Francisca Lucia von Korff zu Harkotten und Störmede

Wappen derer von Korff

Wap­pen de­rer von Korff

Fran­cis­ca Lu­cia von Korff zu Har­kot­ten und Stör­me­de (* 1722; † 4. Fe­bru­ar 1799) war Äb­tis­sin im Stift Fre­cken­horst.

Leben

Herkunft und Familie

Fran­cis­ca Lu­cia wuchs als Toch­ter des Wil­helm Fried­rich An­ton von Korff zu Har­kot­ten (* 1688, † 1727) und sei­ner Gat­tin Ka­tha­ri­na Bern­har­di­na Fran­cis­ca von West­pha­len in ei­ner west­fä­li­schen Adels­fa­mi­lie auf. Nach dem frü­hen Tod des Va­ters hei­ra­te­te ihre Mut­ter im Jah­re 1731 Alex­an­der Diet­rich An­ton von Ket­te­ler zu Har­kot­ten. Ihre äl­te­re Schwes­ter Bern­har­di­ne ging 1748 mit Gos­win Lub­bert von Ket­te­ler, Sohn ih­res Stief­va­ters, die Ehe ein. De­ren Toch­ter Anna Fran­zis­ka war ihre Nach­fol­ge­rin als Äb­tis­sin in Fre­cken­horst.

Werdegang und Wirken

Nach dem Ver­zicht der Ma­ri­an­ne von Do­nop kam Fran­cis­ca Lu­cia am 5. März 1729 in den Be­sitz ei­ner Prä­ben­de. Am 18. Ok­to­ber 1763 wur­de sie ein­stim­mig zur Äb­tis­sin ge­wählt. Die Be­stä­ti­gung durch den Or­di­na­ri­us kam zehn Tage spä­ter. Ihre Amts­zeit war ge­zeich­net durch zer­rüt­te­te Fi­nanz­ver­hält­nis­se. So ver­zich­te­te sie auf die sonst üb­li­che fei­er­li­che Ein­fahrt. Sie un­ter­warf sich ei­nem Spar­zwang und setz­te kei­ne frei­wer­den­den Prä­ben­den mehr aus. Zu­letzt wa­ren vier Pfrün­de ein­ge­spart. Sie ver­kauf­te Im­mo­bi­li­en und vom Er­lös schenk­te sie dem Da­men­ka­pi­tel 5000 Reichs­ta­ler. Die­se Sum­me wur­de ein­ge­setzt für die Ab­fin­dung an den Erb­käm­me­rer von Ga­len, dem aus ei­nem Pro­zess 21.000 Reichs­ta­ler zu­stan­den. 1793 bot Fran­cis­ca Lu­cia 22 ge­flüch­te­ten fran­zö­si­schen Pries­tern Schutz in ih­rem Klos­ter und über­nahm die Kos­ten für die Be­wir­tung. Zwei Jah­re spä­ter war sie da­mit be­schäf­tigt, das Stifts­ar­chiv vor dem her­an­rü­cken­den fran­zö­si­schen Heer zu ret­ten. Sie mach­te der Kir­che zahl­rei­che sa­kra­le Ge­schen­ke und er­rich­te­te Stif­tun­gen. Ihre Amts­füh­rung zeig­te eine neue Ver­tie­fung des geist­li­chen Le­bens, die in den letz­ten Jahr­hun­der­ten doch ver­misst wur­de.

Sonstiges

Wäh­rend der Zeit von Fran­cis­ca Lu­cia war eine ih­rer Stifts­da­men The­re­se Loui­se von Haxt­hau­sen (Adels­ge­schlecht), die Mut­ter der Dich­te­rin An­net­te von Dros­te-Hüls­hoff, die sich durch Wohl­tä­tig­keit aus­zeich­ne­te und eben­falls 1793 in Burg Hüls­hoff ei­ner durch die Fran­zö­si­sche Re­vo­lu­ti­on ver­trie­be­nen Emi­gran­ten­fa­mi­lie Asyl ge­währ­te.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Fran­cis­ca Lu­cia von Korff zu Har­kot­ten und Stör­me­de aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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