh­rig war, leb­te Franz von Ga­len zu­nächst in Müns­ter. Dort ge­hör­te er für die Zen­trums­par­tei der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung an.

Er war zur Zeit der Wei­ma­rer Re­pu­blik Vor­sit­zen­der des Ver­eins des ka­tho­li­schen Adels Rhein­land und West­fa­len. Er setz­te auf die Be­le­bung ka­tho­li­scher und kon­ser­va­ti­ver Wer­te, stand der Re­pu­blik kri­tisch ge­gen­über, ge­riet aber von ent­schie­de­ne­ren Geg­nern der Wei­ma­rer Re­pu­blik um die Brü­der Fer­di­nand und Her­mann Frei­herr von Lü­ninck un­ter Druck. Er gab sei­ne Po­si­ti­on als Vor­sit­zen­der auf und trat 1928 aus dem Ver­ein aus.

Seit 1930 leb­te er in Haus Mer­feld. Dies hat­te zu­vor Franz von Pa­pen ge­hört. Als Mit­glied der Zen­trums­par­tei ge­hör­te er von 1932 bis 1933 dem preu­ßi­schen Land­tag an. Er war der ein­zi­ge Zen­trums­ab­ge­ord­ne­te, der dem Er­mäch­ti­gungs­ge­setz im Land­tag nicht zu­stim­men woll­te und da­her sein Man­dat nie­der­leg­te. Bis zur Selbst­auf­lö­sung des Zen­trums war er ne­ben Hein­rich Brü­ning für ei­ni­ge Mo­na­te stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der Par­tei.

In den fol­gen­den Jah­ren war er en­ger Be­ra­ter sei­nes Bru­ders Cle­mens Au­gust. Bei ei­nem Au­to­un­fall 1934 wur­de er schwer ver­letzt. Im Jahr 1939 wei­ger­te er sich der NS-Volks­wohl­fahrt bei­zu­tre­ten, mit dem Hin­weis er sei seit lan­gem Mit­glied der ka­tho­li­schen Ca­ri­tas. Im Zu­sam­men­hang mit der Ak­ti­on Git­ter wur­de er 1944 fest­ge­nom­men. Er saß zu­nächst im Po­li­zei­ge­fäng­nis Coes­feld ein. We­gen ei­ner Er­kran­kung wur­de er in ein Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert. Von dort aus wur­de er in das KZ Sach­sen­hau­sen ge­bracht, wo er bis Kriegs­en­de in­haf­tiert war. Nach dem Krieg sprach er sich für die Grün­dung der CDU aus. Sei­ne letz­ten Jah­re ver­brach­te er auf Schloss Dar­feld.

Siehe auch

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Franz von Ga­len aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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