Franz Anton von Landsberg

Franz An­ton Frei­herr von Lands­berg (* 5. April 1656; † 18. Au­gust 1727 in Schloss Wock­lum) aus dem Adels­ge­schlecht der Her­ren von Lands­berg war ein Ge­ne­ral und (im Jah­re 1713) der Gou­ver­neur der Stadt Müns­ter.

Leben

Sei­ne El­tern wa­ren der kur­köl­ni­sche Ge­ne­ral­ma­jor und west­fä­li­sche Landd­rost Da­ni­el Diet­rich von Lands­berg zu Er­wit­te (1618–1683) und Jut­ta An­to­net­ta Frei­in von der Ley­en (1633–1704), die drit­te Ehe­frau des Ge­ne­ral­ma­jors. Er war der Äl­tes­te ei­ner sie­ben­köp­fi­gen Kin­der­schar mit der Frei­in von der Ley­en.

Über sei­ne Kind­heit ist nur we­nig be­kannt. Um 1665 er­hielt von Lands­berg mit zwei­en sei­ner Brü­der Pri­vat­un­ter­richt in Hil­des­heim, um 1668/69 wur­den sie von ei­nem Ka­no­ni­ker im Stift in Me­sche­de un­ter­rich­tet. Von 1670 bis 1673 be­such­ten die drei Brü­der das Je­sui­ten­gym­na­si­um in Mainz.

An­schlie­ßend trat er in das In­fan­te­rie­re­gi­ment sei­nes Va­ters ein und er­reich­te im De­zem­ber 1674 den Dienst­grad des Fähn­richs. Zu Be­ginn sei­ner Grand Tour am 3. Au­gust 1675 war er be­reits Leut­nant. Nach sei­ner Rück­kehr im Juni 1678 wur­de er zum Haupt­mann und Kom­pa­nie­chef be­för­dert. Ihm stand eine gro­ße Kar­rie­re be­vor: Als Ma­jor im Gar­de­re­gi­ment nahm er am Zug ge­gen Lüt­tich 1684 und am Tür­ken­krieg 1685 teil. Sei­ne Kar­rie­re ging wei­ter­hin berg­auf: Seit 1702 kämpft von Lands­berg im spa­ni­schen Erb­fol­ge­krieg un­ter hol­län­di­schem Sold als Bri­ga­dier und Ge­ne­ral­ma­jor, bis sein Re­gi­ment im Jahr 1712 in fran­zö­si­sche Kriegs­ge­fan­gen­schaft ge­riet. Lands­berg kehr­te in sei­ne Hei­mat zu­rück und über­nahm den Ober­be­fehl über die müns­te­r­i­sche Ar­mee und 1713 auch noch das Amt ei­nes Gou­ver­neurs der Stadt Müns­ter. Im Jahr 1719 wur­de er noch zum Ge­ne­ral­leut­nant be­för­dert. Die­ses Kom­man­do hat­te er bis zu sei­nem Tode inne.

Im Al­ter von vier­zig Jah­ren, im Fe­bru­ar 1696, ver­mähl­te er sich mit Anna Ma­ria Frei­in von Ga­len (1676–1734). Sie war die Toch­ter des ers­ten Erb­käm­me­rers Franz Wil­helm Frei­herr von Ga­len zu As­sen und Dinck­la­ge und der Ur­su­la He­le­na von Plet­ten­berg zu Len­hau­sen. Da­mit hei­ra­te­te Franz An­ton in die bes­ten Fa­mi­li­en des Müns­ter­lan­des ein. Sei­ne Frau war ver­wandt mit dem Fürst­bi­schof Chris­toph Bern­hard von Ga­len (reg. 1650–1678) und dem re­gie­ren­den Fürst­bi­schof Fried­rich Chris­ti­an von Plet­ten­berg (reg. 1688–1706).

Aus der Ehe ging eine Toch­ter her­vor, An­to­net­ta He­le­na (1697–1739), die sich be­reits im Jahr 1712 mit dem Frei­herrn Cas­par Hein­rich von Korff-Schmi­sing zu Ta­ten­hau­sen ver­mähl­te.

Franz An­tons Ge­mah­lin küm­mer­te sich um die Fi­nanz­an­ge­le­gen­hei­ten auf Schloss Wock­lum, dem Wohn­sitz des Frei­herrn. Dort ließ sie in den Jah­ren 1698–1701 und 1708–1712 Bau­ar­bei­ten durch­füh­ren. Eben­so er­warb sie Gü­ter in Let­te und Ost­hoff und ließ dort Her­ren­häu­ser er­rich­ten.

Franz An­ton Frei­herr von Lands­berg ver­starb am 18. Au­gust 1727 im Al­ter von 71 Jah­ren auf Haus Wock­lum an ei­ner Brust­krank­heit.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Franz An­ton von Lands­berg aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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