Feb 14 2017

Engelbert von Kerckerinck zur Borg

Engelbert Freiherr von Kerckerinck zur Borg (* 3. Oktober 1872 in Sonderhaus bei Ahaus; † 25. Februar 1933 in Haus Hohenfeld bei Münster) deutscher Politiker der Zentrumspartei

En­gel­bert Frei­herr von Kercke­rinck zur Borg (* 3. Ok­to­ber 1872 in Son­der­haus bei Ahaus; † 25. Fe­bru­ar 1933 in Haus Ho­hen­feld bei Müns­ter) deut­scher Po­li­ti­ker der Zen­trums­par­tei

En­gel­bert Frei­herr von Kercke­rinck zur Borg (* 3. Ok­to­ber 1872 in Son­der­haus bei Ahaus; † 25. Fe­bru­ar 1933 in Haus Ho­hen­feld bei Müns­ter) war ein deut­scher Rit­ter­guts­be­sit­zer, Po­li­ti­ker der Zen­trums­par­tei so­wie land­wirt­schaft­li­cher In­ter­es­sen­ver­tre­ter.

Leben

Er war Sohn von Frei­herr Ma­xi­mi­li­an von Kercke­rinck zur Borg (1829–1905) und sei­ner Frau The­re­sia (geb. von Fürs­ten­berg) (1841–1917).

Kercke­rinck zur Borg stu­dier­te Rechts­wis­sen­schaf­ten und war Ge­richts­re­fe­ren­dar in Dül­men und Müns­ter. Spä­ter kon­zen­trier­te er sich auf die Ver­wal­tung sei­nes Rit­ter­gu­tes.

Im Jahr 1901 hei­ra­te­te er Mag­da­le­na von Ga­len. Aus der Ehe ging Ma­xi­mi­li­an Frei­herr von Kercke­rinck zur Borg her­vor.

Po­li­tisch ge­hör­te er der Zen­trums­par­tei an. Kercke­rinck zur Borg hat­te Man­da­te im Kreis­tag, dem west­fä­li­schen Pro­vin­zi­al­land­tag und dem Reichs­tag. Die­sem ge­hör­te er zwi­schen 1912 und 1918 für den Wahl­kreis Min­den 5 (Höx­ter-War­burg) an.

Kercke­rinck zur Borg war ins­be­son­de­re als land­wirt­schaft­li­cher In­ter­es­sen­ver­tre­ter tä­tig. Er war Vor­sit­zen­der des West­fä­li­schen Bau­ern­ver­eins, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der West­fä­li­schen Land­wirt­schafts­kam­mer so­wie des Auf­sichts­ra­tes der West­fä­li­schen Zen­tral­ge­nos­sen­schaft. Von 1916 bis 1928 war Kercke­rinck zur Borg Vor­sit­zen­der der Ver­ei­ni­gung der deut­schen Bau­ern­ver­ei­ne, ei­nem Zu­sam­men­schluss von ka­tho­li­schen Bau­ern­ver­ei­nen. Au­ßer­dem war er Vor­sit­zen­der und Mit­be­grün­der des West­fä­li­schen Hei­mat­bun­des.

Wäh­rend der Wei­ma­rer Re­pu­blik ge­hör­te Kercke­rinck zur Borg zum äu­ßers­ten rech­ten Flü­gel der Zen­trums­par­tei in West­fa­len und kri­ti­sier­te die Po­li­tik der Par­tei als zu links und warf ihr vor die agra­ri­schen In­ter­es­sen zu ver­nach­läs­si­gen. Im Ge­gen­satz zum rhei­ni­schen Agrar­flü­gel der Par­tei hielt Kercke­rinck zur Borg die Ver­bin­dung sei­nes Bau­ern­ver­eins mit der Zen­trums­par­tei auf­recht. Ge­gen die­sen Kurs hat Fer­di­nand Frei­herr von Lü­n­inck scharf pro­tes­tiert und setz­te sich für eine agrar­kon­ser­va­ti­ve Front ein. Au­ßer­dem bil­de­te sich ne­ben dem Bau­ern­ver­ein der West­fä­li­sche Bau­ern­bund als Or­ga­ni­sa­ti­on der Klein­bau­ern. Dar­auf­hin trat er 1927 als Vor­sit­zen­der des West­fä­li­schen Bau­ern­ver­eins zu­rück.

Kercke­rinck zur Borg ver­öf­fent­lich­te ne­ben po­li­ti­schen und volks­wirt­schaft­li­chen Schrif­ten auch kunst­his­to­ri­sche Wer­ke und Bei­trä­ge zur Ge­schich­te West­fa­lens. Zu­sam­men mit Ri­chard Klapheck präg­te er in dem ge­mein­sa­men Werk Alt-West­fa­len. Die Bau­ent­wick­lung West­fa­lens seit der Re­nais­sance von 1912 den Be­griff We­ser­re­nais­sance für die Ar­chi­tek­tur ent­lang der We­ser im 16. und 17. Jahr­hun­dert mit sei­nen reich de­ko­rier­ten Gie­beln und des­sen Ne­ben­form Lip­pe­re­nais­sance. Im Jahr 1904 wur­de er Pa­tron der His­to­ri­schen Kom­mis­si­on für West­fa­len. Ab 1914 war er Aus­schuss­mit­glied der Kom­mis­si­on.

Ein Teil der Fa­mi­li­en­bi­blio­thek ist als ge­schlos­se­ne Samm­lung Teil der Uni­ver­si­täts- und Lan­des­bi­blio­thek Müns­ter.

Lizenz

Die­ser Ar­ti­kel ba­siert auf dem Ar­ti­kel En­gel­bert von Kercke­rinck zur Borg aus der frei­en En­zy­klo­pä­die Wi­ki­pe­dia und steht un­ter der Dop­pel­li­zenz GNU-Li­zenz für freie Do­ku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Un­por­ted (Kurz­fas­sung). In der Wi­ki­pe­dia ist eine Lis­te der Au­to­ren ver­füg­bar.

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