Sep 202018
 

Ever­win von Dros­te zu Möl­len­beck (* 1592; † 1661) war ein Guts­be­sit­zer aus der Fa­mi­lie Dros­te zu Hüls­hoff und Mit­glied der Frucht­brin­gen­den Ge­sell­schaft als „Der La­ben­de“.

Leben

Ever­win V., der nicht mit Ver­wand­ten des glei­chen Vor­na­mens aus den an­de­ren Zwei­gen der Dros­te zu Hüls­hoff ver­wech­selt wer­den darf, wur­de als ei­nes von 12 Kin­dern und äl­tes­ter Sohn des Al­hard IV. Dros­te zu Möl­len­beck und sei­ner Frau Ger­trud von Bi­scho­pinck wahr­schein­lich auf Haus Möl­len­beck (heu­te Müns­ter-Wol­beck) ge­bo­ren. Ever­win V. war ein Ur­en­kel des Müns­te­ra­ner Bür­ger­meis­ters Ever­win II. von Dros­te zu Han­dorf. Sein Va­ter hat­te den zu­ge­hö­ri­gen Guts­be­sitz 1603/04 von sei­ner Schwes­ter Mar­ga­re­tha, der Wit­we des Cord von Ste­ven­inck, ge­erbt. Die­ser Fa­mi­li­en­zweig hat­te ver­mut­lich, im Un­ter­schied zur sons­ti­gen Fa­mi­lie Dros­te zu Hüls­hoff, die pro­tes­tan­ti­sche Kon­fes­si­on an­ge­nom­men. 1610 er­litt die gan­ze Fa­mi­lie ei­nen Raub­über­fall auf Haus Möl­len­beck, konn­te sich aber ret­ten – der jüngs­te Bru­der von Ever­win, Her­bert, wur­de schwe­di­scher Oberst, Guts­be­sit­zer in der Nie­der­lau­sitz und Va­ter des Ge­ne­rals Jo­hann Eber­hard von Dros­te zu Züt­zen. Ever­win erb­te 1625 den Guts­be­sitz und hei­ra­te­te sei­ne Cou­si­ne Odi­lia Dros­te zu Hüls­hoff, eine Toch­ter des Müns­te­ra­ner Bür­ger­meis­ters Bern­hard II. von Dros­te zu Hüls­hoff, mit der er fünf Söh­ne be­kam, u. a. sei­nen Stamm­fol­ger Bern­hard III., der Eli­sa­beth von Mor­ri­en hei­ra­te­te. Sie hat­ten aber kei­ne wei­te­ren Nach­kom­men, so dass die­ser Fa­mi­li­en­zweig be­reits im 17. Jahr­hun­dert er­losch und Haus Möl­len­beck in Kon­kurs ging. Haus Möl­len­beck ge­lang­te dann an das Erb­män­nerge­schlecht von der Tin­nen und da­nach an die Fa­mi­lie Ket­te­ler (Adels­ge­schlecht).

Wirken für die fruchtbringende Gesellschaft

Ever­win V. war 1618/19 Kam­mer­jun­ker oder Hof­meis­ter des Fürs­ten Lud­wig I. von An­halt-Kö­then, des­sen Frau Ama­lia von Bent­heim-Teck­len­burg war, aus ei­nem west­fä­li­schen Ge­schlecht, mit dem schon Hein­rich I. Dros­te zu Hüls­hoff, der Groß­va­ter von Ever­wins Frau, gute Be­zie­hun­gen un­ter­hal­ten hat­te. Die­ser Fürst war der Grün­der und ers­te Vor­sit­zen­de der be­rühm­ten Frucht­brin­gen­den Ge­sell­schaft, wel­che die ers­te und auch größ­te deut­sche Sprach­aka­de­mie war, ge­grün­det zur Ver­wirk­li­chung ethi­scher und sprach­lich-li­te­ra­ri­scher Zie­le. Zur glei­chen Zeit wie Ever­win wirk­te dort der Päd­ago­ge Wolf­gang Rat­ke und es ist an­zu­neh­men, dass Ever­win mit ihm bei de­ren Grün­dung eng zu­sam­men ar­bei­te­te und des­halb als Der La­ben­de zu den ers­ten Mit­glie­dern der Frucht­brin­gen­den Ge­sell­schaft ge­hör­te.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel Ever­win von Dros­te zu Möl­len­beck aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­toren ver­füg­bar.

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